Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Weiter Studieren? Bin schon 30 und habe Existenzangst

G

Gast

Gast
Hallo,

ich habe mir 28 das Abitur an der Abendschule nachgeholt. Das habe ich damals nur als Freizeitbeschäftigung angesehen, und dass ich danach mal tatsächlich studieren würde, war gar nicht der Plan.

Zu der Zeit war noch alles super, ich hatte mein Leben im Griff, keine Sorgen und richtig gute Laune und war wirklich vollkommen zufrieden und glücklich mit mir selber. War dann auch echt gut im Abi mit 1.8

Danach also auf ins Studium! BWL sollte es sein... Warum Bwl? Das kann ich mir heute wirklich nicht mehr erklären, wir hatten Finanzkrise und ich fand Wirtschaft ultra spannend, das war wohl mein Beweggrund.

So weit so gut. Habe dann das erste Semester mehr oder weniger regelmäßig die Vorlesungen besucht, also alles was mit Jura zu tun hatte fand ich schon klasse, jedoch alles andere totlangweilig. Und die Leute da, nee ne ne, mit denen konnte ich wirklich so gar nichts anfangen. Die Bwler sind wirklich so schlimm wie ihr Ruf.

Naja...

Also ich wusste eigentlich von Beginn, das Studium ist jetzt vielleicht nicht so ganz das richtige für mich. Aber die Jobchancen sollen eben doch sehr gut sein. Und es soll auch nicht so schwer sein. Und da ich in meinem Leben vorher das Gefühl hatte, dass mir schon alles irgendwie in den Schoß fällt, dachte ich der Bwl Bachelor wird das auch.

Dazu kam...

Ich habe Bafög bekommen. Es war das erste mal in meinem Leben, dass ich ein geregeltes Einkommen hatte. Und das mit 28.

Waren zwar nur 600 Euro jeden Monat, aber ich war echt happy darüber.

Jetzt fragt ihr euch sicher wovon ich die ganzen Jahre vorher gelebt habe? Gelgenheitsjobs, alles mögliche, wobei ich mir da für nichts zu schade war, und auch als Erntehelfer und so gearbeitet habe, nur nie was festes, weil ich immer frei sein wollte, und da ich ziemlich sparsam bin kam ich irgendwie immer aus.

Die Situation ist jetzt die...

Mein Studium ruht eigentlich seit vier Semestern, im ersten habe ich fünf Prüfungen gemacht, im zweiten noch eine, und dann keine mehr.

Also das Bwl Studium kann ich vergessen, und ich möchte auch gar nicht mehr.

Bafög bekomme ich auch schon seit einem Jahr nicht mehr, sondern jobbe wieder und verdiene 380 Euro, was nur für die Miete, Krankenversicherung und eine Ketchup Nudeln Ernährung reicht.

Am liebsten würde ich jetzt alles hinschmeissen, zum Arbeitsamt gehen, erst mal Hartz 4 benatragen, schauen das ich aus meinem 11qm Zimmer in eine richtige Wohnung ziehen kann und erst mal Abstand von der Uni gewinne.

Das Problem ist jetzt, mein ganzes Leben war mir eigentlich total egal, was ich gemacht habe, und ich hatte nie Sorgen an die Zukunft, wirklich nie... Bis zu dem Tag, an dem ich 30 wurde. Seit dem ist alles anders. Sonst konnte ich meine Tage einfach beim Spazierengehen vertrödeln, jetzt habe ich keine ruhige Minute mehr, kann nicht schlafen und schreibe nachts um vier in diesem Forum.

Ich möchte nun unbedingt einen Beruf, ein regelmäßiges Einkommen und ein geordnetes Leben.

Ich möchte nämlich auch mal Familie haben, und meine Frau und wenigstens ein zwei Kinder ernähren können.

Das wichtigste scheint mir da erst mal der Beruf, und einen guten Job gibt es am ehesten mit einem Uni Abschluss.

Ich habe das mit dem Studium nie ernsthaft probiert, und ich denke schon dass ich es eigentlich gut schaffen könnte, nur man müsste eben auch Einsatz bringen, den ich jetzt aber wirklich bereit bin zu geben.

Wovor ich angst habe ist dass ich es finanziell nicht auf die Reihe kriege, meine Krankenkasse wird jetzt doppelt so teuer, ich würde gerne eine Wohnung haben, oder zumindest ein größeres Zimmer, ich würde gerne vernünftige Lebensmittel einkaufen, ordentliche neue Kleidung anschaffen, und in der Disco auch mal ne Cola trinken, anstatt nur irgendwie den Eintritt zusammen zu kratzen.

Also ich muss unbedingt mehr arbeiten, so dass ich wenigstens 600 Euro im Monat verdiende, was bei der Zeitarbeitsfirma wo ich gerade bin schon ne 3/4 Stelle ausfüllt, und ich habe einfach Schiss das der ganze Aufwand dann umsonst ist, weil ich dann wahrscheinlich wieder weniger Zeit zum Studieren habe. Und wenn ich den Abschluss schaffe, was erzähle ich dann meinem potentiellen Arbeitgeber was ich eigentlich so lange gemacht habe, und warum ich das erste Studium nicht früher abgebrochen habe?

Nun frage ich euch, was würdet ihr machen, kleine Brötchen backen, zum Arbeitsamt gehen und Hartz 4 beantragen? Wovor mir das total gruselt, weil ich das noch nie gemacht habe, und weil ich dann echt unten wäre, und wahrscheinlich auch den Rest meiner Tage in einem ungelernten Job arbeiten würde, und dabei nie wirklich nach vorne komme. Jedoch würde es mir für den moment erst mal besser gehen, einfach weil ich einen Haken an den Studienversuch machen könnte, und wer weiss, vielleicht würde mir ja trotzdem was gutes einfallen mit dem sich Geld machen könnte.

Oder noch mal alles auf eine Karte setzen, ein neues Studium beginnen, drei Jahre richtig hart arbeiten und diesen blöden Abschluss machen?? Mit 34 fertig sein, eventuell danach aber trotzdem keine Karriere beginnen können, und wieder nichts erreicht haben.

Bitte helft mir hier raus, soll ich nochmal ein neues Studium anfangen, oder mich anderweitig betätigen? Wie kann ich meine innere Ruhe wieder herstellen?
 
Hallihallo von einem anderen Gast 🙂

Deine Geschichte ist wie meine Geschichte... nur das ich mich durch ein Studium gequält und es beendet habe, obwohl ich es nicht wirklich wollte. Anfangen konnte ich nichts damit. Arbeitsamt? Nach Sicht der Gesellschaft 'dem arbeitenden Bürger auf der Tasche liegen'? Das wollte ich nicht. Ich wollte immer unabhängig sein. Fakt ist: 20 Jahre habe ich mich mit Gelegenheitsjobs rumgeschlagen, habe gerade alles bezahlen können, habe nie auf meine Ernährung geachtet (kein Geld), nie für später (Rente) vorsorgen können, ....

.....und...

....bin schließlich körperlich und seelisch zusammengeklappt. Es war schwer, aber ich wußte beruflich nicht mehr weiter. Also bin ich letztendlich doch zur Argentur für Arbeit (BfA), die immer vor der zweiten Instanz kommt (der Arge). Die zwei sind zwei verschiedene Institutionen.

Über die Agentur habe ich - trotz meines Alters - noch einmal von vorne anfangen können. Umschulung (Erstausbildung in einem von der Agentur vorgegebenen Job, der mir auch Spaß macht) und bin auch übernommen worden. Nur ein Tipp: Verzichte auf Wohngeld. Wohngeld geht über die Arge. Wenn du das da beantragst - so mein damaliger Betreuer im Nachhinein, NACHDEM ich einen Betrieb gefunden hatte, der mich als Azubi nimmt - bekomme ich ALG II (Harz IV) und eine Umschulung wäre nicht mehr drin gewesen, weil ich dann an die andere Agentur (ARGE) abgegeben worden wäre. Tja.. vorher hat er noch so getan, als wäre es kein Nachteil, wenn ich Wohngeld beantrage.

Erkundige Dich bei deinem Arbeitsamt (BfA) welche Möglichkeiten Du hinsichtlich einer Ausbildung über eine Umschulungsmaßnahme hast. Jeder Bereich (? jedes Bundesland/jede Stadt ?) hat andere Berufe, die gefördert werden. Durch das Abitur kannst Du die Ausbildung verkürzen. Mit Abitur und ABGESCHLOSSENEM Studium war ich nach 2 Jahren mit der Ausbildung fertig. Hätte ich schon eher machen sollen. Aber ich wusste - und weiss - nicht, was ich beruflich gerne machen würde. Mein Job macht zwar Spass (früher hätte ich mir diesen Beruf nie vorstellen können), ist aber nur "Brotjob" für mich.

Was Du letztendlich machst, bleibt Dir überlassen. Aber vielleicht konnte ich Dir ja bei Deiner Entscheidung helfen.

Gruß Elias
 
Hey,

hast du denn ne Berufsausbildung vorzuweisen, worauf du bauen kannst? Oder gab es nur diese Gelegenheitsjobs, mal hier mal dort? Denn wenn du nichts in der Tasche hast, dann sieht es für die Zukunft natürlich düster aus. In Deutschland kommt man ohne Berufsabschluss/Studium eben auf die Dauer nicht weit, weißt du ja sicherlich selbst aus Erfahrung.

Grundsätzlich wäre es für dich ratsam den Hintern hochzukriegen. Noch bist du jung, einigermaßen motiviert und kannst was auf die Beine stellen. Irgendwann ist die Motivation nicht mehr da, dann hast du wirklich ein Problem.

Und die BWL-Sache...wenn es dich interessiert, dann zieh es durch. Als Vollzeit- oder Teilzeitstudium. Wenn nicht, dann such dir was anderes, vornehmlich nichts aus der geisteswissenschaftlichen Richtung, wo es in der Natur der Sache liegt, dass oftmals nach Abschluss der Sachbearbeiter vom Jobcenter dein bester Freund wird.

Zu alt bist du auch nicht. Denk mal an die Diplomer von früher. Die Leute, die mit 24, 25, 26 angefangen haben zu studieren, die sind häufig erst mit 30, 32, 34 von der Uni runter.

Auf jeden Fall scheinst du ja nicht dumm zu sein, d.h. du kannst dir doch sicher einen Nebenjob suchen, wo irgendwas um die 500-600 € rumkommt und trotzdem dein Lernpensum schaffen. Ich habe als Hiwi ungef. 650 € auf die Hand bekommen, bei freier Zeiteinteilung für ca. 80 Std. im Monat. Wenn du als Werkstudent was bekommst, dann wird es evtl. sogar noch etwas mehr Kohle. Musst du dich halt intensiv in deiner Umgebung umschauen. Und wenn diese Region wirtschaftlich nicht ganz arm da steht, dann findest du auch ganz sicher was.
 
du bist also aufgewacht.

das ist gut so, nur dummerweise ca. 10 jahre zu spaet.

jetzt noch studieren ist natuerlich schwierig, denn studieren kostet zeit, daneben kann man nicht so gut arbeiten. deshalb bekommt man das studium vom staat bezahlt, wenn man es sich nicht leisten kann. nur du hast diese studienfoerderung ja schon bekommen, statt zu studieren aber hast du das geld anderweitig vergeudet.

nun ja, du bist ja genuegsam, wenn du willst, wenn du wirklich, wirklich unbedingt ein bestimmtes studium durchziehen willst, dann wird sich vielleicht ein weg finden, nach dem motto "wo ein wille ist, ist auch ein weg". das wuerde nicht einfach, denn du muesstest ja dann arbeiten und daneben gleichzeitig auch studieren. das wird hart, das wird richtig hart. und dann kann das studium auch mal etwas laenger dauern, weil man neben der arbeit nicht so viel studium gebacken kriegt wie andere, die bafoeg bekommen.

nur... von diesem willen spuere ich in deinem posting nichts. "sollte ich studieren", fragst du, aber du weisst nicht einmal, was. da ist kein traumziel, fuer das du mit allen mitteln bereit bist zu kaempfen. so aber wird das nichts. nicht in deiner situation ohne bafoeg-foerderung.

wenn du jetzt sagen wuerdest "ich will unbedingt chemiker werden!" (oder richter oder architekt oder sonstwas, egal) und "ich tu alles dafuer!", wenn dir klar waere, dass das 4 bis 7 jahre (je nach angestrebtem abschluss) richtig harte jahre sind, in denen es fuer dich wirklich nur arbeiten und studieren gibt, neben nudeln mit ketchup und ohne cola in der disko, ja vielleicht haettest du dann eine chance. dann muesste dir aber auch klar sein, dass es diese zeit lang auch nicht mehr gibt als die 11-qm-bude, und dass nicht nur die cola in der disko gestrichen ist, sondern als erstes die disko selber, zum einen wegen der finanzen, vor allem aber auch wegen mangel an zeit.

also, wenn du ein klares ziel vor augen hast, und bereit bist, diesen extrem harten und steinigen weg bis zum ende zu gehen, dich da richtig durchzukaempfen: ja, dann mach es!

aber wenn nicht, dann vergiss das mit dem studium. dafuer ist es dann nun zu spaet.

dann mach doch deine zeitarbeit mit voller stelle und versuch, irgendwie mit den 800 euro ueber die runden zu kommen.

oder beantrage halt hartz iv. aber wenn man dich dann fuer ein paar lausige euro schweine zerlegen oder toiletten putzen schickt, dann hast du keine wahl mehr... und ja, da kommst du dann vermutlich nie mehr raus.

nun ja, du musst nun selbst entscheiden, was du willst.
 
Also ganz so schlimm ist es nicht...

Ich habe eigentlich schon ein neues Studienfach vor Augen.

Es heisst Wirtschaftsrecht. Das könnte ich an der FH studieren. Danach ist man kein Anwalt, oder wirklicher Jurist, aber man ist nach dem Studium trotzdem gefragt in der Steuerberatung beispielsweise.

Wirtschaftsrecht deshalb, da ich mit den juristisch angehauchten Kursen im Bwl Studium sehr gut klar kam und Spaß dran hatte, nur die richtigen Mathe Brocken habe ich halt von vorn herein abgelehnt, und die liegen mir auch wirklich nicht.

Eine Möglichkeit die Finanzierung zu erleichtern besteht auch noch in Form eines Studentenkredits. So ganz genau weiß ich nicht, ob ich den bekommen würde, aber so wie ich das auf der Kfw Bank Seite lese schon, und da wären 650 Euro im Monat drin. Es müsste halt aber zurück gezahlt und auch verzinst werden.

Die Frage ist jetzt wirklich, bringe ich das nötige Angagement mit. Und macht es Sinn?

Klar würde ich grundsätzlich lieber Studieren, als bei einem Ein Euro Job Klobrillen zu putzen. Aber wenn ich weiter studiere, habe ich weiterhin wahrscheinlich zu wenig Geld für das nötigste. Das ist nicht toll, sollte sich mit Ende des Studiums aber ändern, oder?

Weiters weiss ich aber auch nicht, wofür ich eigentlich Abi gemacht habe, wenn nicht um Studieren zu gehen. Ich glaube schon an Schicksal und göttliche Fügung und sowas, ja und da will sich mir der Sinn irgendwie nicht erschließen. Weiterer Punkt der für das Studium spricht.

Jedenfalls, wenig Geld... Das war eigentlich nie ein Problem für mich. Aber jetzt ist es das plötzlich anders. Es ist zugegeben nicht so, dass ich den Wunsch habe der beste Wirtschaftsrechtler und Steuerprofi zu werden, es ist mehr so dass ich einfach einen ordentlichen Beruf haben möchte, indem ich so viel Geld verdiene, das ich Frau und Kind unterhalten kann.

Die Frau gibt es auch schon, in Form einer wunderschönen Lara, und die ist ziemlich solide, obwohl sie sieben Jahre jünger ist.

Naja, ewig werde ich die mit meinem Charme nicht hinters Licht führen... Die wird irgendwann feststellen dass ich ein Tagträumer bin, und das mit mir sowas wie Familie und Zukunft nicht geht. Und dann war es das.

Dabei kann ich mir die Zukunft schon auch mit Kinderwagenschieben usw vorstellen, ich habe nur keine Möglichkeiten sowas auch zu finanzieren.

Und da überlege ich mir gerade, ob mich dazu in die Lage zu versetzen ausreichend Geld zu verdienen, ein Studium die richtige Wahl ist, oder nicht besser beim Arbeitsamt so eine Maßnahme mitzumachen, und dadurch vielleicht in eine Ausbildung zu kommen (Heilerziehungspfleger bspw, das habe ich im Zivildienst gemacht, und war auch was für mich), oder eventuell an eine ungelernte Tätigkeit zu kommen, die trotzdem irgendwie gut bezahlt wird.

Also nehmen wir mal an, das Familiending wird in fünf Jahren richtig akut.

Habe ich dann wohl mehr Kohle, und ein höheres Einkommen, wenn ich ab jetzt was in Richtung Berufstätigkeit unternehme, oder wenn ich nochmal drei Jahre studiere, dabei wahrscheinlich nichts sparen werde, sondern wegen dem Studienkredit noch 20000 Euro Schulden mache? Was meint ihr?
 
Wirtschaftsrecht. Das könnte ich an der FH studieren. Danach ist man kein Anwalt, oder wirklicher Jurist, aber man ist nach dem Studium trotzdem gefragt in der Steuerberatung beispielsweise.
kann man mit dem studium als steuerberater arbeiten? oder willst du damit bei einem steuerberater als hilfskraft arbeiten?

fang nichts an, was keine ordentlichen berufsaussichten hat! also erkundige dich gut. (ich weiss dieses wirtschaftsrecht-fh-studium jetzt nicht einzuschaetzen. nicht weil ich nicht vom fach waere (ich hab selbst unternehmensrecht als wahlfach im rahmen meines BWL-diploms gehabt), sondern weil ich nicht weiss, ob die unternehmen da nicht richtige juristen oder BWLer von der uni (mit diplom oder master) vorziehen wuerden. und ich weiss auch nicht, was man fuer eine ausbildung braucht, wenn man als steuerberater arbeiten will.)

Eine Möglichkeit die Finanzierung zu erleichtern besteht auch noch in Form eines Studentenkredits. So ganz genau weiß ich nicht, ob ich den bekommen würde,
eine privatwirtschaftliche bank waere bekloppt, wenn sie dir den kredit gaebe. bei deiner bisherigen ausbildungs"karriere" waere das risiko viel zu hoch, dass sie ihr geld nie wieder saehe. ob es bei der KfW geht, weiss ich aber nicht.

Die Frage ist jetzt wirklich, bringe ich das nötige Angagement mit. Und macht es Sinn?

Klar würde ich grundsätzlich lieber Studieren, als bei einem Ein Euro Job Klobrillen zu putzen. Aber wenn ich weiter studiere, habe ich weiterhin wahrscheinlich zu wenig Geld für das nötigste. Das ist nicht toll, sollte sich mit Ende des Studiums aber ändern, oder?
wenn du mit dem fach gute berufsaussichten hast, ja, dann sollte sich das mit dem ende des studiums aendern.

die frage ist halt nur, ob du das so lange durchstehst.

und das ist ganz wesentlich eine frage des willens.

Weiters weiss ich aber auch nicht, wofür ich eigentlich Abi gemacht habe, wenn nicht um Studieren zu gehen. Ich glaube schon an Schicksal und göttliche Fügung und sowas, ja und da will sich mir der Sinn irgendwie nicht erschließen. Weiterer Punkt der für das Studium spricht.
ach, das sehe ich nicht so tragisch. bildung ist immer gut, auch wenn man aus irgendeinem abschluss hinterher vielleicht keinen unmittelbaren nutzen zieht. mein BWL-diplom ist letztlich auch nur hobby, trotzdem hat es mir nicht eine sekunde leid getan, das gemacht zu haben.

also, wenns bei dem abi bleibt, macht das das abi nicht wertlos. trotzdem aber kann es natuerlich fuer dich sinn machen, ein studium durchzuziehen.

Die wird irgendwann feststellen dass ich ein Tagträumer bin, und das mit mir sowas wie Familie und Zukunft nicht geht. Und dann war es das.
es sei denn, du wachst aus deinen traeumen mal auf und stellst was auf die beine.

wie gesagt, ich weiss nicht, was dieses fh-wirtschaftsrecht-studium taugt. da musst du dich selbst erkundigen. aber wenn das was taugt, und du deiner lara offen sagst, dass du bisher ne menge mist gebaut hast, nun aber zielstrebig ein studium durchziehen willst um irgendwann mal eure kinder ernaehren zu koennen, und wenn du das dann zielstrebig umsetzt, vielleicht macht das ja nen positiven eindruck auf sie?

Und da überlege ich mir gerade, ob mich dazu in die Lage zu versetzen ausreichend Geld zu verdienen, ein Studium die richtige Wahl ist, oder nicht besser beim Arbeitsamt so eine Maßnahme mitzumachen, und dadurch vielleicht in eine Ausbildung zu kommen (Heilerziehungspfleger bspw, das habe ich im Zivildienst gemacht, und war auch was für mich), oder eventuell an eine ungelernte Tätigkeit zu kommen, die trotzdem irgendwie gut bezahlt wird.
ungelernte taetigkeit wird im allgemeinen nicht gut bezahlt.

studium ist schon die beste wahl - wenn du dich denn in der lage siehst, das durchzuziehen, trotz aller schwierigkeiten. du muesstest deine bisherige einstellung radikal umstellen.

Also nehmen wir mal an, das Familiending wird in fünf Jahren richtig akut.

Habe ich dann wohl mehr Kohle, und ein höheres Einkommen, wenn ich ab jetzt was in Richtung Berufstätigkeit unternehme, oder wenn ich nochmal drei Jahre studiere, dabei wahrscheinlich nichts sparen werde, sondern wegen dem Studienkredit noch 20000 Euro Schulden mache? Was meint ihr?
in der besseren lage bist du mit einem studium, wenn es ein fach ist, das auf dem arbeitsmarkt gefragt ist.

kann zwar sein, dass du dann erstmal schulden hast, aber mit einem vernuenftigen einkommen holst du das mit der zeit doch wieder raus.

in genau fuenf jahren kann es allerdings sein, dass es dir mit studium als berufsanfaenger noch nicht so gut geht.

wenn du nun allerdings eine ausbildung machst, dauert das ja auch ne weile, bis du damit fertig bist.
 
Hey, Danke für die Antwort.

Also ich würde mir ehrlich gesagt auch keinen Kredit für eine weitere Ausbildung geben. Aber die Kfw möchte das wohl machen. Soll sie halt.

Für das Bwl Studium allerdings nicht mehr, denn da schaffe ich den Leistungsnachweis nach dem 5. Semester nicht.

Deswegen würde ich auf Wirtschaftsrecht wechseln und da im 1. Semester einsteigen, dann ginge es schon. Natürlich kann man nach dem Studium Steuerberater werden, aber die Steuerberaterprüfung soll eine der härtesten überhaupt sein. Ich glaube, da habe ich keine Chance. Also nach dem Studium müsste es dann anders weitergehen. Wobei es da schon genug Nachfrage gibt, man ist dann ja quasi Bwler mit einer großen juristischen Vertiefung. Da sollte was zu holen sein.


Ich werde das dann wohl wahrscheinlich versuchen.


Beruflich geht es auch aufwärts. Ein Bekannter hat mir angeboten bei ihm als Immobilien Makler einzusteigen. Das soll ich auf eigene Rechnung machen, und mir dazu einen 34c Gewerbeschein besorgen. Der Schein kostet zwar 900 Euro, und meine Krankenkasse usw und alles drumherum wird auch teurer, und ich muss mir zwei drei gescheite Sakkos zulegen. Aber er würde mir ein Darlehen zum Start von 1500 Euro geben, und mir einen seiner Smarts leihen für 50cent pro km. Für jede Wohnung die ich vermiete soll ich dann eine Provision in höhe von ca. 40% einer Monatsmiete kriegen, d.h. schon so 100-200 Euro für jede Wohnung. Er hat mir aber auch direkt gesagt, dass die Wohnungen die er da hat nicht so einfach zu vermieten sind. Ist halt viel Plattenbau usw dabei, und dass manche Leute eher Fragen ob sie eine Prämie kriegen, wenn sie mieten, anstatt den Makler zu bezahlen. Deshalb wird viel dann ohne Maklergebühr vermietet, da er sonst wohl eine Strafe die Gesellschaft zahlen muss der die Häuser gehören, wenn etwas zu lange leersteht, und dann gibt es auch kein Geld.

Nichts desto trotz soll man bei ihm schon 2000 Euro und mehr im Monat machen können, wenn man sich ranhält. Deswegen werde ich das probieren.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
T Was soll ich nur studieren ? Studium 153

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 4) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben