Hey ihr,
kurz zu mir ich bin Katja, 26 und schleppe gerade so einige Probleme mit meiner Schwester mit mir rum und weiß nicht weiter. Na, ich fang mal an:
ich bin in einem Dorf mit meinen Eltern und meiner 18 Monate älteren Schwester aufgewachsen, meine Eltern sind noch zusammen, haben aber immer viel und laut gestritten. Das hat mich als Kind schon sehr verunsichert. Mit meiner Schwester hatte ich als kleines Kind und so mit 14-15 einen ganz guten Draht, heute leider überhaupt nicht mehr. Sie ist sehr eifersüchtig auf mich, petzt alles was ich ihr anvertraue weiter und erzählt Lügen über mich, damit sie besser da steht und es sich in ihrer Opferrolle bequem machen kann. Darauf, dass ich immer schlanker und besser in der Schule war als sie war sie immer neidisch, da sie viele Komplexe hat und leider auch seit 14 Jahren essgestört ist. Ich leide darunter, wie sie mich behandelt, sie kann es bis heute nicht ertragen, wenn ich von unseren Eltern Anerkennung und Aufmerksamkeit geschenkt bekomme, weil sie so eine irrationale Denkweise entwickelt hat, dass sie vernachlässigt und ich bevorzugt wurde, was finde ich nicht der Fall ist. In Wahrheit musste ich immer funktionieren und die Ordnung in der Familie wahren und meine eigenen Sorgen zurück halten, weil meine Eltern immer so gestresst mit den ganzen psychischen Problemen meiner Schwester waren und es jeden Tag zu Hause geknallt hat. Es kam zu Vorwürfen, Beschuldigungen, Heulkrämpfen, Schreiereien usw und da wollte ich nicht zur Last fallen. Also war ich nach der Schule einfach immer ruhig in meinem Zimmer... die Schule fiel mir leicht, ich hatte sehr gute Noten und kam halt easy durch... ich wurde dafür auch oft gelobt (es war meine Art, Bestätigung und Liebe von meinen Eltern zu bekommen) - das war meiner Schwester ein Dorn im Auge, ein paar mal fast sitzen geblieben wäre und öfter kämpfen musste. Aber was kann ich dafür? Sie kann sich bis heute nicht für mich freuen. Ihr Neid belastet mich manchmal sehr. Ich habe mir irgendwann abgewöhnt, zu Hause von meinen (subjektiven oder objektiven) Erfolgen zu erzählen, um sie nicht zu belasten. Irgendwie hat es mich aber runtergezogen und deprimiert, dass ich mich oft kleiner machen musste, geglaubt habe, meine Stärken vor allen verstecken zu müssen, damit sie nicht austickt und mich und meine Eltern beleidigt.
Es tut mir im Herzen leid, dass sie so unter ihrer Figur und teils auch Mobbing gelitten hat, ehrlich. Das verdient niemand, vor allem hat sie auch einen sehr guten, liebevollen und sozialen Kern, der aber mittlerweile immer weniger zum Vorschein kommt, weil sie durch ihren seelischen Schmerz so eine biestige und toxische Art entwickelt hat. Ich bin ungern in ihrer Nähe, vor allem weil sie mein Vertrauen zu oft missbraucht hat.
Irgendwann hatten wir immer weniger Kontakt, haben beide studiert, wohnten in unterschiedlichen Städten. Der Abstand zur Heimat und meiner Familie hat mir unglaublich gut getan. Keine Dramen mehr, ich konnte aufatmen, mein Ding machen, mich auf meinen eigenen Weg konzentrieren. Leben. Ich hatte einen tollen Freund und war erfolgreich im Studium (Kommunikationsdesign), ich hatte meine Depressionen in den Griff bekommen, feierte und erlebte viel und lebte auf.
Ich hatte einen Praktikumsplatz in meinem absoluten Traum-Designstudio in Australien in Aussicht und war einfach happy, dass ich es geschafft hatte.
Ich bin dann ein Jahr lang dort hin. Der Job erwies sich als Enttäuschung (mehr Schein als Sein, Megadruck, kam mit meinen Chefs nicht klar, wurde ausgenutzt), ich hatte täglich gekämpft, überhaupt hinzugehen... dazu die anfängliche Sprachbarriere, ich musste auf dem neuen Kontinenten erstmal Freunde finden usw. Ich gab aber nicht auf... ich vertraute meinem Herzen und verließ das Studio vorzeitig. Darauf bekam ich eine vernichtende Hassmail von meinem Chef der wohl Burn Out hatte... nicht cool naja ich reiste erstmal eine Weile, um alles zu verarbeiten und suchte mir dann eine Au Pair Familie. In dem Jahr in Australien hatte ich viele tolle Begegnungen, unglaublich viel Schönes, aber auch viel S**** erlebt (Praktikum, Partydrogen-Sumpf und emotionaler Missbrauch in einer Affäre). Mir ging es oft wirklich so dreckig, dass ich tagelang heulend im Bett lag und ausgebrannt war.
Ich kam zurück nach Deutschland und hatte mich verändert. Ich war reifer, stärker, freier, aber ein Teil von mir war noch die ganzen Wunden der Tiefs und Rückschläge am verarbeiten.
Ich habe mir im Flieger zurück nach Deutschland gesagt: wenn ich zurück komme, will ich mit meiner Schwester neu anfangen. Ich werd mich bei ihr entschuldigen, weil ich auch nicht immer nett zu ihr war, ihr sagen, dass ich sie lieb habe, sie umarmen und zusammenhalten, egal was war. Ich wollte stark sein und meinen Stolz fallen lassen, weil mit klar geworden ist, wie sehr ich meine Familie liebe, auch wenn es viele Struggle gab.
Gesagt, getan. Beim ersten Zusammentreffen nach einem jahr umarmte sie mich so beiläufig und kalt, als wäre ich gerade von einem Wochenendtrip in Malle zurück gekommen. Das alte Spiel: Aufmerksamkeit von meinen Eltern, sie tut unsere Begrüßung als übertrieben ab. Ich spürte ihre Eifersucht.
Egal, ich stand drüber, sah durch ihr Verhalten durch. Ich suchte das Gespräch mit ihr, vertraute ihr an, was alles passiert ist... die Praktikumsscheiße, Parties, Drogen, die psychischen Probleme durch den Missbrauch mit so nem Typen, in den ich mich verliebt hatte. Ich bat sie, mir zu versprechen, dass sie nichts meinen Eltern erzählt. Sie war zu meiner Überraschung offen und lieb, ich freute mich über unsere Verbindung (ich hatte es ihr vor allem erzählt, weil ich sie für ihre Partydrogenphase immer so verurteilt hatte... wollte ihr zeigen dass ich sie jetzt verstehe und das gleiche durchgemacht habe). Sie versprach hoch und heilig, dicht zu halten. Es war ein gutes Gespräch, wir saßen draußen in der Sonne im Garten unserer Oma.
Naja... eine Woche später wussten meine Eltern von den Drogen. Sie hatte wieder mein Vertrauen missbraucht, um mich schlecht zu machen. „Katja euer Engel ist auch nicht so unschuldig wie sie immer tut. In Australien war sie ganz schön verdrogt unterwegs, hat Extacy genommen...“ usw. Während mein Vater ihr das Wort abschnitt, weil er petzen über alles hasst (gut so), ließ sich meine Mutter einlullen und es gab dann eine mega lächerliche „Familien-Intervention“ für mich.
Als ich sie dafür anklagte meinte sie noch, dass ich mich nicht cool fühlen müsste, weil ich jetzt in so einem tollen Designstudio war, dass ich es verdient hätte, dass es so S**** gelaufen ist, dass mich dort bestimmt keiner hätte leiden können und dass mich das Leben für meine Arroganz gerecht bestraft hätte und sie sich darüber freut.
Ich war so enttäuscht.
Das habe ich ihr bis heute nicht richtig verziehen.
Das ist schon 2 Jahre her aber seitdem war wieder so viel Neid und intrigantes Verhalten im Spiel. Ich kann jetzt einfach nicht mehr normal mit ihr umgehen. Ich vertraue ihr nicht mehr. Außerdem erzählt sie hinter meinem Rücken, dass meine Eltern meine Reise bezahlt hätten, weil sie mich bevorzugen, dabei habe ich alles selbst finanziert und war hart in einer dreckigen Fabrik arbeiten dafür. Sie ist von Neid zerfressen, weil sie selbst ihre Träume nicht lebt und macht mich dafür schlecht.
Ich wünsche mir so sehr, dass sie als große Schwester ein Vorbild für mich ist und mich unterstützt und mir etwas gönnen kann... von Herzen... ich will mich nicht mehr verstecken müssen. Was ist daran so schwer? Ich bin doch ihre Schwester.
Sorry für den langen Text aber was sagt ihr dazu? Hat jemand was ähnliches erlebt oder allgemein Tipps für mich, wie ich mit ihr umgehen soll? Es fällt mir schwer, mit ihr im selben Raum zu sein und ich leide auch darunter.
Danke euch und lieben Gruß
Katja
kurz zu mir ich bin Katja, 26 und schleppe gerade so einige Probleme mit meiner Schwester mit mir rum und weiß nicht weiter. Na, ich fang mal an:
ich bin in einem Dorf mit meinen Eltern und meiner 18 Monate älteren Schwester aufgewachsen, meine Eltern sind noch zusammen, haben aber immer viel und laut gestritten. Das hat mich als Kind schon sehr verunsichert. Mit meiner Schwester hatte ich als kleines Kind und so mit 14-15 einen ganz guten Draht, heute leider überhaupt nicht mehr. Sie ist sehr eifersüchtig auf mich, petzt alles was ich ihr anvertraue weiter und erzählt Lügen über mich, damit sie besser da steht und es sich in ihrer Opferrolle bequem machen kann. Darauf, dass ich immer schlanker und besser in der Schule war als sie war sie immer neidisch, da sie viele Komplexe hat und leider auch seit 14 Jahren essgestört ist. Ich leide darunter, wie sie mich behandelt, sie kann es bis heute nicht ertragen, wenn ich von unseren Eltern Anerkennung und Aufmerksamkeit geschenkt bekomme, weil sie so eine irrationale Denkweise entwickelt hat, dass sie vernachlässigt und ich bevorzugt wurde, was finde ich nicht der Fall ist. In Wahrheit musste ich immer funktionieren und die Ordnung in der Familie wahren und meine eigenen Sorgen zurück halten, weil meine Eltern immer so gestresst mit den ganzen psychischen Problemen meiner Schwester waren und es jeden Tag zu Hause geknallt hat. Es kam zu Vorwürfen, Beschuldigungen, Heulkrämpfen, Schreiereien usw und da wollte ich nicht zur Last fallen. Also war ich nach der Schule einfach immer ruhig in meinem Zimmer... die Schule fiel mir leicht, ich hatte sehr gute Noten und kam halt easy durch... ich wurde dafür auch oft gelobt (es war meine Art, Bestätigung und Liebe von meinen Eltern zu bekommen) - das war meiner Schwester ein Dorn im Auge, ein paar mal fast sitzen geblieben wäre und öfter kämpfen musste. Aber was kann ich dafür? Sie kann sich bis heute nicht für mich freuen. Ihr Neid belastet mich manchmal sehr. Ich habe mir irgendwann abgewöhnt, zu Hause von meinen (subjektiven oder objektiven) Erfolgen zu erzählen, um sie nicht zu belasten. Irgendwie hat es mich aber runtergezogen und deprimiert, dass ich mich oft kleiner machen musste, geglaubt habe, meine Stärken vor allen verstecken zu müssen, damit sie nicht austickt und mich und meine Eltern beleidigt.
Es tut mir im Herzen leid, dass sie so unter ihrer Figur und teils auch Mobbing gelitten hat, ehrlich. Das verdient niemand, vor allem hat sie auch einen sehr guten, liebevollen und sozialen Kern, der aber mittlerweile immer weniger zum Vorschein kommt, weil sie durch ihren seelischen Schmerz so eine biestige und toxische Art entwickelt hat. Ich bin ungern in ihrer Nähe, vor allem weil sie mein Vertrauen zu oft missbraucht hat.
Irgendwann hatten wir immer weniger Kontakt, haben beide studiert, wohnten in unterschiedlichen Städten. Der Abstand zur Heimat und meiner Familie hat mir unglaublich gut getan. Keine Dramen mehr, ich konnte aufatmen, mein Ding machen, mich auf meinen eigenen Weg konzentrieren. Leben. Ich hatte einen tollen Freund und war erfolgreich im Studium (Kommunikationsdesign), ich hatte meine Depressionen in den Griff bekommen, feierte und erlebte viel und lebte auf.
Ich hatte einen Praktikumsplatz in meinem absoluten Traum-Designstudio in Australien in Aussicht und war einfach happy, dass ich es geschafft hatte.
Ich bin dann ein Jahr lang dort hin. Der Job erwies sich als Enttäuschung (mehr Schein als Sein, Megadruck, kam mit meinen Chefs nicht klar, wurde ausgenutzt), ich hatte täglich gekämpft, überhaupt hinzugehen... dazu die anfängliche Sprachbarriere, ich musste auf dem neuen Kontinenten erstmal Freunde finden usw. Ich gab aber nicht auf... ich vertraute meinem Herzen und verließ das Studio vorzeitig. Darauf bekam ich eine vernichtende Hassmail von meinem Chef der wohl Burn Out hatte... nicht cool naja ich reiste erstmal eine Weile, um alles zu verarbeiten und suchte mir dann eine Au Pair Familie. In dem Jahr in Australien hatte ich viele tolle Begegnungen, unglaublich viel Schönes, aber auch viel S**** erlebt (Praktikum, Partydrogen-Sumpf und emotionaler Missbrauch in einer Affäre). Mir ging es oft wirklich so dreckig, dass ich tagelang heulend im Bett lag und ausgebrannt war.
Ich kam zurück nach Deutschland und hatte mich verändert. Ich war reifer, stärker, freier, aber ein Teil von mir war noch die ganzen Wunden der Tiefs und Rückschläge am verarbeiten.
Ich habe mir im Flieger zurück nach Deutschland gesagt: wenn ich zurück komme, will ich mit meiner Schwester neu anfangen. Ich werd mich bei ihr entschuldigen, weil ich auch nicht immer nett zu ihr war, ihr sagen, dass ich sie lieb habe, sie umarmen und zusammenhalten, egal was war. Ich wollte stark sein und meinen Stolz fallen lassen, weil mit klar geworden ist, wie sehr ich meine Familie liebe, auch wenn es viele Struggle gab.
Gesagt, getan. Beim ersten Zusammentreffen nach einem jahr umarmte sie mich so beiläufig und kalt, als wäre ich gerade von einem Wochenendtrip in Malle zurück gekommen. Das alte Spiel: Aufmerksamkeit von meinen Eltern, sie tut unsere Begrüßung als übertrieben ab. Ich spürte ihre Eifersucht.
Egal, ich stand drüber, sah durch ihr Verhalten durch. Ich suchte das Gespräch mit ihr, vertraute ihr an, was alles passiert ist... die Praktikumsscheiße, Parties, Drogen, die psychischen Probleme durch den Missbrauch mit so nem Typen, in den ich mich verliebt hatte. Ich bat sie, mir zu versprechen, dass sie nichts meinen Eltern erzählt. Sie war zu meiner Überraschung offen und lieb, ich freute mich über unsere Verbindung (ich hatte es ihr vor allem erzählt, weil ich sie für ihre Partydrogenphase immer so verurteilt hatte... wollte ihr zeigen dass ich sie jetzt verstehe und das gleiche durchgemacht habe). Sie versprach hoch und heilig, dicht zu halten. Es war ein gutes Gespräch, wir saßen draußen in der Sonne im Garten unserer Oma.
Naja... eine Woche später wussten meine Eltern von den Drogen. Sie hatte wieder mein Vertrauen missbraucht, um mich schlecht zu machen. „Katja euer Engel ist auch nicht so unschuldig wie sie immer tut. In Australien war sie ganz schön verdrogt unterwegs, hat Extacy genommen...“ usw. Während mein Vater ihr das Wort abschnitt, weil er petzen über alles hasst (gut so), ließ sich meine Mutter einlullen und es gab dann eine mega lächerliche „Familien-Intervention“ für mich.
Als ich sie dafür anklagte meinte sie noch, dass ich mich nicht cool fühlen müsste, weil ich jetzt in so einem tollen Designstudio war, dass ich es verdient hätte, dass es so S**** gelaufen ist, dass mich dort bestimmt keiner hätte leiden können und dass mich das Leben für meine Arroganz gerecht bestraft hätte und sie sich darüber freut.
Ich war so enttäuscht.
Das habe ich ihr bis heute nicht richtig verziehen.
Das ist schon 2 Jahre her aber seitdem war wieder so viel Neid und intrigantes Verhalten im Spiel. Ich kann jetzt einfach nicht mehr normal mit ihr umgehen. Ich vertraue ihr nicht mehr. Außerdem erzählt sie hinter meinem Rücken, dass meine Eltern meine Reise bezahlt hätten, weil sie mich bevorzugen, dabei habe ich alles selbst finanziert und war hart in einer dreckigen Fabrik arbeiten dafür. Sie ist von Neid zerfressen, weil sie selbst ihre Träume nicht lebt und macht mich dafür schlecht.
Ich wünsche mir so sehr, dass sie als große Schwester ein Vorbild für mich ist und mich unterstützt und mir etwas gönnen kann... von Herzen... ich will mich nicht mehr verstecken müssen. Was ist daran so schwer? Ich bin doch ihre Schwester.
Sorry für den langen Text aber was sagt ihr dazu? Hat jemand was ähnliches erlebt oder allgemein Tipps für mich, wie ich mit ihr umgehen soll? Es fällt mir schwer, mit ihr im selben Raum zu sein und ich leide auch darunter.
Danke euch und lieben Gruß
Katja