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Was soll ich nur tun? Es nimmt kein Ende

  • Starter*in Starter*in Sahara
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Hallo Sahara,

zunächst einmal müßtest du versuchen die Sache etwas gelassener und mit mehr Abstand zu sehen. Damit wäre es sehr viel leichter für dich.
Und um das zu trainieren und zu lernen kann ich dir nach wie vor eine psychologische Beratung empfehlen, zumal du ja auch tatsächlich durch einen hochkochenden Mutter-Verfolgungswahn verrückt werden könntest!
Tu was dagegen!
Und außerdem: ist doch egal, wenn irgendwelche Arbeitsamtler mißtrauisch gucken, du gibst ne schriftliche, notfalls eidesstattliche Erklärung ab, und fertig ist die Kiste. Das was dich mit dem Amt verbindet ist nicht ne persönliche Beziehung und Abhängigkeit sondern rein geschäftlich.

Und es liegt allein in deiner Macht dich "vom Acker" zu machen und dem Zugriff deiner Mutter wirksam zu entziehen.
Halte dich nicht damit auf zu bejammern und zu beklagen wie niederträchtig und böse deine Mutter ist, sondern vergiß die Frau und kümmer dich um dein eigenes Leben. Du packst das schon. Kann ja nur besser werden!

Gruß
Tyra

Nachtrag: ich les grad: du bist noch nicht ausgezogen?? das erschwert natürlich alles (auch ALG II) um Einiges. Sieh zu dass du sofort wegziehst, notfalls erstmal in ein WG-Zimmer...oder frag mal bei der Diakonie oder anderweitigen Sozialen Beratungsstellen vor Ort.
 
Hallo zusammen,

vielen, vielen Dank für eure lieben Antworten, aus denen ich wirklich Kraft schöpfen kann.Meine Tränen sind versiegt.
Ja, der Gedanke das meine Mutter "krank" ist habe nicht nur ich oft, sondern so einige. Aber es ist so schwer das nach Aussen hin glaubhaft zu machen, zu dem sie eine hohe Stelle hat und viel Verantwortung trägt. Manchmal habe ich das Gefühl sie kompensiert bei ihrer Arbeit all das was in ihrem privaten Leben schief gelaufen ist. Das Schlimme ist das sie mir sehr oft auch leid tut, weil sie nicht glücklich ist, nie sehe ich sie lächeln, Freunde hat sie keine, sie isoliert sich selbst. Und vielleicht fühlt sie sich einfach besser indem sie mich fertigmacht. Oft denke ich auch das es damit zusammenhängt das sie mir mein junges, eigentlich freies Leben nicht gönnt, weil sie früh heiratete und Kinder bekam und erst später sich wirklich emanzipieren konnte. Sie hat mich schon immer unterdrückt, mich nie wirklich leben lassen, mich von der Schule ferngehalten, mir meine langen Haare abgeschnitten, etc.
Gewiss, es ist krank. Aber ich weiss auch nicht wie ich ihr helfen kann. Ich weiss das ich mich ersteinmal um mich selbst kümmern muss, und ich werde mich nicht durch meine Wut und Verzweiflung führen lassen. Im Grunde genommen hätte ich ja darauf vorbereitet sein müssen. Sie braucht mich, weil sie sonst niemanden hat dem es "schlechter" geht als ihr. Jeder meiner Versuche von ihr wegzukommen scheiterten daran das sie irgendwann reumütig wurde und den Behörden ein melodramatisches Theater vorspielte, worauf ich immer und immer wieder reingefallen bin weil ich so glücklich war das meine Mutter "lieb" und nett war. Aber ich will mir selbst keine Vorwürfe machen denn ich gab ihr diese Chancen weil ich eben nur ein Kind/ eine Tochter war/ bin die von ihrer Mutter Anerkennung und geliebt sein will.
Es ist sehr schwer sich klar machen zu müssen das man ohne diese Anerkennung leben muss, und ich habe immer angst gehabt das ich das später irgendwann krankhaft zu kompensieren versuche. Nunja, aber ich sehe, hier im Forum, das ich nicht die einzige bin die solche Eltern hat, und es tut gut zu wissen das es Menschen gibt die etwas ähnliches durchlebt haben und wissen wie es sich anfühlt, dieser Zwiespalt, diese Ambivalenz, zwischen Hassen und gleichzeitig geliebt werden wollen...die Verzweiflung weil man nicht begreift was man falsch gemacht hat um so behandelt zu werden.
Irgendwann beginnt man wirklich sich zu fragen ob der Fehler nicht an einem selbst liegt, aber dann denke ich mir das ich immer zu meiner Mutter stand, bis zu dem Tag an dem ich mich wehren musste weil ich es nicht mehr ertrug.
Wenn sie krank ist, ist es verständlich das sie meinen Abstand als tiefe Beleidigung empfindet und sich gar nicht darüber bewusst ist das man von ihr geht weil sie einen vergrault.
Ich liebe meine Mutter trotzalldem, vorallem wenn ich daran denke wie sie vor vielen, vielen Jahren war, bevor sich meine Eltern getrennt haben. Ich erinnere mich noch daran wie sie immer sagte sie wolle nicht wie ihre eigene Mutter werden die sich brutal misshandelt hatte. Das meine Mutter trotzdem genau, wenn nicht sogar schlimmer als ihre eigene Mutter geworden ist und ich mich in der selben Rolle befinde die sie vor 20 Jahren innehatte, muss sie doch bemerken. Ich denke sie ist zu stolz um sich diesen Fehler einzugestehen.
Wieder einmal eine Frage an euch...an Micky, Tyra, Puma,.ihr, die selbst solche Eltern hattet...seid ihr manchmal, irgendwie...in genau die selbe Rolle wie eure Eltern gefallen?
Ich weiss, eine sehr direkte und indiskrete Frage, ihr müsst sie natürlich nicht beantworten. Mich treibt nur die Neugier und die angst ich könnte eines Tages genauso werden wie sie...weil traumatisiert...weil...nicht anders gelernt...versteht ihr was ich meine?
Tut mir leid, ich musste das alles niederschreiben.
danke an alle,
Sahara
 
Hi Sahara,

gut, das du das alles niederschreibst und rausläßt! Das ist total wichtig, damit du nicht an dem ganzen Mist und Hass, der sich in einem aufstaut, erstickst!

Ähnlich war es bei mir mit dem Gedanken auf die väterliche Anerkennung verzichten zu müssen. Es war hart diesen Schritt zu tun und zu sagen: nein, ein Vater, der mich so behandelt, dessen Anerkennung will ich nicht mehr.
Aber andererseits hat es geholfen selbständig zu werden. Paradoxerweise habe ich jetzt nach etlichen Jahren gerade dadurch, dass ich mich so hartnäcking distanziert und gelöst habe, die väterliche Anerkennung im Nachhinein erhalten. Sie ist mir aber jetzt nicht mehr wichtig, sondern wichtiger ist mir eher meine eigene Anerkennung und die von mir wirklich nahestehenden Menschen.

Und ja ich bin auch in die Elternrolle gefallen (allerdingst ne andere und bessere) indem ich in 1-2 längeren Gesprächen vor einigen Jahren meinen Eltern ruhig und sachlich erklärt habe, was an ihrer damaligen Pädagogik Mist war und wie man es besser hätte machen können. Dazu habe ich neue Verhaltensregeln aufgestellt, d.h. die Bedingung gestellt, dass wenn meine Eltern Kontakt zu mir haben möchten, sie mich auch mit gebührendem Respekt zu behandeln haben. Das hat hingehauen. Aber erstmal war dazu ein vollständiger Schnitt und eine vollständige Ablösung notwendig, auch wenn das natürlich sehr hart war. Mich haben aber damals andere Beschäftigungen mit Studium, neue Stadt, neue Leute und Freund etc. aufgefangen und ich hab mir dann später in Studium, Jobs und neuen Freundeskreis die Anerkennung holen können, die man als soziales Wesen so braucht. Daher vermisse ich heute die damals versagte erlterliche Anerkennung kein Stück mehr.

Die Frage ob ich mal genauso werden kann, wie meine Eltern hat mich auch beschäftigt. Allerdings habe ich mich seit meiner Kindheit bemüht herauszufinden ob es nicht anders geht und habe konsequent andere Wege beschritten. Ich denke das Ganze ist ne Sache der Gewohnheit. Schlechte Verhaltensangewohnheiten kann man sich mittels bewußter Selbstbeobachtung und Umlenken etc. auch wieder abgewöhnen. Wo ein Wille ist, da ist auch immer ein Weg. Also mußt du dir darüber keine Sorgen machen. Man ist nicht genetisch auf bestimmte Verhaltensweisen determiniert oder so, sondern hat auch selber ne Menge Einfluß darauf! Das weiß ich ganz konkret aus persönlicher Erfahrung.

Ich kenne sehr gut die Ambivalenz zwischen deinem Hass und dem Defizit an Anerkennung/Liebe das du noch hast und ausgeglichen haben möchtest. D.h. Ambivalenz zwischen Wegstoßen und an sich ziehen. Aber in dem Fall deiner offensichtlich kranken Mutter mußt du dir glaube ich klar machen, dass da (zur Zeit! in 5-10 jahren sieht es viell. anders aus...vielleicht aber auch nicht ;()nix mehr zu holen ist. Im Gegenteil ist derzeit anscheinend nur Eskalation möglich, die du durch Weggehen vermeiden solltest.
Tja manche Ablösungsprozeduren sind halt recht schwierig und gehen nicht ohne Kraftakt über die Bühne. Ich kann dich aber auf Basis meiner eigenen Erfahrungen nur dazu ermutigen dir und deiner Mutter ggü. genügend Härte entgegenzubringen und dich (zunächst, muß ja nicht für den Rest des Lebens sein) zu trennen.
Du bist doch ein liebenswerter Mensch und wenn dir deine Mutter Liebe, Achtung und Anerkennung versagt, suche dir einen (oder mehrere) andere/n Menschen die damit freigiebiger sind! Ich bin sicher, dass du damit wesentlich mehr Erfolg haben wirst.


Lieber Gruß
Tyra
 
Muß noch hinzufügen, dass ich damals auch deshalb gehen mußte weil ich merkte, wie groß mein Hass wurde und ich mich in einen Menschen zu verwandeln drohte, der ich nicht sein wollte. Außerdem wollte ich meinem Vater auch nicht mehr die Macht geben mich immer wieder sozusagen aufs Stichwort wie eine Marionette "auf die Palme" zu bringen.
Der einzige Weg, das ahnte ich bereits mit ca. 10 jahren und wußte ich definitiv mit 18 Jahren, war es zu gehen und komplett neu anzufangen.
Das war das Beste was ich tun konnte.

Tschüsskes
Tyra
 
Sahara meinte:
.
Wieder einmal eine Frage an euch...an Micky, Tyra, Puma,.ihr, die selbst solche Eltern hattet...seid ihr manchmal, irgendwie...in genau die selbe Rolle wie eure Eltern gefallen?

Muss erstmal bemerken, dass meine Mutter nicht ganz so war, wie deine. Sie wollte halt nach außen hin immer den eitlen Sonnenschein, Probleme wurden unter den Teppich gekehrt. Nur mein Leben wollte sie immer wieder irgendwie beeinflussen oder mir ein schlechtes Gewissen einreden. Das hat sie auch oft genug geschafft, als ich jünger war. Heute kann sie es nicht mehr. Dafür habe ich aber professionelle Hilfe in Anspruch genommen.

Allerdings habe ich geschafft, was ich mir vorgenommen hatte, bloß nicht so zu werden wie sie. Meinen Sohn habe ich sehr selbstbewusst erzogen, was auch nicht immer leicht war, da er dadurch schon ganz früh seine eigenen Vorstellungen vom Verlauf seines Lebens hatte. Da sind wir dann doch ab und an aneinander geraten, doch ich habe es ja nicht anders gewollt. Heute bin ich stolz darauf, dass er seinen Weg zielstrebig geht, nur so vor Selbstbewusstsein strotzt und es keine Probleme gibt, obwohl er mit 25 Jahren immer noch in meinem Haus lebt (in seiner eigenen Wohnung). Ich mische mich nicht in sein Leben ein, nur wenn er von selbst kommen und Hilfe benötigen würde. So können wir hier harmonisch Leben.

Daran siehst du, dass man nicht alles seinen Eltern gleichtun muss. Es ist nicht leicht, aber man kann es schaffen. Habe immer im Hinterstübchen gehabt, was bei uns damals falsch gelaufen ist.

Vielleicht solltest du dir auch professionelle Hilfe holen, damit dein Selbstbewusstsein gestärkt wird. Dann könntest du deiner Mutter, Auge in Auge gegenübertreten und sagen, was du willst und was nicht. Hat bei mir hervorragend geklappt. Meine Mutter war richtig erschüttert, als ich ihr mal gesagt habe, was ich empfunden habe und dass ich das auf gar keinen Fall weiter mitmachen würde. Jetzt hat sich alles beruhigt, auch wenn sie ab und an mal wieder Anstalten macht, ins alte Muster zurückzufallen. Dann gucke ich sie nur an, dreh mich um und gehe. So renkt sich alles schnell wieder ein. Und was das Tolle ist, ich habe ein gutes Gefühl dabei.
 
Hi,

die gleichen Prbleme hab ich auch. Meine Eltern klammern und mischen sich ein wo es nur geht. Viel energie geht dabei drauf einfach mit denen unter einem Dach zu leben. Die halten mich und meine Geschwister(denen das gefaellt!) wie kleine Kinder. Dabei geht meine Mutter zoehmlich hart vor. Die macht einen nur fertig wo es geht, sie redet einem immer ein schlechtes Gewissen ein. Ist absolut gefühls kalt und wenn sie mal gefühle zeigt sind diese sehr verhÖhnend. ALso rund rum ein Eckelpacket. Bei meinem Vatrer ist aehnlich, der erzählt nur von seinem Job von nichts anderem. Wenn man sich mal gehen lässt und von seinen Sorgen z.b. in der Schule früher erzählt gings immer...bei mir ist;s auch cniht anderes wenn ich....blablablabla...gerede von technischen Dingen und pflichten und wie das macht ect. das man einfach mal ein Ohr braucht das einem zuhört wissen die nicht. DIe Geschrächanteile sind meistens 90% meine Eltern die einen einfach zu labern wo es nur geht und 10% bei mir , wobei 9% bebraucht werden um ihnen und ihrem unsinn oder verrückten Art Dialoage zuführen zu wiedersprechen.

Z.b.
Ich: Hast du beim Witerhangen angerufen? (wegen Lohnsteuer für ALg2)
Er: Er weis dasi ch schon seit einigen Tagen total krank bin und unfähig lange zu reden sagt ( obwohl er mir vor 2 Tagen gesagt hat er haette mit ihm gesprochen) : Du wolltest doch erst im A.A. anrufen und nachfragen was du genau brauchst.
Ich: Ich werd da auch morgen anrufen
Er😀ann Rufste da morgen an, ja ?
Einfach zum kotzen.
Oder
Meine Mutter:
Wie geht's dir ?
Ich: schlecht!
Sie: Schlecht, ja ?

immer dieses JA? oder dauerde Fragen kotzt mich so an, das sind saolche Menschlichen Loser. Ah , wuT!

Du
 
@ jan1: Lösung: ausziehen!
@ puma...Wut als Antrieb wegzugehen und sein eigenes Ding zu machen= o.k. aber Fixiertheit und Wuthass ala Norman Bates: no!
Also ich hatte damals hinsichtlich meiner immer wieder erlebten Enttäuschungen ne Menge Wut aufgestaut und ich bin mir sicher, dass die Angelegenheit eskaliert wäre, wenn ich nicht gegangen wäre. Da war es wohl günstiger zu sublimieren und stattdessen später ne Kurzgeschichte mit dem Titel: Mörderherz und Möhrenfresserin zu schreiben 🙂)
Durch den Abstand kam es dann zu klarem Kopf und der Möglichkeit mein eigenes Leben zu beginnen.
Man muß sich klar darüber werden, dass das Leben nicht Hollywood ist, wo alle Menschen so ne Art Grundvernunft haben, sich ändern können/wollen und es stets in allen Beziehungen zu einem Happy End kommt.
Allein schon aus biologischer Sicht ist es meiner Ansicht nach für die Herngewachsenen ab 18-20 Jahren Zeit ihr Bündel zu schnüren und sich vom Elternhaus zu trennen und selbständig zu werden. Sei es im Guten, oder wenn's nicht anders geht halt im Schlechten.
Ich sehe es ähnlich wie Sartre (frz.Philosoph) dass nur wirklich selbständige, gleichgestellte und auch liebesunabhängige Menschen wirklich frei genug sind für eine funktionierende Beziehung. Liebesunabhängig heißt hier: frei für die Liebe aber nicht dogmatisch abhängig von ihr....ein bißken paradox, aber es haut hin.
Dazu ist natürlich ein gewisses Maß an Bedachtheit des Tuns und in gewissen Situationen auch ein gewisses Maß an Härte gegen sich und die Umwelt (Mutter, Vater, Freund) notwendig. Damit das Selbst seine Grenzen nicht verliert und in einer ungesunden Abhängigkeit aufgelöst wird. Da kommt übrigens die Wut her: man definiert sein Selbst in der Kindheit über die Liebe und die Ansichten der Eltern...und wenn die dann wegbleibt oder aber an der Schwelle zum Erwachsenensein nach außen hin weniger wird etc. gerät man in die Angst der Auflösung. Und ist zusätzlich belastet mir der Aufgabe sich nun völlig neu zu finden/definieren. Manche Eltern leisten gute Vorarbeit indem sie den Kinder in der Kindheit geben was sie brauchen: genügende Liebe und Zuspruch um den Kindern die Entwicklung eines guten Selbstbewußtseins zu entwickeln.
Andere Eltern sind dazu ..aus was für Gründen auch immer....nicht in der Lage und somit kommt es zu "krummen Ablösungssequenzen", d.h. die Kinder hocken mit über 20 noch zu Haus auf dem Soffa und sind zu unsicher in die Welt und ins eigene Leben hinauszutraben. Folge: Frust auf allen Seiten. Die Eltern sehen ihr eigenes Versagen vor ihrer Nase und sind frustriert, die Kinder sind emotional unreif und frustriert....bis es dann irgendwann zum Knall kommt und statt ner "weichen" Loslösung ne "harte" Loslösung erfolgt.
Tja so ungefähr läuft das ab, glaub ich.
Aber egal wie und warum: man muß sich mit den jeweiligen Gegebenheiten abfinden und das Beste für sich draus machen und sich nicht in ewigen gegeseitigen Schuldzuweisungen verlieren. Das ist reine Zeitverschwendung und das Leben zu kurz dafür.
Also hopp: sucht euch die Honigtöpfe anderswo....die laufen euch nämlich nicht im elterlichen Wohnzimmer zu, sondern sind da draußen im brodelnden Hexenkessel des Lebens zu finden.

Gruß
Tyra
 
Sag ich doch: Wut positiv nutzen. Mich hat die Wut auch auf den richtigen Weg gebracht.
Tja und bei Wutstaugefahr: wegtoben.....ich habe jahrelang Langlauf gemacht und andere Hochleistungskisten. Oder durch die Wiesen und Wälder reiten und auf einen weiten Horizont blicken. Das hat Ruhe in mein aufgewühltes Gemüt gebracht und mir auch gezeigt, dass ich stark sein und selber was leisten kann und auch dass aktuelle/s Probleme/Leid je nach Sichtweise nicht so groß sind wie erst geglaubt.
Aber auch der Kontrast ist wichtig: Lernen nicht mehr zu Denken...z.B. durch Zenpraxis: richtige Haltung, richtiges Atmen, Leere spüren, zur Ruhe kommen.
Irgendwo eine Einheit zwischen Körper und Geist finden und erleben....du hast ja da ganz ähnliche Ansätze....auch die Relativitätskiste mit Platons Höhlengleichnis: sind die Schatten die Wirklichkeit oder die die Schatten generierenden Wesen??Für die einen so, die anderen anders. Man muß sich nur entscheiden entweder die Ketten der Gewohnheiten anzubehalten und sein Leben lang Wandschatten zu beobachten, oder aber die Höhle zu verlassen.
Das mit dem sich immer wieder verlieren und immer wieder neu finden gibt's im Buddhismus nicht. Es gibt überhaupt kein statisches Selbst, was verlier- oder findbar wäre. Nur ständigen Wandel. Echt erfrischend!

Gruß
Tyra
 
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