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weiß nicht, was ich machen soll

  • Starter*in Starter*in GastAnna
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G

GastAnna

Gast
Hallo.
Meine Mutter ist vor 10 Monaten plötzlich an Krebs gestorben. Und seit dem habe ich das Gefühl total den Halt zu verlieren. Es fühlt sich an, als wäre etwas in mir zerbrochen; etwas mit ihr gestorben. Ich wurde immer dazu erzogen, stark zu sein. Meine Mutter hat immer gesagt: Lächle, auch wenn dir zum Weinen zu mute ist. Aber ich hab keine Kraft mehr...Alle denken, es geht mir gut. Doch keiner sieht wie sehr meine Seele leidet. So alleine wie jetzt, habe ich mich noch nie gefühlt. Zwar habe ich Geschwister und mein Vater lebt auch noch; doch an die kann ich mich nicht wenden. Meine Schwester ist im 8.Monat schwanger und ich will sie damit nicht belasten. Mit meinem Bruder habe ich mich nie wirklich gut verstanden, und mein Vater hat uns bereits nach 3 Monate seine neue Freundin vorgestellt. Ich hab das Gefühl, die anderen leben einfach weiter...nur ich schaff es nicht. Nacht für Nacht weine ich mich in den Schlaf, weil mich die Sehnsucht nach einer Umarmung meiner Mutter besonders in den Nachtstunden quält.....Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll.....
 
Es ist nicht schlimm, wenn du mit deinen Familienmitgliedern über die Trauer redest und wenn du auch im Alltag deine Trauer zeigst. Ich finde du solltest mit den Familienmitgliedern, zu denen du ein gutes Verhältniss hast ruhig darüber sprechen, wie sehr du leidest.

Es ist ja noch nicht lange her, dass deine Mutter gestorben ist, da kann keiner erwarten, dass man den Trauerfall so schnell verarbeitet. Du hattest wohl ein inniges Verhältniss zu deiner Mutter und sie war eine sehr wichtige Person in deinem Leben. Deine Geschwister und dein Vater trauern sicher auch noch sehr, aber womöglich können sie sich besser ablenken. Ich glaube sie werden dich verstehen, wenn du mit ihnen redest.

Gehst du denn regelmässig zum Friedhof? Du kannst dich ja um die Grabpflege kümmern, das hilft um die Trauer zu verarbeiten und am Grab kannst du auch Kontakt zu deiner Mutter herstellen, dort kannst du im Geiste mit ihr reden, an sie denken, kannst ihr mitteilen wie du dich fühlst, dass du sie vermisst, du kannst sie auch bitten dir zu helfen die Trauer zu verarbeiten. Ich bin mir sicher in irgendeiner Form ist deine Mutter noch immer bei dir und das wird sie auch immer sein.

Vielleicht würde es dir gut tun eine Therapie zu machen. Du kannst ja mal mit deinem Hausarzt darüber reden.

Alles Liebe und Gute wünscht maryanne
 
Liebe Unbekannte!Auch ich habe den mir wichtigsten Menschen vor bald dreieinhalb Monaten verloren:sie war (und bleibt)wie eine Mutter für mich:34 Jahre lang...Was glaubst Du,wie weh das noch immer tut?Die Mutter ist nun mal die Mutter.Denke lieb an sie und vergiss nicht,die guten Zeiten zu zählen (nicht die problematischen).Du wirst viel Geduld brauchen - doch ich bin sicher,dass Du es schaffst,innerlich mit Deiner Mutter zu sprechen.Wir wissen nicht,was noch kommt,aber Deine Liebe zu Deiner Mutter wird Dich Dein Leben lang schützen.Sicher würde sie Dir helfen wollen!Herzlich Vindobona.
 
Hallo liebe unbekannte,
Dein Beitrag hat mich sehr an mich selbst erinnert, meine Mutter is auch letzten Sommer gestorben, auch völlig unerwartet. Mein Vater ist 15 Tage nach meiner Mutter gestorben, auch wieder völlig unerwartet. Keiner meiner Eltern war krank. Und auf einmal steht man von heut auf morgen da und alles ist anders. Ich hatte und habe immer noch das Gefühl das mich keiner verstehen kann, und das ich total einsam bin, und das ich mit niemanden darüber reden kann. Ich war vor 2 Monten auf einer spezielen Kurl für Mensche die jemanden an den Tod verlohren haben. Ich fand es extrem hilfreich und es hat gut getan mit Menschen zu reden die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und zu merken das diese Gefühle normal sind und ich habe gelernt über den Tod meiner Eltern zu reden. Die Kur habe ich über meinen Hausarzt bekommen. Hoffentlich findest Du jemand mit dem Du reden kannst es ist so verdammt wichtig. Ich wünsch Dir viel Kraft, alles Liebe und den Mut mit Deiner Famielie zureden. Du bist Deiner Schwangern Schwester und Deinem Bruder keine Last und sie trauer auch um Deine Mutter und würden vielleicht auch von einem Austausch über die Gefühle , diemit Dem Tod Deiner Mutter verbunden sind, profitieren.
Ich drücke dich und denke an Dich
Anita
 

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