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Was ist nur aus mir geworden.

Trikolos

Neues Mitglied
Hallo liebe Gemeinde,

als erstes danke ich euch ,dass ihr die zeit nimmt um mir mit meinem Anliegen zu Helfen.

Nun zum Problem.

Wenn ich auf mein leben zurückschaue, war ich viel konsequenter, hatte mehr Durchhaltevermögen und zweifelte nicht in dem Maße indem ich es jetzt mache.
Es fing mit 18 an, Ich wusste nicht so recht was ich mit meinem Leben anfangen sollte und machte eben Irgendwas weil die "Gesellschaft" und meine Familie es von mir erwartet hat.
Ich fing eine Ausbildung an als Einzelhandelskaufmann die Ich nach 4 Monate abbrach, da sie in meinen Augen zu Stumpfsinnig war.
Wenn ich mir es so recht überlege wusste ich auch von Anfang an ,dieser Job ist nichts für mich.
Jedoch unterschrieb ich diesen Ausbildungsvertrag, weil ich ehrlich gesagt der Meinung war "welcher Arbeitgeber würde mich schon einstellen wollen" und "was besseres wirst du ja eh nicht bekommen".
Nun danach ging es Berg auf , Höhere Berufsfachschule abgeschlossen, danach der eintritt in die Selbständigkeit und noch mal ein Jahr die Allgemeine Hochschulreife nachgeholt.
Dann fing es wieder an... Was mach ich nun?
Studieren ist in meinen Augen die Einzeigst wahre Möglichkeit um etwas zu erreichen. Denn genau da liegt der Punkt, zurzeit befinde ich mich in der Lage des Unwissenden. Es gibt viele Wege die nach Rom führen ,doch der weg nach Paris ist auch verlockend.
Zudem zweifele ich auch ob ich tatsächlich eine der Wege nehmen sollte , geschweige denn durchrziehen.
Ich entschied mich Für einen Informatik Studiengang (Obwohl ich in Mathe die GRÖßTE niete bin) ,nur weil Marketing 50% des Studiengangs ausmachte (Marketing ist die Branche indem ich mich Selbständig gemacht habe).
Nun wusste ich nach dem ersten Semester dies nimmt kein gutes ende und habe mich in einem BWL Studiengang eingeschrieben. Jetzt bin ich Ganz Paranoid, habe die größten Wahnvorstellungen.

Werde ich Mathe jetzt schaffen ? Was Passiert wenn ich es doch nicht schaffe? Ich bin doch schon fast 24 und habe immer noch kein Bachelor vorzuweisen, Was denken die Leute über mich?

Mein Umfeld unterstützt diese Gedanken ungemein.
Jede menge meiner Freunde haben entweder den Bachelor, oder sind fest im Berufsleben.
Und was mache Ich? Ich vergeude mein Leben darin meinen Weg zu finden.
Man sagt ja der Weg ist das Ziel ,aber wie es jetzt aussieht ist der nächste halt unter der Brücke.
Es sind auch zugegeben viele Faktoren die mein Leben bestimmen Familie, Freunde und meine Verlobte die mich rund um die Uhr beschäftigen und deren Bedürfnissen ich auch gerecht werden will, was ich in diesem Lebensabschnitt nicht so wirklich schaffe.
Ich wäre so Überaus froh ein Ziel zu haben womit ich meine Nebenziele, viel Geld, Sicherheit und Status erreichen kann.
Ich wünschte ich könnte meine Persönlichkeit ablegen und eine andere Tragen, eine die Selbstbewusster und Zielstrebiger ist.

Es wäre schön wenn andere denen es auch so geht, oder es so ergangen ist mir neue Denkansätze zu geben.
 
Hallo Trikolos,

ich habe Probleme mir vorzustellen, wie Du erfolgreich sein willst, wenn Du Dich von anderen Menschen (Familie, Verlobte, Freunde) rund um die Uhr beschäftigen lässt. Aus meiner Sicht kann es mit Deiner Selbstständigkeit sowie mit einem Studium so nicht funktionieren. Schon alleine Selbstständigkeit, die ggf. die Existenz sichern soll, wird sich mit dem Studium beißen, oder? Und dann willst Du auch noch anderen Personen gerecht werden?
Das kann nicht funktionieren!

Ich habe mal gelernt: Man macht etwas ganz oder gar nicht. Halbe Sachen sind großer Mist.

Als ich mir Gedanken über meinen Berufsweg machte und auch gerne Familie, Freunde etc. um mich hatte, war mir doch klar, dass ich eine Prioritätenliste sowie einen Zeitplan erstellen muß. Dazu rate ich Dir auch.

So - wie ich das sehe - sollte Deine erste Aufgabe sein: Berufsweg gehen, bis Du finanziell auf festen eigenen Beinen stehst. Egal wieviel Zeit es benötigt, konsequent seinen Weg in einen guten Beruf zu gehen - Du solltest Dir diese Zeit nehmen - aber auf keinen Fall nehmen lassen.

Da Du nichts von Deiner Selbstständigkeit erzählst, kann ich nicht abschätzen, welchen Wert und welche Chancen diese Selbstständigkeit hat. Kannst Du überhaupt - jetzt - davon leben? Wenn nein, dann ist auch hier zu prüfen, ob ein Studium Dir wirklich weiterhilft oder ob Du nicht alle vorhandenen Kräfte u. die Zeit nutzen solltest, diese Selbstständigkeit so auszubauen, bis Du gut davon leben kannst.

Sollte die Selbstständigkeit eher so eine Art Freizeitbeschäftigung sein, keine Chance einräumen, darauf sein berufliches Leben aufzubauen, dann empfehle ich Dir, Dich auf das Studium zu konzentrieren. Da Du in Mathe anscheinend wenig Talent hast, wie Du schreibst, stellt sich schon die Frage, ob Du da im BWL-Studium klar kommst.

Hattest Du denn mal eine professionelle Berufsberatung, die sich auch mit Deinen Stärken und Schwächen beschäftigte? Wenn nein, dann würde ich mir an Deiner Stelle so eine professionelle Berufsberatung suchen. Vielleicht liegen Deine Talente und damit Deine Chancen auf einem ganz anderen Gebiet?

LG, Nordrheiner
 
Warum schreiben sich eigentlich so viele Leute in Informatik ein, die so große Probleme mit Mathe haben. Das verstehe ich wirklich nicht. Ich habe das sowohl hier als auch in anderen Foren schon richtig oft gelesen. Was ergibt das bitte für einen Sinn? 🙄

Ich würde mir wegen BWL aber keine Sorgen machen. BWL ist so ziemlich der einfachste Studiengang, den es gibt. Wirklich, der Abschluss ist so lächerlich geschenkt. Deswegen studiert das ja auch jeder. Die ganzen Leute in meinem Jahrgang die richtig üble Schwierigkeiten im Abi hatten haben alle locker ihren BWL-Bachelor gemacht. Kenne auch 1-2 Leute die irgendwie ohne Abi auf Umwegen ihren BWL Bachelor gemacht haben. Die wissen nicht wie man Brüche addiert.

Also wie gesagt, wenn es dir nur um den Abschluss geht und du in Mathe wirklich garnichts kannst, bist du mit BWL auf der sicheren Seite.
 

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