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Weihnachten ohne Kontakt zur Familie des Partners

Klyptaimestra

Aktives Mitglied
Hallo

ich habe seit längerem keinen Kontakt mehr zur Familie meines Partners. Ich wurde nie richtig warm empfangen in der Familie. Nachdem den Kontakt auf einem Minimum halten nicht geklappt hat, habe ich mich vor zwei Jahren entschieden, den Kontakt abzubrechen.

Normalerweise stört mich das nicht, jetzt gerade um die Festtage macht es mich aber trotzdem traurig. Heute habe ich mich mit Arbeitskolleginnen unterhalten, und die machen über Weihnachten alle etwas mit mit der Familie des Partners. Entweder einen Tag mit der eigenen und einen Tag was mit der Familie des Partners, oder beide Familien feiern gemeinsam. Meine Familie feiert gar nicht mehr, mein Vater und mein Bruder finden Weihnachten unnötig, deshalb treffe ich mich mit meiner Mutter auf einen Kaffee, das wars aber schon. Mein Partner wird wg sein, bei seiner Familie, wo ich nicht willkommen bin. Ihm war es wichtig dort dabei zu sein, da einige Verwandte für drei Tage aus dem Ausland kommen, die er seit Covid nicht mehr sehen konnte. Seine Familie und die der Schwägerin mieten ein Ferienhaus und verbringen die Festtage gemeinsam.

Wie gesagt komme ich normalerweise gut klar, dass ich keinen Kontakt zu seiner Familie habe. Ich bin ja mit ihm zusammen und nicht mit der Familie. Aber in der jetzigen Situation fühle ich mich ausgeschlossen und traurig. Es gab die Tage noch einen anderen Anstoss. Die Eletern meines Ex, mit denen ich ein sehr herzliches und gutes Verhältnis hatte und immer noch habe (mein Ex und ich sind uns immernoch freundschaftlich verbunden), haben mir eine Weihnachtskarte geschrieben. Ich fand das da immer so schön, dazuzugehören. Ich habe es auch so von meiner Familie gekannt, die Eltern des einen schätzten das andere sehr und umgekehrt. Und irgendwodurch bin ich auch neidisch auf die Schwägerin meines Partners, weil sie so warm und herzlich aufgenommen wurde.
 
Bei mir war das ähnlich, die Tochter meines Freundes war sehr gekühlt, sehr komisch, heute weiß ich, sie ist echt schüchtern, zu Fremden ganz besonders. Vorige Woche haben wir zusammen in einem Restaurant gegessen, seine Familie und mir kam vor, am Unkompliziertesten ist ein Mitmachen, ein Dabeisein. Das war ein ganz normaler Treff, es hat geschmeckt und die Leute am Tisch konnten nicht lieblos und unfreundlich sein, denn ich war ganz manierlich, freundlich, locker, aber zurückhaltend, hab keine Fläche geboten, die Unstimmigkeiten auslösen könnte, konnte. Siehe da, die Tochter hat mir ein liebes Geschenk überreicht, das erste Mal, seit ich sie kenne. Schön langsam wirds, ich gebe da nicht auf.

Du könntest mitfahren und einfach die guten Ferientage von Herzen genießen und keinen anderen Ton haben, als sonst bei Reisebegleitern, die zufällig anwesend sind, keinem das Gefühl geben, er sei ein Störfaktor und einfach nur genießen. Bedeckte Freundlichkeit. Dann kann dir nichts passieren.
Träum mal drüber nach.
 
Ich finde gspinnerte Leute komisch, die sehen sich so wichtig an, meinen immer, man mag sie nicht. Man muss sich nicht mögen. Wir haben doch nicht nötig, gemocht zu werden von Leuten, mit denen wir kaum zu tun haben. Ist da deine Erwartung nicht zu hoch?
 
Es waren ganz konkrete Dinge:
  • Es wurde sich über mein Aussehen lustig gemacht, z.B. Gewicht (bin nicht übergewichtig, und sogar wenn das wäre, ungefragte Kommis zum Gewicht sind immer übergriffig), mein Kleidungsstil , meine natürlich Haarfarbe etc.
  • Da ich ihre Sprache (Französisch) nicht perfekt beherrsche, wurde ich immer wieder sehr aggressiv korrigiert. Ich habe immer gesagt, dass man mich sehr gerne korrigieren darf, aber halt in normalen Ton und ohne abwertende Kommentare oder mich nachäffen.
  • Wenn ich irgendwas von meinen Hobbies, meiner Arbeits oder meiner Familie erzählt habe wurde mir mitgeteilt dass man z.B. meine Hobbies langweilig findet. Generell wurde allem, was ich von mir gebe mit Desinteresse begegnet. Die Schwägerin wurde vor mir immer hochgelobt.
  • Das Schlimmste: Die Mutter und später der Rest der Familie haben mir unterstellt, ich würde meinen Partner manipulieren damit er sich nach meinen Wünschen verändert. Er hat sich verändert, und teilweise habe ich ihn motiviert, aber er hat nie etwas wegen mir verändert. Und ich sehe nicht was an den Veränderungen schlimm ist: Er hat angefangen intensiv Sport zu treiben. Er achtet auf Ernährung und trinkt nicht mehr (schon zuvor hat er fast nie). Er spielt keine Videospiele mehr. Er hat seinen Kleidungsstil und seine Frisur zum einfacheren geändert (früher mehr Markenklamotten, heute mehr Naturmaterialien. Früher immer Haargel und regelmässig beim Frisör, heute ein simpler, nicht besonderer Haarschnitt). Er ist weiterhin erfolgreich in seinem Beruf und kennt deutlich mehr Leute als früher durch seine neuen Hobbies. Wie gesagt ging das alles immer von ihm aus, ich habe ihn nur unterstützt.
 
Dazu muss ich noch sagen, dass sowohl die Mutter als auch die Schwägerin psychische Erkrankungen haben, und ich bei beiden uch mal Zielscheibe für Ausbrüche aufgrund ihrer Krankheiten war. (Anschreien, Beschimpfen etc.) Das sind alles Punkte, wegen denen für mich irgendwann klar war, dass ich da nicht mehr hingehe. Mein Partner hat seither auch ein viel distanzierteres Verhältnis zu der Familie. Er möchte sich trotzdem nicht ganz lösen und das respektiere ich natürlich.
 
Ja, wir hatten damals ein Gespräch, er hat sich auch für mich eingesetzt, aber seine Familie sieht das Problem gar nicht ("wir sind doch nur ehrlich").

Es geht mir deswegen auch gar nicht darum, da hingehen zu können, ich will meine Zeit nicht mit Leuten verbringen, die keinen Grundrespekt vor mir haben. Trotzdem bin ich traurig darüber, kein tolle Schwiegerfamilie zu haben.
 
Mach nen Haken dran. Meine Schwiegereltern sind eigentlich ganz lieb, aber sie haben nie grosses Interesse mir gegenüber gezeigt. Dann soll Sohnemann lieber alleine hin und ich mach mir nen netten Tag. Ich werde sie nicht ändern.
Ich kenne es auch anders aus der eigenen Familie. Da kann Weihnachten jeder kommen und ist herzlich willkommen. Mein Mann selbst fühlt sich willkommener bei meiner Familie als bei seinen Eltern. Ärgere dich nicht!
 
Ja, wir hatten damals ein Gespräch, er hat sich auch für mich eingesetzt, aber seine Familie sieht das Problem gar nicht ("wir sind doch nur ehrlich").

Es geht mir deswegen auch gar nicht darum, da hingehen zu können, ich will meine Zeit nicht mit Leuten verbringen, die keinen Grundrespekt vor mir haben. Trotzdem bin ich traurig darüber, kein tolle Schwiegerfamilie zu haben.
Fühl dich doch bitte deswegen nicht traurig. Ich kann das voll nachempfinden aber ich kann mich hier dem User Mipft nur anschließen. Schließ mit der Sache ab und versuche das Beste daraus zu machen. Die haben deine Gesellschaft dann eh nicht verdient...besonders wenn die wissen, dass sie dich bewusst verletzen und das auch noch herunterspielen x(
 

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