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Whatsapp... ist meine Bekannte süchtig?

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Gast

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Guten Morgen.
Mein Mann hat mir unlängst eine App besorgt, über die man sein eigenes Whatsapp Verhalten analysieren kann. (Wie lange ist man in Whatsapp online) Er meinte, ich verbringe mitunter zu viel Zeit am Handy. Je nach dem waren meine Onlinezeiten zwischen über einen Zeitraum von 1 Woche zwischen 5 min - 1 Stunde täglich.

Ich erzählte meiner Bekannten von der App. Sie ist an manchen Tagen (laut eigenen Angaben) bis über 5 Stunden in Whatsapp. Das hätte ihr die App ausgerechnet.
Ich mache mir Sorgen um meine Bekannte, sie ist oft online um zu gucken ob gewisse Personen online sind. Männer die sie kennen gelernt hat "beobachtet" sie hinsichtlich deren onlinestatus. Diesbezüglich hat sie sich mal "verquatscht". Zur Zeit ist das extrem weil sie jemanden kennen gelernt hat. Wenn sie ihm geschrieben hat dann achtet sie auf seinen online Status um zu erkunden ob er ihr auch gleich antwortet oder erst anderen schreibt.

Es ist die Sache meiner Bekannten ich weiß, aber ich mache mir etwas Sorgen. Sie ist single, 41 - hat noch nie verbindliche Beziehungen gegührzwohnt und wohnt mit ihren Eltern zusammen.
Sie war schon immer etwas anders als andere und sie verändert sich gerade in seltsamer Art. Über fünf Stunden in Whatsapp trotz beruftätigkeit. Kann man da schon von Sucht sprechen? Sie hat mir ihre Logs gezeigt. Sie fängt morgens an und hört nachts auf. Schläf kaum weil sie immer guckt ob andere Personen online sind. Geht rei, guckt, manchmal schreibt sie, geht raus, geht rein um zu gucken ob der andere online ist und geht wieder raus. Das wiederholt sich den ganzen Tag.

Es ist ihre Sache aber ich mache mir Sorgen, dass sie weiter abdriftet. Besonders das "spionieren " finde ich seltsam.
 
Hallo Gast.
Whatsapp und social Media sind aus meiner Sicht, Fluch und Segen zugleich.

Mir sind Logs die einen Zeitraum von über 5 Stunden beinhalten per se suspekt, weil ich mich frage, warum sich die Leute schreiben und nicht miteinander sprechen oder telefonieren. Da könnte man doch viel mehr Gedankengut verarbeiten.
Aber schreiben ist eben auch unverbindlicher als jemanden am Telefon zu haben. Deine Freundin scheint nach Deinen Ausführungen ein eher unverbindliches Leben zu führen
Dazu passt das eher "anonyme" Whatsappverhalten.

Was mich stört ist das starren auf die Onlinezeiten bzw. ob eine Person ihr sofort schreibt oder später. Dieses Kontrollverhalten (danach sieht es zunächst aus ) hat aus meiner Sicht mit ihrer Unsicherheit zu tun. Hinter Neugierde verstecken sich oft Leere, lange Weile, Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben usw.

Das Du Dir Sorgen machst, verstehe ich. Sag ihr doch einfach wie Du ihr Logsverhalten empfindest. Vielleicht denkt sie für sich alleine darüber nach. Jedoch ist und bleibt es ihre Sache. Die Frage ist nur, ob es Deine Freundin weiterbringt. Ich wäre einfach zu faul fünf Stunden lang zu schreiben. Mir wäre - wenn es soviel zu reden gibt- ein Gespräch tausendmal lieber. Jedoch würde ich auch reden wollen und nicht nur gucken ob der andere online ist. Dafür wäre mir meine Zeit zu schade.
Mein Bauchgegühl sagt mir, dass Deine Bekannte Deinen Ausführungen zufolge "einsam" und im innerlichen Zwiespalt sein könnte. Ist sie schüchtern?
 
Hallo,

das smartphone ständig in der Hand/am Ohr, das ist doch heutzutage normal. Man gilt ja schon als "altmodisch"/zurückgeblieben, wenn ,man nicht ständig das neueste Gerät hat und über die YouTube-Videos nicht bescheid weiß. Schon mal den Ausdruck "Smombie" gehört (Wortschöpfung aus smartphone und Zombie)? Da laufen Leute wie ferngesteuert durch die Gegend, überqueren unachtsam Straßen frei nach dem Motto: die anderen werden schon aufpassen - und wehe nicht!
Fluch und Segen, wie mein Vorposter schrieb. Bei allen Vorteilen bedient die moderne Kommunikation (leider) auch niedere Instinkte wie Voyerismus, Gerüchteküche, Kontrollzwang etc. Dazu kommt die Faszination, die von dem elektronischen Spielzeug ausgeht.
Es stellt sich eher die Frage, wie die Menschheit bis zur Erfindung des Handys, Internets überleben konnte.
Nüchtern betrachtet sehe ich bei Deiner Bekannten schon eine Suchtgefährdung. Einsamkeit kann ein Grund sein ebenso wie das Bestreben, mit den "jungen Leuten" mithalten zu wollen. Testen kannst Du das ganz einfach: schlage Deiner Bekannten vor, nur mal einen Tag auf Handy + Co. zu verzichten. Die Reaktion sollte Dir ein deutlicheres Bild vermitteln.

Viele Grüße
 

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