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Was ist mit den Tierfilmen los?

Hr. Pinguin

Sehr aktives Mitglied
Hallo,

ich habe überlegt, ob das Thema in dieses Unterforum passt, da es hier ja um Übergriffe und Gewalt unter Menschen geht.

Ich bin verstört, was man heutzutage im Nachmittagsprogramm in Tierfilmen /-dokumentationen sieht.

Da werden die Beutetiere bei lebendigem Leibe zerfetzt. Der Bauch aufgerissen, die Hörner vorne kämpfen noch und das Hinterteil wird zerfleischt, das Blut spritz und alles ist offen.

Früher gab es solche Szenen nicht zu sehen. Da hat ein Löwe das Beutetier erdrosselt und erst dann wurde mit dem Fressen angefangen.

Auch wie die Raubtiere untereinander sich zerbeißen. Da werden Ohren abgerissen, Schnauzen weggebissen, so dass das blanke Gebiss sichtbar wird.

Das ist so eine einseitige Darstellung von der Brutalität in der Natur. Ich frage mich, welche Auswirkungen solche Bilder auf die Psyche von Kindern haben, die sowas einfach im Fernsehen anschauen können.

Die den Fernseher vielleicht in der Erwartung von Bibi Blocksberg o.ä. anmachen, und dann folgt die Konfrontation mit sowas.
 
Ich finde es faszinierend, weil es uns ein realistisches Bild der wahren Welt da draußen vermittelt. Wir waren früher mal Teil dieses Kreislaufs aus Fressen und gefressen werden. Heute ist der Mensch der Apex Prädator auf der Erde. Einseitige Darstellung von Brutalität der Natur? Komische Aussage. Die Natur ist brutal, und Brutalität soll man nicht zensieren.

Kinder kann man auch schützen, indem man sie konfrontiert. Verstecken und Verheimlichen war noch nie eine gute Idee. Das eigentliche Problem ist die fehlende Diskussion danach. Kann man Kindern die echte Welt zeigen? Das sollte man sogar! Aber dann muss man auch darüber reden, das ganze verarbeiten. So fördert man Intelligenz, sowohl seelisch-empathische als auch neurologisch-faktische.

Ein Kind, das weint, weil es gesehen hat, wie ein Krokodil eine Antilope in Stücke reißt, weint vor allem, weil es sich verlassen fühlt, nicht abgeholt wird mit seinen Gefühlen. Und erst daraus entsteht das Trauma, nicht aus der Brutalität des Gezeigten.

Genau aus dem Grund werden Horrorfilme und brutale Action erst ab gewissen Altersgruppen freigegeben. Oder in manchen Fällen sogar zensiert. Weil sich Horrorfilme eher selten mit dem Nachbarshund befassen, sondern die Opfer stets Menschen sind. Und das ist eben noch mal ein anderes Level, vor dem man Kinder definitiv schützen sollte.

Ein Löwe zerfetzt ein Büffel? Geschenkt.
Ein Horrormonster frisst einen Menschen? Nichts für Kinder, definitiv.
 
Früher gab es solche Szenen nicht zu sehen.
Ich muss dich leider enttäuschen. So etwas gab es früher auch schon zu sehen. Früher wurden auch schon Gnus von Krokodilen ertränkt und zerrissen, Antilopen von Löwen zerfetzt und Robben von Haien langsam zu Tode gespielt.

Das ist so eine einseitige Darstellung von der Brutalität in der Natur.
Es ist eine realistische Darstellung der Natur. Tiere werden nunmal von anderen Tieren gefressen und das geht nunmal nie ohne Qualen und Leiden über die Bühne.

Ich frage mich, welche Auswirkungen solche Bilder auf die Psyche von Kindern haben, die sowas einfach im Fernsehen anschauen können.
Mir hat so etwas jedenfalls nicht geschadet. Ich wurde in der Hinsicht allerdings auch nie in Watte gepackt. Ich habe früh gelernt, dass in der Natur die wenigsten Tiere einen friedlichen Alterstod sterben. Das war meinem Vater immer sehr wichtig. Ich sollte die Natur so kennenlernen, wie sie nunmal ist und kein völlig verklärtes und unrealistisches Bild von der Natur bekommen.
 
Da werden die Beutetiere bei lebendigem Leibe zerfetzt. Der Bauch aufgerissen, die Hörner vorne kämpfen noch und das Hinterteil wird zerfleischt, das Blut spritz und alles ist offen.
Wo bitte läuft denn so etwas?
Ich kenne Dokus, da wurde die Beute erlegt und gefressen. Spritzendes Blut wie in einem Splatter, habe ich dabei noch nie gesehen.
Andererseits zeigt es die Natur bzw. Tiere, wie sie sind.
Ich denke nicht das so etwas zwangsläufig ein Trauma auslöst.Das man als Kind vllt traurig ist weil, der eine den anderen frisst, mehr aber auch nicht.

Bei kleinen Kindern entstehen Traumata, wenn sie selbst real in Konfliktsituationen leben und Stress ausgesetzt sind. Ein Löwe, der eine Antilope frisst, sehe ich nicht als Risiko.
So lernen Kinder, der Große frisst den Kleinen wenn er Hunger hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sehe das Problem vor allem darin, dass viele Menschen es gar nicht mehr kennen und erwarten im TV zu sehen wie die Welt wirklich ist, sondern sie stattdessen ständig geschönte, selektierten Ausschnitte präsentiert bekommen, die ein falsches Bild von der Wirklichkeit vermitteln.

Wer mit offenen Augen und Ohren durch die Welt läuft, stellt fest, die geschönte Wirklichkeit gibts nicht nur in Tierfilmen.

Es muss wieder dahin gekommen werden, dass gezeigt und berichtet wird, was ist. Und nicht was der Medienschaffende aus welchem Grund auch immer in einer Gesellschaft für zeigbar und berichtbar hält.

Hinsichtlich Kinder vorm TV kommt es vor allem auf die Eltern an.
 
Hallo @Hr. Pinguin ,
anhand deiner (subjektiven) Beschreibung ist es nicht möglich, sich ein eigenes Bild zu machen. Ich persönlich finde es wichtig, dass das Leben und die Welt, v. a. aber die Natur so dargestellt und gezeigt wird, wie sie nun einmal ist.
Nicht weniger wichtig finde ich, dass Kinder das Verhalten von Tieren nicht nur von Zoobesuchen oder aus lustigen Animationsfilmen kennen, sondern auch realistisches Wissen vermittelt bekommen. Das funktioniert altersentsprechend schon bei ganz kleinen Kindern. (Übrigens nicht nur, was Wildtiere betrifft, sondern auch was den Umgang von Menschen mit Nutztieren angeht.)

Welche Art von Darstellungen Kindern zuzumuten sind, wird einerseits durch Institutionen wie z.B. die FSK geregelt, anderseits liegt es in der Verantwortung der Eltern das für ihr Kind einzuschätzen und entsprechend zu reglementieren.
Das von dir genannte Bibi Blocksberg-Beispiel
Das ist so eine einseitige Darstellung von der Brutalität in der Natur. Ich frage mich, welche Auswirkungen solche Bilder auf die Psyche von Kindern haben, die sowas einfach im Fernsehen anschauen können.

Die den Fernseher vielleicht in der Erwartung von Bibi Blocksberg o.ä. anmachen, und dann folgt die Konfrontation mit sowas.
könnte bei uns zu Hause zum Beispiel gar nicht so stattfinden, weil hier kein (junges) Kind selbstständig, unkontrolliert und ohne einen Erwachsenen Zugriff auf ungefilterte Medien hat. Das lässt sich heute total easy regulieren.
Gemeinsam sehen wir aber durchaus Dokumentationen und auch Sachbücher mit sehr realistischen Darstellungen an, wobei es da auch von Kind zu Kind unterschiedlich ist, wie das empfunden wird. Wenn eines mit sehr deutlichen Bildern nicht so gut kann, ist das in Ordnung und wird natürlich berücksichtigt. Aber grundsätzlich halte ich es nicht für problematisch, wenn Kinder begleitet (!) durch Eltern oder andere Erwachsene auch mit vermeintlich unschönen, aber eben realistischen Inhalten konfrontiert werden.
 
Hallo,

ich habe überlegt, ob das Thema in dieses Unterforum passt, da es hier ja um Übergriffe und Gewalt unter Menschen geht.

Ich bin verstört, was man heutzutage im Nachmittagsprogramm in Tierfilmen /-dokumentationen sieht.

Da werden die Beutetiere bei lebendigem Leibe zerfetzt. Der Bauch aufgerissen, die Hörner vorne kämpfen noch und das Hinterteil wird zerfleischt, das Blut spritz und alles ist offen.

Früher gab es solche Szenen nicht zu sehen. Da hat ein Löwe das Beutetier erdrosselt und erst dann wurde mit dem Fressen angefangen.

Auch wie die Raubtiere untereinander sich zerbeißen. Da werden Ohren abgerissen, Schnauzen weggebissen, so dass das blanke Gebiss sichtbar wird.

Das ist so eine einseitige Darstellung von der Brutalität in der Natur. Ich frage mich, welche Auswirkungen solche Bilder auf die Psyche von Kindern haben, die sowas einfach im Fernsehen anschauen können.

Die den Fernseher vielleicht in der Erwartung von Bibi Blocksberg o.ä. anmachen, und dann folgt die Konfrontation mit sowas.

Löwen töten idR. in dem sie das Genick brechen wie du auf erdrosseln kommst ist mit schleierhaft.
Auch die Tierwelt ist grausam und nur der Stärkste oder schnelllste überlebt.
Nur der Mensch und der Schwarzbär töten aus niederen Beweggründen wie zb. purer Modlust.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur der Mensch und der Schwarzbär töten aus niederen Beweggründen wie zb purer Modlust.
Der Schwarzbär auch? Von Orcas, die das zum Training ihrer Kinder machen oder Schimpansengruppen, die tödliche Angriffe auf verfeindete Gruppen durchführen habe ich schon gehört. Ebenfalls sollen z.B. auch Löwen oder Bären fremde Jungtiere töten, damit die Weibchen möglichst schnell wieder empfängnisbereit sind. Frisch geschlüpfte Vögel schmeißen bei Bedarf schwächere Geschwister aus dem Nest, wobei die Eltern noch zusehen. Wölfe sollen oft mehr Schafe reißen, als sie fressen können. Ist Letzteres dann Blutrausch oder auch Mordlust?
 
Es gibt zahlreiche Tiere, welche wegen dem Jagdinstinkt töten und nicht weil sie Hunger haben..z.B. auch Hunde, Vögel und Katzen.

Die Natur ist teilweise unglaublich grausig.....ich will solche Bilder und Filme nicht sehen.
 

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