Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wechseljahre und Lebenskrise und die Entdeckung der Langsamkeit

Kalli

Neues Mitglied
Hallo,

wenn ich schreibe, ich befinde mich in den Wechseljahren, so ist das eine schamlose Untertreibung. Allerdings trifft das Wort den Kern meiner "Probleme".
Mich hats in eine grandiose Lebenskrise getrieben, die die Notwendigkeit Wechsel auf allen Ebenen erzeugt. Und das mir, die sich mit Veränderung schwer tut. Das nun scheint meine Lernaufgabe dieses Lebensabschnitts zu sein. UNd anstatt hier zu posten, das 95te Beratungsgespräch zu führen, Freunde und Therapeuten vollzujammern sollte ich handeln. Und genau daran scheitert es. Also nicht so sehr am Handeln, sondern am vorher entscheiden.
Diverse Ereignisse haben mich zum ängstlichen Menschen mutieren lassen, der ich sicher in dem Maße früher nicht war.

Ich bemühe mich um eine kurze Zusammenfassung: Die Wechseljahre sind sicher das geringste meiner Probleme, obwohl die Hormone meine Stimmungen pubertär schwanken lassen und die negativ-Ausschläge ziemlich heftig ausfallen. Auch die Tatsache, dass ich fast verblute (Ferritinwerte so, dass selbst Ärzte blass werden) und "eigentlich" die Gebärmutter raus müsste.
Das aber ist der Nebenschauplatz. Tatsache ist, dass ich unter reichlich Ungesundheiten leide, die zur Schwerbehinderung führten. Es geht zu weit, das detailliert zu beschreiben. Leider gibt es viele viele Einzeldiagnosen, aber keiner vermag die dahinterliegende Ursache zu finden. Die Ungewissheit raubt zusätzlich Kraft neben den Symptomen.
Ein EM-Rentenantrag wurde abgewiesen, aber nach Anraten meiner Doc und dem VdK(Sozialverband) bin ich in Klage gegangen, obwohl ich mir nicht so sicher bin, ob das richtig ist und ob ich es will. Ich fühle mich zu jung und die Rente fühlt sich zu wenig an, um darauf eine Lebensperspektive zu bauen.
Sei's drum. Die Ablehnung erfolgte im Oktober. Mein ALG I lief Ende Februar aus, Hartz IV is nicht. So habe ich in der Not wieder selbständig machen müssen, wohlwissend, dass ich auch davon nicht wirklich leben kann (Markt in dem Bereich sehr hart und ich zu leistungsschwach wg. Malässen). Ein bisschen die Hoffnung, irgendwo soft mit 15 Std. zu beginnen, ein bisschen die Hoffnung, dann auch mal mehr zu schaffen, wieder autonom werden.
Eine schwere Situation, aber ich dachte, ok, Du hast einen Partner, die hast Rücklagen, um diese Zeit zu überstehen, wo das Verfahren läuft und freiberuflich kannst Du noch ein paar Euro dazuverdienen. Dazu muss ich sagen, dass ich von meinem LeGe niemals auch nur einen müden Euro gesehen habe, aber ich erhoffte mir zumindest einen Halt durch körperliches und seelisches Vorhandensein.
Aber der entschied sich kurzerhand, dass er suizidal ist, unternahm einen entsprechenden und halbherzigen Versuch anfang des Jahres, um mich dann davon zu unterrichten, dass er dann JETZT auseinanderziehen wolle. Prinzipiell möchte ich ja niemandem im Wege stehen, der auf Reisen geht. Auch wenn das nach 11 Jahren streitarmer (ok, vielleicht etwas Aneinander-vorbeileben) Partnerschaft schon bitter ist. Allerdings gestaltet sich ein solches Unterfangen ohne Einkommen mit Schwerbehinderung in einer Region mit einem heiß umkämpften und teurem Wohnungsmarkt nicht wirklich leicht.

Ich habe nun selber schwere Depressionen. Rutsche sicher auch hormonell bedingt in Stimmungstiefs, die schon nicht mehr als solche zu bezeichnen sind, weil schon jenseits davon. Mich in einer Situation, wo mich der Partner mit einer zu großen und (viel) zu teuren Wohnung allein sitzen lässt (zieht nächste Woche aus) in eine entsprechende Klinik zu legen, wäre in der existentiell bedrohlichen Situation wohl eher kontraproduktiv und würde diese noch mehr eskalieren lassen, für meine seelische allerdings wäre sie mehr als notwendig, da ich hier Zustände habe, in denen mich meine Tiefs streckenweise handlungsunfähig machen und blockieren. Ich habe noch große "Lebenretter" inF orm von "Verwandten", die mir die Notlage etwas erleichtern. Aber ich muss jetzt schnell handeln, der Druck wächst.
Und da liegt der Knackpunkt. Ich bin zu keiner Entscheidung fähig. Wie mietet man eine Wohnung ohne Einkommen? Was ist der Bemessungsmaßstab? Ich zittere innerlich, einen Vertrag mit materiellen Folgen einzugehen, wenn ich nicht mal weiß, was ich mir leusten kann oder sollte. Ist schon klar, so preiswert wie möglich. Bemühe mich auch darum. Aber ich möchte wenigstens nicht auch noch mein altes Umfeld verlieren. Es ist der letzte innere Halt, den ich habe.
Mich beuteln immense Ängste und Sorgen. Ich habe bereits auf kleinsten Ebenen Entscheidungsschwierigkeiten, wie soll in dem Zustand große treffen? Ich bemühe mich darum, diese etwas zu deligieren, indem ich meine "Lebensretter" zu rate ziehen und mich ein wenig an deren Urteil und Rat hänge, sofern es nicht diametral meinen eigenen Bedürfnissen entgegensteht. Es scheint mir besser, als gar nichts zu tun.
Ich bräuchte GANZ dringend praktische Hilfe. Ich bin z.B. durch die Erkrankung Mobilitäts-eingeschränkt, auch wenn man es mir nicht auf den ersten Blick ansieht. So kann ich nicht einfach mal 30 km weit fahren, um mir eine Wohnung in preiswerterer Lage anzuschauen. DAS scheint kaum jemand zu verstehen. Ich leide unter anderem am Morbus Meniere, einer Erkrankung mit heftigem Schwindel, wo ich auch stürze.
Sämtliche Beratungsstellen versagen, selbst die Behindertenberatung des hiesigen Bürgeramtes.
Hinzu kommt eine komplettes Ausgebranntsein von all dem und auch von den Erkrankungen.
An wen könnte ich mich noch wenden? Wer liefert wirklich PRAKTISCHE Hilfe vor allem für das Thema Wohnraum? Wie könte ich das deligieren und an wen (ein Makler ist bereits gescheitert)? Es ist das Thema, was am meisten pressiert, gleich danach das Thema Einkommen, ob nun mit Rente oder ohne. Ich schaffe es derzeit nicht, beide Themen gleichzeitig "abzuarbeiten".
Mir ist nach aufgeben, weglaufen und über die noch schlimmeren Gedanken lasse ich mich hier mal nicht aus.

Vielen Dank fürs Lesen!
Kalli
 
An wen könnte ich mich noch wenden? Wer liefert wirklich PRAKTISCHE Hilfe vor allem für das Thema Wohnraum? Wie könte ich das deligieren und an wen (ein Makler ist bereits gescheitert)?

Hallo Kalli,
das ist keine angenehme Situation und je länger du
verschiebst (Entscheidungen), desto schwerer wird
es. Der Tipp hier (zu den Entscheidungen): sag deut-
lich "Nein" zu allem, was du nicht willst, so reduzierst
du die Zahl der Optionen. Also gleich diejenigen Wohn-
und Einkommensmöglichkeiten ausschließen, bei denen
etwas dagegen spricht und dich nur auf die wirklich in
Frage kommenden konzentrieren.
Gefahren wird man von einem Taxi (auch wenn das
Geld kostet, man kann nicht für alles ein Amt oder
Freunde einspannen, sorry) und Arbeit findet man
über Jobbörsen, Anzeigen, Bewerbungen (also aktives
Bemühen). Auch das kann dir niemand abnehmen - hier
musst du raus aus der passiven Rolle und das Risiko
eingehen, zu scheitern bzw. abgelehnt zu werden. Das
gehört einfach zum Leben in einem auf Wettbewerb aus-
gerichteten Staat dazu. Aber so hast du auch die Chance
auf Erfolg und kannst dann sagen: den habe ich mir
selbst erarbeitet.
Ein Tipp noch zu deinen diversen Beschwerden (weil das
oft übersehen wird und ich mich damit recht gut aus-
kenne): Wurde schon nach deinem Zink-, Jod- oder
Eisenstatus geschaut? Kraftlosigkeit und unklare, viel-
fältige Beschwerden hängen häufig mit einem von den
dreien zusammen. Ein grober, intuitiver Test dazu und
zu vielen anderen Nährstoffen findest du auf der Seite
http://www.vitamineraltest.de/ (kostenlos, anonym). Es wäre
ja das Ideale, wenn du selbst wieder so weit zu Kräften
kämst, dass du einen Großteil der Aufgaben selbst be-
wältigen kannst, oder?

Alles Gute für jeden Schritt!
Werner
 
Hallo Kalli, in welcher Region lebst du? Falls München, könntest du hier um Hilfe bitten: VIF , die Leute sind sehr engagiert und können einem gute konkrete Hilfen und auch Rat bei der Suche nach den richtigen Anlaufstellen bieten.

Falls nicht München: es gibt die Möglichkeit, mit den Allgemeinen Sozialdiensten (ASD) bzw. Kommunalen Sozialdiensten (KSD) in deiner Gegend Kontakt aufzunehmen, damit habe ich gute Erfahrungen mit konkreten Hilfen in Krisensituationen gemacht, beispielsweise habe ich von dort in München eine Begleiterin zum Sozialamt und Wohnungsamt bekommen, als ich selbst kaum noch handlungsfähig war.

Falls du da nicht weiterkommst melde dich nochmal, es gibt sicher hier einige Leute, die dir mit passenden Anlaufadressen weiterhelfen können.

Wünsch dir alles Gute und viel Kraft!
 
Hallo und lieben Dank für schnellen Antworten!
(hoffe, es kommen noch mehr)

@Werner: Ja, das negative Auswahlverfahren fäll mir auch bedeutend leichter als andersherum. Nur sage ich dann letztlich zu nahezu allem "nein" :-/.
Irgendwie befinde ich mich seit dem Suizidversuch meines LeGe und der Trennung in einer Art Schocklähmung, muss eine Art Trauma sein oder so.

Konkret habe ich derzeit zwei Wohnungen an der Hand, was schon ein halbes Weltwunder ist angesichts der Tatsache, dass ich mich ohne Einkommensnachweis beworben habe (ich bin ja erst seit März offiziell wieder Freiberuflerin). Beide Gesellschaften haben ok zu meinen Unterlagen gegeben. Die eine kann ich aber noch nicht besichtigen, weil sie noch renoviert wird (obwohl ich schon gebettelt bis genervt habe darum). SIe ist bezahlbar und auch HARTZ IV-sicher, wenn man bedenkt, dass mir jeder Arzt locker ein Attest schreibt, dass ich nicht umzugsfähig bin. (übrigens auch nicht arbeitsfähig, aber dazu weiter unten). Die andere ist etwas teurer (ca. 40 Euro), Traumlage für mich (nahe S-Bahnhof und Parallelstraße zur jetzigen Wohnung). Ich werde am 15. die Entscheidung fällen müssen, ob ich letztere nehme, sonst ist die weg. Die preiswertere hätte ich lieber (auch sehr gute Lage, einen S-Bhf. weiter). Wie kann ich erreichen, dass ich die nun wenigstens rechtzeitig noch sehe?

Gestern habe ich mir 9 (neun! für mich selbst in guten Zustand eine Herausforderung mit derzeit sehr starken Blutungen, einer autoimmunen Muskelerkrankung, Knocheninfarkt im Bein, Schwindel etc.) Eigentumswohnungen angeschaut, da es die Wohnungen (einfach Wohnlage in guter Gegend) gleich gegenüber von der jetzigen nur noch im Verkauf gibt. Ich weiß nicht, wie sonst an die Eigentümer drankommen. Also auch Kauf erwogen...
"Nebenbei" noch andere angeschrieben, Termine gemacht, besichtigt, etc.pp.

Das mit dem Job - auch der minimalen Art - versuche ich bereits seit Langem. Ich habe zwei Anfallsleiden, die Kälteagglutininerkrankung, Muskelerkrankung, , uswsf., will sagen: Auch ein Job muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit ich ihn ausüben kann. Ich habe mich beworben und hatte vor 2 Jahren ein Angebot beim Immobilienmakler kurz, bevor ich eine REHA antreten sollte. Erstens hätte ich die REHA absagen müssen und zweitens sollte ich Urlaubsvertretungen von 40 Std/Woche machen, was definitiv nicht mehr drin ist, auch beim besten Willen nicht. (das Arbeitsam hatte mich für arbeitsunfähig erklärt, die Rentenversicherung für arbeitsfähig für leichte Tätigkeiten, halt je nachdem, wie es ihnen passt, damit sie nichts zahlen müssen)
Sobald ich das Wohnungsthema durch habe, möchte ich direkt durch die Straßen hier tingeln und direkt anfragen, ob jemand Bedarf hat, derzeit und obwohl es mir mehr am Herzen liegt als das Wohnungsthema, überfordert es mich einfach.

Werner, es gibt keine unklaren Beschwerden, sondern viele Einzeldiagnosen, wo man nicht die zugrundeliegende, übergeordnete Erkrankung kennt, sondern vermutet. Das reicht von MS über Leukämie, am wahrscheinlichsten eine Kollagenose, bis hin zu anderen, noch exotischeren Erkrankungen. Anzeichen für die genannten tage ich alle, man kann es nur nicht dingfest machen.
Im Posting Nr. 1 schrieb ich bereits von meinen schlimmen Ferritinwerten und der eigentlich derzeitigen Notwendigkeit, die Gebärmutter entfernen zu lassen ( ich blute - gerade heute - so stark, dass es mir die Beine runterläuft und das viele Tage im Monat. O-Ton meiner Gyn: Wenn Sie so weitermachen, werden Sie demnächst verbluten. Tja. Grund sind 3 versch. Blutgerinnungsstörungen, die da offenbar wechselwirken.)

Ich habe durch eine Autoimmune Gastritis VitB-Mangel, eine VitD-Mangel und eben auch die Ferritinwerte (Eisenspeicher) kurz vor 0.
Ja, ich wünsche mir seit 5 Jahren wieder so zu Kräften zu kommen, dass ich allein kann. Ich habe zu gesunden Zeiten so ziemlich als alles schon gearbeitet.
Nur gibt es eine Grenze. Meine Verwandten, die mich unterstützen, sind mit ihren 80 wirklich fitter als ich.
Ich brauche da wirklich kleinklein am Anfang und in der Hoffnung, dass die Medizin mir endlich weiterhilft und ich ev. auch mal wieder Teilzeit schaffe *träum*.

@Fritzie:
Ich lebe in Berlin. Danke Dir für Deine beiden Anlaufstellen! Kenne ich beide noch nicht. Eventuell noch Caritas oder so. Genau das wünsche ich mir, jemand, der mich begleitet und mir dann im rechten Augenblick auch den nötigen Schubs gibt ;-). Eine Freundin mit vermutlich derselben Grunderkrankung (Kollagenose) hat einen Betreuer, der für sie die Amtsangelegenheiten regelt. Der ist auch von der Kirche glaube ich.

Ganz lieben Dank für Eure Antworten!!

Kalli
 
Hallo Kalli, willkommen im Club. 😀 Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber deine Überschrift sagt alles. So fing es bei mir auch an. Erst im Februar 10 ein leichter Zusammenbruch,
am 03.07. Schlaganfall und am 20. 10.10 pychischer Komplettzusammenbruch. Nun bin ich seit einem halben jahr zu Haus und warte auf die Dinge die da endlich mal passieren sollten.
Für Rente fühle ich mich auch noch zu jung , also erstmal Reha und dann sehen wir weiter.
Die Stimmumgen wechseln so schnell wie das Wetter. 🙄 Ich war immer flott und überall present und nun hänge ich zu haus und nichts geht mehr. Die Worte " Mal schnell" sind aus meinem Wortschatz verschwunden . Also es geht alles Langsam und ob du es glaubst oder nicht, daran kann man sich gewöhnen.
Was die Wohnungsuche anbelangt , da war ich vergangenes jahr richtig Profi. Habe ein Gesuch in märkten ausgehangen und schon klingelte das Telefon.
Nun lebe ich seit 1 1/2 jahren als Single und wenn man den Kopf nicht ganz in den Sand steckt, dann kommt man da wieder raus. Ich fühle mich eben ganz gut betreut von meinem Phychiater, Phychologe und die KK da kann ich auch stets anrufen , es wird mir immer geholfen.
Zudem hat jede Gemeinde eine Frauenbeauftragte, vielleicht kannst du da mal anrufen, wenn du nicht weiterweist. Die geben dir dann Telefonnummern , wo du dich hinwenden kannst.
 
Hm, also wenn die Wohnung 1 okay ist und du die Chance
hast, dann nimm die einfach und ignoriere die anderen
Angebote, Punkt. Etwas kaufen kannst du ja später immer
noch und notfalls sogar umziehen.

Mit dem Eisen: wird da was dagegen unternommen? Falls
du Eisenpräparate nimmst und die nicht anschlagen, könnte
dein Vitamin B12-Spiegel zu niedrig sein (auch Folsäure).
Lass das mal überprüfen und (per Spritze direkt ins Blut)
ausgleichen. Grade B12-Mangel wirkt oft wie MS oder ande-
res und wird glatt übersehen. Vitamin B12 ist vor allem in
Innereien verfügbar enthalten - wie ernährst du dich denn
in dieser Hinsicht?

Ich finde es gut, dass du nicht aufgibst - dass man einen
leichten bis schweren Schock nach dem Miterleben eines
Suizidversuchs haben kann, ist verständlich. Als sich einer
meiner Brüder vor vielen Jahren das Leben nahm, brauchte
ich auch extrem lange, um wieder völlig normal (wenn das
überhaupt möglich ist) zu werden.

Gruß, Werner
 
Hallo und lieben Dank für die neuen Antworten!

@Katrin: Ohjee, da hast Du mit Deinem Schlaganfall aber auch schon einiges durch! Weiß man die Ursache? Ich habe auch einen Hirnbefund, wo entweder ein entzündlicher Prozess oder aber auch ein Schlaganfall vermutet wird (daher rührte auch der MS-Verdacht).
Ich hoffe sehr für Dich, dass Du den Schlag ohne größere Schäden überwunden hast und auch nun Prophylaxe betreibst.

Ich gewöhne mich leider schon seit 5 Jahren an "Langsam", seitdem ich den 2. Schub hatte. Nach dem ersten hatte ich mich immerhin soweit gerappelt, dass wieder Teilzeitarbeit drin war. Vom zweiten aber habe ich mich nie wieder richtig erholt. Ich hatte ein dreiviertel Jahr im Bett gelegen. Vieles hängt wohl auch mit dem Misstrauen in den eigene Körper zusammen.

Inzwischen habe ich wegen der "Anpassungsstörung" auch eine Therpeutin. Zu akzeptieren, dass man eben nicht mehr so ist und kann, wie "vorher", ist sehr schwer. Auch ich war mal sehr dynamisch, absolut multitasking-fähig und "so lebensbejahend", wie eine Freundin letztens sagte.

Da mit der Frauenbeauftragten ist auch noch mal eine Idee. Ein bisschen Coaching erfahre ich von einem Frauenverein, Raupe und Schmetterling. Was leider immer fehlt, ist wirklich praktische Hilfe. Mitkommen, beraten, evt. auch mal hinfahren, etc.

Dei Wechseljahre kommen seit ca.1,5 Jahren einfach noch als ungeliebtes I-Tüpfelchen oben drauf und ich hoffe sehr, dass sie mir nicht lange erhalten bleiben.

@Werner:
Naja, die Chance hätte ich jetzt gern konkret mit der Wohnung 1. Nur: irgendwie melden die sich nicht wg. der Besichtigung. Die haben mir gesagt, sie wollten erst renovieren, bevor sie besichtigen lassen. Das ist absolut blöd, weil der Typ mit Wohung Nr. 2 (teurere) am 15. aus dem Urlaub kommt und wenn ich dann nicht zugreife, ist sie weg. Ohne, dass Wohnung 1 in irgendeiner Art und Weise sicher wäre. Mir sind bereits vorigen MOnat ZWEI Wohnungen auf den letzten Drücker durch die Lappen gegangen, weil ich zulange zögerte. Das heißt jedesmal: Noch eine Monat länger die Doppelmietzahlungen oder in meinem Fall: Dreifachmietzahlungen (meine Miete, die meines LeGe UND ggf. die sich überschneidende mit der neuen Wohnung, super nicht? Das nenne ich mal rausgeschmissenes Geld)

Ich bekomme Eiseninfusionen. Nur, auch das läuft ja unten raus wie's oben nachgeschüttet wird. Ist so wie bei einer lecken Kanne. Da kannst Du oben Kaffeepulver reinschütten, da bleibt auch nicht viel hängen, wenn unten ein Loch ist.

Durch die A-Gastritis zerhaut es mir den Intrinsic Factor, d.h., auch orale VitB Aufnahme ist halbwegs witzlos (O-Ton med-Prof neulich: "Da können Sie ebenso gut Bonbons lutschen."), da meine Magenschleimhaut, oder das, was davon übrig ist, es gar nicht mehr, bzw. kaum noch - bin ja noch nicht im Endstadium - aufnimmt oder verwertet. Es gehen nur Spritzen 🙂. Ich bin "kachektisch", das ist so das Synonym für "anorektisch", nur mit organischer Ursache. Das liegt an der "zehrenden Erkrankung" und er Malabsorption. Kommt nüscht an. Das wird lustig bei Hartz IV. Ich esse viel Leber, ausschließlich Wild und Fisch, wenn Fleisch und Gemüse. Wenn es geht. Sonst Grießbrei und Diät (weil fettarm, siehe Posting zuvor) -Schokopudding.

Danke, Werner, für die aufmunternden Worte. Gestern hatte ich leider ne heftige Migräneaura. Da konnte ich nichts mehr posten. Naja, im Grunde gebe ich gerade auf :-/.

Ich glaube auch, das sitzt, Ich bin ja froh, dass mein LeGe das nicht hinbekommen hat und der Versuch auch halbherzig war und nun kräftig als Druckmittel verwendet wurde, um Sachen durchzudrücken. Funktioniert bei mir prima, denn meine Mutter war auch suizidal. Da springt man voll drauf an. Dennoch bin ich froh, dass ich es nicht vollendet miterleben muss. Ich glaube Dir, dass das lange gebraucht hat und dass Du es ganz sicher nie los wirst. So etwas macht etwas mit einem und man verändert sich.

Herzliche Grüße
Kalli
 
Hallo kalli, was die Wohnungssuche anbelangt, kann ich dir den Tip geben , mal einen Aushang in den Einkaufsmärkten zu machen. Da finden sich da dann schneller Wohnungen , wie man denkt. Und vorallem zu fairen Preis, da diese nicht über Vermittlungen laufen. Und jetzt zum We ist viel Publikumsverkehr, da soll sich doch wohl was finden.
Gegen deine Gastritis, kann ich dir raten, auf keinen Fall Zucker und Weismehl. Ich hatte das damals in ähnlicher Form. Habe vom Dok den Rat mit Flosamen und Iberogast bekommen.
Muss sagen, das hat mir mega geholfen. Flosamen reguliert den Darm und das Iberogast lindert die Entzündungen. Vielleicht konnte ich dir damit weiterhelfen.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
M Wechseljahre Ich 4
I Lebenskrise? Wie komme ich da raus? Ich 10

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben