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Wie überlebt ihr euren Arbeitstag?

A

Ausgelaugt

Gast
Tag zusammen,

wie ihr schon dem Titel entnehmen könnt geht es hierbei um den unendlich scheinenden Arbeitstag.

Ich für meinen Teil bekomme das langsam nicht mehr gebacken. Ich bin in als gelernte Fachkraft in einer größeren Industrie tätig und muss somit ein Schichtsystem über mich ergehen lassen. Anfangs fand ich das noch akzeptabel, da ich ohnehin kein Fan davon war, jeden Tag um dieselbe Uhrzeit in die Arbeit zu marschieren. Die Abwechslung (auch wenn kaum vorhanden) war erfrischend. Aber auch das hat sich inzwischen zum negativen gewendet.

Ich glaube an sich ist die Arbeit ganz okay, der Lohn ist auch mehr als zufriedenstellend. Aber dieses monotone Dasein macht mich verrückt. Ich verstehe bei bestem Willen nicht, warum ich 5x die Woche (Oftmals auch Wochende) min 8 Stunden arbeite um mit dann mit 6 Freizeit zufrieden zu geben, bevor ich wieder ins Bett falle und genug Schlaf für den nächsten Tag sammle.


Die Luft ist sowas von raus, denn die einzige Frage die ich mir jeden Tag vor Schichtbeginn stelle ist folgende:
"So lebe ich nun bis zu meiner Rente? Wirklich?"


Wenn ich sehe wie Kollegen tagtäglich mit einem Strahlen in die Arbeit kommen, könnte ich Räder schlagen. Ich bin so unglaublich neidisch wenn ich diese Leute sehe. Selbes Gehalt, selber Job und doch so eine komplett andere Einstellung zum Leben.

Was zum Geier mache ich falsch?
 
Bist Du über- oder unterfordert? Macht Dir der Schichtwechesel zu schaffen?

Wenn beides nicht so das Problem ist, dann solltest Du vielleicht mal schauen, was Du von Deiner Arbeit erwartest. Spaß, Abwechslung, daß die Zeit wie im Fluge vergeht? So ist das meistens nicht. Vieles ist Routine.

Die Arbeit dient dazu, Deinen Lebensunterhalt sicherzustellen. Gut wäre es, wenn sie Deinen Fähigkeiten entspricht und sinnhaftig ist. Auch komplette Monotonie ist nicht gut.

Wenn das grundsätzlich paßt, dann kannst Du Zufriedenheit entwickeln.

Bist Du denn sonst mit Deinem Leben zufrieden? Hast Du genügend Ausgleich zur Arbeit? Du solltest nicht erwarten, daß die Arbeit das Wichtigste und Schönste in Deinem Leben ist.

Wenn Du mehr Freizeit wünscht, Deine Arbeit gut bezahlt ist und Du Deinen Lebensunterhalt auch mit geringerem Einkommen bestreiten kannst, dann reduzier doch die Arbeitszeit. Du kannst dann sinnvollen Freizeitaktivitäten nachgehen, Dich ehrenamtlich engagieren oder Dich weiterbilden. Wichtig ist jedoch auch, daß Du dann im Alter nicht der Allgemeinheit zur Last fällst.
 
Wenn ich sehe wie Kollegen tagtäglich mit einem Strahlen in die Arbeit kommen, könnte ich Räder schlagen. Ich bin so unglaublich neidisch wenn ich diese Leute sehe. Selbes Gehalt, selber Job und doch so eine komplett andere Einstellung zum Leben.

Was zum Geier mache ich falsch?


Das sind Leute die nur für die Arbeit leben und sonst keine Intressen haben.
 
Das sind Leute die nur für die Arbeit leben und sonst keine Intressen haben.

Also ich kenne viele Leute, die Spass an ihrer Arbeit haben und trotzdem (deshalb?) noch einige Hobbys haben.

@TE
Such Dir doch einen sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Sport, Schach, Kegeln.....oder bring Dich ehrenamtlich irgendwo ein.
 
ein 8-Std. Arbeitstag ist bei mir und vielen anderen ja viel länger. 1Std. hin, 1 Std. Pause auf der Arbeit und wieder 1 Std. zurück sind ja gleich 11Std.-Tag, ich bin davon sehr ko und gehe abends schon um 21 Uhr ins Bett weil ich so ko bin. Ich würde viel lieber weniger arbeiten aber dann reicht das Geld nicht für essen und trinken und miete. Es ist ein Arbeiterleben ich hoffe ich gewinne im Lotto.
 
ich kenne das auch in der industrie, da ist es normal. habl 7 anfang zu arbeiten und halb 7 abends feierabend und das fast täglich...

zum glück hab ich sowas nicht, ich könnte es nicht. wie will man da denn noch hobbys nachgehen?
 
Eine Möglichekeit wäre es, Deine Fahrtzeiten zu verkürzen.

Ich bin früher auch jeweils 1 oder je nach Verkehrslage sogar 1 1/2 Stunde hin und wieder zurück zur Arbeit gefahren. Das schlaucht und ist verschwendete Lebenszeit.

Ich bin umgezogen und zwar so nahe, daß ich zu Fuß zur Arbeit spazieren kann. Das hat Fahrtkosten gespart und eine enorme Verbesserung der Lebensqualität mit sich gebracht. Plötzlich hatte ich 2 - 3 Std. Zeit mehr am Tag zur Verfügung.

Oder falls Dir das nciht machbar erscheint, vielleicht kannst Du Deine Fahrtzeiten als Freizeit nutzen. Wenn Du nicht selbst mit dem Auto fährst, sondern mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einer Fahrgemeinschaft, dann kannst Du die Zeit nutzen zum Lesen, Weiterbilden, was auch immer Dir Freude bereitet.

Oder wenn Du die Fahrtzeit mit Sport verbinden möchtest, dann park außerhalb oder verlasse die öffentlichen Verkehrsmittel früher und nutze einen Teil der Strecke zum joggen oder Radfahren. Je nachdem wo Du Dich bewegst, kommst Du damit ähnlich schnell voran wie mit einem Auto.

Machbar ist alles. Man muß nur zu Veränderungen bereit sein.
 
Tja lieber TE,

diese Frage stellen sich vermutlich viele. Irgendjemand hat nunmal irgendwann festgelegt dass es normal ist 8 Stunden und mehr zu arbeiten. Mit Anfahrtsweg sind manche halt mal um 7 oder später zuhause. Da wir ja immer mehr Wachstum brauchen wird es noch schlimmer. Dann wird gegessen, bisschen ausgeruht oder eben die restliche Zeit noch mit Hobbys vollgestopft, was dann fast schon unter Zeitrduck passiert. Dann gehts in die Falle und am nächsten Tag wieder dieselbe Leier. Diejenigen die dann noch Samstags arbeiten begnügen sich dann 50x im Jahr mit dem Sonntag, an dem man dann aber oft müde ist bzw. sich keinen Stress machen will jetzt zwangsläufig was unternehmen zu müssen, weil man sonst keine Zeit hat.

Die einen schaffen es dann gesund bis zur Rente (sofern es sie dann noch gibt), die anderen haben vorher schon gesundheitliche Probleme. Es wird aufgebaut und malocht um letzlich irgendwann sowieso nicht mehr zu können.

Daher ist deine Frage für mich berechtigt. Es gibt wesentlich mehr im Leben zu sehen bzw. zu unternehmen, aber der Großteil besteht eben aus Arbeiten und schlafen. Alsom mir gehts genauso wie dir. Müsste ich nicht, würde ich nicht. Nur das mit dem Lottogewinn wird wahrscheinlich eher nichts.

Manchmal bewundere ich die typischen Beamten. Ich kenne welche, die sind absolut zufrieden. Stehen vom Stuhl auf wann sie wollen, machen Pause wann sie wollen, alles schön gemächlich ohne Stress. 15.30 Feierabend, Freitags um 12, sichere Rente. Ok, zugegeben: geistig ist irgendwo schnell Sense, aber die lachen über den Stress den sich viele geben.
 
Manchmal bewundere ich die typischen Beamten. Ich kenne welche, die sind absolut zufrieden. Stehen vom Stuhl auf wann sie wollen, machen Pause wann sie wollen, alles schön gemächlich ohne Stress. 15.30 Feierabend, Freitags um 12, sichere Rente. Ok, zugegeben: geistig ist irgendwo schnell Sense, aber die lachen über den Stress den sich viele geben.

Unsinn, so sieht das Beamtenleben schon lange nicht mehr aus. Ich bin Beamter. Meine reguläre Arbeitszeit beträgt 41 Std. die Woche, Angestelle mit gleicher Arbeit haben 39 Std-Wochenstunde.

Personalabbau, ständig ändernde Gesetzgebung und Rechtsprechung, Arbeitverdichtung führt zu hoher Überstundenanzahl. Meine aktuellen Überstunden sind über 300. Samstagsarbeit ist inzwischen üblich.

Mein Arbeitstag geht auch täglich min. von 7.30 bis 17 Uhr. Bei Gremienterminen oder Veranstaltungsbetreuung auch deutlich länger.

Aber Du darfst mcih auch ruhig beneiden. Die Arbeit ist gut, macht Freude und dient der Allgemeinheit und nciht der Profitorientierung einzelner Bosse. Deshalb erledige ich sie gerne.
 
Keine Ahnung wo du arbeitest, aber die Beamten die ich kenne (meist bei der Stadt), schauen z.B. den Goldfischen beim Schwimmen zu wenns sie mal grade keine Lust mehr haben. Um 3 darf keiner mehr reinkommen, da ist der Rechner schon runtergefahren. Jede Frage die etwas über den Tellerrand hinausgeht ist zu schwierig. Aber lockeres Leben, kein Stress.

Sorry ist meine Erfahrung.
 

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