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...wie geht ihr mit Trauer um ?

Vandan

Aktives Mitglied
Hallo Zusammen,

wir sind ja alle immer wieder einmal traurig,
meist gibts irgendeinen Anlass,
manchmal kommt es aber auch einfach so.

Was mich interessiert ist,
wie ihr damit umgeht,
was ihr dann macht,
damit es euch wieder besser geht...

...ich freu mich auf eure Beiträge !

alles Liebe
Vandan


🙂
 
...ich fang auch einfach mal an.

...also, wenn ich traurig werde
egal aus welchem Anlass,
bin ich ganz besonders lieb zu mir.

Ich stell mir vor,
daß es mein inneres Kind ist,
das mich jetzt braucht,
und ich stell mir vor wie ich mir selbst eine Mutter bin.
Ich sprech laut mit diesem Kind in mir,
sag ihm, daß ich da bin,
daß ich es liebe und auch daß alles gut ist.
Ich leg mir die Hände auf den Bauch oder aufs Herz, oder beides
und lass mir Zeit zum Weinen.

🙂
 
Ich muss alles "austrauern". D.h. keine Ablenkung oder sonstiges, sondern einfach die gesamte Trauer rauslassen, leiden, weinen.......solange, bis es nicht mehr geht. Hört sich schmerzhaft an, ist es auch. Aber anders kann ich es nicht...
 
Vandan,

bring doch mal ein Beispiel für Trauer! Welcher Anlass soll es denn sein?



...ich erlebe, daß die Anlässe eigentlich vollkommen egal sind,

natürlich gibt es Anlässe die ein eher oberflächliches,
und Andere die ein sehr tiefes,
manchmal sogar bodenloses Traurigsein auslösen,
aber eigentlich sind die Anlässe unwesentlich.

Das zeigt sich auch daran,
daß Traurigkeit auch ohne jeden Anlass auftauchen kann...

🙂
 
ich bin mir nicht sicher, ob Traurigkeit ohne jeden Anlass auftauchen kann - bisher konnte ich das noch nicht feststellen - weder bei mir noch bei anderen.


oberflächlich gesehen schon. Das nennt man u.a. Depressionen! Natürlich wird es dafür immer und irgendwie einen Grund geben, aber manchmal kennt man diesen Grund nicht bewußt. Und somit trauert man dann ohne jeglichen Anlass.
 
ich bin mir nicht sicher, ob Traurigkeit ohne jeden Anlass auftauchen kann - bisher konnte ich das noch nicht feststellen - weder bei mir noch bei anderen.

die Traurigkeit hatte immer eine Auslöser der an vergangenes z.B. erinnerte, an unerfüllte Bedürfnisse, die aufeinmal eine Rolle spielten.

wie z.B. die Mutter die nie lernte, wie eine Mutter liebt und dieses nun lernt - ihrem Kind gegenüber - mit dem Ergebnis der eigenen Trauer über Verpasstes und Vernachlässigtes.

oder auch die Trauer über die eigenen Defizite - das was fehlt oder das was meint, dass es fehlt.

Klar hat vieles mit dem inneren Kind zu tun, aber ich für mich denke das es auch ein Recht des Erwachsenen ist, sich zu fühlen, auch seine Bedürfnisse und Sehnsüchte.

also ohne Anlass Traurigkeit zu erleben geht für mich in die Richtung Depression - was aber auch einen Anlass, einen Sinn und einen Zweck, hat, auch wenn man ihn nicht sofort erkennt.



...vielleicht macht es Sinn
hier nochmal zu unterscheiden zwischen Anlass und Grund.

als Anlass oder Auslöser bezeichne ich irgendein Ereignis
das das die Traurigkeit sozusagen "nach oben bringt"

Etwas Anderes ist der Grund !

Ich kenne sehr gut scheinbar grundlose Traurigkeit
ohne jeden Anlass,
aber natürlich hat Traurigkeit immer einen Grund !

Die Vorstellung des inneren Kindes ist natürlich nur ein Bild.
Dies Bild erleichtert es mir
mit Traurigkeit und anderen bedürftigen Gefühlen
liebevoll umgehen zu können.
Das ist auch der Sinn dieses Bildes.
In meinem Bild ist der Erwachsene
in der Lage liebevoll und mütterlich zu sein,
und dem kleinen, bedürftigen Kind alles zu geben was es braucht.

In meinem Bild ist der Erwachsene selbst nicht bedürftig.

🙂



 
...ich fang auch einfach mal an.

...also, wenn ich traurig werde
egal aus welchem Anlass,
bin ich ganz besonders lieb zu mir.

Ich stell mir vor,
daß es mein inneres Kind ist,
das mich jetzt braucht,
und ich stell mir vor wie ich mir selbst eine Mutter bin.
Ich sprech laut mit diesem Kind in mir,
sag ihm, daß ich da bin,
daß ich es liebe und auch daß alles gut ist.
Ich leg mir die Hände auf den Bauch oder aufs Herz, oder beides
und lass mir Zeit zum Weinen.

🙂

Das klingt schön...
Aber keine Option für mich.
Ich könnte es nicht, ich kann das bei meinem Kind, sie ist wertvoll, das Wertvollste, aber nicht bei mir.
Ich verdränge seit ich denken kann, allerdings ist es wesentlich besser geworden, denn ich bin an den Folgen der Verdrängung fast draufgegangen und ich kann nicht mehr nur allein für mich handeln.
Ich hab noch viel zu tun...
Aber mein inneres Kind, völlig abstrakt für mich...
 
Vandan meinte:
...ich erlebe, daß die Anlässe eigentlich vollkommen egal sind,

...eigentlich sind die Anlässe unwesentlich.

Ich finde, dass es etwas anderes ist, ob ich meinen Lebenspartner verliere oder meinen Arbeitsplatz. Den Betroffenen würde ich wahrscheinlich auch ganz unterschiedliche Bewältigungsstrategien an die Hand geben.

Und bei Problemen (zB Trauer) würde ich mich nicht an ein unreifes (inneres) Kind, sondern an einen lebenserfahrenen, vernunftbegabten Erwachsenen wenden.
 

Ich finde, dass es etwas anderes ist, ob ich meinen Lebenspartner verliere oder meinen Arbeitsplatz. Den Betroffenen würde ich wahrscheinlich auch ganz unterschiedliche Bewältigungsstrategien an die Hand geben.

Und bei Problemen (zB Trauer) würde ich mich nicht an ein unreifes (inneres) Kind, sondern an einen lebenserfahrenen, vernunftbegabten Erwachsenen wenden.


...vielleicht hast du mich ja falsch verstanden...🙂

in meinem Bild und in meinem Fühlen
ist es mein inneres Kind,
das bedürftig und traurig ist,
und mein innerer liebevoller Erwachsener
kümmert sich dann um mein Kind
liebt es, bemuttert es solange bis die Trauer sich auflöst.

Ich erlebe das als beinahe unglaublich heilsam.
Seitdem ich mein Inneres in dieser Weise sehe
kann ich endlich auf eine gute Art
mit Traurigkeit und auch mit Angst umzugehen.

🙂
 

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