Hi ninni,
ich finde das mit dem Reden auch o.k. aber das allein wird nicht reichen...der 18-jährige lacht sich darüber wahrscheinlich nur schlapp und zieht seinen Streifen weiter durch....Daher ist es enorm wichtig klare Regeln z.B in Hinsicht aufs Arbeiten etc. aufzustellen.
Dein Sohn ist 18 und selber für sich verantwortlich, natürlich versucht er sich das Leben so bequem wie möglich zu gestalten. Da das natürlich auf deine Kosten (sowohl in finanzieller wie auch energetischer Hinsicht) geht, solltest du schon klar machen, wie der Hase läuft, bzw. zu laufen hat, d.h. du musst schon in Hinsicht auf deine eigenen (gerechtfertigten! SELBSTWERT!!) Ansprüche auf die Kampfstationen gehen.
Ich würde Regeln aufstellen, und Konsequenzen bei Nichteinhaltung ankündigen. z.B. Taschengeldentzug/Geldentzug, wenn nicht gearbeitet wurde oder ihm auferlegte Arbeiten nicht erledigt wurden. Falls es gar nicht hinhaut: rauswerfen. Nur so lernt er, dass es im Leben nicht nur nach seiner Nase läuft, sondern er sich sowohl zu Haus als auch überall an Regeln zu halten hat und es im Grund ein Spiel des gegenseitigen Gebens und Nehmens ist, und nicht wie er sich das vorstellt ein einseitiges Nehmen von seiner Seite her.
Du hilfst deinem Sohn nicht, indem du ihm da eine Sonderstellung als Pascha gewährst...und du musst wohl oder übel über deinen Schatten springen um die Führungsposition zu übernehmen, sowohl über dein eigenes Leben, dass ja momentan wohl eher nur von deinem Grossen bestimmt wird, und auch über das Verhalten deines 18-jährigen. Grad Jugendliche suchen nach Grenzen und sind ständig am austesten wie weit sie gehen können. Da muss man schon auf liebevolle aber konsequente und effektive Weise Grenzen setzen um da nicht unter dem kindlich-menschlichen Terror unterzugehn. Es geht im menschlichen Leben halt immer um Macht und Kontrolle und darum da ein Gleichgewicht zu finden.
Da du noch zwei Kinder hast, würde ich dir bei Erziehungsproblemen nahelegen dich da mal ein wenig schlau zu machen, ein paar Bücher zu lesen, einen Elternkurs zu machen. Denn im Grund ist es nicht schwer mit ein paar konsequenten Erziehungsdingen den Kindern genügend Struktur und Anleitung zu geben, damit das Zusammenleben gut klappt.
Gruss
Tyra
Buchtipps: Jan-Uwe Rogge: Kinder brauchen Grenzen
Peter Struck: Die Kunst der Erziehung
Felix von Cube: Fordern statt Verwöhnen
WolfgangGoebel/Michaela Glöckler: Kindersprechstunde --->echt klasse, wenn man sich an die pädagogischen Tipps hält haut alles prima hin!