Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

was passiert mit mir ?

  • Starter*in Starter*in Scholle16
  • Datum Start Datum Start
S

Scholle16

Gast
Hallo.

In den letzten Tagen / Wochen hat sich mein Leben total verändert und ich weiss nicht genau , in welche Richtung es jetzt geht.
Vielleicht ganz kurz meine bisherige Geschichte :

Ich habe nach dem Abitur und Zivildienst eine Ausbildung gemacht, bin übernommen worden und habe vier Jahre lang in diesem Job gearbeitet. Leider waren die Verdienstmöglichkeiten und die Arbeitszeit nicht genau das, was ich mir bis zur Rente vorgestellt habe und daher habe ich zum 01.04.08 gekündigt und ein Studium angefangen. Dieses Studium ist jetzt gerade mal eine Woche alt und bisher hatten wir nur eine sogenante Orientierungseinheit ( die Fächer werden vorgestellt, der Campus besichtigt, man lernt die anderen Studenten kennen etc. ). Während dieser Woche wurden uns erste Skripte und Protokolle ausgehändigt, die mir schon recht bald bearbeiten können sollen. Die Erwartungen an uns Studenten sind für mich persönlich viel zu hoch und ich habe mich nach Durchsicht der Lernziele wie vor den Kopf geschlagen gefühlt. Ich bin mir sehr unsicher, ob ich das jemals schaffen kann ( ich weiss dass es komisch klingt, so früh , aber mir ist so ). Nun habe ich in den letzten Tagen einige alarmierende Symptome an mir selbst bemerkt und würde gerne wissen , was Ihr davon haltet bzw. mir ratet. Ich spiele wirklich schon nach einer Woche mit dem Gedanken, wieder zu versuchen in meinem alten Job unterzukommen und das Studium abzubrechen, obwohl ich eigentlich weder dumm noch faul bin, aber ich sehe im Moment nur Dunkelheit in meinem Alltag. Die angesprochenen Veränderungen sind :

- schubweise kommende panische Angst ohne konkret benennen zu können wovor
- Versagensangst bestimmt 10 h / d
- Herzrasen
- Schweissigkeit
- Schlaflosigkeit
- Appetitlosigkeit
- Unfähigkeit, mich für andere Aktivitäten zu motivieren
- Freudlosigkeit
und für mich persönlich am schlimmsten :
Ich habe gestern seit bestimmt 15 Jahren zum ersten Mal wieder geweint. Eigentlich war ich zwar immer jemand, der sich schnell Sorgen gemacht hat oder nervös wurde, aber dennoch war ich emotional und psychisch immer mehr als gefestigt ( brachte auch der alte Job mit sich ). Umso beunruhigender finde ich nun diesen neuen Zustand, in dem ich mich befinde. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Angst, dass ich in diesem scheitern werde.

Was haltet Ihr davon ? Was soll ich machen ? Wäre es schlimm, das Studium nach einem Semester abzubrechen, wenn man sich totelend dabei fühlt ?

danke für eure Antworten
 
Was genau studierst du denn? Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen (und ich weiß nicht ob es überall so ist) das die ersten Wochen erstmal ausgesiebt wird. Vor allem im Grundstudium wird man zugeworfen mit Stoff um die Leute die nur mal so studieren wollen von denen zu trennen, die sich durchbeisen und auch das Studium schaffen wollen. Erst im Hauptstudium wird es besser, denn lernt entlich Dinge die einen interessieren und nicht die ganzen Grundlagen die keine Sau mehr brauch (zumindest war es bei mir so).

Du mußt nur durchhalten und lernen (allein oder mit Leuten zusammen), dann kannst du alles schaffen. Bei mir hat es bis vor 2 Semestern auch nicht so doll ausgesehen. ich hab öfters diverse Scheine 2-3mal schreiben müssen bis ich sie geschafft hatte und hing ganzschön zurück. In den letzten 2 Semestern hab ich es dann geschafft 17 Scheine zu schreiben und hab für dieses noch 7 Scheine offen um scheinfrei zu werden. Frag mich nicht wie aber nach der langen Durststrecke hab ich endlich wieder Land gesehen.

Also einfach durchbeisen und nicht unterkriegen lassen. Wenn du in 15 Jahren endlich die Schnauze von deinem Job komplett voll hast, lohnt es sich auch nicht mehr zu studieren.
 
ich kenn das war mal in einer ähnlichen lage musste damals leider aufgeben hatte aber den grund das ich krank war und den beruf oder auch die fachrichtung nicht mehr ausüben konnte aber was ich von deinen text entnehme hast du zwar probleme aber die lassen sich beheben was ich dir raten kann ist es einfach zu tun ich weiß das es schwierig ist aber mann muss einfach dadurch immerhin hasr´t du deinen job gekündigt im studium muss man halt lernen und lernen das gehört dazu und wenn man den selben text 3 mal liest das is dann egal man muss einfach nur lernen

um den stress wegzubekommen enspann dich einfach leg eine zeit fest in der du nichts machst und z.B. einfach musik hörst oder so lies etwas

das is das was ich dir raten kann
 
Hallo und erstmal danke.

Also ich studiere jetzt Medizin und habe vorher vier Jahre im Rettungsdienst gearbeitet. Mein Problem ist, dass ich jetzt alle Thematiken wieder treffe ( Chemie / Physik ), die mir damals schon das Abi versaut habe, weil ich es einfach nicht kapiert habe, egal wie engagiert ich gelernt habe. Und wenns damals schon nicht geklappt hat, wie solls dann erst jetzt funktionieren, wo das Niveau nochmal um drei oder vier Level steigt ?

Vielleicht hab ich mich auch zu sehr durch mein Umfeld beeinflussen lassen. Der Rettungsdienst hat mir Spaß gemacht, in dem Job war ich richtig gut, sowohl theoretisch als auch praktisch. Viele Kollegen haben mir dann eben auch zum Medizinstudium geraten ( "da schaffst du ganz leicht, bei deiner Vorbildung" ) nur leider gehts im vorklinischen Abschnitt einfach nicht um Medizin und ich bin dafür wahrscheinlich einfach nicht geeignet. Oh man, jetzt könnt ich schon wieder heulen...
 
Das sollte nur heissen, dass ich das alles damals schon nicht konnte und Physik ist unter anderem an meinem 2,8 - ter Durchschnitt schuld gewesen.
 
ist wahrscheinlich höchst unpassend ... Medizinstudent.de : Home - Informieren - Studienanfang - Medizinstudium & Naturwissenschaften

Du hast gegenüber vieler Mitbewerber einige große Vorteile. Du hast eine abgeschlossene Berufsausbildung. Ein Studium fangen viele an, die Hälfte wird ende der Grundstudiumszeit nicht mehr da sein. Die meisten davon satteln um oder stehen mit nichts als ihrem Abi in der Tasche da.

Sollte es soweit kommen, hast du wissen mitgenommen, dich bewiesen und als Rücklage deine abgeschlossene Ausbildung. Halt dir das vor Augen, das entspannt, wenn du es wirklich willst.
 
Das es bei Medizin auch um Chemie und Physik geht hättest du dir ja auch denken können. Zumindest Chemie hätte ich sofort sagen können (woraus bestehen denn sonst die Medikamente). Aber nicht nur das du mußt unmengen an Daten dir im Hirn ablegen vor allem Anatomie usw. Nicht nur wo ist die nächste Adler wo ich spritzen kann ...

Medizin ist meiner Meinung nach übelst hart und da solltest du wirklich nochmal überlegen ob du nicht vielleicht was komplett anderes studieren willst. Vor allem geht es seeeeehr lange 12++ Semester und dann noch weiter ne Ausbildung im Krankenhaus bevor du halbwegs ein Arzt bist ganz zu schweigen das du auch als Arzt kaum was verdienst (es sei denn du machst Zahnarzt, da kannst du noch ordentlich abkassieren und reich werden). Hab selbst nen Arzt in der Familie und wenn ich sehe was der ackert. Ok er hat nun auch ne Gemeinschaftspraxis das ist schon etwas gehobener als nur in ner Kinik zu sein aber sieh mal unser Gesundheitssystem an, das bringt dir nicht mehr viel (es sei denn du willst ins Ausland).

Will dir das nicht schlecht reden aber vor allem beim Medizinstudium brauchst du einen seeeehr langen Atem.
 
Hi!
Ich bin jetzt im 2. semester und kann dir sagen dass es mir ähnlich wie dir ging und ich auch viele kenne die das selbe problem haben.
Ich sag dir eins:
lass dich nicht verunsichern und setz dich vor allem nicht selbst unter druck!
Ich hab letztes semester (also das 1.) auch gedacht "wie soll ich denn das alles schaffen?!" und hab mich total verrückt gemacht, war andauernd deprimiert und mein tag war nur selten vor um 12 in der nacht zuende, weil ich immer solange an den hausaufgaben usw gesessen hab (vor allem das lesen war unmenschlich viel).
Dieses semester bin ich ganz anders rangegangen. ich hab zwar auch wesentlich weniger stunden als letztes semester, weil ich nicht so viel belegen konnte, aber ich hab auch festgestellt, dass du nie alles schaffen kannst, was du z.b als hausaufgaben bekommst. Du musst dir selbst raussuchen, was wichtig für dich ist und was du weglassen oder verschieben kannst. Nimm dir doch mal vor einfach mal so zu arbeiten wie du lust hast. Geh mal raus in die kneipe oder disco mit deinen kommilitonen und hab spaß. oder such dir n hobby oder ne sportart, die dich mal ablenkt und bei der du dich auch körperlich beschäftigen kannst - das ist ganz wichtig und hilft unheimlich!

Sieh nicht nur die ganze arbeit und lass dich davon abschrecken! das haben schon so viele geschafft - warum du nicht auch? wenn du willst, klappt das auch! glaub mir! und wenns eben nicht klappen sollte, dann eben nicht! dann kannst dus auch nicht ändern, aber das ist noch lange kein grund aufzugeben! mach dich nicht selbst verrückt, sondern versuch das beste zu geben was du kannst. mehr als das kannst du doch eigentlich eh nicht machen, oder? Mehr als das kann doch keiner machen. Der unterschied liegt nur darin, dass es dem einen eben leichter als dem anderen fällt und mancher sich eben noch ein bisschen mehr reinhängen muss, um es zu schaffen.
Und wenn du merkst dass es absolut nicht mehr weitergeht und du es mit hoher wahrscheinlichkeit nicht schaffen wirst, dann such dir ein anderes studienfach! Sicher ist studieren nicht gerade billig und man will ja auch irgendwann mal eigenes geld verdienen, aber es bringt nichts wenn du dich fertig machst.

Mein tipp an dich, den du jetzt erstmal befolgen solltest:
mach dich nicht sinnlos fertig, sondern lass aufgaben, prüfungen usw auf dich zukommen. bereite dich so drauf vor, dass du sagen kannst "ok, vielleicht ist es nicht perfekt, aber es sollte ausreichen um die prüfung zu bestehen."
Red dir selbst mut zu und mach dir keinen stress. und wenn du mal nicht alles schaffst, wirst du sehen, dass das trotzdem nicht so schlimm ist. siehs locker.
wenn du dich mit kameraden erzählst wirst du sehen, dass es den meisten so geht wie dir. Die meisten haben versagensängste. Aber du musst an dich selbst glauben - und du stehst doch auch nicht allein da.
Lass alles ganz entspannt auf dich zukommen und mach dich nicht schon vorher verrückt.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben