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Wer will den Erzieherjob überhaupt noch machen

Bloomi1996

Neues Mitglied
Guten Abend zusammen,
ich wollte mich mal eben etwas über den Erzieherjob - vor allen Dingen in der KiTa auskotzen..
Seit Monaten bin ich extrem unglücklich in meinem Job, bin seit da 1,5 Pädagogin und stehe kurz vor dem BurnOut..
Diese extreme Lautstärke, der stetige Stress - Kind A will ein Buch lesen - Kind B kommt dann aber aus dem Nebenraum und hat sich verletzt - Kind C braucht Hilfe auf Toilette und Kind D & E kloppen sich vor meinen Augen.. Hilfe ich kann einfach nicht mehr !!
bin aktuell auch wegen psychischer Belastung krankgeschrieben und weiß nicht wie es weiter gehen soll.. Ich ertrage diese Unruhe nicht mehr !!
Hat jemand Erfahrung mit einem
Wechsel ? Wo man allerdings genau so gut verdient wie die Erzieher - aber dann natürlich als Quereinsteiger?
Ich bin so verzweifelt und hatte mir meine Pädagogen Schiene etwas anders vorgestellt
 
Diese extreme Lautstärke, der stetige Stress - Kind A will ein Buch lesen - Kind B kommt dann aber aus dem Nebenraum und hat sich verletzt - Kind C braucht Hilfe auf Toilette und Kind D & E kloppen sich vor meinen Augen.. Hilfe ich kann einfach nicht mehr !!

QUOTE="Bloomi1996, post: 4729380, member: 131658"]
Ich ertrage diese Unruhe nicht mehr !!
[/QUOTE]

Das. Genau das!
Du sprichst mir, in der Vergangenheit, aus der Seele!

Was man braucht, um in dem Beruf zu bestehen ist neben der Geduld eines Buddha, jede Menge
BELASTBARKEIT, Nervenstärke und Selbstbewusstsein, vor allem aber:
du musst es WOLLEN.
Nicht nur ein bisschen, nicht nur ab und zu.
Diesen Beruf kann man nicht halbherzig machen.
Du brauchst Spaß an der Arbeit, sonst gehst du da unter.

Ich kann dir nur raten, eine Umschulung anzustreben, mit der Begründung, dass du den Anforderungen des Berufes psychisch und nervlich nicht (mehr?) gewachsen bist.

Ist aber ein Weg, für den du einen langen Atem brauchst, und finanziell wirst du wahrscheinlich auch erstmal Abstriche machen müssen.
Allerdings ist es wohl besser, deine Energie in diesen Weg zu stecken, als in einen Beruf, der dich nur belastet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer den Job noch machen will? Das was Du beschreibst, ist Kita-Alltag seit Jahrzehnten. Wenn mehrere Kinder zusammen sind, ist es oft laut, hat das eine Kind das, das andere Kind das...und die sind noch so jung, dass sie viele ihrer Bedürfnisse noch nicht selber stillen, mit Ungeduld, Frust, etc. umgehen können. Alles ganz normal und nichts Neues.
Wenn man merkt, dass es für einen selbst nichts ist, dann kann man weiter suchen - grade, wenn man selbst noch jung ist. Da stehen doch recht viele Türen noch offen. Laut kann es auch in der Behinderten- und Jugendarbeit sein. Vielleicht einfach mal ausprobieren, hospitieren, etc. .
...oder eben etwas ganz Anderes machen. Da kann die Berufsberatung helfen oder sich überlegen, was man generell alternativ gerne machen möchte, etwas, wo es ruhiger ist und wo man weniger im Stress der Anderen verwickelt ist (wie in der Kinder- und Jugendarbeit).
 
Guten Abend zusammen,
ich wollte mich mal eben etwas über den Erzieherjob - vor allen Dingen in der KiTa auskotzen..
Seit Monaten bin ich extrem unglücklich in meinem Job, bin seit da 1,5 Pädagogin und stehe kurz vor dem BurnOut..
Diese extreme Lautstärke, der stetige Stress - Kind A will ein Buch lesen - Kind B kommt dann aber aus dem Nebenraum und hat sich verletzt - Kind C braucht Hilfe auf Toilette und Kind D & E kloppen sich vor meinen Augen.. Hilfe ich kann einfach nicht mehr !!
bin aktuell auch wegen psychischer Belastung krankgeschrieben und weiß nicht wie es weiter gehen soll.. Ich ertrage diese Unruhe nicht mehr !!
Hat jemand Erfahrung mit einem
Wechsel ? Wo man allerdings genau so gut verdient wie die Erzieher - aber dann natürlich als Quereinsteiger?
Ich bin so verzweifelt und hatte mir meine Pädagogen Schiene etwas anders vorgestellt
Ich kann Dich gut verstehen. Eine enge Freundin ist auch in dem Job und auch immer völlig fertig von dem Lärm und der Dauerbelastung.
 
Im Übrigen ist meine Erfahrung, dass die Gruppen früher größer waren: 25 Kinder mit 1 Erzieherin und 1 Kinderpflegerin. Gut, wir hatten damals keine U 3-jährigen, aber die letzten Gruppen, von denen ich was mitbekommen habe, hatten definitiv weniger Kinder (18-22, je nach Alter der Kinder).
Ich freue mich, wenn Leute diesen Job noch machen können und wollen. Vor allen Dingen dann, wenn es die Eltern brauchen und nicht der Bequemlichkeits- oder Karrierehalber ihre Kinder möglichst früh fremdbetreuen lassen.
 
Hallo Bloomi,

wie hattest du dir deinen Erzieher/innenberuf vorgestellt? Deine Beschreibung hört sich für mich nach Kita-Alltag an. Hattest du andere Vorstellungen? Die Ausbildung in meinem Bundesland sieht mehrere Praktika vor, waren in den Einrichtungen die Verhältnisse anders?
Viele Fragen, ich weiß. Und keine davon soll dich kritisieren, sondern dir eher dabei helfen herauszufinden, was vor sich geht.
Beruflich wäre noch die Arbeit mit älteren Kindern möglich, vielleicht in einem Kinderheim, einem Hort oder spezieller Einrichtungen für Kinder mit Defiziten. ErzieherInnen werden ja nicht nur in Kitas eingesetzt. Soziale Einrichtungen, aber auch z. B. das Jugendamt werden durch Sozial-Pädagogen unterstütz.
Über einen Quereinstieg in einen ganz anderen Job wäre die Arbeitsagentur der richtige Ansprechpartner, denke ich. Auch zu einem Jobwechsel innerhalb deines Ausbildungsberufes.

Alles Gute dir!
 
Hat jemand Erfahrung mit einem
Wechsel ? Wo man allerdings genau so gut verdient wie die Erzieher - aber dann natürlich als Quereinsteiger?
Ich bin so verzweifelt und hatte mir meine Pädagogen Schiene etwas anders vorgestellt

Bist Du ausgebildete Erzieherin oder studierte Pädagogin? In beiden Fällen kannst Du auch in anderen Umfeldern arbeiten als in der Kita. Viele Schulen und freie Träger suchen Mitarbeiter für die ESB, in Jugendzentren, in der Berufsbildung etc. Schau Dich online mal um, was es an Alternativen gibt, es sollte sich bestimmt was finden lassen. Zusätzlich bietet die Arbeitsagentur Angebote zur beruflichen Neuorientierung.
 
Hm, ich vermute, wenn sie studierte Pädagogin wäre, würde sie sich nicht so einen Job wünschen, wo man "so gut wie Erzieher" verdient. Meiner Ansicht nach verdienen Erzieher nicht gut (und studierte Pädagogen im Vergleich auch nicht, aber immerhin besser, als Erzieher).
 
...und man selber auch verhaltensauffällig...oder krank (...bezieht sich allerdings nicht nur auf Erzieherarbeit,...dass man dadurch krank werden kann (wenn man nicht vorher auch schon seine Themen hatte)).
 

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