Hallo Zusammen,
die obige Frage fasst mein "Problem" eigentlich sehr gut zusammen.
Die Anführungszeichen deshalb weil es eigentlich garkeins ist, mich aber seit nunmehr einigen Jahren beschäftigt und ich komme für mich einfach nicht weiter.
Zu mir:
kerzengerader Lebenslauf: Abi in 12.5 Jahren, zur Überbrückung bis zum Studium versch. Praktika gemacht. Ein halbes Jahr nach dem Abi dann studiert, Master in Regelstudienzeit (10 Semester). Meine Studienrichtung waren Sprachen, womit ich auch sehr gut klarkam. neben dem Studium Teilzeitjob im Einzelhandel, wo mir auch sehr schnell Verantwortung übertragen wurde (Personalthemen). deshalb habe ich mich auch in die Personalrichtung orientiert, noch vor dem Diplom einen gut bezahlten Job gefunden, indem ich 2 Jahre gearbeitet habe, dann gewechselt in eine Führungsposition.
Soweit so gut. Klar gab es dazwischen auch mal kleinere Hürden (hatte schon während des Masters panische Angst garnichts Adäquates zu finden, lief dann ja aber absolut problemlos). Nichtsdestotrotz: ich fühle mich absolut unwohl. Mich nervt diese tägliche Arbeit einfach so unglaublich. Aufstehen, arbeiten, 5-6 Stunden frei. Das 5 Tage die Woche 46 Wochen im Jahr. Im Urlaub ist man schon in den Tagen vor Urlaubsende gedanklich wieder im Büro. Ich habe auch viel Abwechslung bin weder über- noch unterfordert, verdiene gut und muss mir im Grunde um Nichts wirklich Gedanken machen.
Privat läuft es auch gut. Verheiratet, Haus gekauft. Alles toll.
Aber die Perspektive noch 40 Jahre so weitermachen zu müssen. Ich bin Ende 20 und "freue" mich gefühlt auf die Rente oder zumindest auf die Zeit in 15-20 Jahren wo ich definitiv reduzieren werde. Mir fehlt seit Studienende einfach ein Ziel für mich, eine Aufgabe. Karriere interessiert mich nicht, wenn überhaupt dann nur in Form von "mehr Schmerzensgeld". Wofür ich das aber ausgeben würde, weiß ich nicht: Sondertilgungen wahrscheinlich. Urlaube und Freizeitaktivitäten können wir uns auch so bequem leisten.
Es liegt auch nicht am Job direkt, das habe ich mir ja so ausgesucht und bin damit zufrieden. Ich bin für die Arbeitswelt einfach nicht gemacht habe ich das Gefühl. Ich sehe keinen Sinn darin. Meine intrinsische Motivation reicht über schnödes "Geld Verdienen" nicht hinaus.
Klar, alles Luxusprobleme, aber wie schafft man es, sich mit dem Status Quo abzufinden? Jeder muss arbeiten und mit gutem Gehalt, unbefristet, guten Arbeitszeiten und kaum Anfahrtsweg hat man doch im Grunde schon die Nadel im Heuhaufen gefunden. Dauert das wirklich mehrere Jahre? Ich bin jetzt fast 4 Jahre mit dem Studium fertig und habe wie gesagt auch währenddessen permanent gearbeitet.
Ist das schon ne Midlife-Crisis oder eher noch "Selbstfindungsphase", die ich aufgrund meiner eigenen Ansprüche alles so schnell und gut wie möglich hinter mich zu bringen quasi garnicht hatte?
die obige Frage fasst mein "Problem" eigentlich sehr gut zusammen.
Die Anführungszeichen deshalb weil es eigentlich garkeins ist, mich aber seit nunmehr einigen Jahren beschäftigt und ich komme für mich einfach nicht weiter.
Zu mir:
kerzengerader Lebenslauf: Abi in 12.5 Jahren, zur Überbrückung bis zum Studium versch. Praktika gemacht. Ein halbes Jahr nach dem Abi dann studiert, Master in Regelstudienzeit (10 Semester). Meine Studienrichtung waren Sprachen, womit ich auch sehr gut klarkam. neben dem Studium Teilzeitjob im Einzelhandel, wo mir auch sehr schnell Verantwortung übertragen wurde (Personalthemen). deshalb habe ich mich auch in die Personalrichtung orientiert, noch vor dem Diplom einen gut bezahlten Job gefunden, indem ich 2 Jahre gearbeitet habe, dann gewechselt in eine Führungsposition.
Soweit so gut. Klar gab es dazwischen auch mal kleinere Hürden (hatte schon während des Masters panische Angst garnichts Adäquates zu finden, lief dann ja aber absolut problemlos). Nichtsdestotrotz: ich fühle mich absolut unwohl. Mich nervt diese tägliche Arbeit einfach so unglaublich. Aufstehen, arbeiten, 5-6 Stunden frei. Das 5 Tage die Woche 46 Wochen im Jahr. Im Urlaub ist man schon in den Tagen vor Urlaubsende gedanklich wieder im Büro. Ich habe auch viel Abwechslung bin weder über- noch unterfordert, verdiene gut und muss mir im Grunde um Nichts wirklich Gedanken machen.
Privat läuft es auch gut. Verheiratet, Haus gekauft. Alles toll.
Aber die Perspektive noch 40 Jahre so weitermachen zu müssen. Ich bin Ende 20 und "freue" mich gefühlt auf die Rente oder zumindest auf die Zeit in 15-20 Jahren wo ich definitiv reduzieren werde. Mir fehlt seit Studienende einfach ein Ziel für mich, eine Aufgabe. Karriere interessiert mich nicht, wenn überhaupt dann nur in Form von "mehr Schmerzensgeld". Wofür ich das aber ausgeben würde, weiß ich nicht: Sondertilgungen wahrscheinlich. Urlaube und Freizeitaktivitäten können wir uns auch so bequem leisten.
Es liegt auch nicht am Job direkt, das habe ich mir ja so ausgesucht und bin damit zufrieden. Ich bin für die Arbeitswelt einfach nicht gemacht habe ich das Gefühl. Ich sehe keinen Sinn darin. Meine intrinsische Motivation reicht über schnödes "Geld Verdienen" nicht hinaus.
Klar, alles Luxusprobleme, aber wie schafft man es, sich mit dem Status Quo abzufinden? Jeder muss arbeiten und mit gutem Gehalt, unbefristet, guten Arbeitszeiten und kaum Anfahrtsweg hat man doch im Grunde schon die Nadel im Heuhaufen gefunden. Dauert das wirklich mehrere Jahre? Ich bin jetzt fast 4 Jahre mit dem Studium fertig und habe wie gesagt auch währenddessen permanent gearbeitet.
Ist das schon ne Midlife-Crisis oder eher noch "Selbstfindungsphase", die ich aufgrund meiner eigenen Ansprüche alles so schnell und gut wie möglich hinter mich zu bringen quasi garnicht hatte?