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wenn der gedanke "ich lebe noch" einen wütend macht....

J

Jessi

Gast
was kann man dann noch tun? wenn der schritt aus dem bett bereits so anstrengend ist, als wenn man 3 stunden sport gemacht hat. Wenn man bereits morgens im bad steht und einem die traurigkeit übermannt, man unfähig ist, zu denken, zu handeln. wenn sich die gedanken nur um "ich kann nicht mehr" drehen. wenn man nur noch traurig ist, aber zu versteinert, um zu weinen. wenn man von den antidepressiva keine hochstimmung mehr hat, sondern einfach nur noch fett wird. wenn der therapeut einem zwar zuhört, aber man doch genau weiss, dass es ihm letztendlich nicht wirklich um das interesse geht, sondern einfach darum, seinen geldbeutel zu füllen, immerhin ist das ja sein job.
was soll ich machen? ich habe so lange für mein leben gekämpft, doch ich habe das gefühl, dass ich diese qual nicht mehr ertrage.
die tage wollen nicht vergehen, ich bin einfach überfordert mit den kleinsten kleinigkeiten. bin ich einfach nur faul? wahrscheinlich.
verlange ich unmögliches von mir? ist es wirklich zuviel verlangt, wenn ich von mir verlange, normal aufzustehen, arbeiten zu gehen, haushalt zu machen und ab und an mal mit freunden zu reden? ist es zuviel verlangt, ein normales leben zu führen, ohne diese scheiss medikamente, ohne den ständigen druck: ich muss wollen!

ich hab halt das gefühl, dass alles so sinnlos ist. alles, was ich anfange kann ich nach ein paar minuten nicht weitermachen. ich bin dann meist so schnell wieder müde. und wenn man müde ist, hat man auch keine lust. ich sehne mich nach schlafen, einfach nur schlafen.

es ist einfach nur so schwer, nicht aufzugeben. bin wahrscheinlich einfach in einer extremphase, ich weiss nicht, ob ich die wirklich schaffe, weiss nicht, ob ich es überhaupt noch schaffen will.

warum an Gott und Teufel glauben, wenn die größte Hölle doch das Leben ist :-(

bin heut verzweifelt, bitte, helft mir :-(
 
Hallo Jessi,

da du so lieb auf meine Beiträge geantwortet hast, möchte ich dir sehr gern was liebes sagen. Aber was? Es tut mir so leid, dass es dir so schlecht geht. Ich kann das nachvollziehen,das weisst du ja. Wie wäre es mit Urlaub für dich? Ein paar Tage wegfahren oder so. Wäre dir das nicht möglich?

*Dich mal knuddel*

Darksoul_
 
hallo darksoul,

ich hatte urlaub, 4 wochen. bin davon 5 tage weggefahren.
vielleicht soll es einfach nicht sein. vielleicht gibt es ja wirklich sowas wie schicksal (obwohl ich nicht daran glauben kann) und meins ist es halt, am leben kaputt zu gehen.

Wie sagte Jim Morisson: Durch Schmerzen merkst du das du lebst, wenn du tot bist ist der Schmerz vorbei, dass Leben ist viel schlimmer.

Gruss
Jessi
 
ich bin mir nicht sicher, ob das hilft, was ich dir sagen werde, aber ich hoffe es sehr!

nimm dir mal ne auszeit.. sofern das möglich ist!
medikamente helfen niemals, wenn du das nicht zulässt!

es ist schwer, es ist unfair, es ist leben! aber nur dann, wenn du es dir schwer machst... alles hat seinen grund und seine bestimmung, und gott und teufel sind die größten menschheitslügen, die es in der geschichte gibt!

das einzige woran man glauben muss, ist man selber! wenn du auf dich vertraust, geht alles ein klein wenig leichter!

ich rede mir jeden morgen ein, dass heute etwas gutes geschieht, meinstens stimmt das nicht, aber es macht mir das aufstehen leichter! und hin und wieder passiert doch etwas gutes! und auf diese momente musst du dich freuen, denn diese momente machen das leben lebenswert! steiger dich von mir aus in etwas komplett irrsinniges hinein, nur weil es dir freude macht, oder weil du jemandem damit helfen kannst!
es ist hart, ich weiß!

das mit dem psychiater verstehe ich, deshalb boykottiere ich diese menschen, weil ich der meinung bin, dass sie selber am dringensten einen psychiater brauchen!

ich war ein einziges mal bei so einem.. er hat mir kein bisschen zugehört, und mir antidepressiva verschrieben.. so ein trottel!

versuche diese qual noch ein klein wenig länger zu ertragen, und vertraue darauf, dass es besser wird! aber DU bist die person, die es besser machen kann, und nur du allein! wenn du es selber nicht willst, kann dir niemand helfen! es wird noch ein bisschen dauern, bis du es wieder willst, aber glaube daran und vertraue darauf, dass dieser moment kommen wird, an dem du dich wieder freuen kannst!
wenn du jetzt aufgibst, hast du verloren.. weil dann kann es unmöglich wieder besser werden, denn wenn man nicht existiert gibt es zwar nichts schlechtes mehr, aber auch nichts gutes!

ich hoff, dass es dir etwas geholfen hat
 
es ist so schwer, sich selbst zu vertrauen, wenn ich in meiner eigenen person kein realistischen grund finde, warum ich hier auf dieser welt weile. ich fühle mich fremd, als ob ich durch eine glasscheibe schaue und die welt nicht in ihrer reinheit sehe. es ist wie eine große kugel, die an meinem bein befestigt ist, die mich hindert, vorwärtszugehen.
eine auszeit hatte ich ja erst (4 wochen urlaub), nix hats gebracht, habe die zeit mit im bett liegen verbracht, den ganzen tag nix tun. dabei wollte ich soviel erledigen und nix habe ich zustande bekommen.
ja, natürlich weiß ich, daß vieles an der einstellung zu sich selbst hängt, nur wie kann ich mir mehr vertrauen schenken, mich mehr annehmen, sowohl in meiner traurigkeit als auch in meiner fröhlichkeit? wie soll ich das machen, ohne immer wieder zu der erkenntnis zu gelangen, dass ich mit mir selbst nicht klarkomme.

aber ich will nicht rumheulen, ich halte natürlich weiterhin durch, wird ja verlangt, von anderen und von mir selbst. das rad dreht sich immer weiter und weiter, wie ein mechanismus. ob man will oder nicht.

gruss
jessi
 
das is ja schon mal ein erster schritt in die richtige richtung, das rad wird sich weiter drehn, ohne rücksicht darauf, ob es dir gut geht, oder nicht!

darf ich dich fragen, wie alt du bist und woher du kommst?

mir is es ähnlich ergangen, und ich habe mich ein einziges mal zusammengerissen, und da geschah etwas, das kann ich im nachhinein nur noch als wunder betrachten!
mich hat mein verlobter verlassen, anfangs hatte er - für mich - keinen grund, dann hab ich ihn angerufen, und ein mädl hebt ab und sie hat gemeint, dass ich jetz "raus" bin, und dass sie jetz die neue in seinem leben is, von einem moment auf den anderen...
das hat mir jeden mut zu leben geraubt!
daraufhin habe ich mich beinahe 3 jahre daheim eingesperrt, jeglichen kontakt zur außenwelt, zu meinen freunden usw. aufgegeben!
bis zu diesem besagten abend, an dem ich mich zusammengerissen habe und mir so lange eingeredet habe, dass es sinn zu leben hat, bis ich es annähernd geglaubt habe!
ich habe mich auf eine party begeben, anfangs hab ich noch gedacht, dass die blödeste idee war, die ich je hatte, und wollte wieder heim, mich in meinem bett verkriechen..
doch auf einmal springt ein typ aus der menge, reißt mich auf zum tanzen (glück für ihn, es spielte gerade eines meiner lieblingslieder), und dieser mensch hat derart viel lebensfreude versprüht, dass er mich regelrecht damit infiziert hat! ich wollte dieses gefühl behalten, und somit bin ich wieder weggegangen, und wieder und wieder und wieder.. ich lernte neue leute kennen, habe neue freunde gefunden, die mich aus diesem loch befreit haben! ich habe diesen typen wieder gesehen, mittlerweile bin ich hals über kopf in ihn verliebt.. doch - wie immer - gibt es ein problem! er will mich nicht, sagt er zumindest! nicht desto trotz brauche ich ihn nicht, um zu leben, er würde mein leben "nur" noch etwas schöner machen, doch mein leben ist im großen und ganzen schön, auch wenn ich nach wie vor zeitweise einfach nur heule! das braucht meine seele einfach..
dein körper und deine seele teilen dir mit, was sie brauchen! höre auf sie, und das vertrauen kommt von ganz allein!
wenn ich diese 3 dunklen jahre nicht gehabt hätte, würde ich die zeit, die ich jetzt erlebe, nicht zu schätzen wissen!
ich glaube ganz fest daran, dass es ein schicksal gibt, auch wenn es im moment nicht logisch erscheint, ergibt es nach tagen, wochen, monaten oder vielleicht sogar jahren, einen sinn!
wenn dir dein schicksal vorausbestimmt hat, dass du ein glückliches leben führst (was das schicksal für jeden guten menschen vorausbestimmt), dann "brauchst" du diese zeit der pein, um das, was in folge darauf, für dich bereit steht, wirklich zu würdigen weißt!

eine freundin von mir hat mir einen rat gegeben, den ich befolgt habe:

setz dich aufrecht hin, und schließe die augen...
es sollte ganz ruhig um dich sein!
zuerst wirst du nichts sehen, doch nach einiger zeit wird sich deine seele zeigen, das merkst du, wenn du auf einmal etwas siehst! sei es ein kleines kind, ein blumenfeld, das meer oder sonst etwas.. das, was du siehst ist deine seele, und wenn du gelernt hast, sie zu sehen, hörst du sie auch, und sie sagt dir, was richtig is, was du brauchst..

ich habe ihr von diesem typen erzählt, und sie hat gesagt, wenn du dich von einem menschen anhängig fühlst, dann nur, weil er etwas verkörpert, dass deine seele vermisst..

nachdem ich meine augen geschlossen hatte, und langsam zu verzweifeln begann, weil ich einfach nichts gesehen habe, zeigte sich meine seele!
in form von einem meer aus farben, die alle getanzt haben! das war das schönste, dass ich je gesehen habe..
das hat mir gezeigt, dass ich im innersten ein fröhlicher mensch bin, und den ich versucht haben zu töten, indem ich nicht auf ihn gehört habe! meine seele ist ein bunter, freundlicher, fröhlicher ort, der tanzen möchte, und spaß und freunde braucht!
ich höre jetzt auf meine seele, und fühle mich richtig gut!
und jetzt, wenn ich mich S**** fühl und mir nach weinen zumute ist, verzieh ich mich an einen ort, an dem ich mich wohl fühle, und an dem es still ist, schließe meine augen, und schaue meiner seele beim tanzen zu.. danach fühl ich mich wieder richtig gut!
und so habe ich das vertrauen bekommen, von dem ich das letzte mal geschrieben habe.. es ist wahnsinnig schön zu vertrauen!

probiere es bitte, ich bin überzeugt - auch wenn ich dich nicht kenne - dass es auch dir helfen wird!

bitte halte mich auf dem laufenden!

Lg Tanja

ps.: verzweifle nicht, wenn sich deine seele scheut, sich sofort zu zeigen, es kann schon einige zeit dauern, bis du sie siehst! aber es lohnt sich!
es klingt alles etwas schwulstig, ich kann es aber nicht besser erklären!
 
Liebe Tanja, liebe Jessi,

Wenn wir einmal von einer evtl. schweren Depression absehen oder auch anderen Krankheiten die, wie z. B. die Schlafkrankheit, diese andauernde Müdigkeit und Traurigkeit, verursachen, dann kann ich nur zu Dir Tanja sagen, dass Du wohl den wertvollsten und hoffnungsvollsten Weg gezeigt hast. Es wird sich zeigen, liebe Jessi, ob Du diesen Weg gehen kannst. Ob Du soviel Energie aufbringen kannst, Dich still hinzusetzen und auf deine Seele zu hören. So wie Du Dich im Moment beschreibst, wir das schon eine unendliche Anstrengung für Dich bedeuten, alleine die Gedanken auf nur einen Punkt zu richten. Aber immerhin, hast Du doch soviel Energie aufbringen können, um aufzustehen, an den PC zu gehen, ihn einzuschalten, das richtige Forum zu finden und dann immerhin mehrere Beiträge zu schreiben. Das darf Dich hoffen lassen, denn auch dazu braucht man Energie und Antrieb. Dann kann es wirklich möglich sein, dass du Tanjas Rat folgen kannst.
Erwarte nicht von Dir, dass Du aufstehen wirst und Deinen Haushalt bewältigen kannst. Das ist ja Pflicht, die unter anderem an Deinem Zustand schuld ist. Denn Haushalt gehört in die Rubrik "Müssen". Man kann nichts von Dir verlangen, denn genau das ist ja die Krux, man will absolut nichts mehr müssen, man will in Ruhe gelassen werden. Man kann aber auch nichts machen, was einem Spass machen würde, denn dann würde ja die Umwelt rebellieren, die das nicht verstehen könnte, denn wie kann man Spass haben, wenn man nicht die alltäglichsten "Pflichten" erfüllt. Und in diesem Teufelskreis steckst Du drin.
Hast Du schon einmal vom Burn-out-Syndrom gehört oder gelesen? Es ist ein Zustand, wo nahezu jedes Wort in Gedanken zu einem Muss wird. Aber jedes Muss verursacht nahezu Panikattacken, gleichzeitig ist man unzufrieden mit sich selbst, traurig, weil man den anderen nicht gerecht werden kann, wütend auf die Lähmung und Hilflosigkeit, ach und überhaupt---- Um mit Scarlett O'Hara aus vom Winde verweht zu sprechen: "Ich kann jetzt einfach nicht darüber nachdenken, verschieben wirs doch auf morgen!"

Jessi, entweder Du bist schon ganz dicke drin in der Depression, dann kann Dir nur ärztliche Hilfe heraushelfen, sowohl Dein Hausarzt als auch ein Neurologe, beide in Kooperation. Da Du in Deiner Situation, das aber nicht selbst in die Wege leiten kannst, muss sich Deine Familie mit dem Thema auseinandersetzen.

Ich habe hier im Thread das Thema vor 2 oder 3 Tagen ausführlich behandelt und beschrieben, das Depression eine nervliche Fehlfunktion im Gehirn zu Ursache hat, die durch verschiedenste Anlässe verursacht werden kann. Und das ist unmöglich ohne die richtigen Medikamente, inklussiv Stimmungsaufheller, zu schaffen. Psychotherapie ist zum jetzigen Zeitpunkt keineswegs hilfreich, weil man bei einer Therapie aktiv mitarbeiten muss, wozu ein tief in Depression steckender Mensch gar nicht in der Lage ist. Depression hat vielleicht einen psychischen Auslöser, ist aber in erster Linie eine auf einer Dysfunktion im Gehirn basierende organische Krankheit. Da die wenigsten Menschen sich bisher wirklich mit dem Thema befasst haben, denn die, die es tun müssten, sind die nächsten Angehörigen oder Freunde, wird das Thema Depression meistens in die Schiene psychischer Krankheiten geschoben. Natürlich gibt es da auch einen Zusammenhang, entweder als Auslöser oder als Folge der Erkrankung.

Vielleicht, liebe Jessi, hilft Dir schon das Wissen, darüber, dass Du kein Fall für die "Hoppla" bist, dass Du nicht mehr ganz so wütend auf dich bist.
In Anbetracht dessen, dass jede Krankheit ein Symptom seelischen Nichtfunktionierens ist, halte ich Tanjas Vorschlag für ausgesprochen hilfreich, wenn Du dazu den nötigen Antrieb finden kannst, denn die Seele wird dir sagen, was faul ist in Deinem Leben, und woran gearbeitet werden muss, wenn die körperlichen Symptome abgeschächt sind. Es gibt ein Buch von Thorwald Dethlefsen "Krankheit als Weg" dass auf sehr verständliche Weise den Zusammenhang zwischen der einzelnen Krankheit als Symptom und Warnung und kranker Seele aufzeigt. In diesem Zusammenhang wird auch oft das Wort Psyche verwendet, was ja nichts anderes bedeutet. (mir hat das Buch geholfen, den Krebs ohne Chemotherapie nach der Operation zu besiegen, das ist jetzt 12 Jahre her).

Ich hoffe, dass das jetzt nicht zu starker Tobak für Dich war, und es wäre sehr hilfreich wenn Deine Angehörigen diesen Thread von Dir lesen könnten, dann würden Sie besser verstehen, was mit Dir in Unordnung geraten ist, und könnten mit Hilfe der Ärzte die Ordnung wiederherstellen, so daß Du herausfindest aus dem dunklen Tal der Traurigkeit.
Ich habe mit Hilfe dieses Buches herausgefunden, weil durch das Begreifen der Zusammenhänge wieder Ordnung in mein Gehirn einkehrte.

Nur ganz kurz zur Meinung des einen Gastes bzgl. Psychotherapeuten.
Ein Therapeut ist immer angewiesen auf die Mitarbeit des Patienten, wenn der Patient nicht will, kann der Therapeut sich auf den Kopf stellen, Spiegeleier in der Kniescheibe braten, oder sich sonstwie überschlagen, er wird nichts ausrichten können.

Liebe Jessi, Dir wünsche ich alles Gute und ein wenig Hoffnung dass es aufwärts gehen kann, vor allem aber wünsche ich Dir Einsicht, dass Du nichts, aber auch garnichts alleine dazu tun kannst, um die Ordnung im Gerhirn wieder herzustellen, dazu brauchst Du Arzt und Medikamente, ein Aufenthalt in einer Psychosomatischen Klinik kann auch sehr von Vorteil sein, weil die Beschäftigungstherapie, die das Schöpferische in dir ansprechen soll mithelfen kann. Aber da ist es sehr wichtig, DIE richtige Klinik zu finden. Meine Mutter war in der Nähe von Freiburg in so einer Klinik, leider weiß ich den Namen nicht mehr.

Nur eine Frage noch, bevor Du in dieses schwarze Loch gefallen bist, wie verlief da Dein Leben? Kann es sein, dass Du unter chronischen Schmerzen gelitten hast, die zurzeit nicht mehr so im Vordergrund stehen?
Denn es gibt, wie gesagt auch noch andere Ursachen für diesen "Burn-out"-Zustand.

Ich werde Deinen Weg auch weiterverfolgen, und Dich gerne immer wieder Unterstützen.
Liebe Grüße
Luiserl.
 
Hallo tanja,

klar darfst du fragen, wie alt ich bin. Bin 25 und komme aus niedersachsen.

in irgendeiner form glaube ich schon daran, dass mensch eine seele hat, jeder eine andere. Du hast deine seele mit vielen bunten farben und fröhlichkeit, die dir hilft, schwere zeiten zu überstehen.
Diese übung, von der du geschrieben hast, sich hinsetzen, augen schließen und die seele spüren, sehen und genießen. Davon habe ich vor langer zeit mal in einem buch gelesen, wollte selbst ausprobieren, obs hilft nur diese ruhigen momente machen mich noch fertiger irgendwie. Dann dachte ich, na ja, vielleicht bedarf es nur etwas übung, bis sich irgendwann herausstellte, dass ich nicht in der lage war, mich zu entspannen. Na ja, also gab ich’s auf.
Danke für diesen tipp, danke für deine geschichte, die ein schönes ende irgendwie hat, einfach, weil ich es jedem wünsche, die tiefe, innere freude zu spüren, die mit sicherheit in jedem menschen ist, selbst in mir.
Ich werde weiterhin versuchen, deinen ratschlag zu befolgen, vielleicht seh ich irgendwann ja meine seele ebenso wie du. Angst habe ich nur davor, dass selbst meine seele nur irgendwie dunkel ist. Es ist irgendwie wie eine schwarze wolke. Eine wolke aus tod und traurigkeit.

Hallo Luiserl,

ja, von dem burn-out syndrom habe ich schon gehört, letztendlich weiß keiner so genau, was mit mir ist, also wird es auf eine schwere depression geschoben, ich bekomme medikamente, ein antidepressivum, damit ich nachts schlafen kann (also antriebshemmende mittel). Damit ich den tag dann überstehe bekomme ich ein antriebsfördernes mittel, was meine konzentration verbessern soll etc. pp . Ja, und so stehe ich direkt neben meinem leben, zugepumpt mit chemischen substanzen, die mir helfen, meinen tag zu überstehen, dass ich überhaupt arbeiten kann und das ich weiterhin versuche, weiterzumachen, damit ich nicht aufgebe. manchmal wünschte ich mir nur, ich könnte mal wieder ein paar tage hintereinander spüren, wie das leben wirklich ist, nicht unter beeinflussung von irgendwelchen stimmungsaufhellenden mitteln, die einem vorlügen, das es einem gut geht (zumal sie mir nicht immer und kontinuierlich helfen sondern die megaabstürze nur verhindern). manchmal wünscht ich mir, einmal wieder ich zu sein um zu sehen, wer ich bin und wie ich bin.
Und ich habe diesen weg allein gewählt, meine familie und mein freund (gut, er weiss mehr als mir lieb ist) wissen davon nicht wirklich was, geschweige denn, meine freunde. Sollen sie auch nicht, es würde mir alles nur noch erschweren. Es ist nur so schlimm zu sehen, wie ich alles langsam verliere. Original wortlaut meiner freundin: „gut, dann siehst wohl nur du das so, dass du dich ganz normal verhälst. Alle haben mich angsprochen, was mit dir los ist….. tut mir leid, dass ich dich so angreife, aber ich verstehe nicht, warum du so anders geworden bist. Kannst du auch mal lachen und freuen? Einfach mal wieder feiern? Oder sind dir die leute alle zu doof geworden? Bist du jetzt was besseres und gibst dich nicht mehr mit uns ab?“ ja, und so verliert man seine freunde, einfach, weil man nie gelernt hat, die wahrheit über sich selbst zu sagen. und ja, jetzt wird irgendjemand sagen: mensch, deine freunde sind doch für dich da, also sag etwas, mach etwas. und es kann keiner begreifen, wie gern ich das tun würde aber wie sehr ich mir selbst im weg stehe. ich kann es einfach nicht. kann es irgendjemand ansatzweise nachvollziehen, irgendjemand meine innere blockade verstehen?

“Psychotherapie ist zum jetzigen Zeitpunkt keineswegs hilfreich, weil man bei einer Therapie aktiv mitarbeiten muss, wozu ein tief in Depression steckender Mensch gar nicht in der Lage ist.“ Ja, zu dem entschluss muß ich auch langsam kommen. Ich mache derzeit eine verhaltenstherapie, die mir helfen soll, meine derzeitig angelernten strukturen umzulernen, nur irgendwie krieg ich das überhaupt nicht auf den schirm, zumal der sinn hinter den ganzen dingen fehlt. Aber das ist ein thema, darüber könnt ich mittlerweile seiten schreiben, was aber nur destruktive kritik an den ganzen psychologischen kram wäre. Ich bin gerade gedanklich dabei, zu schaun, ob mir das in irgendeiner form etwas gebracht hat, dann werde ich die wieder einstampfen.

ein lächeln ringst du mir doch gerade ab, als du den schriftsteller thorwald dethlefsen erwähnst. Ein bekannter von mir hat mir ein anderes buch von ihm vorgeschlagen, welches ich gerade lese: schicksal als chance. Ich soll meine festgefahrene meinung über sinn und unsinn und über schicksal und zufall einmal beiseite schieben und dieses buch lesen, schaun, ob ich etwas davon annehmen kann um somit vielleicht eine andere einstellung zum leben bekommen. Ich werd mal schaun, ob das etwas bringt.
Meine angehörigen sollten diesen thread lesen? Niemals. Ich werde jetzt schon schief angeschaut, weil ich nicht mehr so fit bin, wenn sie jetzt noch mitbekommen, was sache ist, nene, das muss nicht sein. Weißt du, die nachbarin von meiner familie war selbst in der klinik, weil sie an schweren depressionen litt. Und meine ganze familie macht sich lustig drüber, so nach dem motto, depression ist eine krankheit der überflussgesellschaft, etc. hat nix anderes in ihrem leben, also werde ich mal psychisch krank, etc. ich möchte mich nicht in die gespräche einreihen, wo die einzelnen unfähigkeiten von mir bis ins kleinste detail zerflückt werden und ich dann als jemand gesehen werde, der sein eigenes leben nicht auf reihe bekommt. Das ist heute schon so, dass mein leben durchleuchtet wird, das brauch ich nicht noch mehr.
In eine klinik, ja, mein therapeut hat es mir nahegelegt. Aber das will ich nicht. Weißt du, dann kann ich auch gleich ans schwarze brett hängen, dass ich absolut unfähig bin, diesen job weiter auszuführen. Was meinst du, was passiert, wenn ich eine krankenbescheinigung, unterschrieben von einer „klapse“, vorlege. Dann habe ich meinen job längste zeit gemacht, ein job, der einmal mein leben war, an dem ich hänge, auch wenn ich es nicht mehr schaffe, ihn ordentlich auszuführen. Ich wäre schneller hier weg, als ich mit den wimpern schlagen kann. und in meiner personalakte würde stehen: VORSICHT!!!! IRRE!!!!

hm, wie mein leben verlief? Schwer zu sagen. Heute frag ich mich meistens, ob ich mich damals immer nur angelogen habe, dass ich der meinung war, alles wäre klasse. Aber ich war auf alle fälle zuverlässig. Ich habe meinen job zu 120% gemacht. Mein leben war meine arbeit. Meine beziehung lief ok und ich war in der lage, überall hinzugehen, ohne drüber nachzudenken. Chronische schmerzen hatte ich eigentlich nicht, nur diese permanente dauermüdigkeit, die ich mit viel kaffee in griff bekommen habe. Na ja, heute nicht mehr dran zu denken, dass es diese zeit einmal gab. Ja, bevor das anfing war alles irgendwie einfacher, ich habe nie drüber nachgedacht, ob ich will oder möchte, ob ich muss oder sonst was, ich habe einfach gemacht, ich habe funktioniert. Wenn auch im nachhinein betrachtet nicht mehr als eine funktion, aber heute habe ich noch nicht einmal die.
Ja, und der einzige mensch, von dem ich hilfe annehmen könnte, an den darf ich mich nicht wenden. Das ist noch viel schwerer irgendwie.

Danke für eure hilfestellung, danke, dass ihr mich nicht als vollkommen irre abstempelt.

Gruss
jessi
 
meine geschichte hat nur halb ein gutes ende... denn der moment, in dem ich mit meiner seele kommunizieren kann ist zwar schön, er erleichtert das leben aber solange du es zulässt... ich bin momentan in einer situation, in der es mir nicht möglich ist mit meiner seele kontakt aufzunehmen, und in der ich keinen ausweg sehe...
aber ich war wenigstens für einige wenige augenblicke "glücklich"
für mich gibt es im moment einfach keinen wirklichen grund weiter zu machen.. aber ich weiß, dass aufgeben nicht drin is!
es ist verdammt hart, ich weiß, aber: life is hard, but i´m härter!!!!!!!

versuch einfach weiter zu machen, und weiter und weiter und weiter!

lg tanja
 
Liebe Jessi, da Du wie es scheint, Dich nur hier im Forum offen äußern kannst, möchte ich Dir den Vorschlag machen, dass Du Dir Dein Eigenes Tagebuch im Forum Tagebücher erstellen lässt, in das Du alles schreiben kannst, was Dir wichtig ist, und worauf Du Antwort von uns erhoffst.
Dein leben soll Platz finden in Deinem eigenen Tagebuch und auch unsere Stellungsnahmen zu Deinen Fragen.

Was ich damit bezwecke ist, dass all die, die ernsthaft Hilfe suchen, diese auch bekommen.
Im Hilfeforum selbst verzetteln sich die Themen dermaßen, dass es schwerfällt, einen einzelnen Menschen über eine gewisse Zeit, solnage er es wünscht, zu begleiten, weil man immer wieder zwischen einzelnen Themen und beiträgen hin und her springen muss.
Im Tagebuch darf nur der über seine persönlichen Sorgen sprechen, dem es gehört, die Antwortenden sollen ihre Antworten auch auf das "Hilfe leisten", bzw. auf den anderen eingehen beschränken.
Lass mich wissen, ob Du ein eigenen Buch möchtest, dann werde ich versuchen, Dein Thema hier dorthin zu verschieben. Wenn Du Fragen hast, sende mir eine private Nachricht.
Deine Situation kann man nicht mit ein paar Beiträgen bnehandeln. Das dauert schon etwas länger und sollte weiterhin ernsthaft betrieben werden.

Liebe Grüße
Luiserl
 

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