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Wellensittich -Sorgen

Sigillaria

Aktives Mitglied
Hallo ihr Lieben,
ich habe zur Zeit leider viele Probleme mit meinen jetzt nur noch zwei Wellensittichen.

Bis letzten Sonntag hatte ich drei Wellensittiche, ein Hähnchen und zwei Hennen.
Die drei haben sich auch zum Glück gut verstanden, und der Hahn hat sich um beide Hennen gekümmert, auch wenn die junge, gelb-olivgrüne Dame die Erste in seinem kleinen Vogelherzen war...
Leider sind zwei von den drei Wellis krank gewesen, und meine 7jährige blaue Henne ist letzten Sonntag am "going light-Syndrom" gestorben. 😢
Sie hat das schon länger gehabt, letztes Jahr hatte sie zwei Schübe, die sie aber dank Medikamente (Amphomoronal) gut überstanden hat.
Jetzt leider nicht mehr, auch das Ampho hat zum Schluss nicht mehr geholfen...😰

Aber jetzt zu meinem zweiten Sorgenvogel: mein liebes und zutrauliches Hähnchen sieht kaum noch etwas!😰
Das habe ich schon seit einiger Zeit bemerkt, aber weil ich Ende Januar bis Februar selbst krank war, bin ich erst letzten Montag bei meiner Tierärztin gewesen.
Diese hat meine Vermutung leider bestätigt, er ist auf einem Auge blind, und auf dem anderen sieht er nur noch wenig.
Zum Glück kommt er damit halbwegs klar, er findet ohne Probleme Futter und Wasser in der Voliere, und gestern hat er sogar ohne meine Hilfe die Hirse in der Vogelecke meines Wohnzimmers gefunden.
Er benutzt einfach seinen Schnabel, um seine Umgebung zu ertasten, und weiß meistens ganz gut, wo er gerade ist...

Aber trotzdem ist die Situation natürlich total schwierig für ihn, für mich und natürlich auch für die junge Henne.
Ich habe mich entschieden, daß er nur noch draußen fliegen darf, wenn ich zu Hause bin. Ist natürlich blöd, aber ich musste ihn in den letzten Wochen so oft irgendwo im Zimmer aufsammeln, wenn er mal wieder losgeflogen ist, und natürlich sein Ziel nicht gefunden hat.
Aber er möchte ja fliegen, und ich möchte ihm das auch auf jeden Fall lassen...
Zum Glück ist er bis jetzt noch nie mit Karacho irgendwo gegen geflogen, er stoppt immer noch rechtzeitig ab.
Also soviel kann er wohl doch noch sehen...
Die Tierärztin hat eine Entzündung des inneren Auges vermutet, und mir Tropfen verschrieben, die wohl hauptsächlich im Inneren der Augen wirken.
Hoffentlich helfen die zumindest, daß die Entzündung gestoppt wird, und er sich den Rest an Sehfähigkeit erhalten kann!

Jetzt möchte ich vor allem dem Weibchen zuliebe noch einen natürlich gesunden, jüngeren und möglichst männlichen Welli dazu holen.
Denn meine Henne ist auch jung, lebhaft und ich möchte sie nicht gern mit einem gehandicapten Welli allein halten.
Sie möchte schließlich auch mal unbeschwert herumfliegen, knabbern, stöbern und spielen, das geht aber mit einem so stark sehbehinderten Welli als einzigen Artgenossen nicht so wirklich.
Was meint ihr, sollte ich das so machen?
Ich muss die kleine Henne ja schon genug einschränken, weil ich in meiner Abwesenheit die Volierentür zu lassen muss, und sie dann natürlich auch nur noch raus darf, wenn ich zu Hause bin.
Und das ist natürlich nicht schön für sie...

Sind hier im Forum vielleicht noch andere Vogelhalter, die auch schon Erfahrungen mit gehandicapten Wellensittichen haben?
Ein schönes Wochenende euch allen!
 
Wir haben zwei junge Wellis, knapp 2 Jahre alt, die gerade ein Küken aufziehen.
Die beiden kommen aus einer großen Voliere mit mehr als zweihundert Vögeln und sind dadurch nicht handzahm.
Das Küken versuchen wir aktuell an uns zu gewöhnen, wir hoffen, dass es dadurch handzahm wird.

Wir haben Erfahrung mit Handykaps bei anderen Tieren: Hühnern, Hunden, Katzen.
Im Allgemeinen kommen diese besser damit zurecht, als wir annehmen.
Aus meiner Sicht machst Du alles richtig, die junge Henne arrangiert sich mit dem gehandicapten Hahn. Für sie ist alles normal.
Einen jungen Hahn dazuzuholen, sehe ich kritisch, da könnte der ältere Hahn große Probleme bekommen.
 
Ich hatte in meiner frühen Jugend Wellensittiche. Wir hatten eine Henne dazugekauft, weil wir befürchtet hatten, dass das Männchen vereinsamen könnte. Ich hatte natürlich damals nach meinem Geschmack das schönste Weibchen ausgesucht. Das Problem war, dass das Weibchen das Männchen überhaupt nicht leiden konnte. Es hackte auf ihn ein und schubste ihn von der Schaukel.
Meine Lehre aus dem damaligen Szenario: lass immer die Vögel selber wählen.
Allerdings könnte das schwierig sein, weil deine Henne mit einem Tier zusammen lebt, das unter Entzündungen ungeklärter Herkunft leidet. Ich weiß nicht, ob ein Tierzüchter das Risiko einer eventuellen Ansteckung eingehen würde. Ich denke, dass es auch hier einer Abklärung mit dem Tierarzt bedarf, denn du willst ja sicherlich auch nicht, dass ein neuer Vogel sich anstecken könnte.

Meine Leidenschaft für Papageien/Sittiche ist geblieben. Allerdings halte ich inzwischen sehr wenig von der Haltung in Gefangenschaft außerhalb von Zoos, die unterhalb des Niveaus vom Loropark liegen.
Ich beschränke mich inzwischen auf einen Papagei aus Plüsch (ja, ich meine das ernst) und habe als Vision, vom Aussterben bedrohte Arten institutionell zu unterstützen. Man kann so viel für diese Tiere tun!

Dein Problem mit dem Hahn ist heikel. Er könnte wirklich irgendwo dagegen krachen. Aber ich denke, dass deine Tierärztin dir hier brauchbare Ratschläge geben konnte und unser Laienurteil aus der Distanz dich nicht wirklich weiterbringt.
Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass sich der Gesundheitszustand deines Vogels verbessert oder zumindest nicht verschlimmert. Ich denke, da wären mehr als zwei glücklich darüber.

Postskriptum: mein Nick hier ist die Kurzform von guacamaya– das spanische Wort für Ara. Ich empfinde eine große Liebe zu diesen Tieren im Besonderen und zu anderen Papageienarten (und natürlich auch für andere Tiere).
 
Zuletzt bearbeitet:
@guaca Und was ist aus deinen zwei Wellis geworden, haben die sich dann doch noch zusammen gerauft? Oder musstest du sie etwa trennen?
Das habe ich in meinen insgesamt bald 40 Jahren Welli-Haltung bis jetzt noch nicht erlebt...

Am Anfang ist oft der bisherige Einzelvogel etwas eifersüchtig auf den Neuling, das habe ich jedenfalls schon so erlebt.
In den 90ern habe ich wie damals üblich, erst einmal nur einen Welli angeschafft, und den zweiten erst, als der erste handzahm war.
Auf der einen Seite hat sich meine zahme Henne damals über den Neuen wirklich sehr gefreut.
Aber wehe, ich habe mich zu lange mit dem jungen Hähnchen beschäftigt!
Als ich ihm einmal das Köpfchen gekrault habe, kam sie sofort zeternd dazwischen, und hat ihn am Flügel gezogen...🥶

Wellensittiche sind halt Charaktertiere, und jeder ist anders.
Falls ich noch ein junges Hähnchen dazu hole, werde ich mir das beim Züchter genau anschauen, wie er sich gegenüber seinen Artgenossen verhält, und ob der zu uns passt.
Aber Garantie dass die sich dann wirklich gut verstehen, gibt's natürlich nicht. Im Allgemeinen sind Wellis untereinander aber ziemlich verträglich und anpassungsfähig...

Was die Ansteckungsgefahr wegen der Augenkrankheit betrifft, da mache ich mir ehrlich gesagt kaum Sorgen.
Was anderes wäre es, wenn er z.B. eine Bindehautentzündung hätte, die ist ja im äußeren des Auges, und meistens auch sehr ansteckend.
Und hier ist das Innere der Augen betroffen, und auch die Sehnerven, ich denke, da ist die Gefahr einer Ansteckung nicht so wirklich gegeben.
Und es hat sich ja auch keines seiner beiden Weibchen angesteckt, also glaube ich nicht, daß das jetzt noch passieren würde...
 
Wellensittiche sind halt Charaktertiere, und jeder ist anders.
Sie sind intelligent und sie gehen Partnerschaften fürs Leben ein. Weil ihre Wahl exklusiv und lebenslang ist, wird sie wohl auch sehr bedeutend sein – etwas anders als bei uns. Und Intelligenz individualisiert eben auch. Das sind alles Faktoren, die dafür sprechen, dass diese wunderbaren Tiere ihre Partner selber wählen sollten.
Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich einen Hobbyzüchter (ein professioneller Züchter wird sich wohl darauf nicht einlassen) ansprechen, ob er deine Henne eine Weile in sein Gehege lässt. Es wird eine Weile dauern, und sie wird wahrscheinlich ihren Partner finden. Aber vielleicht kann man auch einen professionellen Züchter fragen. Er wird sich das sicherlich etwas kosten lassen, aber das wäre mir das Glück meiner Vögel wert.
Für den kranken Hahn ist das natürlich traurig, weil er dann alleine bleibt.
Wie kommen die beiden Vögel denn miteinander aus?
Wie die Geschichte meiner Vögel ausgegangen ist? Nun, das Männchen hat gelernt, den Käfig selbst zu öffnen. Das hatten wir aber erst gemerkt, als sie bei gutem Wetter auf dem Balkon waren. Die Vögel waren weg. Das Männchen ist am Abend wieder zurückgekommen. Das Weibchen war nicht mehr aufzufinden. Ich hoffe, dass seine Geschichte irgendwie doch noch gut ausgegangen ist. Vielleicht ist es jemandem zugeflogen.
Wir haben dann noch einmal einen weiblichen Vogel gekauft. Aber hier habe ich leider einen Gedächtnisausfall, was bei mir öfter vorkam, wenn Dinge passiert sind, die mich belastet haben. Am Schluss haben wir nur noch den männlichen Vogel gehabt. Er war extremst zutraulich und hatte auch viel familiäre Zuwendung.
Alles in allem halte ich es heute doch für eine Tierquälerei, diese hochsozialen Vögel alleine zu halten. Damals habe ich das noch nicht gewusst, hätte es aber ahnen können.
 

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