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Weißt du, wie es ist, wenn ...

  • Starter*in Starter*in Die Schattenseite
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D

Die Schattenseite

Gast
Weißt Du, wie es ist, wenn....

- man zu Dingen gezwungen wird, die man selber nicht möchte
- man schreien möchte, doch keinen Ton rausbekommt
- man das Stöhnen an seinem Ohr hat
- man den Geruch dieses Menschen nicht mehr ertragen kann
- man sich nicht wehren kann
- man die starken Arme spürt, die einen auf den Boden pressen
- man die Knie auf seinen Armen spürt und sich nicht bewegen kann
- man am liebsten nicht mehr leben würde damit alles vorbeigeht
- man sich so unheimlich beschmutzt und benutzt fühlt
- man im ganzen Körper nur noch Schmerzen verspürt
- man vor Erschöpfung alles über sich ergehen lassen muß
- man weglaufen möchte, doch das nicht kann
- man sich fühlt wie gelähmt
- man eingesperrt wird
- man gedemütigt und beschimpft wird
- man zu hören bekommt, das wäre alles normal
- man weiß, es wird immer wieder passieren
- man nicht weiß, wie man dem entrinnen soll
- man sich so unsagbar ekelt
- man seine sichtbaren Verletzungen verstecken muß
- man genau weiß, das diese Gedanken nie vorbeigehen werden
- man weiß, wie sehr die kommende Beziehung belastet wird
- man weiß, dasss der neue Partner immer drunter leiden wird



Wisst ihr wie das ist??


LG Schattenseite
 
Hallo Schattenseite,

das was Du schreibst, musste ich jahrelang aus halten.
Und heute bin ich krank.

Alles liebe

Rosy
 
Wichtig ist nur, dass man die Biege kriegt, aufsteht und zusieht, dass so etwas nie wieder vorkommt. Und auch wenn sexueller Mißbrauch da war, man gegen die Folgen ankämpft und sich aus den Schatten der Vergangenheit befreit, zusieht dass einen die Erinnerungen nicht beherrschen, sondern man lernt diese Erinnerungen zu verarbeiten und zu kontrollieren, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, die da wären: Traumatherapie, Anzeige + Bestrafung des Täters, Kampfsport erlernen, seine innere Einstellung zu sich gnadenlos analysieren und ändern, weg von der durch den Täter injizierten Definition: "du bist nix wert, nur wert meine Triebbefriedigungsobjekt zu sein" d.h. Abgrenzung und Verwandlung des Opfer-Habitus (Grundhaltung; passiv-duldend, unterwürfig) in einen selbstbewussten Habitus, d.h. aufrechte Haltung, sich seines Wertes bewußt und anstatt liebes Mädchen ruhig mal böses und aktives und kampfbereites Mädchen sein, lernen sich aktiv auseinandersetzen, Freund von Feind zu unterscheiden und Feinden des Selbstwertes ohne zu Zögern SAures zu geben.
Ist zwar "nur" ne Revolution im Denken...aber durchaus möglich...ich selber habe diese Revolution in meiner Pubertät durchgemacht, d.h. meinem gewalttätigen ("nur" Schläge kein sexueller Mißbrauch) Vater nicht mehr geglaubt sondern mich selber definiert und gelernt zu kämpfen, mir also nix mehr gefallen lassen auch und insbesondere von meinem Vater nicht. Von damals kenne ich auch dieses Argument, dass Gewalt normal wäre, es normal ist beschimpft und beleidigt und geschlagen zu werden...ich habe jedoch bereits als Kind gespürt das das nicht normal ist und mich gegen diese Art der unterdrückenden elterlichen Normalität mit Händen und Füßen, vor allem aber im Kopf gewehrt...und das war gut so. Sowas bedeutet Abgrenzung und das man selber aktiv bei der Definition von Normalität mitbestimmt und sich nicht einfach von einem machtgeilen, egoistischem Diktatoren, der einzig an seinen Vorteilen interessiert ist (im Falle sexuellen Missbrauchs liegt der Nutzen für ihn in einer bequemen Triebbefriedigung) ne Weltsicht und auch Definition von einem selber (du bist so und so und hast zu schweigen und zu dulden und zu machen, was ich= dein Beherrscher dir sage etc. )vorgesetzt kriegt und die widerspruchslos schluckt.

Ich kenne Mißbrauchs- und Vergewaltigungsopfer die es geschafft haben, die ihre Krisen hatten, schwer kämpfen mussten, z.t. auch zwischenzeitlich psychisch krank waren, sich aber da letztlich rausgekämpft und gesiegt haben und nicht der oder die Täter...das find ich am Wichtigsten. Man gibt den Tätern, oft ganz kleinen fiesen, feigen Ratten und hinterhältigen Schissern (wer sonst vergreift sich in aller Heimlichkeit an Kindern oder physisch schwächeren Frauen?) viel zu viel Macht indem man sich nachhaltig von denen durch ihre Untaten das Leben versauen läßt...man sollte den Spieß umdrehen und zusehen, dass die Täter letzlich die Bestraften sind und zumindest ihren Teil abbekommen.

Daher wünsche ich euch zweien dasselbe, dass ihr es ebenfalls schafft die Schatten der Vergangenheit zu besiegen um eine vernünftige Zukunft aufzubauen....je eher desto besser, ihr solltet euch das wert sein...auch wenn ihr dieses Gefühl viell. noch nicht kennt, weil die Untäter, die euch durch ihre erniedrigenden Untaten traumatisiert und das Gegenteil andressiert haben: zu denken ihr wäret es nicht wert, hättet keinen Anspruch auf Eigenbestimmung etc. etc. Über diesen Dressurpunkt müsst ihr euch innerlich konsequent hinwegsetzen um euch selber neu zu bestimmen und definieren und zwar als ein wertvoller Mensch, sonst ist euer Leben nachhaltig im Eimer!

Hilfe und Mithilfe dazu findet ihr in Foren wie diesem, Therapeuten, Lebensberatungsstellen, guten Freunden-wenn vorhanden etc.
Vergessen kann man nie aber lernen die Erinnerungen zu beherrschen, damit die einen nicht länger beherrschen und ggf. krank machen.

Viel Glück dabei!
LG
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
ich habe es auch durchmachen müssen habe mich nie getraut mit jemanden drüber zu reden es macht mich einfach kaputt
 
@müder Engel: tut mir sehr leid für dich und auch wenn's hart und provokativ klingt: schlappe Leistung, dass du dich so leicht kaputt machen lässt!

Ich hoffe sehr du schnallst irgendwann und früh genug, dass es hier u.a. auch um ein Machtspiel geht und das du an sich in der Lage bist hier auch kräftig mitzumischen um dich wieder aufzurichten und eben nicht kaputt zu gehen, dich auf lange Sicht vom Täter kaputt machen zu lassen. Dein Schweigen ist schlecht für dich und gut für den Täter...warum schützt du den Täter und nicht dich? Ich denke du könntest, wenn du wolltest und wenn du dich ein kleines bißchen abgrenzen könntest, wenn du erkennen würdest: du bist wertvoll und hast es nicht verdient kaputt zu gehen. Wenn du ein klein wenig mehr Mitleid mit dir als anscheinend mit dem Täter hättest?

Es liegt an dir: weiterhin schwach und passiv bleiben, oder die Verantwortung für dich selber in die Hand nehmen und dich aktiv freikämpfen, dich nicht kleinkriegen zu lassen von irgendeinem halbgaren Triebtäter. Hilfsmöglichkeiten und Mithilfe kannst du sehr viel bekommen..durch Polizei oder Beratungsstellen, Therapeuten etc.

Würde mich für dich freuen, wenn du es schaffen würdest...daher wünsche ich dir die Kraft dazu aufzustehen und dein Schweigen zu brechen um abzurechnen und mit der Vergangenheit abzuschließen, um nach vorn zu schauen.

Gruß
Tyra
 
Hallo Schattenseite,
ich kann dich sehr gut verstehen. Auch ich habe dieses erlebt und kann dich sehr gut verstehen.Ich weiß bloß nicht wie ich dir helfen soll, da ich selber betroffen bin. Trotzdem möchte ich dir helfen. Wenn du jemandem zum zuhören brauchst bin ich gerne für dich da.
 

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