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Was tun, wenn die "Lebenslast" zu schwer ist?

Ostergesetz

Aktives Mitglied
Ich wünschte manchmal, dass ich an einen netten Gott glauben könnte.
Mehr als einmal habe ich versucht mit ihm zu sprechen, ihm zu erklären, dass ich das Paket, das er mir zu tragen gegeben hat, nicht mehr weiter tragen kann. Es erdrückt mich und ich kann nicht weiter gehen, weil es so schwer ist.
Ist es möglich, dass Gott mich nicht leiden kann?
Und wenn er mich doch mag und es eine dieser berühmten "Aufgaben" ist, wieso erleichtert er nicht die Last, wenn er sieht, dass ich nicht so viel tragen kann?
Manchmal wünschte ich an Gott glauben zu können um einen Sinn in der ganzen Quälerei zu sehen, aber das kann ich wohl nicht.
Leben ist Kampf, muss ich mich damit abfinden ala "jeder trägt seine persönliche Last"?
Und was ist, wenn ich eines Tages wirklich keinen Schritt mehr weiter gehen kann?
 
Du kannst.....

Dir wurde das Leben geschenkt/gegeben weil du ja genau --> DUUUU, stark genug bist es zu leben!
und hej Gott liebt dich!!
 
Hallo Ostergesetz,

die Frage, warum Gott einem so viel zumutet und ob es denn nicht genug ist, ist menschlich. Viele Menschen scheitern an der "Warum-Frage" und übersehen dabei, dass wir nur einen begrenzten Horizont haben und nicht sehen können, was Gott mit dem, was er uns manchmal erleiden lässt, bezweckt.

Vertrauen ist die Antwort. Wenn wir das Geschenk von Jesus, der an unserer Stelle am Kreuz gestorben ist, annehmen und ihm unser Leben übergeben, werden uns alle Dinge zum Besten dienen. Selbst dann, wenn man oft an vielem aus der jetzigen Warte nichts Gutes wahrnehmen kann.

"Warum lässt Gott so viel Leid zu? Warum trifft es gerade mich?" fragt man sich - Weil Gott einen zu sich ziehen möchte. Gott möchte, dass Du Dich an ihn wendest. In der Hinwendung zu ihm und dem Vertrauen auf ihn liegt Segen. Auf einmal machst Du ganz wunderbare Erfahrungen, die anderen, die nicht in ihm eine "neue Kreatur" geworden sind, vorenthalten bleiben. - Das ist eine Wahrheit ... Wenn Du Jesus hast, hast Du ewiges Leben und Dir kann nichts mehr passieren. Das heißt nicht, dass das Leben auf dieser Erde immer einfach sein wird.

Das Lied "Von guten Mächten" von Dietrich Bonhoeffer passt wunderbar zu Deinen Fragen und Sorgen. Wir haben zwar jetzt nicht Weihnachten, aber auch "Der Freundliche" solltest Du Dir anhören.

Hier die Links:

GLASHAUS - Von guten Mächten - YouTube

Weihnachten 2012 - "Der Freundliche" - YouTube

Du brauchst nicht zu hadern. Gott ist für Dich da, bete und vertraue ... Dann wirst Du erleben, wie das Licht in Dein Leben kommt...

Alles Liebe für Dich, Ostergesetz!

Rosengewaechs
 
... muss ich mich damit abfinden ala "jeder trägt seine persönliche Last"?
Und was ist, wenn ich eines Tages wirklich keinen Schritt mehr weiter gehen kann?

Ach, Ostergesetz, ja, was denn sonst, ich meine die persönliche Last. Du kannst sie religiös überformen, ihr einen "Sinn" geben, aber welchen Sinn hätte das? Ich weiß nicht, worin Deine Not liegt, was Du erleidest, aber woher kommt die Frage nach jemandem, der sie rechtfertigen könnte? Das Wichtige ist, dass Du noch viele Schritte gehen kannst; wenn mit einem Gott, ist es gut, wenn ohne einen Gott, auch.

Rosengewächs, entschuldige, aber Deine Worte erscheinen mir als Hohn, obwohl ich weiß, dass Du sie als solchen nicht meinst. Dass Jesus zum Beispiel nicht für mich am Kreuz gestorben ist, ist gewiss. Das ist eine Kindergeschichte. Wenn ich gewusst hätte, dass er sich annageln lässt für mich, wäre ich auf den Hügel gelaufen und hätte die Römer mit der Hellebarde bedrängt, diesem Unfug nicht zu folgen. Er wurde verurteilt, weil er gestört hat, andere Priester, so die schon reichlich kunstfertige Überlieferung. Mehr nicht. So sehr von fanatischen Selbstmord-Attentätern ist die Geschichte nicht entfernt. Und doch, ich empfinde diese Worte, die Du geschrieben hast, als Hohn auf einen Schmerz, den Ostergesetz nicht bewältigen zu können scheint. Nicht, weil mir ein Gott geradewegs sonstwo vorbeigeht, sondern weil es so schlicht und respektlos ist. Ohne jedes Hinsehen. Hauptsache die Hände falten. Um es recht zu sagen: Ich glaube, dass es sehr viele Menschen in einem Glauben gibt, die tatsächlich anderen helfen - wenn sie den Glauben dazu brauchen, sei es gut -, aber die erleben wohl auch Schlimmeres als Deine harmlose Antwort vermuten lässt. Wenn sie die Kraft, dies zu ertragen, in dem Glauben an einen Gott finden, genügt es. Es gibt aber auch Wege ohne einen Gott. Und dieses Kanzelsprechen von Dir ist so kalt. - Wie ist das eigentlich mit dem begrenzten Horizont der Menschen - bist Du nicht auch einer? Du weißt aber dennoch, was Gott will, Dich zu ihm ziehen? Ich bin gerade auch sehr schwer erkrankt, dieser Gedanke käme mir lächerlich vor. Ein ewiges Leben? Was soll das? Wozu? Es gibt lebende Menschen, die sich erinnern und die ihnen lieben Menschen wertschätzen, trauern, sich freuen, jemanden erlebt zu haben, all das. Das ist viel mehr als dieser Ewigkeitshumbug. Es gibt nur die lebenden Menschen, die leiden oder Freude haben. Wenn Du für diesen Gedanken einen Gott brauchst, bene.

Ostergesetz, entschuldige diesen Ausflug in die Rosen, Worte, die aber auch eine Antwort auf Deine Frage sein sollten, ob Dich ein Gott nicht leiden könne. Die Frage ist nicht zu beantworten und, wenn Du mich fragst, die Frage falsch. Einem Gott fragen zu stellen ist so einfach, wie von ihm beglückt oder enttäuscht zu werden. - Viel wichtiger ist: Was ist es, das Du nicht tragen kannst?
 
Ich wünschte manchmal, dass ich an einen netten Gott glauben könnte.
Mehr als einmal habe ich versucht mit ihm zu sprechen, ihm zu erklären, dass ich das Paket, das er mir zu tragen gegeben hat, nicht mehr weiter tragen kann. Es erdrückt mich und ich kann nicht weiter gehen, weil es so schwer ist.
Ist es möglich, dass Gott mich nicht leiden kann?
Und wenn er mich doch mag und es eine dieser berühmten "Aufgaben" ist, wieso erleichtert er nicht die Last, wenn er sieht, dass ich nicht so viel tragen kann?
Manchmal wünschte ich an Gott glauben zu können um einen Sinn in der ganzen Quälerei zu sehen, aber das kann ich wohl nicht.
Leben ist Kampf, muss ich mich damit abfinden ala "jeder trägt seine persönliche Last"?
Und was ist, wenn ich eines Tages wirklich keinen Schritt mehr weiter gehen kann?

Es gibt manche Glaubenssätze, dass die "Seele" einem nur die Erfahrungssituationen im Leben bescheren würde, die ein Mensch auch verkfraften kann.

Wenn sich Dein "keinen Schritt mehr weiter gehen kann" auf das Körperliche bezieht, dann würdest Du ab dem Punkt Hilfe von anderen Menschen benötigen.

Bezieht sich Dein Satz "keinen Schritt mehr weiter" auf das Psychische, so wirst Du die Lasten verteilen lernen müssen, bzw. vielleicht auch Dinge des bisherigen Lebens aufgeben lernen müssen.

Manchmal ist es die Sichtweise; manchmal sind es auch bestimmte Gewohnheiten, die einen belasten können.
 
Ich wünschte manchmal, dass ich an einen netten Gott glauben könnte.
Mehr als einmal habe ich versucht mit ihm zu sprechen, ihm zu erklären, dass ich das Paket, das er mir zu tragen gegeben hat, nicht mehr weiter tragen kann. Es erdrückt mich und ich kann nicht weiter gehen, weil es so schwer ist.

Wieso nur versucht? Ausserdem, vielleicht sollst du gar nicht weitergehen sondern mal kurz stehenbleiben.

Ist es möglich, dass Gott mich nicht leiden kann?
Und wenn er mich doch mag und es eine dieser berühmten "Aufgaben" ist, wieso erleichtert er nicht die Last, wenn er sieht, dass ich nicht so viel tragen kann?

Manchmal wünschte ich an Gott glauben zu können um einen Sinn in der ganzen Quälerei zu sehen, aber das kann ich wohl nicht.

Wie kannst du Gott um etwas bitten wenn du nicht an ihn glaubst?

Leben ist Kampf, muss ich mich damit abfinden ala "jeder trägt seine persönliche Last"?
Und was ist, wenn ich eines Tages wirklich keinen Schritt mehr weiter gehen kann?

Warum denkst du schon an das morgen, wo du mit dem Heute keum fertig wirst?

An Gott zu glauben reicht nicht. Die Erde wurde keine Scheibe obwohl viele daran glaubten. Man muss Gott leben. Manchmal testet Gott Menschen in dem er ihnen sehr schwere Aufgaben uebertraegt, ob sie nicht ihren Glauben in Gott verlieren.
 
@Rosengewächs

Ich habe schon länger aufgehört zu beten. Es nützt ja doch nichts. Vielleicht bin ich nicht der gläubige Typ, ich weiß es nicht.

@Sperata

Fragt sich nicht jeder nach einer Rechtfertigung seines Leids? "Warum ich?" fragen sich sicherlich viele Menschen und das zu recht. Es gibt vielleicht keine Antwort darauf, oder man sagt es sei eben "Schicksal", aber dass es keine Antwort gibt, macht es nicht leichter.
Was ich nicht tragen kann? Ich kann die Situation nicht tragen in der ich aufgewachsen bin. Sie kommt wie ein Bumerang immer wieder zurück zu mir und trifft mich jedes Mal aufs Neue. Ich kann nicht mehr tragen, dass ich nicht helfen kann, nicht heilen kann. Meine Mutter ist krank und wird nie wieder gesund werden. Und ich kann nur da sitzen und es abnicken, ich hab keine Wahl. Ich kann nichts dagegen tun, dass ihr niemand hilft, ich kann nichts dagegen tun, dass ich nicht mehr im Stande bin diese zu tun.

Das beantwortet auch gleich Eschten Kutschers Frage...es ist eine psychische Last und ich kann sie nicht verteilen. Niemand kann mir die Verantwortung abnehmen, es gibt kein Teilen der Last.
 
Und wenn er mich doch mag und es eine dieser berühmten "Aufgaben" ist, wieso erleichtert er nicht die Last, wenn er sieht, dass ich nicht so viel tragen kann?

Weil du derjenige bist, der diese Last erleichtern kann und soll, Ostergesetz?

Die Verarbeitung der Geschehnisse der Vergangenheit, die Veränderung und Erweiterung der Sicht auf die belastenden Dinge, das tiefere Verständnis der Zusammenhänge, die dazu geführt hatten, die Entdeckung des Sinns von manchem Leid und dadurch, größere Bereitschaft es anzunehmen - all das, wenn es wenigstens zum Teil gelingt, kann der Last, die du trägst, etwas von ihrem Gewicht nehmen..

Diese Fähligkeiten umd Möglichkeieten haben wir mehr oder weniger alle, finde ich, und auch die Möglichkeit eine Unterstützung dafür zu bekommen.

Liebe Grüße,
Lenja
 

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