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Wie soll es nur weiter gehen

meinName

Neues Mitglied
Hallo
ich kann endlich eine Ausbildung anfangen...
Hab ja auch Jahre darauf gewartet (schon eine Weile die 20er Marke überschritten 😉 ) Dafür hab ich ja ein wunderbares Kind und hab auch die ganze Zeit gejobbt.
Aber jetzt kommt das Problem
Ich würde in der Ausbildung nur 300 € verdienen...
Ist natürlich nicht genug mit Kind und selbst wenn ich Kindergeld und Unterhalt dazu rechne komme ich nichtmal auf den ALG 2 Satz.
Also Berufsausbildungbeihilfe beantragen...

Auch nicht so leicht denn mein Vater gibt mir seine erforderlichen Daten nicht und das letzte was ich will ist meinen Vater zu verklagen oder sowas. Immerhin hat er mich die ganzen Jahre unterstützt. Er sagt er sieht einfach nicht ein das er mir Geld für eine Ausbildung zahlen soll und wenn ich zu hause bleibe bekomme ich ALG 2
Er verdient zwar auch nicht so viel und hat noch einige Schulden aber wir haben es schon durchgerechnet er müsste zahlen.

Einen Nebenjob neben der Ausbildung geht auch nicht da ich das mit der Betreuung meines Kindes grad so geregelt bekomme wen ich zur Ausbildung gehe.

Also was bleibt ... ??? !!!
keine Ausbildung machen und mein Leben lang nur Hilfsjobs und sowas machen🙁
 
hallo 🙂

erstmal finde ich es mutig, dass du den schritt wagst eventuell auch mit etwas höherem alter, eine ausbildung anzufangen.
ich persönlich finde einfach, eine ausbildung ist extrem wichtig, da man einfach besser drauf aufbauen kann u nicht ewig nur ein kleiner hilfsarbeiter ist, der sich von job zu job hangelt.

erst mal würde ich ein klärendes gespräch mit deinem vater führen. zeig ihm auf wie wichtiges es ist, eine ausbildung zu machen. wie willst du denn deinem kind je was bieten, wenn du quasi immer nur hilfjobs machen kannst?
ich kann deinen vater wirklich nicht verstehen, normalerweise will man doch das beste für sein kind.
wie alt bist du denn? ich frage wg dem kindergeld. eventuell kriegt er noch kindergeld für dich?

hast du dich denn schon beim amt nach allen möglichkeiten erkundigt?

was für eine ausbildung willst du denn machen?🙂

Lg
 
hallo meinname
auf jeden fall ausbildung machen, wenn dein vater sieht dass dir damit ernst ist wird er auch zahlen. ich kenne mich mit der deutschen bürokratie richtig schlecht aus, aber aus der erfahrung weiss ich wo not ist kommt auch die lösung. ich drücke dir die daumen und sage nochmal denke nicht mal daran jetzt den schwanz einzuziehen, im leben kommen immerwieder probleme auf uns zu siehe sie als chance zu wachsen.
liebe grüsse
anoli🙂
 
hallo mein mame,

ich rate dir natürlich auch zu der ausbildung! auf jeden fall.

erkundige dich beim arbeitsamt. - bei verschiedenen beratungsstellen.

eine abgeschlossene berufsausbildung ist das fundament für deine zukunft!

alles gute

löwenherz
 
Es wäre eine Ausbildung zur Bürokauffrau. Zwar überhaupt nicht was ich mir vorgestellt habe aber ich werd die 3 Jahre schon schaffen.
Mit meinem Vater habe ich schon mehrmals gesprochen und er sagt immer nur wenn ich unbedingt will soll ich ihn halt verklagen aber er wird so auf keinen Fall etwas zahlen 🙁
Für 1 Jahr würde mir wohl auch noch Kindergeld für mich zustehen aber der Betrag den ich dann hätte würde grade mal so meine monatlichen Kosten decken also immer noch nix zum Leben für uns 2.
Ich habe jetzt noch erfahren das ich einen Antrag auf Vorrauszahlung stellen könnte und das Amt würde sich das Geld dann von meinem Vater einklagen ...
Aber das will ich nicht.
 
kannst du denn die ausbildung nicht verkürzen?
eventuell gibts ja noch die möglichkeit wenn man gute noten hat, während der ausbildung zu verkürzen.
hm ich weiss auch nicht mehr was man dir noch raten kann. ich weiss nur das dein vater dir so die zukunft verbaut, warum solltest du dann nicht auch das geld einklagen? er wirft dir steine in den weg u du sollst das so hinnehmen und amen sagen? was für rechte hat er dir geld zu verwehren u du hingegen dies nicht einzuklagen?
 
Hallo DeinName,

lass es Dir von einer gesagt sein, die vor ein paar Jahren in exakt der gleichen Situation steckte wie Du:

Geh vor Gericht, wenn es sein muss!

Echt jetzt, ich mein das ernst. Ich hatte mir die letzte Dreckskabine als Wohnung gesucht und mir gedacht, dass ich es irgendwie schon durchziehen werde. Du glaubst gar nicht wie ich es bereue, meine Mutter nicht verklagt zu haben.
Da ich ständig nicht genug Geld hatte, stapelten sich die aufgeschobenen Rechnungen (und wir haben uns nichts extra geleistet wie neue Kleidung oder sowas), dann hatte ich immer wieder kein Geld, um zur Arbeit zu kommen, musste mir Ausreden einfallen lassen / krank feiern, Essen wurde nach Priorität verteilt, also erst die Kurze, dann ich und es hat nicht immer für zwei gereicht, ich konnte nicht immer pünktlich die Miete bezahlen, der Vermieter stellte im Winter die Heizung ab...und so weiter... Das nimmt einen auch psychisch nicht zu knapp mit und darunter leidet ein Kind noch zehnmal schlimmer als unter dem finanziellen Überlebenskampf. Meine Kurze wurde verhaltensauffällig, ich war aber nicht mehr in der Lage ausgleichend auf sie einzuwirken. Es ging nur noch um: Wie besänftige ich den Vermieter? Was essen wir morgen? Hoffentlich bemerken die im Kindergarten nicht die viel zu kleinen Schuhe. Was soll ich dann sagen? Bloß nicht die Tür öffnen, könnte ja der Gerichtsvollzieher sein. Alles andere war zweitrangig geworden.

Tja, das ist nun etwa neun Jahre her, die Defizite meiner Tochter konnte ich bis heute noch nicht ausgleichen (die natürlich nicht direkt was mit dem zur Verfügung stehenden Geld zu tun haben, aber darin lag der Ursprung einer üblen Kettenreaktion, die auch noch weiter ging), an den Schulden dieser Zeit zahle ich auch immernoch ab.

In dieser Situation steht Dir auch keine ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt oder Wohngeld zu, vergiss das nicht! Anders sieht das aus, wenn Dein Vater zahlt und Du immernoch zu wenig zum Leben hast. Du hast ein Recht auf Unterhalt! Und in meinen (sehr subjektiven) Augen wärst Du einfach nur dumm, darauf zu verzichten, nur um unbequemen Familiengeschichten aus dem Weg zu gehen. Die sind harmloser als kalte Wohnungen, Hunger und einem Kind, dessen Bedürfnissen man nicht mehr gerecht wird.

Mücke
 

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