• Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wie kann ich den Tod meiner Mutter verkraften??

  • Starter*in Starter*in FireAngel2103
  • Datum Start Datum Start
F

FireAngel2103

Gast
Hallo

Ich weiß hier schreiben viele sowas, aber kann mir einer einen tipp geben wie ich den Tod meiner Mutter verkraften kann? Sie verstarb ganz plötzlich am 7.6.2009 an einem Herzinfarkt und meiner Meinung nach viel zu früh!
Es tut immernoch so weh wie am Tag als die Nachricht kam. Und es tröstet mich auch keineswegs, wenn ich daran denke, dass ich sie einen Tag vorher nochmal gesehen habe. Das kommt mir irgendwie alles so verlogen vor. Ich hatte schon so ein Gefühl da sie einige Tage vorher schon Atemnot hatte. Ich sagte zu ihr "ich will dich nochmal sehen bevor was schlimmes passiert" Damit wollte ich keineswegs Recht haben!
Wie lange habt ihr gebraucht, bis ihr über den Tod eines geliebten Menschen hinweg ward?? Kann es bei mir sogar Jahre dauern??

Ich habe auch bisher mit kaum jemandem darüber gesprochen, da ich denke das interessiert eh keinen...

Mama... Rest In Peace!!!!
 
Hallo FireAngel

verkraften kann man sowas erstmal garnicht. Man muss lernen mit der neuen Situation umzugehen. Leider gibt es dafür kein Patentrezept weil jeder Mensch doch irgendwie anders ist. Ich kann dir nur den Tipp geben deine Trauer mit anderen Leuten die deine Mutter kannten zu teilen. Vorallem enge Vertraute wie zum Beispiel dein Freund sollten gerade im Moment für dich da sein und du solltest dich auch nicht scheuen sich vor ihnen zu öffnen und deinen Gefühlen freien lauf lassen. Es ist nur alzu Verständlich das man weint wenn die Mutter stirbt.

Glaub immer daran das deine Mutter oben im Himmel ein besseres Leben führt und auf dich herab schaut. Und in deinem Herzen wird sie immer weiterleben.

LG
 
Ich denke es kommt darauf an, wie jemand verstorben ist. Ein Herzinfarkt ist natürlich ein sehr plötzlicher Tod, dementsprechend fällt der Verlust natürlich umso schwerer, als wäre man bereits darauf vorbereitet gewesen. Nach solchen Ereignissen ist die Familie natürlich sehr wichtig, ich kann für dich also nur hoffen, dass ein ausreichender Zusammenhalt vorhanden ist. Doch wie bereits erwähnt können Freunde und Bekannte genau dasselbe bewirken - ganz wichtig ist, mit jemandem darüber zu reden, denn wenn man die ganze Geschichte und alle seine Gedanken bei sich behält, "vergiften" sie dich nur. Ich persönlich habe nur bei einer Person geweint, die ich gar nicht mal so gut kannte - aber es hat trotzdem geholfen, einmal darüber zu reden, seine Gedanken mitzuteilen.
Zu deiner Frage, wie lange man braucht, den Tod eines geliebten Menschen zu überwinden ... ich kann natürlich nur von mir selbst sprechen. Bei mir war es anders. Meine Mutter hatte einen Leidensweg, der sich ein Jahr lang zog. Ihren Tod habe ich wahrgenommen, mittlerweile ist er fast einen Monat her. Doch wenn ich daran denke, wie todkrank und hoffnungslos, wie abgemagert und unwirklich sie in ihrem Bett lag, nur noch ein Schatten der Person die man kannte und liebte - da sieht man den Tod wohl mit anderen Augen. Vielleicht ist es auch ein kleiner Trost, dass deine Mutter nicht lange leiden musste, sondern schnell und schmerzlos von dieser Welt ging. Egal wie lange es dauert, es geht immer weiter, und es werden schönere Zeiten anbrechen. Daran glaube auch ich in meiner momentanen Situation. Und es wird sich bewahrheiten, wenn man nur nicht aufgibt. Deine Mutter hätte es bestimmt auch nicht anders gewollt.

Ich wünsche dir alles Gute und sende dir herzliche Grüße.
 
Hallo!

Erstmals mein herzlichstes Beileid wegen deiner Mama!

Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schlimm und schmerzhaft. Aber ich glaub auch, dass es unerwartet noch ein bisschen schlimmer ist, als wenn man sich vorher noch "innerlich" verabschieden konnte.

Mhm ich hab meine Großeltern mütterlicherseits verloren, die Uroma, meinen Stiefvater und im Frühling meinen Onkel 🙁 Es ist wohl bei jedem verschieden, wie er damit umgeht.

Lass Dir Zeit für Deine Trauer. Jetzt ist es sicher noch am heftigsten. Später wird die Traurigkeit etwas verblassen. Aber vermissen wirst Du sie wohl immer 🙁 und es wird oft Situationen geben wo Du plötzlich an sie denkst. Diese Gefühle lass ruhig zu.

Sie wird immer in Deinem Herzen einen Platz haben, und ich bin mir sicher, unsere lieben passen weiter auf uns auf, auch wenn wir sie nicht sehen können.

Alles liebe & nochmals mein Beileid!
 
Also mal mein ganz aufrichtiges Beleid. Man verspürt immer grossen Schmerz, wenn man jemanden verliert, den man liebt. Ich habe vor 2 Jahren au eine geliebte Person verloren und bin darüber noch nicht hinweg gekommen. Es kann durchaus Jahre dauern, oder man kommt nie darüber hinweg, aber lebe dein Leben weiter und mache das beste daraus, deine Mutter würde es bestimmt so wollen. 😉
Ganz lieber Gruss ein Mädchen
 
Hallo

Ich weiß hier schreiben viele sowas, aber kann mir einer einen tipp geben wie ich den Tod meiner Mutter verkraften kann? Sie verstarb ganz plötzlich am 7.6.2009 an einem Herzinfarkt und meiner Meinung nach viel zu früh!
Es tut immernoch so weh wie am Tag als die Nachricht kam. Und es tröstet mich auch keineswegs, wenn ich daran denke, dass ich sie einen Tag vorher nochmal gesehen habe. Das kommt mir irgendwie alles so verlogen vor. Ich hatte schon so ein Gefühl da sie einige Tage vorher schon Atemnot hatte. Ich sagte zu ihr "ich will dich nochmal sehen bevor was schlimmes passiert" Damit wollte ich keineswegs Recht haben!
Wie lange habt ihr gebraucht, bis ihr über den Tod eines geliebten Menschen hinweg ward?? Kann es bei mir sogar Jahre dauern??

Ich habe auch bisher mit kaum jemandem darüber gesprochen, da ich denke das interessiert eh keinen...

Mama... Rest In Peace!!!!


erstmal mein aufrichtiges Beileid ..
mein Dad ist am 2.07.09 von uns gegangen, er war totkrank..

ich kann dein Gefühl und deine Leere gut verstehen..mir gehts auch so.. und ich glaube das man lange braucht damit zurecht zukommen.. Da gibt es Menschen die uns so nahe stehen und dann gehen sie oftmals viel früher..wegen Krankheit.. Und man fragt sich immer und immer wieder: WArum , warum gerade du.. und keiner kann dir antworten.. weil es eben so ist.. wir müssen versuchen damit zu leben.. wie.. und wann es aufhört , weh zu tun.. wenn ich das wüsste.. dann käme ich wieder aus meinen Tief raus und aus der sehnsucht nach meinen Papa..

wir müssen uns einfach Zeit geben und ich drückdichmalganzdolle

schreib auf , alles was dir auf den Herzen liegt ..

lg tine🙁
 
Hallo Fireangel, erstmal mein herzliches beileid.

So einen plötzlichen Tod zu verkraften, das ist sehr sehr schlimm. Ich habe innerhalb von nur 5 Monaten meine beste Freundin und dann meinen Dad verloren. Meine Freundin verstarb ohne Vorwarnung und bei meinen Vater hatten wir auch nur 3 Wochen zeit, um uns mit dem tod zu beschäftigen. Ich habe sehr , sehr lange gebraucht, das ich es begriffen habe was passiert ist.
Mein Freundin starb im Oktober 2006 und mein Vater im April 2007.
Zudem starb dann auch noch der vater meines Freundes im Oktober 2007.
Wie im Herbst dann die Blätter von den Bäumen fielen, bin ich erstemal aus der Trance erwacht. Dieses jahr war das schrecklichste was ich je erlebt habe. Und bis vor einen halben jahr war es immer noch sehr schlimm , an den Geburtstagen der beiden oder am Sterbetag, dann brauch mich keiner ansprechen.

Ich will dir damit sagen. lass deine trauer zu, wann auch immer dir danach ist und vorallem rede und wenns auch keiner mehr hören will, aber rede , damit du dich befreihen tust. Ich habe damals auch an die Seelsorge geschrieben und dort man man mir ungemein geholfen.
Alles alles gute für dich!!!!!!!
 
Hallo FireAngel,

auch von mir mein ganz herzliches Beileid.

Hier wurde schon so viel Gutes geschrieben, dem ich mich vollumfänglich anschließen kann.

Die Trauer wird mit der Zeit besser, vorausgesetzt du hast ihr genügend Raum gelassen.

Irgendwann werden die Tränen weniger und irgendwann fühlst du dich bei schweren Entscheidungen nicht mehr so ganz alleine und verlassen, weil du ganz tief in dir spürst, daß deine Mutter immer bei dir ist und dir weiterhin hilft 🙂.


Alles Liebe und viel Kraft für die nächste Zeit!

Omana
 
Hallo!
Auch ich habe meine Mutter verloren. Am 05.11.2006 ist sie verstorben. Sie ging meinen Vater hinterher, der schon am 05.02.2000 starb.
Nun habe ich keine Eltern mehr. Doch sind sie deswegen Tod?
Meine Mutter sagte mir einmal: „Ein Mensch ist erst gestorben, wenn er keinen Platz mehr in Deinem Herzen hat.“
Demzufolge sind und werden meine Eltern ganz sicher nie sterben.
Sie leben in meinen Erinnerungen weiter und in der Erziehung meiner Kinder werde ich immer wieder an sie denken.
Als ich am Tag des Todes meiner Mutter mit meiner Schwester zum Alters- und Pflegeheim fuhr, um Abschied zu nehmen, erlebte ich eine große Kraft und einen tiefen Frieden, der sich auf mein Herz legte.
So konnte ich auch lange am Totenbett meiner Mutter stehen und der Pflegeschwester sagen, dass diese Kraft aus meinen Glauben kommt.
Ich habe meine Mutter losgelassen.
Niemand auf dieser Welt hat das Besitzanrecht auf einen Menschen. Weder Eltern auf ihre Kinder, noch Ehepartner oder sich Liebende aufeinander. Nur einer entscheidet über Tod und Leben.
Oft verurteilen wir diesen und fragen verzweifelt: „WARUM“. Doch das wird uns selten offenbart.
Mir ist es gelungen, die Frage umzuformulieren. Ich fragte: „WOZU“.
Ist der Tod nur das Ende, oder ein Anfang?
Bleibt es bei der herzzerreißenden Qual des Schmerzes, oder wird man – nie nur für sich selbst – zum Überwinder.
„Ich vermag alles, durch den, der mich mächtig mach; Christus“. So steht es in der Bibel und so – ich durfte es selber erleben – funktioniert es auch.
Als ich tief bewegt vom Pflegeheim wieder nach Hause fuhr, meine Schwester an ihrem Haus absetzte und wieder los für, überlegte ich: „Nun hast Du keine Familie mehr!“ Doch in mir sprach eine innere Stimme: „Fahr in Deine Kirchgemeinde!“ Ich tat dies doch eher mechanisch und erlebte vor dem Gebäude die Ansage des Todes meiner Mutter - die nicht zur Gemeinde gehörte - und den Abschluss des Gottesdienstes.
Als sich dann die Türen öffneten und mich einer nach den anderen in die Arme nahm, fand ich wieder Halt und Trost. Viele hatten ein gutes Wort für mich, aber die stillen Umarmungen sprachen mir ebenfalls tief ins Herz.
In einem ruhigen Moment hörte ich wieder die Stimme in mir: „Hier ist Deine Familie, Du bist nicht allein.“
Das hielt mich fest, bis heute. Ich habe viel über meine Eltern gesprochen und tue es noch heute sehr oft. Doch durch meinen Glauben löste sich der Schmerz von der Erinnerung und ich besinne mich immer mehr auf schöne Erlebnisse mit meinen Eltern und auf meine wunderbare Kindheit.

Lass Deine Mutter los.
Sie gehört Dir nicht. Bewahre und behalte all das wertvolle und wunderbare, was sie in Dich hineingelegt hat, damit sie in Deinem Guten Werken weiterlebt. So würde sie sicher ihr Vermächtnis am besten erfüllt sehen. Tue Du das, was Deine Mutter Dir getan hat: LIEBE! Diese Welt hat viel zu wenig davon. Tue Du LIEBE in sie hinein. Nur die Liebe wird den Tod überleben. Liebst Du denn Deine Mutter nun nicht mehr? Klar doch!
Fühlst Du nicht mehr all die Liebe, die Dir Deine Mutter gab? Sicher doch!
Trage diese Liebe weiter, denn sie ist was bleibt in aller Ewigkeit.
Zorn, Wut, Trübsal, Trauer – all das sind verständliche Gefühle. Doch sie nehmen die Kraft zum weiterleben. Aber es muss doch weiter gelebt werden. Du hast doch sicher auch ein Umfeld von Menschen, die Dich lieben. Willst Du Ihnen auch später immer wieder sagen, das Du lieber in
Zorn, Wut, Trübsal und Trauer lebst, als noch einmal Liebe zuzulassen.
Wer wirklich liebt, der muss es leider lernen loszulassen. Eltern ihre Kinder, Kinder ihre Eltern, Ehepartner ihr Gegenüber, Frauchen und Herrchen ihre lieben Tiere.
Ich wünsche Dir, das Du aus der Verzweiflung des Leides dieses alsbald loslassen kannst und das Du in Liebe das weiterlebst, was auch Deine Mutter mit geformt und gestaltet hat: Dein einzigartiges Wesen! Selbst die Bibel sagt: „Du bist einzigartig und wunderbar gemacht!“ Deine Mutter kann diese Einzigartigkeit nun nicht mehr in diese Welt einbringen, doch Du kannst es mit Deiner tun. So bekommt das Werk Deiner Mutter seinen Sinn. So werden auch all die Deinen erkennen, dass es etwas Größeres gibt, als den Tod – die LIEBE. Sie wird in Dir und in allen die Dir folgen weiterleben, wenn Du dich nicht in Deiner Trauer verlierst. Gönne Dir die Zeit der Trauer, des Abschied-Nehmens und der Besinnung, doch dann erhebe Dein Angesicht wieder und blicke auf die LIEBE, die Dir wieder neuen Mut und Kraft zum weiterleben gibt. Ich fand diese Liebe in Jesus Christus und seine Kraft half mir zu überwinden.
Das wünsche ich Dir auch.

Alles Gute und Gottes Segen wünscht Dir
Olli_L
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.
      Oben