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Wie verhalten bei Kontaktabbruch?

G

Gast

Gast
Hallo,

ich möchte meine Frage recht allgemein halten. Nur so viel:

Wenn innerhalb der Familie ein Kontaktabbruch herrscht, dann ist der zu respektieren. Ich persönlich bin der Meinung, dass die Person, die den Abbruch gewünscht hat, diesen Zustand bei Bedarf auch wieder beenden muss, denn andersrum wäre es ganz schnell ein Machtspiel.

Was aber tun, wenn kurz nach dem Kontaktabbruch der Geburtstag der abbrechenden Person ist?

Lösungsmöglichkeiten, die mir in den Sinn kommen:

a) Nichts tun, konsequentes Schweigen einhalten.
b) Per WA/Email/Post NUR gratulieren.
c) Per Post/Service Gratulation und Geschenk zukommen lassen.
d) Trotzdem anrufen und gratulieren und vielleicht ergibt sich doch wieder ein Gespräch?
h) Unangemeldet hinfahren, gratulieren und Geschenk überreichen?

Danke für ein konstruktives Feedback 🙂
 
Das hängt imho ganz von der Person und dem Grund des Kontaktabbruchs ab. Bei manchen Verwandten ist man heilfroh, wenn sie von sich aus den Kontakt abbrechen - etwa weil sie vorher die totalen Nervensägen waren. Manch einer bricht einen Kontakt ab, weil er eine leicht beleidigte Leberwurst ist und alles in den falschen Hals bekommt. Bei anderen dagegen ist der Abbruch begründet, vielleicht Ereignisse (Kindsmißbrauch in früher Kindheit oder ähnlich schwerwiegendes), die erst jetzt zum Vorschein kommen. Aus Kindern werden Erwachsene, und Einstellungen ändern sich mit der Zeit, das ist unvermeidbar und hinzunehmen, und Familie sucht man sich nun mal nicht aus. Manch ein Kontakt ist auch schon vorher fast selig entschlafen, so daß der endgültige Abbruch nur den Gnadenschuß darstellt.

Man soll deshalb immer nach Bauchgefühl, Einzelfall und Grund für den Abbruch entscheiden. Der eine freut sich trotz Kontaktabbruch insgeheim, daß er nicht vergessen ist, dem anderen geht sogar ein schriftlicher Glückwunsch auf den Sack oder er empfindet ihn gar als Beleidigung, Anmaßung, Einmischung in sein selbständiges Leben, vor allem wenn eine vorherige schwere Kränkung für den Abbruch verantwortlich war.

Wenn man nicht ganz sicher ist, daß man in körperlicher Anwesenheit willkommen ist, sollte man es bei was Schriftlichem belassen, das kann der Empfänger ganz nach Belieben zur Kenntnis nehmen oder im Papierkorb versenken.
Geschenke sind grundsätzlich schwierig, weil ein "vernünftiges" Geschenk dem Wunsch und den Bedürfnissen des Beschenkten entsprechen muß, nicht dem des Schenkers, und dazu muß man den Empfänger eben schon ziemlich gut kennen. Eine No-Name-Krawatte kann schon wieder als Beleidigung empfunden werden, wenn sie dem Geschmack des Geburtstagskinds nicht entspricht ("Rosa Seide? - igitte, bin ich schwul oder was?") Wenn, dann entweder etwas absolut nützliches, was jeder brauchen kann, sich aber selten leistet (z. B. Gutschein für zwei Menüs nach Wahl in einem Restaurant), oder etwas absolut originelles, was nicht jeder hat - und damit sind nicht selbstgestrickte Scheußlichkeiten gemeint, sondern etwas wirklich ungewöhnliches, was auch einen konkreten praktischen Nutzen haben sollte. Und natürlich dürfen keine "Untertöne" darin enthalten sein. ("Parfüm - stinke ich etwa?")
 
Hallo Gast,

Daoga hat es schon gut geschrieben.
Da ich aber nicht weiß wie alt und um wen es sich dreht, möchte ich noch etwas hinzufügen.

Jugendliche, (d.h. 14-18 jährige) die zu Hause wohnen oder auch nicht mehr, die den Kontakt zu einem
Elternteil kappen wollen, sollten einen guten Grund (Missbrauch, Schläge) haben um dem anderen Elternteil
sein Recht und seine Pflicht auf Sorge nicht nachkommen zu lassen.
Auch wenn es über Themen etc. unterschiedliche Meinungen, Auffassungen und Wunschvorstellungen gibt.

Das gehört zum Erwachsenwerden dazu, mit anderen Meinungen umgehen zu lernen und sich seinen Teil daraus ziehen.

Alles Gute
 
Bei Jugendlichen, die gerade aus dem Haus sind, ist es völlig normal, daß sie einige Zeit keinen Kontakt wollen, um sich selbst in Ruhe finden zu können, um sich abgrenzen zu können. Wenn ihnen da der Rest der Familie quasi ständig nachstellt, wirkt das wie ständige Einbrüche in die neugefundene Privatsphäre. Solche Kontaktabbrüche sollte man also eher relaxt betrachten, solange der junge Mensch nicht gerade in kriminelle Sphären abdriftet, das gibt sich früher oder später wieder. Ist wie eine Raupe, die sich verpuppen und eine Weile in Ruhe gelassen werden muß, damit der erwachsene Schmetterling sich anständig entwickeln kann.
 
Kontaktabbruch heißt kein Kontakt erwünscht.
Ich selber habe den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen. Und da war a, b, c, d, h unerwünscht.
Der Verwandtschaft, die meinen Wohnort kannten habe ich persönlich Konsequenzen angedroht, wenn die diesen herausplaudern. Zum Glück hat sich jeder daran gehalten.

Meiner Meinung = nix machen.
 
Nur ein Brief ist noch kein Kontakt, weil ein echter Kontakt immer zweiseitig ist. Das ist wie ein Klopfen an der Tür, wo man entweder antwortet "Hau ab", die Tür öffnet oder sich tot stellt. Je nachdem ob ein Kumpel vor der Tür steht, die Zeugen Jehovas oder der Gerichtsvollzieher. 😀 Der Empfänger eines Briefes kann diesen lesen, beantworten oder ungelesen in den Mülleimer befördern, ein Mail lesen oder gleich löschen, ergo kein Kontakt. Aber Du hast es dann zumindest versucht und kannst Dir nichts vorwerfen.
 

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