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Verwirrter0815
Gast
Hallo,
meine Freundin lässt mich langsam echt wahnsinnig werden. Ich versteh sie nicht. Ich erzähl erstmal die Vorgeschichte:
Wir sind gleichen Alters (23) und im September letzten Jahres zusammen gekommen. Sie hat mich zu Beginn mehr umworben als ich sie. Ich hab ihr sehr widersprüchlige Signale gesendet, war mir aber innerlich eigentlich doch recht sicher. Diese Phase dauerte 3 Monate, weil wir auch nicht so viel Kontakt haben konnten, bis wir tatsächlich offiziell zusammen waren. Sie sagte mir auch zuerst, dass sie mich liebte wofür ich noch ein paar Wochen länger brauchte. Bin bei solchen Dingen nicht so schnell.
Unsere Beziehung war sehr harmonisch und ausgeglichen. Wir konnten über alles reden, ausnahmslos. Ich fühlte mich sehr sicher mit ihr. Vermutlich hab ich mich aber zu sehr in ihre Abhängigkeit begeben. Sie hatte große Auslandspläne. Ich hab versucht diese ihr auszureden bzw. so zu einem Kompromiss zu bringen, dass wir beide gut damit leben können. Nach 6 Monaten hat sie aufgehört zu sagen, dass sie mich liebt. Sie wollte sich trennen. Ich hab sie überredet, es nicht so leichtfertig aufzugeben. Ich hab viel zurück gesteckt und sie ist mit mir zusammen geblieben.
Nach diesem Trennungsversuch und der unsicheren Beziehung bin ich (wieder) einer mittelschweren Depression verfallen, war vortan in Behandlung. Die Depression hat sich auch vorher schon angekündigt. Wohlmöglich war die Beziehungskrise teilweise auch dem geschuldet.
Weitere drei Monate später litt ich unter einer Erkrankung des Rückenmarks. Ich verlor die Kontrolle über alles halsabwärts. Im Krankenhaus besuchte sie mich täglich, entfernte sich aber gefühlsmäßig weiter von mir, was sie mir auch so sagte. Mein Lebenswille war gebrochen. Ich war verzweifelt.
Ich fing an mich von ihr zu lösen. Ich realisierte, dass ich allein bin, kämpfen muss und es nur um mich geht. Ich erholte mich zum Glück schnell von der Erkrankung. Die Reha verließ ich ohne bleibende Einschränkungen. Ich fühlte mich viel stärker und wohler in meiner Haut. AD hab ich abgesetzt, das Rauchen aufgehört und auch seitdem keinen Alkohol mehr getrunken.
Nun verliebte sie sich wieder in mich. Sie hatte wieder das gute Gefühl wie zu Beginn. Soweit ist es auch für mich noch nachvollziehbar.
Dazu kommen nun aber diese Aussagen und dieses Verhalten: Sie hat mir immer gesagt, was ich für ein besonderer Mensch bin und, dass ich eine viel bessere Freundin verdient habe, die mich liebt wie ich bin (in den Phasen, wo sie es nicht sagen konnte) oder generell wie komisch sie ist, und dass sie nicht verstehen kann, wie ich sie toll finden kann.
Ich pflege außerdem noch Kontakt zu meiner Ex-Freundin seit Jahren. Wir haben uns im Guten getrennt und treffen uns gern mal auf einen Kaffee zum Plaudern einmal aller 2 Monate oder so. Meine Freundin sagte davor immer "Ja, treff dich doch mal wieder mit ihr. Kein Problem. Find ich gut." und sowas. Und hinterher fing sie an mich auszufragen, was wir gemacht haben, über was wir geredet haben und ob ich Spaß hatte. Ich hab ihr das ohne Geheimnisse erzählt und ja, natürlich auch, dass wir Spaß hatten, sonst würden wir uns ja sicher nicht mehr treffen. Dann ging es jedes mal so los: "Willst du nicht lieber mit Ihr zusammen sein? Vielleicht versucht ihr es nochmal. Ihr passt vielleicht viel besser zusammen. Ich will nicht, dass du nur mit mir zusammen bist, weil ich eben gerade zur richtigen Zeit da war, obwohl du mit einer Anderen vielleicht viel glücklicher sein könntest." Ich erklär mich dann jedes mal aufs Neue, dass das Blödsinn ist und ich sie liebe, aber sie fängt immer wieder an. Was soll das denn?! Sie weiß zwar, dass sie optisch nicht mein Typ ist. Aber ich finde sie trotzdem attraktiv. Also ich steh eher auf kleinere Brüste, dunkle Haare, dunkle Augen und sie ist halt genau das Gegenteil. Aber ich finde sie trotzdem hübsch und schätze ihren Charakter sehr.
Inzwischen fängt sie mit dieser Sache schon an, wenn ich andere Frauen auf einer Party kennen lerne. Und ich lerne deutlich mehr kennen, seitdem ich nicht mehr trinke. Irgendwie ist man da ein gefragterer Gesprächspartner. Aber naja, ich versteh nicht was das soll. Vertraut sie mir nicht oder glaubt sie nicht, dass ich sie liebe? Es fühlt sich manchmal an als ob sie versucht mich loszuwerden oder was soll das?
Ich Beweis ihr meine Liebe sicher oft genug. Ich sag es ihr, wertschätze sie, will sie nicht verändern oder verbiegen, unterstütze sie mit ihren Träumen (mittlerweile mehr als zu Beginn) und überrasche sie gern mit kleinen und großen Aufmerksamkeiten.
Es belastet mich mittlerweile wirklich sehr. Wenn ich sie darauf ansprechen, kommen immer eine von zwei Phrasen raus. "Ich bin nunmal so." oder "Ich weiß auch nicht, warum ich so bin." Aussagekräftigeres bekomm ich nicht mehr serviert. Und wenn sie nunmal so ist und ich damit ein Problem hab, dann passen wir wohl nicht zusammen. Das ist immer ihre Kausalität.
Und heute, das war irgendwie der Knaller. Ich bin zurzeit sehr erkältet und kann kaum reden. Trotzdem haben wir telefoniert und ich war halt logischerweise kurz angebunden. Das hab ich ihr gestern schon erklärt, dass mich reden anstrengt. Heute war sie aber komisch und ich fragte sie, was denn los sei. Und dann sagt sie mir, dass sie das Gefühl hat ich würde Mitleid erwarten oder sowas, weil ich so gequält tue. Da bin ich echt fast geplatzt am Telefon. Was sollte das denn? Ja klar sprüh ich nicht vor Enthusiasmus in der Sprache, wenn mir nach 2 Sätzen der Hals so kratzt, dass ich mich gefühlt ins Koma husten muss.
Das ist alles so widersprüchlich. Was haltet ihr davon? Vielen Dank schonmal für eure Hilfe, Anregungen und Meinungen.
Liebe Grüße
meine Freundin lässt mich langsam echt wahnsinnig werden. Ich versteh sie nicht. Ich erzähl erstmal die Vorgeschichte:
Wir sind gleichen Alters (23) und im September letzten Jahres zusammen gekommen. Sie hat mich zu Beginn mehr umworben als ich sie. Ich hab ihr sehr widersprüchlige Signale gesendet, war mir aber innerlich eigentlich doch recht sicher. Diese Phase dauerte 3 Monate, weil wir auch nicht so viel Kontakt haben konnten, bis wir tatsächlich offiziell zusammen waren. Sie sagte mir auch zuerst, dass sie mich liebte wofür ich noch ein paar Wochen länger brauchte. Bin bei solchen Dingen nicht so schnell.
Unsere Beziehung war sehr harmonisch und ausgeglichen. Wir konnten über alles reden, ausnahmslos. Ich fühlte mich sehr sicher mit ihr. Vermutlich hab ich mich aber zu sehr in ihre Abhängigkeit begeben. Sie hatte große Auslandspläne. Ich hab versucht diese ihr auszureden bzw. so zu einem Kompromiss zu bringen, dass wir beide gut damit leben können. Nach 6 Monaten hat sie aufgehört zu sagen, dass sie mich liebt. Sie wollte sich trennen. Ich hab sie überredet, es nicht so leichtfertig aufzugeben. Ich hab viel zurück gesteckt und sie ist mit mir zusammen geblieben.
Nach diesem Trennungsversuch und der unsicheren Beziehung bin ich (wieder) einer mittelschweren Depression verfallen, war vortan in Behandlung. Die Depression hat sich auch vorher schon angekündigt. Wohlmöglich war die Beziehungskrise teilweise auch dem geschuldet.
Weitere drei Monate später litt ich unter einer Erkrankung des Rückenmarks. Ich verlor die Kontrolle über alles halsabwärts. Im Krankenhaus besuchte sie mich täglich, entfernte sich aber gefühlsmäßig weiter von mir, was sie mir auch so sagte. Mein Lebenswille war gebrochen. Ich war verzweifelt.
Ich fing an mich von ihr zu lösen. Ich realisierte, dass ich allein bin, kämpfen muss und es nur um mich geht. Ich erholte mich zum Glück schnell von der Erkrankung. Die Reha verließ ich ohne bleibende Einschränkungen. Ich fühlte mich viel stärker und wohler in meiner Haut. AD hab ich abgesetzt, das Rauchen aufgehört und auch seitdem keinen Alkohol mehr getrunken.
Nun verliebte sie sich wieder in mich. Sie hatte wieder das gute Gefühl wie zu Beginn. Soweit ist es auch für mich noch nachvollziehbar.
Dazu kommen nun aber diese Aussagen und dieses Verhalten: Sie hat mir immer gesagt, was ich für ein besonderer Mensch bin und, dass ich eine viel bessere Freundin verdient habe, die mich liebt wie ich bin (in den Phasen, wo sie es nicht sagen konnte) oder generell wie komisch sie ist, und dass sie nicht verstehen kann, wie ich sie toll finden kann.
Ich pflege außerdem noch Kontakt zu meiner Ex-Freundin seit Jahren. Wir haben uns im Guten getrennt und treffen uns gern mal auf einen Kaffee zum Plaudern einmal aller 2 Monate oder so. Meine Freundin sagte davor immer "Ja, treff dich doch mal wieder mit ihr. Kein Problem. Find ich gut." und sowas. Und hinterher fing sie an mich auszufragen, was wir gemacht haben, über was wir geredet haben und ob ich Spaß hatte. Ich hab ihr das ohne Geheimnisse erzählt und ja, natürlich auch, dass wir Spaß hatten, sonst würden wir uns ja sicher nicht mehr treffen. Dann ging es jedes mal so los: "Willst du nicht lieber mit Ihr zusammen sein? Vielleicht versucht ihr es nochmal. Ihr passt vielleicht viel besser zusammen. Ich will nicht, dass du nur mit mir zusammen bist, weil ich eben gerade zur richtigen Zeit da war, obwohl du mit einer Anderen vielleicht viel glücklicher sein könntest." Ich erklär mich dann jedes mal aufs Neue, dass das Blödsinn ist und ich sie liebe, aber sie fängt immer wieder an. Was soll das denn?! Sie weiß zwar, dass sie optisch nicht mein Typ ist. Aber ich finde sie trotzdem attraktiv. Also ich steh eher auf kleinere Brüste, dunkle Haare, dunkle Augen und sie ist halt genau das Gegenteil. Aber ich finde sie trotzdem hübsch und schätze ihren Charakter sehr.
Inzwischen fängt sie mit dieser Sache schon an, wenn ich andere Frauen auf einer Party kennen lerne. Und ich lerne deutlich mehr kennen, seitdem ich nicht mehr trinke. Irgendwie ist man da ein gefragterer Gesprächspartner. Aber naja, ich versteh nicht was das soll. Vertraut sie mir nicht oder glaubt sie nicht, dass ich sie liebe? Es fühlt sich manchmal an als ob sie versucht mich loszuwerden oder was soll das?
Ich Beweis ihr meine Liebe sicher oft genug. Ich sag es ihr, wertschätze sie, will sie nicht verändern oder verbiegen, unterstütze sie mit ihren Träumen (mittlerweile mehr als zu Beginn) und überrasche sie gern mit kleinen und großen Aufmerksamkeiten.
Es belastet mich mittlerweile wirklich sehr. Wenn ich sie darauf ansprechen, kommen immer eine von zwei Phrasen raus. "Ich bin nunmal so." oder "Ich weiß auch nicht, warum ich so bin." Aussagekräftigeres bekomm ich nicht mehr serviert. Und wenn sie nunmal so ist und ich damit ein Problem hab, dann passen wir wohl nicht zusammen. Das ist immer ihre Kausalität.
Und heute, das war irgendwie der Knaller. Ich bin zurzeit sehr erkältet und kann kaum reden. Trotzdem haben wir telefoniert und ich war halt logischerweise kurz angebunden. Das hab ich ihr gestern schon erklärt, dass mich reden anstrengt. Heute war sie aber komisch und ich fragte sie, was denn los sei. Und dann sagt sie mir, dass sie das Gefühl hat ich würde Mitleid erwarten oder sowas, weil ich so gequält tue. Da bin ich echt fast geplatzt am Telefon. Was sollte das denn? Ja klar sprüh ich nicht vor Enthusiasmus in der Sprache, wenn mir nach 2 Sätzen der Hals so kratzt, dass ich mich gefühlt ins Koma husten muss.
Das ist alles so widersprüchlich. Was haltet ihr davon? Vielen Dank schonmal für eure Hilfe, Anregungen und Meinungen.
Liebe Grüße