Hallo Sarah!
Das Selbstbewusstsein Deines Freundes (Kumpels) dürfte mehr als angeschlagen sein.
Ich denke, daß man jedes einzelne seiner Probleme für sich angehen sollte, um eins nach dem anderen zu lösen.
Was seine Eltern angeht, solltet ihr (Du vielleicht erst mal alleine) zum Jugendamt gehen und euch informieren.
Das Schlagen ist eine kriminelle Handlung und er darf sich das nicht mehr gefallen lassen!
Vielleicht kann er in einer WG wohnen oder irgendwo unterkommen, wo seine Eltern keinen Einfluß mehr haben.
Kenn mich da nicht so genau aus, aber das Jugendamt oder andere Familien-Organisationen (Pro Familia.....) sollten da weiterhelfen können. Das ist ihre Aufgabe.
Dann hat sein Stottern möglicherweise auch seine Ursachen in der Familie, das sollte geklärt werden, damit man auch da was machen kann.
Zum Beispiel kommt es oft bei Linkshändern, die gezwungen werden, mit rechts zu schreiben, vor, daß sie zu stottern anfangen.
Auch das würde ich beim Jugendamt mit ansprechen.
Was den Tod seines Freundes angeht, ist es für die Verarbeitung solcher Schicksalsschläge meiner Meinung nach unbedingt wichtig, die richtige Einstellung zum Thema Tod zu haben.
Leider wissen die meisten Menschen nicht die Wahrheit über den Tod, und sind eben der Ansicht, daß die Existenz des Menschen damit vorbei wäre.
Das ist die Ursache für das Nicht-Drüber-Weg-Kommen.
Ein Mensch, der versteht, daß man mit dem Tod zwar den Körper ablegt, aber keinesfalls die eigene Existenz beendet ist, der kommt erst damit klar.
Wenn man das aber nicht versteht, kann man kaum oder nur schwer über einen solchen Verlust hinwegkommen.
Ich weiß, es ist sicher nicht möglich, im Alter von 16/17 das Leben begreifen zu können, und Dein Freund hat wirklich schwere Aufgaben vor sich; nämlich das Meistern all dieser Dinge.
Und dafür braucht er unbedingt Unterstützung und Beistand, und ich finde es wirklich ganz toll, daß Du ihn nicht im Stich lässt!
Er muß zuerst verstehen, daß ER SELBST die Kraft dazu IN SICH trägt. Wenn diese aktiviert wird, kann er alles erreichen, was er will!
Menschen, die an ihren Problemen/Lebensaufgaben verzweifeln finden noch nicht den echten Zugang zu dieser Kraft. Aber JEDER kann über sie verfügen! Sie ist bei jedem gleichermaßen vorhanden, aber oft verdeckt.
Auch das muß er erst lernen und begreifen.
Und ich würde ihm vorschlagen, Kraftsport zu machen, das geht ohne großen finanziellen Aufwand. Zwei Hanteln reichen aus.
Wenn er jetzt damit anfängt, wird ihn sein Vater in zwei Jahren nicht mehr wagen, anzurühren.
Ich selbst lege zwar mehr Wert auf das Innere/Geistige des Menschen, aber eine imposante Erscheinung schreckt die Dümmsten oftmals schon ab.
Ich wünsche Dir und Ihm ganz viel Kraft!!!
Viele Grüße
Marcus