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Was ist nur los mit mir ?? :-/

Aluka

Mitglied
Hallo,

wie schon oben beschrieben weiß ich (31) im Moment einfach nicht was mit mir los ist. Ich gebe euch vorab mal ein paar knappe Infos aus meiner problematischen Vergangenheit:
Ich bin Einzelkind, meine Mutter wurde in meinem Beisein früher immer von meinem gewalttätigen alkoholkranken Vater grün & blau geprügelt, hab in dieser Zeit keine Freundschaften aufbauen können aus Scham, ich habe lange Zeit verdrängt, dass ich von meiner Mutter als kleines Kind sexuell missbraucht wurde (habe öfters bei ihr geschlafen als mein Vater wieder auf einer seiner Sauftouren war und da hat sie mich unsittlich angefasst und immer ein Spiel daraus gemacht)Nicht einmal mein Mann weiß davon.Niemand.Es ist mir einfach so unendlich peinlich und ich schäme mich wenn ich daran denke.Naja. Mit 15 Jahren habe ich meinen heutigen Mann kennengelernt, der mir über die Jahre sehr geholfen hat mich von meinen Eltern zu lösen weil er anscheinend wohl gemerkt hat, dass sie mir nicht gut tun. Nach mehreren abgebrochenen Ausbildungen bin ich dann mit 23 Jahren von Zuhause weg zu seinen Eltern gezogen und habe in der lieben Atmosphöre dann endlich eine Ausbildung im sozialen Bereich abschließen können. Leider hab ich es trotzdem nicht geschafft mich endgültig von Zuhause zu lösen. Nachdem ich ausgezogen war machten meine Eltern mir Vorwürfe und ein schlechtes Gewissen wie ich sie so demütigen konnte und zu anderen "Eltern" ziehen kann etc...Die Situation zwischen meinen Eltern eskalierte dann 2014 und mein Vater ließ meine Mutter in eine Psychiatrie staionär zwangseinweisen. Die genauen Umstände kenn ich nicht genau aber sie muss wohl durchgedreht sein und ihre Schwiegermutter (die beiden hassen sich wie die Pest & wohnten im selben Haus)massiv bedroht haben. Als sie in der Psychiatrie war , war ich ihr einziger Kontakt, da sie sich mit der Familie ihrerseits Jahre zuvor schon verkracht hatte. Da ich weiß das meine Mutter sehr unter meiner Oma gelitten hat und diese meine Mutter am liebsten los werden wollte, dachte ich mir die Einweisung wäre vielleicht so eine Art gewesen sie los zu werden. Obwohl ich allen Grund gehabt hätte, sie im Stich zu lassen nachdem was sie mir angetan hat, tat sie mir leid und ich habe dafür gesorgt dass sie nach 1 woche wieder entlassen wurde. Mein Mann und ich haben sie aufgenommen vorrübergehend bis sie eine eigene Wohnung gefunden hatte. Mein Vater drohte mir während dieser Zeit immer wieder mit Selbstmord wenn ich nicht dafür Sorgen würde, dass sie zurück kommt. Daraufhin rief ich die Polizei und er wurde eingewiesen, zumindest für eine Nacht. Mittlerweile sind 4 Jahre vergangen und mein Mann und ich sind Eltern eines 2 jährigen Jungen. Die lieben Eltern meines Mannes sind mittlerweile beide an Krebs verstorben:wein:, mein Mann hat den Kontakt zu seinem Bruder abgebrochen weil er ihn betrogen und belogen hat wegen des Testaments der Eltern, mein Vater hat sich entschuldigt (trinkt angeblich keinen Alkohol mehr seit 2 Jahren) meldet sich immer noch telefonisch bei mir ( gesehen hat er seinen Enkel 3 mal obwohl ich ihm die Möglichkeit gegeben habe ihn öfter zu sehen)und meine Mutter will mich immer besuchen aber nur weil sie zu unserem kleinen Sohn will. Aber ich lasse sie NIE allein mit unserem Kind. Ich vertraue ihr nicht, weil ich angst habe dass sie sich an unseren Sohn vergreifen könnte. Sie ist psychisch sehr labil, will aber keine Hilfe weil sie meint sie hat kein Problem. Das hat sie aber definitiv. Ja ich weiß , viele werden mich jetzt Fragen warum ich immer noch Kontakt mit ihr habe nach allem was vorgefallen ist. Ich kann euch nur sagen, ich weiß es nicht. Irgendwie fühle ich mich schuldig, warum auch immer. Vielleicht weil ich die einzige Person war die sie hatte als mein Vater sie über Jahre verprügelte & jetzt die einzige Person bin damit sie nicht komplett allein auf der Welt ist. Ich weiß es selber nicht. Ich frage es mich oft selbst.
Jetzt zu meinem eigentlichen Thema zurück:
Eigentlich könnte ich glücklich sein so wie es jetzt ist, ich habe einen Mann der mich nach 15 Jahren immer noch liebt wie am ersten Tag (auch wenn ich etwas zugelegt habe nach der Schwangerschaft), wir haben einen wundervollen gesunden Sohn, eine schöne Wohnung und ich habe wieder Kontakt zu einer guten Freundin die ich aus den Augen verloren hatte. Aber mir ist manchmal einfach zum heulen zumute. Meine Mutter versucht die ganze Zeit mich gegen meinen Mann aufzuhetzen und Misstrauen zu sähen, sie sagt ich mache alles falsch in der Erziehung meines Sohnes (deswegen mache ich mir schon große Vorwürfe weil ich nicht wüsste was, mein Mann meint ich mache alles gut so wie ich es mache) , ich wäre fett (laut BMI bin ich leider leicht übergewichtig) Sie macht dementsprechend Gestiken und Mimiken, sie ist selber normalgewichtig). Letztens hat mein Mann mich mit einem Urlaub an die Nordsee überrascht für nächsten Monat und sie will es mir nur schlecht machen. "Ich würde da nicht hingehen", "nachher passiert deinem Sohn was" "oder jemand will dich umbringen und dir was ins Glas tun" und solche Sachen alles. Jetzt habe ich letztens damit begonnen auf meine Ernährung zu achten und nicht mehr soviel Süßkram zu essen und sie kommt zu Besuch und bringt mir Schokolade mit, Chips etc und tut alles damit es mir schwerer fällt...Das hat meine Tante (Schwester meiner Mutter) bei Ihrer Tochter vor einigen Jahren auch so getrieben und meine Cousine ist dann erst magersüchtig geworden und hat sich schließlich das Leben mit nur 23 Jahren genommen. Das hat mich damals schwer getroffen. Meine Mutter lässt jetzt auch öfters so Sätze fallen wie, das ist genauso wie damals bei deiner Cousine oder dein Verhalten erinnert mich so an das Verhalten deiner Cousine... etc. Ich sehe aber keinerlei paralellen bezüglich mir und meiner Cousine. Ich will mich ja nur bewusster ernähren und nicht nichts essen.
Ich weiß nur , dass mich die Situation mit meinen Eltern auch mit 31 Jahren immer noch belastet ( mit meinem Vater jetzt gar nicht so weil kaum mehr Kontakt da ist, als das übliche Telefon geplänkelt "wie gehts, alles klar, tschüss" alle 2 Wochen. Es ist vielmehr die Situation mit meiner Mutter die mich runterzieht habe ich das Gefühl. Habt ihr einen Rat für mich was ich tun könnte? Soll ich den Kontakt eingrenzen (sie kommt im moment 2 mal die Woche zu Besuch ,meist wenn mein Mann nicht da ist). Jedes Mal bevor sie uns besuchen kommt fängt mein Tag gut oder ok an und endet immer damit das ich traurig bin. Was soll ich nur tun damit es mir besser geht?😕

Ist etwas lang geworden der Text aber das musst emal raus. Das hat gut getan.
Hoffe ihr könnt mir helfen,

lg Aluka
 
Ich würde an deiner Stelle deine Mutter seltener sehen oder für eine gewisse Zeit den Kontakt zu ihr abbrechen.

In einem Brief könntest du ihr deine Reaktion erklären.
 
Ich würde an deiner Stelle den Kontakt auch für zumindest eine Weile abbrechen. Wenn es dir nach dem besuchen von ihr schlecht geht und sie das auch bewusst macht durch ihre Sprüche, warum sollst du dir das weiter antun? Nachdem was sie dir angetan hat bist du ihr nix schuldig. Das es nicht leicht ist weiß ich man denkt immer noch schließlich ist sie doch meine Mutter. Ich habe früher ähnliches erleben müssen und bin froh das ich jetzt nur noch bei seltenen Telefonaten oder noch selteneren besuchen Kontakt mit den beiden haben muss.
 
Ich finde es schlimm, dass Du Dich schämst. Deine Mutter hat Dich missbraucht, anstatt Dich zu beschützen, wie es eigentlich ihre Pflicht ist. Sie müsste sich schämen. Du benötigst jemanden (Psychotherapeuten?), der Dir hilft, Dein Kindheitstrauma aufzuarbeiten.
 
Hallo, Du/Ihr: laßt Euch nicht in Eure Ehe und in Eure Erziehung hinein reden. Du verschenke den von Deiner Mutter mitgebrachten Süßkram weiter, gib ihn ins Tierfutter oder wirf ihn weg. Und schränke die Besuchstermine Deiner Mutter ein. Dann geht's eben gerade mal nicht. Ihr seid nicht zu Hause oder habt schon Besuch oder... Irgendein Grund wird Dir/Euch doch einfallen. Oder sage ihr unverblümt, daß Ihr ein eigenes Leben führt und auf die Anleitung von "Mama" verzichten könnt - und wollt. "Ich mein's doch nur gut." kannst Du kontern mit: "ich bin kein kleines Kind mehr." -- ob Deine Mutter eine Therapie braucht, kann nur ein Arzt feststellen. Solange sie selbst keinen Bedarf erkennt, wird sie sich aber keinem Arzt vorstellen. Da kannst Du nur im Notfall eingreifen, wenn bei ihr akut Gefahr für Leib und Leben besteht. Ansonsten mußt Du sie nehmen, wie sie nun mal ist. Allerdings kannst Du - wie gesagt - klare Grenzen ziehen. -- Viele Grüße
 

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