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Wie kann ich lernen mit meiner Diagnose umzugehen?

ABMNG

Neues Mitglied
Hallo ich bin 16 und männlich und gehe noch zur Schule.vor 2 Monaten wurde bei mir Autismus festgestellt.vorher hab ich gedacht ich müsste mir nur Mühe geben und dann würde ich mich auch integrieren können.aber da das unheilbar ist ist diese Hoffnung leider für mich gestorben.ich bin seit der Diagnose richtig deprimiert weil ich mir Sachen im leben vorgenommen habe die wohl nicht mehr verwirklicht werden können.nämlich wollte ich normal arbeiten gehen,eine Freundin haben und eine Familie gründen.das mit der Familie wird wohl aber nix weil die Krankheit(oder was auch immer es ist?) vererbt wird.das mit der Beziehung wird wohl auch nix weil Leute die diese Krankheit nicht haben Menschen mit dieser Krankheit zu anstrengend und zu kompliziert finden so das Sowas meist nicht lange hält oder es gar nicht oder erst sehr spät dazu kommt das man eine Beziehung hat.seit dem bin ich richtig deprimiert und habe sogar schon vor einer Woche versucht mich mit einer Plastiktüte umzubringen aber mein 15 jähriger Bruder ist ein paar Minuten später Nachhause gekommen(er wiederholt die 9.klasse hauptschule)und hat mir mit aller Kraft die Tüte vom Kopf gerissen.und hat mir gedroht das er petzen würde das ich mich umbringen wollte wenn ich ihm nicht seine Hausaufgaben mache.ich hab sie dann für ihn gemacht damit ich keinen Ärger kriege.ich immernoch depressiv weil ich weiß das sich nix ändern lässt wegen meiner unheilbaren Krankheit.meine Eltern wissen nix von meinem suizidversuch.habt ihr Ideen wie ich lernen soll damit umzugehen Autismus zu haben?
 
Hallo,

ich finde nicht das diese Diagnose
jetzt dein Leben bestimmen sollte.

Es ist nur eine Diagnose, nicht mehr
und nicht weniger.

Wenn du Ziele hast und die hast du,
dann bleibe da am Ball und verwirkliche sie.
Ich bin mir sicher, du schaffst das.

Du willst deine Zukunft gestalten, du hast
Wünsche, dass ist ein super Ausgangspunkt.
Also wirst du dranbleiben.
Ich bin sicher, wenn du es dir so sehr
wünscht, werden deine Vorstellungen
auch erreicht.

Ich bin da sehr zuversichtlich.

Du bist ein Mensch und keine Diagnose.

Bitte nicht das nächste Mal wieder eine
Tüte übers Gesicht ziehen.
Das ist kein Ausweg, glaube mir
und im Inneren weißt du ja eigentlich
das du Leben willst, nicht wahr!!!!!!!

Viele Grüße und alles Gute.
Muir
 
Muir hat da schon einen tollen Beitrag geschrieben, dem möchte ich noch hinzufügen :
Autismus ist leider eine Standarddiagnose, die gefühlt jeder bekommt, der unspezifische Symptome zeigt.

Bei meiner Arbeit fällt mir oft auf, dass "Autisten " oft aus zerrütteten oder überbehütenden Familien kommen.
Da macht sich niemand die Mühe, dass Problem zu beheben, da wird lieber am Symptomträger gearbeitet.

Ich weiß Nicht, was wie bei dir zutrifft.
D.h. für dich, dass dir die Diagnose unter Umständen egal sein kann.
Zieh dein Ding durch, auch wenn es mehr Arbeit & Zeit braucht .

Bei mir wurde im Grundschulalter eine geistige Behinderung festgestellt.
Das Problem war Verwahrlohsung und Gewalt : wäre ich heute ein Kind, wäre ich sicher als Autistin diagnostiziert worden.

Du kannst auch eine Therapie machen.

Kämpf für dich, sonst tut es niemand...und denke bitte an deine Familie, falls ihr euch gut versteht.
Was passiert mit deinem Bruder, wenn er deine Leiche findet? Oder du schwerbehindert überlebt?
 
.........es gibt mehere Formen von Autismus und von daher ist diese Aussage zunächst wenig aufschlußreich.
Hier solltest Du zunächst abklären lassen, welche spezielle Form bei Dir zutreffend ist.
Übereilte Entscheidungen sind hier fehl am Platz, denn Deine Wünsche und Träume lassen sich auch für Dich verwirklichen, wenn Deine Wege auch anders sein mögen.
 
Hallo ich bin 16 und männlich und gehe noch zur Schule.vor 2 Monaten wurde bei mir Autismus festgestellt.vorher hab ich gedacht ich müsste mir nur Mühe geben und dann würde ich mich auch integrieren können.aber da das unheilbar ist ist diese Hoffnung leider für mich gestorben.ich bin seit der Diagnose richtig deprimiert weil ich mir Sachen im leben vorgenommen habe die wohl nicht mehr verwirklicht werden können.nämlich wollte ich normal arbeiten gehen,eine Freundin haben und eine Familie gründen.das mit der Familie wird wohl aber nix weil die Krankheit(oder was auch immer es ist?) vererbt wird.das mit der Beziehung wird wohl auch nix weil Leute die diese Krankheit nicht haben Menschen mit dieser Krankheit zu anstrengend und zu kompliziert finden so das Sowas meist nicht lange hält oder es gar nicht oder erst sehr spät dazu kommt das man eine Beziehung hat.seit dem bin ich richtig deprimiert und habe sogar schon vor einer Woche versucht mich mit einer Plastiktüte umzubringen aber mein 15 jähriger Bruder ist ein paar Minuten später Nachhause gekommen(er wiederholt die 9.klasse hauptschule)und hat mir mit aller Kraft die Tüte vom Kopf gerissen.und hat mir gedroht das er petzen würde das ich mich umbringen wollte wenn ich ihm nicht seine Hausaufgaben mache.ich hab sie dann für ihn gemacht damit ich keinen Ärger kriege.ich immernoch depressiv weil ich weiß das sich nix ändern lässt wegen meiner unheilbaren Krankheit.meine Eltern wissen nix von meinem suizidversuch.habt ihr Ideen wie ich lernen soll damit umzugehen Autismus zu haben?

Moin, wie schon von den Vorschreibenden erwähnt, es ist eine Diagnose. Doch diese werden vor allem darum gemacht, damit du eine Unterstützung bekommen kannst. Unterstützungen verschiedenster art, so kann es eine therapie sein, kann Unterstützung um im Alltag besser klar zu kommen, trotz dessen das vielleicht etwas aus dem Lot ist oder eben es Abweichungen von den meisten anderen gibt, die das Leben manchmal einschränken, es erschweren. Doch eine Diagnose, auch wenn es manchmal heißt, es wird immer sein und es wird immer Einfluss haben, heißt es nicht, ein fast normales Leben führen zu können.

Doch es ist möglich, trotz irgendwelcher diagnostizierten Störungen ein gutes Leben zu führen. Wichtig dabei ist sich selber mit all den Hindernissen, die sich manchmal auftun anzuerkennen, zu akzeptieren und dann zu schauen, was will ich, was brauch ich und wie kann ich trotz dessen eine Weg und Möglichkeiten ausschöpfen. Es braucht manchmal etwas länger oder einen anderen Weg, als den, den viel gehen. Doch ja trotz allem, bleiben viele Möglichkeiten offen.

Schaue welche du hast.

Und ja wir kennen Autisten, die trotz der Diagnose, sehr zufrieden sind mit ihrem Leben. Darum behalte auch du den Mut mit der Diagnose weiter zu machen und zu schauen, was dir möglich ist und suche dir die Unterstützung, die dir helfen kann, damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht: Unterstützung zu haben, die hilft einen anderen Blickwinkel und auch mit manchem Anderssein einen Weg im Leben zu finden und zu gehen, der für uns passend ist.

Pass gut auf dich auf und schau wie du mit kleinen Schritten deinen weg gehen und deine Ziele erreichen kannst.
In deinem Alter, hatten wir nur sehr wenige und sehr oberflächliche Kontakte. Wir hatten am liebsten einen großen Abstand zu anderen und hatten kaum irgendwelche Interessen, der meisten, die uns umgaben und fühlten uns von daher auch schon immer anders.
Nein wir sind kein Autist, auch wenn es ganz viel gibt, was sicher auch eine solche Diagnose irgendwann mal hätte möglich gemacht. Eine Diagnose ist nicht das Ende,sondern sollte ein Anfang sein, weil es einfach nur vieles erklärt und die Möglichkeiten eröffnet, sich Menschen mit ins Boot zu holen, die unterstützen können,trotz allem ein ausgewogenes und zufriedenes Leben zu führen. Vielleicht kannst du es als Chance, als Möglichkeit sehen, Unterstützung erfahren zu können.

LG
 

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