Ich hab bei der Umfrage nicht abgestimmt, weil mir die Auswahlmöglichkeiten zu komisch sind.
Wichtig, ist ja nicht, ob ich sie alleine lasse, sondern wo, wie und wie lange.
Ich denke, es ist übertrieben, ein Kind 24 Stunden unter Sichtkontakt halten zu wollen. Man muss schließlich auch schlafen, Haushalt machen und auch mal aufs Klo. Da kann ich das Kind ja nicht immer mitnehmen (würde ich zumindest nicht).
Nen Säugling fordert natürlich nahezu permanent die Aufmerksamkeit der Eltern. Aber wenn der mal ne Stunde schläft, kann die Mutter ja durchaus mal in den Garten gehen oder ins Wohnzimmer - und das Kind ist im Kinderzimmer. Hier wäre für mich entscheidend, dass das Kind in Hörweite, nicht in Sichtweite ist. Zum Bäcker oder zur Nachbarin würde ich bei einem Säugling wahrscheinlich nicht gehen (Nachbarin vll. mit Babyphone).
Je älter das Kind, desto mehr schickt man es ja in die Selbstständigkeit. Natürlich lasse ich mein Kleinkind nicht stundenlang unbeaufsichtigt. Aber kurze Zeitspannen finde ich vertretbar unter verschiedenen Vorraussetzungen:
- ich kenne das Kind und kann einschätzen, wie es reagiert (sehr ängstliche Kinder oder unruhige, solche, die leicht wach werden lass ich natürlich eher weniger allein)
- das Kind hat nicht die Möglichkeit irgendwas anzustellen (Feuer, Möbel umstoßen, Verletzungsgefahr, etc.)
- das Kind weiß, wie es mich findet bzw. andere vertraute Menschen(das schließt für mich ein, dass ich in der Nähe bin -> Garten, Nachbar, Bäckerei gegenüber)
Abends ausgehen klingt für mich nach 2-3 Stunden wegsein in weiterer Entfernung. Das ist für mich mit Kleinkindern ohne Babysitter verantwortungslos. Geht nicht.
Drüben bei den Nachbarn sitzen, wenn das Kind schläft, gehört für mich zur Freiheit der Eltern. Mit Babyphone und gelegentlicher Kontrolle, ob alles okay ist, sehe ich da kein Problem.
Anders sieht das aus, wenn das Kind wach ist- dann ist die Gefahr, dass was passiert viel höher => da sollte das Kind nicht allein sein.
=> entscheidend ist für mich, dass das Kind nicht das Gefühl bekommt, allein und hilflos zu sein. Dass es also nicht ne halbe stunde lang weinend im Zimmer sitzt, weil die Mutter nichts mitkriegt. Sondern, dass die Eltern durch Babyphone mitbekommen, wenn was los bzw. dass ein Kind so ab drei/vier Jahren dann weiß: Mama ist im Garten oder bei den Nachbarn oder
im Bistro direkt nebenan- da kann ich hin.
LG
Sori