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Welche geistige Störung habe ich?

Cookie00

Neues Mitglied
An alle Hobbypsychiater:
Da ich seit einigen Jahren schon an etwas leide (ich kann dem nichteinmal einen Namen geben) und nicht weiss, was ich tun soll, schreibe ich mein Problem und eine kurzgefasste Lebensgeschichte mit den aus meiner Sicht relevanten Punkten für diese Problematik. Ich hoffe jemand kann mir weiterhelfen.
Ich weiss der Titel ist etwas plakativ, aber mir ist es damit wirklich ernst.

Als ich 7 war, trennten sich meine Eltern. Meine Brüder und ich zogen mit unserer Mutter an einen anderen Ort. Ich litt sehr unter dieser Scheidung, vorallem, weil ich von einem Tag auf den Anderen in ein komplett neues Leben gerissen wurde, ich konnte mich nichtmal richtig verabschieden von meinen Freunden. Eine komplette, sichere Welt, brach auf einmal zusammen und ich lernte, dass Beziehung auf sehr wackeligen Beinen steht und jeden Moment in sich zusammenbrechen könnte.
Mein Vater sah ich von da an nur noch sporadisch, und das Geschäft war ihm immer wichtiger als seinen Söhne (das hat er auch so), weshalb ich, auch wenn ich ihn sah, nicht wirklich viel emotionale Nähe hatte.

Vielleicht auch noch eine relevante Ergänzung: Ich hatte früh in der Kindheit schon sexuelle Kontakte zu älteren Jungs und auch Mädels, man kann also sagen, dass ich schon früh aufgeklärt aber auch sexualisiert wurde.

Als ich in die Jugend kam, hatte ich nur interesse an Frauen, etwas zwischen 2 Männern konnte ich mir nichtmal vorstellen. Doch leider blieb ich bis jetzt (24 J.) immer erfolglos in Beziehungen mit Frauen.
Während der Jugend und auch jetzt noch manchmal, fühlte ich mich aber so einsam, dass ich irgendwie Lust entwickelte an Sex mit Männern... älteren Männern... Männern, die mein Vater sein könnten. Obwohl ich diese Männer eigetnlich sehr abstossend finde und ich auch niemals einen küssen könnte oderso, habe ich mich jetzt schon ein paarmal mit jemandem getroffen und ich habe den Sex mehr oder weniger über mich ergehen lassen. Dabei empfand ich eigentlich keine Lust und ich musste danach oft erbrechen, aber sobald ich mich vom "Schock" wieder erholt hatte, dann packte mich wieder die Lust. Die Lust gelibet und begehrt zu sein, das Gefühl schön zu sein, verbunden natürlich auch mit einer sexuellen Komponente. Gelichzeitig träume ich von schönen Frauen und einer Familie einestages. Ich kämpfe gegen diese Lust auf Sex mit Männern an aber irgendwann werde ich schwach, denn ich kann nicht immer kämpfen, der Kampf ist erschöpfend und irgendeinmal, verlassen mich die Kräfte.
Also betrinke ich mich plötzlich wieder mit purem Schnaps und gebe die Kontrolle über mich vollkommen ab. Einmal bin ich danach auf der Notaufnahme gelandet und musste dann einen Monat HIV-Medikamente einnehmen, damit ich nicht HIV positiv werde.
Und das, obwohl ich genau weiss, was die Risiken sind und wie man ein Kondom benützt... aber in solchen Momenten, da gebe ich die Kontrolle halt einfach WIRKLICH ab.

Ich weiss manchmal einfach nichtmehr weiter und ich kenne niemanden, der in einer ähnlichen oder gleichen Situation ist wie ich. (das ist auch nicht was, wo man am Stammtisch darüber spricht) Deshalb hoffe ich, dass ich vielleicht jemanden finde, der einmal in einer ähnlichen Situation war und es irgendwie da raus geschafft hat und mir nun Tipps geben kann.

Lg und ein schönes Jahr
Cookie
 
Hier kann niemand Diagnosen stellen.
Bei solch selbstschädigendem Verhalten würde ich psychotherspeutische Hilfe in Anspruch nehmen.

Ich habe ähnliche Tendenzen und gelernt, damit besser umgehen, bei mir allein dadurch, dass ich Zusammenhänge erkannte, mir bewusst machte.
 
Hier kann niemand Diagnosen stellen.
Bei solch selbstschädigendem Verhalten würde ich psychotherspeutische Hilfe in Anspruch nehmen.

Ich habe ähnliche Tendenzen und gelernt, damit besser umgehen, bei mir allein dadurch, dass ich Zusammenhänge erkannte, mir bewusst machte.
Vielen Dank für den Beitrag.
Natürlich erwarte ich keine Diagnose, der Titel war einfachso dahingeschrieben in einer, vielleicht zynischen Verzweiflung.
Ich bin bereits in Psychotherapie, aber trotzdem befinde ich mich mitten in meinem Problem und manchmal ist es halt trotzdem schwierig "zusammenhänge" zu sehen wenn man selbst mittendrin steht. Deshalb erhoffe ich mich von meinem Forumsbeitrag neue Anregungen oder neue Perpektiven, auf die ich selbt vielleicht nicht gekommen wäre.
 
Ich, kein Hobbypsychologe, sehe da ausgeprägte Tendenzen selbstverletzenden Verhaltens mit einer klaren sexuellen Note.

Das wird dir aber selbst klar sein.

Ohne Hilfe es gelernten Psychologen und gegebenenfalls Psychiaters wirst du da keine Lösungen finden.

Eins aber noch: Zynismus ist nie gut.
 
Vielen Dank für den Beitrag.
Natürlich erwarte ich keine Diagnose, der Titel war einfachso dahingeschrieben in einer, vielleicht zynischen Verzweiflung.
Ich bin bereits in Psychotherapie, aber trotzdem befinde ich mich mitten in meinem Problem und manchmal ist es halt trotzdem schwierig "zusammenhänge" zu sehen wenn man selbst mittendrin steht. Deshalb erhoffe ich mich von meinem Forumsbeitrag neue Anregungen oder neue Perpektiven, auf die ich selbt vielleicht nicht gekommen wäre.

Und wenn du deinen Text als akutes Thema mit in Therapie nimmst bringt dich das nicht weiter?
 
Ich finde deine Ausage, dass hier Hobbypsychiater sind, unverschämt.
Es ist schön deine Meinung zu hören!
Falls ich dich mit dieser Aussage vereltzt habe, tut es mir leid, es hätte eigentlich den Zweck gehabt ein bisschen Humor in die ganze (für mich ansonsten sehr belastende Sache) einzubringen. Falls sie den Grund erläutern würden, weshalb sie diese Aussage unverschämt finden, würde mich das sehr interessieren.
 
Ich, kein Hobbypsychologe, sehe da ausgeprägte Tendenzen selbstverletzenden Verhaltens mit einer klaren sexuellen Note.

Das wird dir aber selbst klar sein.

Ohne Hilfe es gelernten Psychologen und gegebenenfalls Psychiaters wirst du da keine Lösungen finden.

Eins aber noch: Zynismus ist nie gut.
Vielen Dank für die Meinung. Tatsächlich ist mir das bis anhin nicht klar, aber es tut gut dies in aller Deutlichkeit zu hören.
Du hast recht, da kann man tatsächlich selbstverletzende Tendenzen sehen. Aber es ist jetzt nicht so, dass ich mich bewusst selbst verletzen würde, ich lasse mich auch nicht bewusst verletzen... zB. habe ich nie gerne Schmerzen und ich habe auch immer geäussert wenn ich Schmerzen hatte und meine Gegenüber haben dass dann auch immer respektiert und Ihr Verhalten geändert.
Natürlich kann man eine potentielle HIV-Infektion auch als Verletzung ansehen, in diesem Moment war das bei mir aber wie ausgeblendet. Den seelischen Schmerz der mir duch diese Situationen bereitet wurde, mochte ich nie.
Es ist also nicht so, dass ich irgend einen positiven Reiz in der Selbstverletzung sehen würde.

Das mit dem Zynismus sehe ich auch so, ich bin auch selten zynisch, nur wenn es mir wirklich nicht gut geht, vielleicht ist es ein Mechanismus, damit mir dann gewisse Dinge weniger nah gehen.
 
Und wenn du deinen Text als akutes Thema mit in Therapie nimmst bringt dich das nicht weiter?
Doch, meine Psychiaterin weiss bescheid und hilft mir wirklich sehr, jedoch ist sie auch nur ein Mensch und ich denke es könnte mir helfen noch mehr Perpektiven zu bekommen.
Manchmal fühlt es sich an, wie wenn ich einen Knäuel aus ineinander verhedderten Fäden hätte, die ich auseinanderbringen soll. Ich selbst, habe aber nicht die Möglichkeit diesen Knäuel zu drehen um die Anfänge der jeweiligen Fäden zu finden. Mein Ziel ist es ein genaues Abbild dieses Knäuels zu bekommen und dafür suche ich eure Hilfe.
 
Vielen Dank für die Meinung. Tatsächlich ist mir das bis anhin nicht klar, aber es tut gut dies in aller Deutlichkeit zu hören.
Du hast recht, da kann man tatsächlich selbstverletzende Tendenzen sehen. Aber es ist jetzt nicht so, dass ich mich bewusst selbst verletzen würde, ich lasse mich auch nicht bewusst verletzen... zB. habe ich nie gerne Schmerzen und ich habe auch immer geäussert wenn ich Schmerzen hatte und meine Gegenüber haben dass dann auch immer respektiert und Ihr Verhalten geändert.
Natürlich kann man eine potentielle HIV-Infektion auch als Verletzung ansehen, in diesem Moment war das bei mir aber wie ausgeblendet. Den seelischen Schmerz der mir duch diese Situationen bereitet wurde, mochte ich nie.
Es ist also nicht so, dass ich irgend einen positiven Reiz in der Selbstverletzung sehen würde.

Das mit dem Zynismus sehe ich auch so, ich bin auch selten zynisch, nur wenn es mir wirklich nicht gut geht, vielleicht ist es ein Mechanismus, damit mir dann gewisse Dinge weniger nah gehen.

Das Thema selbstverletzende Verhaltensweisen kannst du in der Therapie direkt ansprechen und dein Verhalten dazu schildern.
Und das dann mit Unterstützung bearbeiten.
 

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