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Wenn man den Charakter unterdrücken muss

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Gast

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Hi!

Ja, ihr habt richtig gelesen, es geht um ein Verbiegen des eigenen Charakters. Natürlich werden einige Leute jetzt antworten, dass mich doch die Leute so nehmen sollen wie ich bin und ich bin ja auch der Ansicht, aber manchmal hab ich echt das Gefühl, dass das nicht geht.

Wenn ich in die Uni gehe, sehe ich oft Menschen, die ich als langweilig in meinen Augen einstufen würde, weil sie immer sehr neutrale und vorsichtige Dinge sagen, die eigentlich jeder hätte sagen können. Sie verraten rein gar nichts über die innere Einstellung und manchmal denke ich, dass sie auf eine gewisse Weise erzogen wurden, damit sie sehr höflich wirken, niemandem auch nur allzu nah treten und sich gut einfügen. Selbstverständlich kann man schon auch eigene Charakterzüge bei den jeweiligen Personen erkennen, aber bei vielen Themen fällt das dann doch mir sehr schwer.

Ich bin kein ruhiger Pol, der nach dieser Harmonie strebt, weshalb ich eher kampflustig mit nem Augenzwinkern durch die Welt gehe und durchaus mal Sachen sage, wie sie mir gerade für die Situation geeignet erscheinen. Ich mag Ironie und man darf meine Aussagen niemals auf die Waagschale legen und sie nach 100%er political correctness untersuchen. Manchmal muss man meiner Ansicht nach auch mal etwas vielleicht auf den ersten Blick eher Befremdendes sagen, weil die Realität nicht weichgespülte Neutralität ist. Jeder hat doch ne Meinung und warum soll die nicht mal raus, auch wenn sie nicht populär ist?! Man sieht, ich kann mit den sehr Höflichen und Zurückhaltenden nicht ganz und werte dann gerne, obwohl ich das eigentlich nicht will, aber in mir gibt es immer wieder die Sehnsucht nach Konfrontation. Ich brauch den verbalen Schlagabtausch!

Ich bin wohl für ne Frau auch nicht so ganz das ätherische Wesen, was nur wohlklingende Dinge sagt. Ich bin wohl auch mal gern etwas direkter und kann auch über Sex gern mal reden. Ich gehe da nicht in Einzelheiten und so und lasse mich da sonstwie aus.(mir fehlt ja auch ein Sexualleben gänzlich, so dass ich vielleicht deshalb mal hier und da gern Anspielungen mach?!) Ich kann nur das Wort Sex in den Mund nehmen ohne rot zu werden und ich fluche auch furchtbar gern. Dinge, die ich bei anderen Frauen weniger erlebe und das macht mich manchmal richtig krank, weil ich einige Männer erst einmal etwas schockiere, denn sie sind schon anderes gewohnt. Sie finden es meist lustig, weil sie es nicht kennen, aber einige fühlen sich dann natürlich animiert, über Details und womöglich die Ausführung (mit mir) zu reden, was mir dann schon zu weit geht. Aber ich weiß ja auch nicht, wo ich dann den Trennstrich ziehen muss, dass Männer dann nicht zu extrem drauf anspringen. Vermutlich kann man das gar nicht und daher müsste ich genau wie die anderen Mädels bei dahinplätscherndem Small Talk bleiben.

Wenn ich dann mit anderen Frauen mich unterhalte, fühle ich mich total deplaziert. Ich muss wirklich ganz speziell Frauen finden, die ein wenig so sind wie ich. Ich kann daher wohl meist nur mit Männern. Da hab ich keine Angst, dass ich Themen erwische, für die man mich rügt, weil sie nicht nett sind.

Ich kann nicht so brav im Gespräch und ich will das auch nicht, aber manchmal ist es halt hart, wenn man so anders sich unterhält als andere. Ich hab manchmal eben so spontane Temperamentsausbrüche, gegen die ich nichts tun kann. Ich werde dann nicht aggro, man könnte eher sagen, emotional und ab und an auch leidenschaftlich, ungestüm, burschikos, über die Stränge schlagend...natürlich eher verbal, denn ansonsten bin ich brav..wo andere dann sich ausleben und meinen, dass sie richtig leben und so, bin ich eher die Zurückhaltende. ich hab keine Sauf- und Drogensachen und ich muss auch nicht mir immer jemanden abschleppen (Freizeitbetätigungen, denen meine Kommilitonen zu Hauf nachgehen).

Viele bezeichnen mich als verrückt und ich denk dann immer, dass ich nur normal sein möchte und mich vollkommen normal fühle, aber dann kommt wieder einer auf die Idee mich im positiven Sinn verrückt zu nennen. Ich versteh das immer nicht, weil ich mich stinknormal fühle und viele andere halt langweilig...sorry
 
Wie du dich selbst darstellst, klingt für mich normal. Vielleicht fällst du halt etwas aus dem Rahmen im Vergleich zu den "langweilern". Aber das die Mehrheit maskiert rumrennt muss nicht heißen, dass du etwas falsch machst.

Mich nervt es auch, wenn die Menschen ihre Gefühle und so immer verheimlichen und nett tun. Das heißt nicht, dass sie einem die Wahrheit ins Gesicht knallen sollen, soviel Ehrlichkeit möchte ich dann bitte auch nicht. Aber Ehrlichkeit mit Höflichkeit gepaart ist eine gute Mischung.

Ich habe eine Kollegin, die muss auch alle ihre Launen und Gedanken freien Lauf lassen, das nervt tierisch. Das ist das andere Extrem. Also weder langweilen noch toben. Vielleicht die Mitte finden.

Viele Menschen sind innen und aussen nicht gleich. Bei Frauen ist das ganz besonders häufig zu beobachten. Kein Wunder, dass die Männer uns nicht verstehen. Ich als Frau habe schon Probleme mit Frauen deswegen.

Dein Temperament müsstest du schon zügeln können, sonst hat auf dauer keiner mehr Bock auf dich, ausser die Männer, die ertragen es halt eine Nacht.
 
Hi Henna!

Als ich von meinem Temperament anfing, war nicht gemeint, dass ich irgendwie quietschig oder eben ausfallend werde. Ich glaube, dass bei mir Mimik, Intonation und eben auch Wortwahl eher nicht gleich gewohnt für andere sind. Ich bin z.B. durchaus auch so, dass ich über alles Mögliche eben reden kann und auch andere leicht mal in ein kleineres Gespräch verwickeln kann, obwohl sie mir völlig fremd sind.

Früher war ich schon mehr in die Richtung Aggressivität, weil ich zu überdeutlich meine Meinung gesagt oder eben jemandem schon mal die Wahrheit vor den Latz geknallt hab. Ich hab mich da schon eher im Griff jetzt, was vermutlich auch dazu geführt hat, dass mehr Menschen etwas näher mir sind. Ich war nie vollkommen unbeliebt an der Uni. Ich glaub, es war so eine Geschmackssache bei mir und ist es wohl immer noch: Entweder man mag mich oder man mag mich nicht. Viel dazwischen ist nicht.

Lustigerweise hatte ich nie das Gefühl, Männer mussten mich ertragen. Ich glaub wirklich, dass sie ganz gut mit mir zurechtkommen. Eher die Frauen sind das Problem. Ich weiß, glaub ich, gar nicht so recht, wie ich mich eher gegenüber Frauen verhalten soll. Ja, jeder ist Individuum, aber ich hatte eben nie so richtig viel Kontakt mit Frauen und bei Männern kann man ja als Frau viel sagen, solange man nicht zu billig oder dumm rüberkommt.

Ja, manchmal denke ich, dass sich bestimmte Menschen maskieren. Ich hasse Maskerade. Für mich muss immer alles klar sein. Ich hab so ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis, weil ich schon so einige Probleme mit Vetrauen und Rückhalt in der Familie erleben durfte.
 
Hallo Gast,

deine "Temperamentsausbrüche" bedeuten also, dass du schweinische Sachen erzählst und über Sex parlierst, den du noch nie hattest? Das würde ich nicht temperamentvoll, sondern peinlich nennen. Vielleicht versuchst du durch das flotte Reden deinen Mangel an Erfahrung zu kompensieren. Wie alt bist du denn?

Viele Grüße

Patch
 
Hi Patch!

Nein, ganz so ist es nicht. ich hatte schon Sex und ich lasse mich ja nicht darüber übermäßig aus. Es ist viel eher so, dass ich wahrscheinlich nicht adequat reagiere, wenn ein Mann flirttechnisch in Fahrt kommt. Wenn Männer mich beispielsweise austesten wollen, was sie sich bei mir erlauben können, antworte ich meist offen auf gewisse Fragen, weil mir es nicht, wie es das sollte, im ersten Moment merkwürdig vorkommt, dass die Männer immer weiter fragen. Ich habe ja kein Sexualleben und daher bedenke ich nicht gut meine Äußerungen. Das nehmen einige Männer, die es drauf anlegen, zum Anlass, immer weiter über ihr Lieblingsthema zu reden und ich stoppe sie meist zu spät.

Ein Gespräch über meinen Männergeschmack in Sachen Äußeres, das nichts mit sexuellen Vorlieben zu tun hatte, nutzte ein Mann beispielsweise, um plump auf Sexpraktiken überzuleiten, über die ich mich dann ausschwieg. Da ich schon ab und an angemacht werde, bleibt es nicht aus, dass einige Männer direkter werden wollen, um mich abzuschleppen. Es ist zumeist immer ein Männertyp, den meine ziemlich krasse Ehrlichkeit in fast jedem Lebensbereich, noch doppelt dazu anspornt, seine Fantasie wandern zu lassen. Ich erzähle nichts über Sex direkt, ich liefer nur unterbewusst wohl das richtige Unterhaltungsmaterial, was einige Männer denken lässt, dass es geht, weil ich eben nicht erröte bei sämtlichen Andeutungen. Manchmal wünschte ich mir, ich könnte das auf Knopfdruck.

Manchmal kann es auch sein, dass das Thema mal so zur Sprache kommt. Ich hab z.B. mal ganz unvermittelt sexuelle Probleme erzählt bekommen, weil der Mann wohl das Vertrauen hatte, ich würde ihn und seine Freundin da nicht auslachen.

Hinzu kommt, dass ich oft schon flirtmäßig wirke, weil ich eben ne immer mitgehende Mimik habe. Da wirke ich herausfordernd. Da kann ich dann auch auf Dinge antworten, bei denen ich eben erst danach merke, was für Auswirkungen das hat. Das kommt auch daher, dass ich Sex für sehr natürlich und normal halte und nicht für ein Tabuthema. Das führt natürlich auch zu Nebenwirkungen.

Ab und an fällt mir dann was ein, was für mich noch nicht so schlimm in die Richtung Sex geht. Ich merk dann aber an den Reaktionen der anderen, dass es das für sie tut. Dass ich ne Grenze überschritten habe. Sie haben mehr Schamgefühl als ich ab und an.

Das meine ich aber nicht mit Temperament. Ich würde vulgäre oder auf Sex gemünzte Themen nie als Temperament bezeichnen. Ich verbinde bloß manchmal ein wenig Ehrlichkeit mit Ironie und berichte eben nicht nur über das, was ich gemacht hab. Durch meine etwas ungewöhnliche Biographie hab ich dann auch schon einiges gesehen, dass eigentlich nicht so angenehm für mich aber voll normal ist, weil es mir passiert ist. ich erzähl dann manchmal Brocken davon, von denen ich meine, sie sind nicht so schlimm, aber die Leute sind trotzdem erstaunt. Dann denk ich mir oft, dass ich vielleicht nen Aufmerksamkeitsdrang hab und deshalb das eine oder andere Erlebnis in meinem Leben so erzählt wird, als wär es das Normalste auf der Welt. Vielleicht begelitet mich so manches auch und dann kommt es mal wieder an die Oberfläche...
 
Hallo Gast!

Du erzählst sehr viel über Dich, aber fast alles bleibt für mich ganz vage und wenig griffig 😕.

Du scheinst ein Problem zu haben. Aber ich kann nicht sagen, was für eins 😕. Du scheinst etwas von der Kommunikation mit den anderen zu erwarten, das sie Dir nicht geben. Ich höre auch einen Vorwurf an die anderen heraus.

Was erwartest Du von den anderen? Versuche das mal in wenigen Sätzen zu sagen 🙂!


 
Dieser Frage möchte ich mich gerne anschließen. Auch ist mir nicht ganz klar, ob deine Begegnungen mit Männern oder mit Frauen so "schwierig" sind. Da widerspricht sich etwas.
 
Hi EuFrank und Patch!

Mein Hauptproblem ist, dass ich mich unter den anderen immer wie eine Fremde fühle, weil sie das worüber ich rede so anders finden.

Man koennte sagen, meine Umwelt ist ungefaehr für mich wie im Loriotsketch, wo Loriot Benimm lernt und Wein mit zwei Damen trinkt. Das ist fuer mich die Unterhaltungsart der anderen...und nun stellt euch mal vor, in diese schoene Szene kommt dann mal Rudi Carell und sagt Guten Tag....

Vielleicht hilft mein kleiner Vergleich ja...
 
Ich habe bei mir in der Uni viele Leute, auf die das, was zu beschreibst, nicht zutreffen würde.
Bei uns sind sehr viele, die sich gegen Dinge auflehnen und auch die Profs mal direkt kritisieren. Ich mache das auch. 🙂

Aber manche Leute trauen sich halt nicht so besonders viel, weil sie um ihren Uniabschluss oder Berufsabschluss bangen. Ist ganz natürlich. Bei den Profs, bei denen ich mich im Staatsexamen prüfen lassen möchte, würde ich auch nicht mit allem hausieren gehen.
 
Wenn du dein Temperament nicht unter kontrolle kriegen kannst , dann musst du daran arbeiten , sei nicht impulsiv und du musst nicht immer deine Meinung knall hart los reden, manchmal muss man an die andere leute denken dass sie verletzt sein können, versuch mal zu überlegen vor du was sagst manchmal ist der Mund schneller als der Kopf , und stell dich nicht immer billig und dumm , warum musst du denn im Offentlichkeit über sex reden , sowas macht man nicht
Hi Patch!

Nein, ganz so ist es nicht. ich hatte schon Sex und ich lasse mich ja nicht darüber übermäßig aus. Es ist viel eher so, dass ich wahrscheinlich nicht adequat reagiere, wenn ein Mann flirttechnisch in Fahrt kommt. Wenn Männer mich beispielsweise austesten wollen, was sie sich bei mir erlauben können, antworte ich meist offen auf gewisse Fragen, weil mir es nicht, wie es das sollte, im ersten Moment merkwürdig vorkommt, dass die Männer immer weiter fragen. Ich habe ja kein Sexualleben und daher bedenke ich nicht gut meine Äußerungen. Das nehmen einige Männer, die es drauf anlegen, zum Anlass, immer weiter über ihr Lieblingsthema zu reden und ich stoppe sie meist zu spät.

Ein Gespräch über meinen Männergeschmack in Sachen Äußeres, das nichts mit sexuellen Vorlieben zu tun hatte, nutzte ein Mann beispielsweise, um plump auf Sexpraktiken überzuleiten, über die ich mich dann ausschwieg. Da ich schon ab und an angemacht werde, bleibt es nicht aus, dass einige Männer direkter werden wollen, um mich abzuschleppen. Es ist zumeist immer ein Männertyp, den meine ziemlich krasse Ehrlichkeit in fast jedem Lebensbereich, noch doppelt dazu anspornt, seine Fantasie wandern zu lassen. Ich erzähle nichts über Sex direkt, ich liefer nur unterbewusst wohl das richtige Unterhaltungsmaterial, was einige Männer denken lässt, dass es geht, weil ich eben nicht erröte bei sämtlichen Andeutungen. Manchmal wünschte ich mir, ich könnte das auf Knopfdruck.

Manchmal kann es auch sein, dass das Thema mal so zur Sprache kommt. Ich hab z.B. mal ganz unvermittelt sexuelle Probleme erzählt bekommen, weil der Mann wohl das Vertrauen hatte, ich würde ihn und seine Freundin da nicht auslachen.

Hinzu kommt, dass ich oft schon flirtmäßig wirke, weil ich eben ne immer mitgehende Mimik habe. Da wirke ich herausfordernd. Da kann ich dann auch auf Dinge antworten, bei denen ich eben erst danach merke, was für Auswirkungen das hat. Das kommt auch daher, dass ich Sex für sehr natürlich und normal halte und nicht für ein Tabuthema. Das führt natürlich auch zu Nebenwirkungen.

Ab und an fällt mir dann was ein, was für mich noch nicht so schlimm in die Richtung Sex geht. Ich merk dann aber an den Reaktionen der anderen, dass es das für sie tut. Dass ich ne Grenze überschritten habe. Sie haben mehr Schamgefühl als ich ab und an.

Das meine ich aber nicht mit Temperament. Ich würde vulgäre oder auf Sex gemünzte Themen nie als Temperament bezeichnen. Ich verbinde bloß manchmal ein wenig Ehrlichkeit mit Ironie und berichte eben nicht nur über das, was ich gemacht hab. Durch meine etwas ungewöhnliche Biographie hab ich dann auch schon einiges gesehen, dass eigentlich nicht so angenehm für mich aber voll normal ist, weil es mir passiert ist. ich erzähl dann manchmal Brocken davon, von denen ich meine, sie sind nicht so schlimm, aber die Leute sind trotzdem erstaunt. Dann denk ich mir oft, dass ich vielleicht nen Aufmerksamkeitsdrang hab und deshalb das eine oder andere Erlebnis in meinem Leben so erzählt wird, als wär es das Normalste auf der Welt. Vielleicht begelitet mich so manches auch und dann kommt es mal wieder an die Oberfläche...
 

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