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Wer kann mir das Thema "Zeit" schönreden?

Vorerst: Danke! Jeder einzelne Beitrag war bis jetzt echt hilfreich für mich.

Die besonders guten habe ich mit einem "Danke" markiert. Skynd hat mir mit seinem besonders kritischem Beitrag auch zu denken gegeben.

Ich PERSÖNLICH sehe die Zeit mehr oder weniger als eine Naturkonstante an, da viele der anderen Naturkonstanten ohne die Zeit nicht funktionieren könnten.

Naja und genau das wurde hier ja erwähnt: Würde man die Zeit einfach anhalten, wäre das Leben ja auch vorbei. Das "Problem" wäre natürlich, dass man zu dem Zeitpunkt, an dem die Zeit hält, ja einen "unendlich kurzen Zeitraum" betritt.

Und an der Stelle steht man einem Paradox gegenüber, da ein Zeitraum nicht unendlich klein sein kann. Die Natur hat halt unendliche Werte vorgegeben, und an den Stellen, wo keine unendlichen Werte eingefügt werden können... .naja da geht es halt nciht bzw. ergibt keinen Sinn.

Würde man z.B. anfangen über die Limes Funktion andere Ereignisse zu berechnen, käme man fast immer zu dem Ergebnis 0 bzw. "nichts".

So z.b. bei der Energieausbreitung von irgendeinem Ereignis, und wo keine Energie ist kann auch keine Materie existiieren. Materie lässt sich schließlich in Energie umwandeln, hängt also fest mit ihr zusammen.

Das Ende vom Lied ist, dass wenn man die Zeit im wahrsten Sinne des Wortes anhält, alles aufhören würde zu existieren.

Das war extrem kurz gefasst so ziemlich das, worauf ich gekommen bin. Will man jetzt nur rechnerisch (nichtmal praktisch gedacht) in die Vergangenheit reisen, kommt man unumgänglich an dem "0 Punkt" vorbei, wenn auch nur für einen "unendlich kurzen Zeitraum"... und genau da haben wir es schon wieder: Das Paradox. So wird das also nichts 🙁 Nichtmal theoretisch geschweige denn irgendwie praktisch lösbar.

Zurück zum ursprünglichen Thema

Über den Ursprung meines ... naja von meinem verhassten "Hobby" sag ich mal, lässt sich Streiten. Ausschlaggebend war definitiv der Tod meines Vaters. Inzwischen steckt aber viel mehr dahinter, da die Zeit (wie hier schon beschrieben wurde) vielleicht auch einfach nur meine Höhle zum Verstecken von der Realität ist... :mad:

Wie auch immer. Ich würde mir einfach wünschen, dass unsere physikalischen Gesetze von Grund auf Menschlicher wären. Mal ganz ehrlich: Was ist das denn bitte für eine Schei***se, dass man die schönsten Momente nicht wirklich genießen kann, da es nur Momente sind?

Was ist das bitte für ein Ansporn für einen Menschen, genau zu wissen, dass sein komplettes tun für den Rest der Zeit absolut nichtig ist... Man muss einfach nur weit genug in die Zukunft denken, irgendwann kommt für uns alle der Punkt, an dem wir sagen müssen, dass unsere Anwesenheit das Universum nicht im geringsten interessiert.

Ich weiß einfach nicht, was das ALLES (also wirklich alles, mit allen Naturgesetzen, Materien, usw. einfach ALLES) soll...

Der nächste Aufhänger in meinem Verständnis war lange Zeit die Frage, was denn vor dem Urknall bzw. vor der Zeit anders war.

Das alles sind Sachen, die ein Mensch wohl niemals ganz begreifen werden kann. Der einzige Grund dafür ist wieder die Zeit und das macht mich unglaublich sauer...

Ich kann mir langsam nicht mehr vorstellen, dass das was ich hier schreibe überhaupt nachvollziehbar ist, oder? 🙁
 
Ich habe mal irgendwo gelesen, dass energetische Wesen die Zeitachse durchaus vorwärts und rückwärts besuchen können und dass sie die Zeit mehr als eine Achse wahrnehmen, die vor ihnen liegt.

Auf ntv kam gerade eine Sendung zum Bermudadreieck. Ich habe leider nur einen kurzen Ausschnitt gesehen, aber darin wurde behauptet, dass es theoretisch durchaus möglich ist, die Zeit zu bereisen, wenn man nur genügend Energie zur Verfügung hat. Der Begriff "dunkle Energie" wurde dabei genannt.

Nur ich denke, dass auch die Möglichkeit, die Zeit zu bereisen dein Problem nicht lösen dürfte.
Du stellst dich nicht deinem wirklichen Problem, nähmlich mit einem Verlust klarzukommen und dein Leben in die Hand zu nehmen. Solange du vor deinen Problemen flüchtest und dich versteckst, werden sie dich immer und immer wieder aufsuchen - bis du deine Lektion gelernt hast.
 
Ich glaube, es geht nicht um Zeit, sondern um Veränderung versus Stillstand. Bewegung versus Starre.

Auch wenn ich mir manchmal wünschte, ich könnte mal anhalten, wenn mir alles zu viel wird. Oder bewahren was vergeht, finde ich doch Begriffe wie Neugier, Veränderung, Bewegung, Entwicklung, Lebendigkeit positiver.
 
Wie auch immer. Ich würde mir einfach wünschen, dass unsere physikalischen Gesetze von Grund auf Menschlicher wären. Mal ganz ehrlich: Was ist das denn bitte für eine Schei***se, dass man die schönsten Momente nicht wirklich genießen kann, da es nur Momente sind?

Was ist das bitte für ein Ansporn für einen Menschen, genau zu wissen, dass sein komplettes tun für den Rest der Zeit absolut nichtig ist... Man muss einfach nur weit genug in die Zukunft denken, irgendwann kommt für uns alle der Punkt, an dem wir sagen müssen, dass unsere Anwesenheit das Universum nicht im geringsten interessiert.

Ich weiß einfach nicht, was das ALLES (also wirklich alles, mit allen Naturgesetzen, Materien, usw. einfach ALLES) soll...

Der nächste Aufhänger in meinem Verständnis war lange Zeit die Frage, was denn vor dem Urknall bzw. vor der Zeit anders war.

Das alles sind Sachen, die ein Mensch wohl niemals ganz begreifen werden kann. Der einzige Grund dafür ist wieder die Zeit und das macht mich unglaublich sauer...

Ich kann mir langsam nicht mehr vorstellen, dass das was ich hier schreibe überhaupt nachvollziehbar ist, oder? 🙁

Doch doch.. Ich finde es absolut nachvollziehbar.. Das heißt nicht, dass ich in allem mit dir einer Meinung bin, aber dass man sich solche Gedanken machen kann, hadern kann etc., das ist doch nichts besonderes.

Es ist manchmal alles andere als leicht, ein Lebewesen zu sein und dann auch noch eines mit dem Vermögen zu denken und zu fühlen.

Es gibt aber auch positive Aspekte.
 
Hallo.

Wie ihr vielleicht hier oder da mal gelesen habt, HASSE ich die Zeit. Ich hasse sie wirklich von tiefstem Herzen.

Ich versuche nicht abzuschweifen und mich kurz zu halten.
Angefangen hat mein Hass gegen die Naturkonstante im eher jungen alter, nachdem mein Vater starb. Ich dachte mir, naiv wie ich war, dass ich mein Leben ganz einfach dem Bau einer Zeitmaschine wittmen kann. Wenn ich wirklich meine ganze Energie reinstecken würde, so dachte ich, kann ich meinen Vater vielleicht noch ein Mal wiedersehen.

So fing ich dann an und was am Anfang noch eher kindliche Neugier war, entwickelte sich zu einer Besessenheit. Ich las alle möglichen Artikel über das Thema Zeit, ob ich sie verstand oder nicht. Ich schrieb mit 15 meine ersten eigenen Artikel über die Zeit und ab da war es mehr, als nur ein Spaß.

Aktuell habe ich meinen Hund, aus meiner Kindheit, wiederbekommen. Ich sehe nur, was die beschissene Zeit (entschuldigt den Ausdruck) mit ihm angerichtet hat.

Auch meine geliebte Mutter wird von Tag zu Tag älter und wir alle steuern dank der Zeit dem unausweichlichem Ende hinzu.

Mir geht es in meiner Situation gut. Ich will nicht, dass die Zeit wiedermal alles zerstört und einfach weitertickt, bis meine Mutter gestorben ist.

Die Zeit ist, was mich von meinem Vater und meiner BISHER ersten richtig großen und ersnthaften Liebe trennt.

Ich hasse die Art, wie die Zeit funktioniert einfach wie die Pest und ich finde partou nichts bewundernswertes an der Zeit, auch wenn ich sie (zumindestens wissenschaftlich gesehen) endlich theoretisch verstehen kann.

Hallo Hank, Zeit - oder, die Begrenzung der Zeit, ist grausam, verrückt, eigenartig, gut. Ich verstehe deine Gedanken. Wir haben keinen Einfluss darauf, wieviel Zeit, Lebenszeit, uns und denen um uns bleibt. Das erzeugt ein gefühl von "ausgeliefert" sein. Dennoch führen wir unser Leben. Nur wir können entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen, die uns gegeben wird. Daher sollten wir dieses knappste aller Güter füllen, füllen mit Werten, Emotionen, guten Taten, manchmal auch guten Schmerzmitteln in Form von Pausen und Innehalten. Nicht soviel davon verschleudern, "ungelebt" ausschütten. ich denke, all dies ist nur möglich, wenn wir uns dem Leben stellen, die Herausforderung, Glück zu suchen, annehmen. Alles leichter gesagt als getan, aber wir sollten es versuchen. Ich verstehe auch sehr gut, was du über deinen Hund schreibst. Er verfügt nun auch über Lebenserfahrung, gute und schlechte. Schenk ihm eine gute Zeit, für denRest seines Lebens. Und dann fällt mir gerade noch ein, dass der "zahn der zeit", auch gute Seiten hat. Spuren, Furchen die Zeit zieht, machen alles reifer, ausgewogener, interessanter, klüger. das Leben, einen vom Meer gewaschenen Stein, Menschen. Gruß.
 
Wie ihr vielleicht hier oder da mal gelesen habt, HASSE ich die Zeit. Ich hasse sie wirklich von tiefstem Herzen.

Wozu sollte man etwas derart bedeutungsloses wie die Zeit "schön" reden oder hassen ???

Wenn ein Apfel vom Baum fällt, dann lässt sich zwar die Zeit errechnen die zwischen seiner Loslösung vom Ast und seinem Aufprall auf der Erde vergeht, doch die Zusammenhänge die für diesen Prozess verantwortlich sind, bestehen auch völlig unabhängig von diesem errechneten Wert.

Diese Zeitspanne ist weder für den Baum, noch für den Apfel, noch für die Erde von Bedeutung ..... höchstens für irgendein Wesen das sich überlegt unter dem Baum hindurch zu gehen wenn der Apfel schon am Fallen ist.
 
Das Leben ist ein Werden und Vergehen. Selbst der Tag stirbt, indem die Sonne morgens aufgeht und abends wieder im Westen wieder verschwindet.
Ohne diesen Prozess gäbe es keine Entwicklung.

Alles wäre wie eingefroren. Man selber wäre wie eingefroren? Und das, was Du bedauerst an der Zeit, wäre vielleicht gar nicht vorhanden? Einen Verlust würdest du ohne Zeit nicht feststellen können. Denn ohne Zeit hättest Du ja nie etwas erreicht.

Man kann den Verlust durch die Zeit bedauern, aber auch diesen "Bedauern" sollte seine Zeit haben, weil es sich sonst zum Zwang ausweitet und einen bestimmt.

Dabei geht einem dann das verloren, was einem die Zeit auch bietet. Neue Ufer zu betreten und auch die oftmals verschwiegende oder abgeleugnete Schönheit des Lebens zu genießen.

Eine Blume kann in voller Schönheit sehr schön sein. Ohne die Zeit würde diese Schönheit gar nicht auffallen, sondern an der Langeweile ersticken.
Abgesehen von der mathematischen Komponente der Zeit ist diese subjektiv.
Es hängt also auch sehr von einem selber ab, wie man Zeit empfindet. Für manche ist es nur ein Augenblick, für andere eine Ewigkeit.
 
Ich könnte bei so einer Frage gar nicht allzu philosophisch werden. Um die Zeit kann man lange herumschwadronieren (und viele haben es ja auch bereits getan), aber sie ist nunmal da. Ich muss mich als Mensch damit abfinden, dass ich endlich bin.
Und doch ein ganz klein bisschen einfache Philosophie: Ohne Zeit wäre ich nicht, wer ich bin. Wenn es mir heute gut geht, dann nur, weil die Zeit mich zu dem gemacht hat, was ich bin. Wer Zeit hasst, kann den Tod eigentlich nicht hassen, denn ohne Zeit wären wir Nichts, quasi im Tod. Dann wäre der Tod deines Vaters auch nichts Schlimmes.
Edit: Ich denke, du hasst nicht die Zeit, du hasst die Veränderung im Leben. Das geht vielen Menschen so, hat aber nichts mit Naturkonstanten zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
mir fällt auf, dass du, wie die meisten anderen großen Denker und überdurchschnittlich intelligenten Menschen unserer Zeit, ein Opfer der menschlichen Arroganz/Überheblichkeit wirst.

du nimmst dich und die Menschen soooo unglaublich wichtig, dass du glaubst, dass da "mehr" sein müsste, als "das hier".
denkst in Dimensionen wie im Film Matrix.

schon mal demütiger über das ganze nachgedacht? dich und die Menschen mal nicht in den Mittelpunkt des Universums gestellt?

das ganze noch "größer" .. von noch weiter oben betrachtet?


mach dir mal klar, dass wir von den Tieren abstammen. so wie ich dich einschätze, sind Tiere für dich eine minderwertige Lebensform.
du würdest um sie herum niemals so ein Getue machen wie um uns. wir Menschen sind schließlich geistig überlegen, stimmts?

nichtsdestotrotz ist es faktisch erwiesen, dass wir von ihnen abstammen. eine oder mehrere Laune👎 der Natur haben uns zu dem gemacht was wir sind.
wir sind das Ergebnis einer Systematik, die wir selbst heute noch nicht akzeptieren.
wir Menschen sind oberflächlich. so arrogant wie die Menschen sind, ist es gesellschaftlich verpöhnt oberflächlich zu sein.
faktisch ist dies aber ein evolutionstechnisch hochgradig wichtiger Aspekt der Natur und dem Prinzip, dass jedes Lebewesen in erster Linie versucht die bestmöglichen Gene zu finden, um sich zu vermehren.
aber klar... wir - und besonders die Frauen - sind nicht oberflächlich 🙄

wir machen also in unserer Arroganz das ganze viel komplizierter als es ist.
warum? ka - vielleicht kannst du es mir beantworten?
Langeweile? Flucht vor der Realität? eine Höhle zum Verstecken?

Wie auch immer. Ich würde mir einfach wünschen, dass unsere physikalischen Gesetze von Grund auf Menschlicher wären.
Mal ganz ehrlich: Was ist das denn bitte für eine Schei***se, dass man die schönsten Momente nicht wirklich genießen kann, da es nur Momente sind?
hast du schon mal deine Lieblingsspeise 3 Wochen lang am Stück gegessen?
worauf ich hinauswill: umso öfter du diesen extremen Gefühlen ausgesetzt bist, desto "normaler" werden sie.
du bräuchtest auf lange Sicht gesehen also immer höhere/extremere Dosen dieses Gefühls.

das hat einen gravierenden Nachteil - es wird immer schwerer richtig glücklich zu sein/werden.


ich denke, wenn du dich etwas in Demut übst, wirst du auch die einfacheren Dinge des Lebens zu schätzen wissen und aufhören ständig nach den Sternen zu greifen.
womit ich nicht sagen will, dass dies grundsätzlich verkehrt ist, aber wenn du dich nur noch dort "oben" aufhälst, wird dies zu schweren Konflikten "hier unten" führen.

alles Gute



Skynd
 

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