F
Fraggle
Gast
Leider muss ich mich seit 7 Wochen mit dem schlimmen Thema Selbstmord und Tod befassen. Mein Vater (61) litt seit seinem Ausscheiden aus dem Beruf vor 8 Jahren an Hoffnungslosigket, Depression, Angst, Aggression und war innerlich einfach Zerrissen. Immer wieder hat er gesagt "Mit 60 ist alles vorbei". Meine Mutter musste alles hinnehmen, zum Schluss auch Gewalt. Sie ist dann Ostern ins Frauenhaus geflüchtet. Dies war das i-Tüpfelchen. In den letzten 7 Wochen mussten mein Bruder und ich ständig die Selbstmordandrohungen verkraften. Und er setzte uns immer wieder unter Druck mit Sprüchen wie "Wenn sie nicht zurückkommt ... dann ..." .
Wir haben so viel getan, um im zu helfen. Da ich und mein Bruder ihm aber nicht wirlich helfen konnten, wollten wir ihn dazu bringen, Hilfe anzunehmen. Das wollte er bisher nie. Er hat noch nie über sich geredet.
Wir haben es Ostersonntag versucht über eine Zwangseinweisung, weil er auf meine Mutter losging. Man sagte uns vorher: Wir handeln, wenn er gewalttätig wird. Aber weder Ärzte, noch Polizei handelten an dem Tag. Es war eine sehr schlimme Aktion für uns alle, aber wir haben es nur getan, um ihm zu helfen.
Ich rief den Hausarzt an und schilderte seine Selbstmorddrohungen. Der sagte nur "Wenn das einer sagt, macht er es eh nicht".
Nächste Selbstmorddrohung. Ich rief die Polizei an. Die sagten "Muss man nicht ernst nehmen".
Nächste Drohung: Ich rief den Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt an. Sie sagten: "Wir machen nur etwas, wenn wir ihn dabei erwischen." Heißt auf deutsch: Wenn er tot ist.
Er ist dann zum Hausarzt gegangen und drohte wieder. Der überwies ihn zum Psychiater. Kurzes Gespräch und dann Tabletten und einen Termin 3 Wochen später als Lösung (!!!!!!!!!!!!!!!!).
Ein Psychologe gab ihm einen Termin für Juni (!!!!!!!!!!!!!!!!!).
Er verzweifelte immer mehr, litt unter der Trennung unvorstellbar. Und darunter, dass er Hilfe wollte, sie aber nicht bekam. Sagte zu Nachbarn: "Habe den Strick schon in der Schublade". Sagte, er müsse sich vor sich selbst schützen.
Donnerstag hing er am Treppengeländer. Mein Bruder fand ihn.
Jetzt meine Frage:
- Wer hilft einem heutzutage noch bei Problemen? Auf wen kann man zählen, wenn man es nicht sebst schafft? Das Handeln der Professionellen (Ärzte, Psychologen) zeigt, dass Hilfen hier nicht mehr erwartet werden können.
- Wie kann sich ein Arzt / Psychologe erlauben, einen Menschen der am Abgrund steht, fallen zu lassen?
- Was für ein Verständnis hat ein Arzt von seinem Beruf, wenn er Probleme abwiegelt mit Worten wie "Macht er eh nicht"?
Natürlich suche ich in meiner Verzweiflung und Trauer nach Antworten und Schuldigen. Vielleicht möchte ich aich mein Gewissen dadurch beruhigen.
Aber eins ist wohl klar: Aus dem Sumpf ziehen kann sich jeder nur selbst. Auf andere kann man wohl nicht zählen. Entweder man kann sich selbst rausziehen oder man geht gnadenlos unter.
Wir haben so viel getan, um im zu helfen. Da ich und mein Bruder ihm aber nicht wirlich helfen konnten, wollten wir ihn dazu bringen, Hilfe anzunehmen. Das wollte er bisher nie. Er hat noch nie über sich geredet.
Wir haben es Ostersonntag versucht über eine Zwangseinweisung, weil er auf meine Mutter losging. Man sagte uns vorher: Wir handeln, wenn er gewalttätig wird. Aber weder Ärzte, noch Polizei handelten an dem Tag. Es war eine sehr schlimme Aktion für uns alle, aber wir haben es nur getan, um ihm zu helfen.
Ich rief den Hausarzt an und schilderte seine Selbstmorddrohungen. Der sagte nur "Wenn das einer sagt, macht er es eh nicht".
Nächste Selbstmorddrohung. Ich rief die Polizei an. Die sagten "Muss man nicht ernst nehmen".
Nächste Drohung: Ich rief den Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt an. Sie sagten: "Wir machen nur etwas, wenn wir ihn dabei erwischen." Heißt auf deutsch: Wenn er tot ist.
Er ist dann zum Hausarzt gegangen und drohte wieder. Der überwies ihn zum Psychiater. Kurzes Gespräch und dann Tabletten und einen Termin 3 Wochen später als Lösung (!!!!!!!!!!!!!!!!).
Ein Psychologe gab ihm einen Termin für Juni (!!!!!!!!!!!!!!!!!).
Er verzweifelte immer mehr, litt unter der Trennung unvorstellbar. Und darunter, dass er Hilfe wollte, sie aber nicht bekam. Sagte zu Nachbarn: "Habe den Strick schon in der Schublade". Sagte, er müsse sich vor sich selbst schützen.
Donnerstag hing er am Treppengeländer. Mein Bruder fand ihn.
Jetzt meine Frage:
- Wer hilft einem heutzutage noch bei Problemen? Auf wen kann man zählen, wenn man es nicht sebst schafft? Das Handeln der Professionellen (Ärzte, Psychologen) zeigt, dass Hilfen hier nicht mehr erwartet werden können.
- Wie kann sich ein Arzt / Psychologe erlauben, einen Menschen der am Abgrund steht, fallen zu lassen?
- Was für ein Verständnis hat ein Arzt von seinem Beruf, wenn er Probleme abwiegelt mit Worten wie "Macht er eh nicht"?
Natürlich suche ich in meiner Verzweiflung und Trauer nach Antworten und Schuldigen. Vielleicht möchte ich aich mein Gewissen dadurch beruhigen.
Aber eins ist wohl klar: Aus dem Sumpf ziehen kann sich jeder nur selbst. Auf andere kann man wohl nicht zählen. Entweder man kann sich selbst rausziehen oder man geht gnadenlos unter.