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Gast
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Hallo,
ich habe mir 28 das Abitur an der Abendschule nachgeholt. Das habe ich damals nur als Freizeitbeschäftigung angesehen, und dass ich danach mal tatsächlich studieren würde, war gar nicht der Plan.
Zu der Zeit war noch alles super, ich hatte mein Leben im Griff, keine Sorgen und richtig gute Laune und war wirklich vollkommen zufrieden und glücklich mit mir selber. War dann auch echt gut im Abi mit 1.8
Danach also auf ins Studium! BWL sollte es sein... Warum Bwl? Das kann ich mir heute wirklich nicht mehr erklären, wir hatten Finanzkrise und ich fand Wirtschaft ultra spannend, das war wohl mein Beweggrund.
So weit so gut. Habe dann das erste Semester mehr oder weniger regelmäßig die Vorlesungen besucht, also alles was mit Jura zu tun hatte fand ich schon klasse, jedoch alles andere totlangweilig. Und die Leute da, nee ne ne, mit denen konnte ich wirklich so gar nichts anfangen. Die Bwler sind wirklich so schlimm wie ihr Ruf.
Naja...
Also ich wusste eigentlich von Beginn, das Studium ist jetzt vielleicht nicht so ganz das richtige für mich. Aber die Jobchancen sollen eben doch sehr gut sein. Und es soll auch nicht so schwer sein. Und da ich in meinem Leben vorher das Gefühl hatte, dass mir schon alles irgendwie in den Schoß fällt, dachte ich der Bwl Bachelor wird das auch.
Dazu kam...
Ich habe Bafög bekommen. Es war das erste mal in meinem Leben, dass ich ein geregeltes Einkommen hatte. Und das mit 28.
Waren zwar nur 600 Euro jeden Monat, aber ich war echt happy darüber.
Jetzt fragt ihr euch sicher wovon ich die ganzen Jahre vorher gelebt habe? Gelgenheitsjobs, alles mögliche, wobei ich mir da für nichts zu schade war, und auch als Erntehelfer und so gearbeitet habe, nur nie was festes, weil ich immer frei sein wollte, und da ich ziemlich sparsam bin kam ich irgendwie immer aus.
Die Situation ist jetzt die...
Mein Studium ruht eigentlich seit vier Semestern, im ersten habe ich fünf Prüfungen gemacht, im zweiten noch eine, und dann keine mehr.
Also das Bwl Studium kann ich vergessen, und ich möchte auch gar nicht mehr.
Bafög bekomme ich auch schon seit einem Jahr nicht mehr, sondern jobbe wieder und verdiene 380 Euro, was nur für die Miete, Krankenversicherung und eine Ketchup Nudeln Ernährung reicht.
Am liebsten würde ich jetzt alles hinschmeissen, zum Arbeitsamt gehen, erst mal Hartz 4 benatragen, schauen das ich aus meinem 11qm Zimmer in eine richtige Wohnung ziehen kann und erst mal Abstand von der Uni gewinne.
Das Problem ist jetzt, mein ganzes Leben war mir eigentlich total egal, was ich gemacht habe, und ich hatte nie Sorgen an die Zukunft, wirklich nie... Bis zu dem Tag, an dem ich 30 wurde. Seit dem ist alles anders. Sonst konnte ich meine Tage einfach beim Spazierengehen vertrödeln, jetzt habe ich keine ruhige Minute mehr, kann nicht schlafen und schreibe nachts um vier in diesem Forum.
Ich möchte nun unbedingt einen Beruf, ein regelmäßiges Einkommen und ein geordnetes Leben.
Ich möchte nämlich auch mal Familie haben, und meine Frau und wenigstens ein zwei Kinder ernähren können.
Das wichtigste scheint mir da erst mal der Beruf, und einen guten Job gibt es am ehesten mit einem Uni Abschluss.
Ich habe das mit dem Studium nie ernsthaft probiert, und ich denke schon dass ich es eigentlich gut schaffen könnte, nur man müsste eben auch Einsatz bringen, den ich jetzt aber wirklich bereit bin zu geben.
Wovor ich angst habe ist dass ich es finanziell nicht auf die Reihe kriege, meine Krankenkasse wird jetzt doppelt so teuer, ich würde gerne eine Wohnung haben, oder zumindest ein größeres Zimmer, ich würde gerne vernünftige Lebensmittel einkaufen, ordentliche neue Kleidung anschaffen, und in der Disco auch mal ne Cola trinken, anstatt nur irgendwie den Eintritt zusammen zu kratzen.
Also ich muss unbedingt mehr arbeiten, so dass ich wenigstens 600 Euro im Monat verdiende, was bei der Zeitarbeitsfirma wo ich gerade bin schon ne 3/4 Stelle ausfüllt, und ich habe einfach Schiss das der ganze Aufwand dann umsonst ist, weil ich dann wahrscheinlich wieder weniger Zeit zum Studieren habe. Und wenn ich den Abschluss schaffe, was erzähle ich dann meinem potentiellen Arbeitgeber was ich eigentlich so lange gemacht habe, und warum ich das erste Studium nicht früher abgebrochen habe?
Nun frage ich euch, was würdet ihr machen, kleine Brötchen backen, zum Arbeitsamt gehen und Hartz 4 beantragen? Wovor mir das total gruselt, weil ich das noch nie gemacht habe, und weil ich dann echt unten wäre, und wahrscheinlich auch den Rest meiner Tage in einem ungelernten Job arbeiten würde, und dabei nie wirklich nach vorne komme. Jedoch würde es mir für den moment erst mal besser gehen, einfach weil ich einen Haken an den Studienversuch machen könnte, und wer weiss, vielleicht würde mir ja trotzdem was gutes einfallen mit dem sich Geld machen könnte.
Oder noch mal alles auf eine Karte setzen, ein neues Studium beginnen, drei Jahre richtig hart arbeiten und diesen blöden Abschluss machen?? Mit 34 fertig sein, eventuell danach aber trotzdem keine Karriere beginnen können, und wieder nichts erreicht haben.
Bitte helft mir hier raus, soll ich nochmal ein neues Studium anfangen, oder mich anderweitig betätigen? Wie kann ich meine innere Ruhe wieder herstellen?
ich habe mir 28 das Abitur an der Abendschule nachgeholt. Das habe ich damals nur als Freizeitbeschäftigung angesehen, und dass ich danach mal tatsächlich studieren würde, war gar nicht der Plan.
Zu der Zeit war noch alles super, ich hatte mein Leben im Griff, keine Sorgen und richtig gute Laune und war wirklich vollkommen zufrieden und glücklich mit mir selber. War dann auch echt gut im Abi mit 1.8
Danach also auf ins Studium! BWL sollte es sein... Warum Bwl? Das kann ich mir heute wirklich nicht mehr erklären, wir hatten Finanzkrise und ich fand Wirtschaft ultra spannend, das war wohl mein Beweggrund.
So weit so gut. Habe dann das erste Semester mehr oder weniger regelmäßig die Vorlesungen besucht, also alles was mit Jura zu tun hatte fand ich schon klasse, jedoch alles andere totlangweilig. Und die Leute da, nee ne ne, mit denen konnte ich wirklich so gar nichts anfangen. Die Bwler sind wirklich so schlimm wie ihr Ruf.
Naja...
Also ich wusste eigentlich von Beginn, das Studium ist jetzt vielleicht nicht so ganz das richtige für mich. Aber die Jobchancen sollen eben doch sehr gut sein. Und es soll auch nicht so schwer sein. Und da ich in meinem Leben vorher das Gefühl hatte, dass mir schon alles irgendwie in den Schoß fällt, dachte ich der Bwl Bachelor wird das auch.
Dazu kam...
Ich habe Bafög bekommen. Es war das erste mal in meinem Leben, dass ich ein geregeltes Einkommen hatte. Und das mit 28.
Waren zwar nur 600 Euro jeden Monat, aber ich war echt happy darüber.
Jetzt fragt ihr euch sicher wovon ich die ganzen Jahre vorher gelebt habe? Gelgenheitsjobs, alles mögliche, wobei ich mir da für nichts zu schade war, und auch als Erntehelfer und so gearbeitet habe, nur nie was festes, weil ich immer frei sein wollte, und da ich ziemlich sparsam bin kam ich irgendwie immer aus.
Die Situation ist jetzt die...
Mein Studium ruht eigentlich seit vier Semestern, im ersten habe ich fünf Prüfungen gemacht, im zweiten noch eine, und dann keine mehr.
Also das Bwl Studium kann ich vergessen, und ich möchte auch gar nicht mehr.
Bafög bekomme ich auch schon seit einem Jahr nicht mehr, sondern jobbe wieder und verdiene 380 Euro, was nur für die Miete, Krankenversicherung und eine Ketchup Nudeln Ernährung reicht.
Am liebsten würde ich jetzt alles hinschmeissen, zum Arbeitsamt gehen, erst mal Hartz 4 benatragen, schauen das ich aus meinem 11qm Zimmer in eine richtige Wohnung ziehen kann und erst mal Abstand von der Uni gewinne.
Das Problem ist jetzt, mein ganzes Leben war mir eigentlich total egal, was ich gemacht habe, und ich hatte nie Sorgen an die Zukunft, wirklich nie... Bis zu dem Tag, an dem ich 30 wurde. Seit dem ist alles anders. Sonst konnte ich meine Tage einfach beim Spazierengehen vertrödeln, jetzt habe ich keine ruhige Minute mehr, kann nicht schlafen und schreibe nachts um vier in diesem Forum.
Ich möchte nun unbedingt einen Beruf, ein regelmäßiges Einkommen und ein geordnetes Leben.
Ich möchte nämlich auch mal Familie haben, und meine Frau und wenigstens ein zwei Kinder ernähren können.
Das wichtigste scheint mir da erst mal der Beruf, und einen guten Job gibt es am ehesten mit einem Uni Abschluss.
Ich habe das mit dem Studium nie ernsthaft probiert, und ich denke schon dass ich es eigentlich gut schaffen könnte, nur man müsste eben auch Einsatz bringen, den ich jetzt aber wirklich bereit bin zu geben.
Wovor ich angst habe ist dass ich es finanziell nicht auf die Reihe kriege, meine Krankenkasse wird jetzt doppelt so teuer, ich würde gerne eine Wohnung haben, oder zumindest ein größeres Zimmer, ich würde gerne vernünftige Lebensmittel einkaufen, ordentliche neue Kleidung anschaffen, und in der Disco auch mal ne Cola trinken, anstatt nur irgendwie den Eintritt zusammen zu kratzen.
Also ich muss unbedingt mehr arbeiten, so dass ich wenigstens 600 Euro im Monat verdiende, was bei der Zeitarbeitsfirma wo ich gerade bin schon ne 3/4 Stelle ausfüllt, und ich habe einfach Schiss das der ganze Aufwand dann umsonst ist, weil ich dann wahrscheinlich wieder weniger Zeit zum Studieren habe. Und wenn ich den Abschluss schaffe, was erzähle ich dann meinem potentiellen Arbeitgeber was ich eigentlich so lange gemacht habe, und warum ich das erste Studium nicht früher abgebrochen habe?
Nun frage ich euch, was würdet ihr machen, kleine Brötchen backen, zum Arbeitsamt gehen und Hartz 4 beantragen? Wovor mir das total gruselt, weil ich das noch nie gemacht habe, und weil ich dann echt unten wäre, und wahrscheinlich auch den Rest meiner Tage in einem ungelernten Job arbeiten würde, und dabei nie wirklich nach vorne komme. Jedoch würde es mir für den moment erst mal besser gehen, einfach weil ich einen Haken an den Studienversuch machen könnte, und wer weiss, vielleicht würde mir ja trotzdem was gutes einfallen mit dem sich Geld machen könnte.
Oder noch mal alles auf eine Karte setzen, ein neues Studium beginnen, drei Jahre richtig hart arbeiten und diesen blöden Abschluss machen?? Mit 34 fertig sein, eventuell danach aber trotzdem keine Karriere beginnen können, und wieder nichts erreicht haben.
Bitte helft mir hier raus, soll ich nochmal ein neues Studium anfangen, oder mich anderweitig betätigen? Wie kann ich meine innere Ruhe wieder herstellen?