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Wie finanziert man ein Praktika nach dem Studium?

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Gast

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Hallo, es gibt folgendes Problem: Ich habe ein geisteswissenschaftliches Fach studiert und keine Praxiserfahrung. Nach unzähligen Bewerbungen habe ich endlich ein Vollzeitpraktikum bekommen, das 6 Monate dauert und mit 200 Euro monatlich vergütet wird. Die 200 Euro gehen aber bereits für Fahrtkosten drauf. Dann bräuchte ich noch Geld für die Krankenkasse und zum "Überleben". Meine Eltern können mich finanziell nicht unterstützen. Wertgegenstände, die ich beim Pfandleihhaus abgeben könnte, habe ich nicht. Das Jobcenter verweigert die Zahlung von Hartz IV, weil ich dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen würde während des Praktikums. Ich kann aber nicht einfach so in den Arbeitsmarkt einsteigen, weil die Praxiserfahrung halt fehlt. "Wissenschaftliches Arbeiten" war eigentlich der Schwerpunkt im Studium. Das ist eine methodische Kompentenz, die hilfreich im Job ist, aber ohne Praxiserfahrung kommt man damit nicht weit. Nebenbei bemerkt hat das Jobcenter noch keine Vorschläge für eine mögliche Stelle/Weiterbildung oder Umschulung gemacht.

Was soll ich jetzt machen? Gibt es noch irgendwelche Möglichkeiten das Praktikum zu finanzieren? Soll ich das Praktikum absagen und lieber Hartz IV beantragen? Hartz IV. bringt mir doch nichts für den Berufseinstieg.

Ansonsten würde mir nur einfallen eine Stelle als Pförtner/Produktionshelfer oder ähnliches anzunehmen um Startkapital für den Berufseinstieg zu bekommen. Gehen wir mal davon aus, dass ich mich jetzt z.B. 6-12 Monate mit einfachen Aushilfsjobs ohne Bezug zum Studium durchschlage - Habe ich danach überhaupt noch eine Chance auf relevante Praktika? Das Studium wäre dann ja schon etwas länger her?

Oder hat das Ganze ohne Startkapital einfach keinen Sinn und soll ich das Projekt Berufseinstieg mit dem Studium aufgeben und lieber eine beliebige Ausbildung machen, zu der ich eigentlich keine Lust hätte?
Ich bin langsam an dem Punkt angekommen, an dem das Aufgeben zur Option wird. Andererseits wäre es schade um das Studium. Da quält man sich durch ein Studium und am Ende gibt es keinen Ertrag? Mir würde ja ein ganz einfacher Bürojob reichen. Das ist aber alles so weit weg. Es ist Schade um den Arbeitsaufwand, aber man muss auch Niederlagen aktzeptieren und an Perspektiven für die Zukunft arbeiten? Ja ich weiß, ich bin ja selbst Schuld. Ich hätte ja kein geisteswissenschaftliches Fach studieren müssen und mache mir zunehmend auch selbst Vorwürfe nichts "Ordentliches" studiert zu haben, was die Wirtschaft braucht (sowas wie Wirtschaftsrecht, BWL, Wirtschaftsingenieurwesen oder ähnliches). Ist es schon an der Zeit aufzugeben?
Ich weiß es einfach nicht. Was würdet ihr an meiner Stelle machen?
 
Wie wäre es, wenn Du eine halbe Woche das Praktikum machst und eine halbe Wochen einen Nebenjob?

Ich habe während des Studiums als ungelernte Pflegekraft im Altenheim gearbeitet und in der Woche stand ich eben im Labor und schrieb fleißig an meiner Dipl. Arbeit.

Viell. wäre das ja was für Dich?

Darf ich fragen, was Du studiert hast? Es gibt auch Berufe, an die man gar nicht denkt und sich deswegen gar nicht bewirbt aber durchaus als Quereinsteiger Berufe geeignet sind. Viell. kann man Dir da noch mal einen Tipp geben?

Noch eine Frage:
Wie lange bist Du schon Arbeitslos? Bis zu einem Jahr ist nämlich nach dem Studium relativ normal. Ich hatte letzten Endes auch 1 Jahr "Daddel-Zeit" und war am Suchen und am Jobben. Da fragte ich mich teilweise auch: Oh, Mann ey, was soll da bloß bei rauskommen....

Ja, das ist schon blöde, wenn man das Gefühl hat, man kommt so gar nicth weiter 🙁

Toni
 
Wie wäre es, wenn Du eine halbe Woche das Praktikum machst und eine halbe Wochen einen Nebenjob?

Ich habe während des Studiums als ungelernte Pflegekraft im Altenheim gearbeitet und in der Woche stand ich eben im Labor und schrieb fleißig an meiner Dipl. Arbeit.

Viell. wäre das ja was für Dich?

Darf ich fragen, was Du studiert hast? Es gibt auch Berufe, an die man gar nicht denkt und sich deswegen gar nicht bewirbt aber durchaus als Quereinsteiger Berufe geeignet sind. Viell. kann man Dir da noch mal einen Tipp geben?

Noch eine Frage:
Wie lange bist Du schon Arbeitslos? Bis zu einem Jahr ist nämlich nach dem Studium relativ normal. Ich hatte letzten Endes auch 1 Jahr "Daddel-Zeit" und war am Suchen und am Jobben. Da fragte ich mich teilweise auch: Oh, Mann ey, was soll da bloß bei rauskommen....

Ja, das ist schon blöde, wenn man das Gefühl hat, man kommt so gar nicth weiter 🙁

Toni

In der Ausschreibung gab es ein Hinweis, dass eine Teilzeitstelle nicht möglich ist. Deshalb bleibt wahrscheinlich nur das Wochenende oder die Abendstunden für einen Nebenjob. Ich habe Geschichte studiert. Ein Quereinstieg kann ich mir sehr gut vorstellen und ich freue mich über Vorschläge.
Beim Praktikum handelt es sich auch um eine Art Quereinstieg (Presse und Öffentlichkeitsarbeit). Eigentlich bin ich erst seit Januar arbeitslos - das ist noch nicht so lange. Das Gefühl nicht wirklich voranzukommen ist aber schon blöd. Dann muss man auch andauernd das Jobcenter über den Fortschritt der Bewerbungen informieren. Bisher reicht das noch aus - aber wie lange macht das Jobcenter das so mit? Hast du in der "Daddel-Zeit" Leistungen vom Jobcenter bezogen? Ab wann fangen die an, irgendwelche Maßnahmen anzuordnen, die oft nur die Statistik schönen sollen?
 

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