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Wenn man sich selbst nicht mehr versteht....

  • Starter*in Starter*in Einsames Mädchen~
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Einsames Mädchen~

Gast
Hallo liebe Forengemeinde,

Ich stecke momentan in einer Selbstfindungsphase. (Irgendwie bereits mein ganzes Leben lang...)
Ich bin 19 Jahre alt, sehe gut aus, bin sehr mädchenaft, aber hatte noch nie einen Freund, nicht einmal rumgeknutscht wurde, obwohl ich wirklich unzählige Gelegenheiten gehabt hätte und immernoch habe. (Ich wecke bei vielen Männern den natürlichen Beschützerinstinkt 😉
Ich bin gegenüber Männern auch weder schüchtern, noch zurückhaltend. Ich liebe es sogar zu flirten (tue dies fast täglich), aber fasst man mich an, und sei es nur ein "Kniestreicheln", hat sich alles erledigt. Ich bekomme (negativ gemeinte) Gänsehaut, mir wird schlecht und einfach unbehagen, als ob ich diese Nähe nicht ertrage. Anders bei Männern, die schon vergeben sind. Da kommt diese "Angst", wovor auch immer, nicht ansatzweise auf, soviel ist mir bis jetzt aufgefallen.
Das Problem ist, dass ich es nicht verstehe. Ich bin streng evangelisch und halte an meinem Glauben fest. Des Weiteren wünsche ich mir ja einen Freund. Ich möchte heiraten, Kinder bekommen, einen festen und guten Job, ein Haus und einen Hund 🙂
Doch wie soll das klappen, wenn ich immer einen Rückzieher mache? Ich habe versucht, es über mich "ergehen zu lassen", doch es funktioniert einfach nicht. Schlimmer noch, wurde danach noch mehr innerlich gestreikt und ich schämte mich. Kam mir schlecht vor.
Es gibt noch etwas, was die ganze Sache verschlimmert. Teilweise fühle ich mich zu bestimmten älteren Frauen hingezogen. Zu sehr... 🙁
Es würde nie etwas mit ihnen passieren, denn sie sind unerreichbar (stehen mit beiden Beinen im Leben, sind erfolgreich, sehen wunderschön aus, also sehr weiblich und überhaupt nichts lesbisch veranlagt... manche von ihnen sind verheiratet(glücklich!), haben Kinder...) und ich glaube aber auch nicht, dass ich das mit mir selbst vereinbaren könnte, eine Frau...- Ich will doch einen Mann! -
Doch wieso dieses kribbeln im Bauch? Warum der Genuss solcher zufälligen Berührungen mit ihnen? Weshalb das "Träumen" zur Intensivierung oder zur Wiederholung solcher Berührungen, Gespräche, Lächeln,...
Ich habe mich oft ertappt, wie ich Paare beobachte. Ich beneide die Frauen um ihr Leben und ich freue mich für sie, denn sie haben es nicht anders verdient! Und man weiß, dass der Männer mit ihnen glücklich sind, denn was gibt es an ihren Gegenübern was nicht perfekt ist? Nicht wert,(vom Mann) begehrt zu werden?
Ich weiß einfach nicht weiter. Was ist mit mir los?
 
Hallo!

Du bist noch sehr jung. In diesem Alter sind für alle möglichen Optionen die Türen besonders weit offen. Ich kenne das Gefühl der Unsicherheit, das du beschreibst auch sehr gut, denn ich habe es oft immer noch und bin etwas älter als du. Ich spiele damit nicht nur auf das Leben an sich an, sondern auch auf den Teilaspekt Liebe.

Du schreibst, dass du evangelisch erzogen worden bist. Du darfst nicht den Fehler machen und in einer Idealvorstellung schwelgen, die als Grundbasis diese Erziehung hat. Das ist ein Argument, mit dem du, meiner Meinung nach, versuchst auszuweichen und vor der Wurzel deiner Probleme zu flüchten.

Wie gesagt, du bist jung. Aus diesem Grund solltest du an dir arbeiten und dich öffnen für viele Vorstellungen für ein weiteres Leben. Das Leben verläuft nie gradlinig und ist nichts, was du vorher festlegen kannst. Das solltest du dir immer sagen, vielleicht hilft es dir. Viele Menschen glauben, dass sie planen können. Sie haben seit Jahren ein- und denselben Partner, beziehen viel Sicherheit daraus, sind vielleicht auch sehr in ihn verliebt. Sie ziehen oft den Standard durch. Sie verlieben, verloben, verheiraten sich. Das ist etwas Gutes, solange es ihnen gut tut, aber eine Sicherheit zum Thema Zukunft gibt das ihnen auch nicht.

Es ist Zufall und Glück, ob und wann du jemanden triffst, der zu dir passt. Ich glaube, dass einige Menschen erst reifen müssen, bevor sie offen sind für einen Partner. Es wird oft gesagt, dass man sich an erster Stelle selbst lieben muss, bevor man andere lieben kann. Ich denke, dass das teilweise wahr ist, aber Menschen, die extreme Komplexe haben, haben ja auch Partner, so dass ich dieses Argument nicht ganz für voll nehmen kann. Ich denke allerdings, dass man für sich den Grundgedanken zuerst an sich und das allgemeine Wohlbefinden zu denken, mitnehmen kann.

Ein Partner macht dich nicht zur Person, er ist eine gute Ergänzung und ein Geschenk, wenn es der Richtige ist.

Du solltest auf die Signale deines Körpers hören. Vielleicht hast du noch nicht die innerliche Bereitschaft, etwas mit jemandem zu haben. Vielleicht setzt du dich immer zu sehr unter Druck und dein Körper reagiert mit einer Schutzfunktion. Vielleicht hast du traumatische Erlebnisse hinter dir, die dich hindern, sexuell aktiv zu werden. Vielleicht bist du unsicher in Bezug auf dich selbst und strahlst das irgendwo auch aus, spürst es bei dir selbst. Vielleicht bist du lesbisch und willst es nicht wahrhaben. Es gibt so viele Möglichkeiten, das zu interpretieren, was du schilderst.

In der Liebe muss man ruhig bleiben und abwarten, was kommt, scheint mir. Ich habe selbst Schwierigkeiten, das so zu sehen, aber ich denke, dass dem so ist. Ich muss jetzt mehr rausgehen und mich von all diesen Gedanken der sicheren Zukunft und des Mannes an meiner Seite frei machen. Hat schon etwas geklappt, aber diesen Weg muss ich weitergehen.

Es gibt so viele Dinge im Leben. Nimm sie nicht als etwas Garantiertes, Selbstverständliches an und lebe das, was dir das Leben gibt. Plane das, was du planen kannst und gucke offen um dich herum. Beobachte die Menschen, erfreue dich an jedem Tag und stell nicht den Anspruch, wissen zu müssen, wer du bist. Das weiß doch niemand so genau. Einige sagen, dass sie es wissen, aber der Mensch verändert sich ständig. Ein wenig Erkenntnis über sich reicht. Hauptsache, du bekommst es hin, psychisch festen Boden unter den Füßen zu haben und Dinge zu finden, an denen du Freude hast.

Viel Glück!!
 
Das Problem ist, dass ich es nicht verstehe. (...)
Ich weiß einfach nicht weiter. Was ist mit mir los?

Hallo Einsames Mädchen,
mir scheint, du hast "dein Problem" schon ziemlich
gut und treffend beschrieben - du willst etwas ver-
stehen, was sich vielleicht gar nicht "verstehen"
lässt, sondern nur l e b e n .
Mein Tipp wäre: Nimm deine Ziele ebenso ernst
wie dein Herz. Wenn du dich abgestoßen fühlst,
arbeite nicht dagegen an. Und wenn du dich ange-
zogen fühlst, lass dich anziehen und öffne dich.
Wenn du an G*** glaubst, weißt du, dass alles,
was ist, Sinn hat - und dass du okay bist, egal,
was du fühlst oder nicht fühlst. Das kann man
nicht verstehen, nur glauben und annehmen.
Alles Gute!
Werner
 
Hallo einsames Mädchen,

ich finde interessant, was du da schreibst, da ich mich in einigen Dingen wiederfinde.

Ich hatte eine zweijährige Beziehung mit einem sehr netten Mann, aber irgendwann hatte ich kein Interesse mehr an Sex. Die Beziehung ging zuende und seit drei jahren bin ich ohne Partner.
Auch bei mir gibt es genug Männer, die interesse haben. ich versuche mir so lange wie möglich einzureden, dass wir nur Freunde sind. ich sage sogar serh früh, nachdem ich sie kennenlerne, dass ich keine Partnerschaft möchte.
Und sobald ich mir nicht mehr einbilden kann, dass ich mit dem Mann nur befreundet bin und er ganz offensichtlich mehr möchte beende ich die Freundschaft (die wahrscheinlich nie eine gewesen ist)

Männer die vergeben sind lösen in mir Ruhe aus. Ich kann sie erstmal in meinem Tempo kennenlernen (das dauert schonmal ein paar Monate) und dann verknalle ich mich etwas in sie. Aber da sie vergeben sind, habe ich wieder eine Ausreden, dass es nicht klappt.

Ich war auch schon bei einer Gruppe für lesben. wir haben sehr offen geredet, woran die anderen erkannt haben, dass sie für Männer nicht gemacht sind, aber irgendwie ist das auch nichts für mich.

Aber vielleicht kannst du dich mal mit solch einer Gruppe in deiner Stadt in verbindung setzen. Vielleicht kannst du mit denen mal ganz unverbindlich reden und bekommst vielleicht endlich eine Antwort.

Gerade wenn man katholisch erzogen ist, ist so eine Situation nicht einfach, aber denke daran, dass du auch ein Recht darauf hast glücklich zu sein, egal wie.

LG eyes
 
Hi, du fragst dich, ob du lesbisch veranlagt bist und die Ratgebenden machen sich natürlich auch schon darüber Gedanken, wie es wäre, wenn es so wäre.

Aber mir fällt da wa anderes auf. Du sehnst dich direkt nach Kontakten (ganz normal) mit Leuten, wo dir nicht die unangenehme Gänsehaut kommt und das sind diese Frauen und verheiratete Männer. Zumindest ein Problem scheint nicht das zu sein, zu welcher Gruppe (Männer oder Frauen) du dich hingezogen fühlst, sondern die Frage, wer macht dir von seiner Stellung her Angst. Mit wem könnte eine Grenze überschritten werden, die du fürchtest. Verheiratete Männer und die von dir beschriebenen Frauen überschriten diese Grenze offensichtlich nicht.

Jetzt musst du rauskriegen, welche Grenzen das sind und warum sie dich so quälen. Ich wage mal was zu sagen: Vielleicht bist du einfach noch nicht soweit, auf dich nehmen zu wollen, welche Konsequenzen es hätte, wenn.... usw. während du das Schöne dabei doch gern hättest, vom Verstand her und unterhalb der Grenzen, z. B. beim Flirten. Wenn das so wäre, wäre es nichts besorgniserregendes, dann konzentriere dich einfach mehr auf dein freies Leben als auf deine Spätziele. Die ergeben sich dann vielleicht mal von ganz allein, so dass du selbst überrascht bist, nicht abgewehrt zu haben, aber vielleicht hast du dann jemand kennengelernt, der niht von Anfang an aufs Streicheln aus war, der dich kennenlernen wollte, wie du ihn und plötzlich lässt man sich dann auch ..... usw.

Sigi

Hallo liebe Forengemeinde,

Ich stecke momentan in einer Selbstfindungsphase. (Irgendwie bereits mein ganzes Leben lang...)
Ich bin 19 Jahre alt, sehe gut aus, bin sehr mädchenaft, aber hatte noch nie einen Freund, nicht einmal rumgeknutscht wurde, obwohl ich wirklich unzählige Gelegenheiten gehabt hätte und immernoch habe. (Ich wecke bei vielen Männern den natürlichen Beschützerinstinkt 😉
Ich bin gegenüber Männern auch weder schüchtern, noch zurückhaltend. Ich liebe es sogar zu flirten (tue dies fast täglich), aber fasst man mich an, und sei es nur ein "Kniestreicheln", hat sich alles erledigt. Ich bekomme (negativ gemeinte) Gänsehaut, mir wird schlecht und einfach unbehagen, als ob ich diese Nähe nicht ertrage. Anders bei Männern, die schon vergeben sind. Da kommt diese "Angst", wovor auch immer, nicht ansatzweise auf, soviel ist mir bis jetzt aufgefallen.
Das Problem ist, dass ich es nicht verstehe. Ich bin streng evangelisch und halte an meinem Glauben fest. Des Weiteren wünsche ich mir ja einen Freund. Ich möchte heiraten, Kinder bekommen, einen festen und guten Job, ein Haus und einen Hund 🙂
Doch wie soll das klappen, wenn ich immer einen Rückzieher mache? Ich habe versucht, es über mich "ergehen zu lassen", doch es funktioniert einfach nicht. Schlimmer noch, wurde danach noch mehr innerlich gestreikt und ich schämte mich. Kam mir schlecht vor.
Es gibt noch etwas, was die ganze Sache verschlimmert. Teilweise fühle ich mich zu bestimmten älteren Frauen hingezogen. Zu sehr... 🙁
Es würde nie etwas mit ihnen passieren, denn sie sind unerreichbar (stehen mit beiden Beinen im Leben, sind erfolgreich, sehen wunderschön aus, also sehr weiblich und überhaupt nichts lesbisch veranlagt... manche von ihnen sind verheiratet(glücklich!), haben Kinder...) und ich glaube aber auch nicht, dass ich das mit mir selbst vereinbaren könnte, eine Frau...- Ich will doch einen Mann! -
Doch wieso dieses kribbeln im Bauch? Warum der Genuss solcher zufälligen Berührungen mit ihnen? Weshalb das "Träumen" zur Intensivierung oder zur Wiederholung solcher Berührungen, Gespräche, Lächeln,...
Ich habe mich oft ertappt, wie ich Paare beobachte. Ich beneide die Frauen um ihr Leben und ich freue mich für sie, denn sie haben es nicht anders verdient! Und man weiß, dass der Männer mit ihnen glücklich sind, denn was gibt es an ihren Gegenübern was nicht perfekt ist? Nicht wert,(vom Mann) begehrt zu werden?
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