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Was bedeutet die Diagnose f.f.E?

Fallen Soul

Mitglied
Hallo,

ich war vor kurzem vor drei Tagen auf einer Borderlinestation.
Weil ich mich das total verlassen und im Stich gelassen gefühlt habe, bin ich aber nach drei Tagen wieder gegangen.
In diesen drei Tagen haben die nicht wirklich was von mir erfahren oder mich kennelernen können - zumindest dachte ich das.
Nun war ich Anfang dieser Woche wegen Tabletten bei meinem Psychiater.
Er hatte den Arztbrief von der Klinik als Kopie, ich wollte ihn sehen, weil ich schon den Verdacht hatte, das die mir irgendwas "anleiern" wollten.
Er aber wollte mir den Brief nicht zeigen und überging meine Frage einfach.
Nun, also weiß ich nicht, was die mir angeleiert haben, in den drei Tagen, wo sie mich so "wunderbar" kennen gelernt haben.
Die Diagnose Borderline wurde von meinem Psychologen gestellt , der mich inzwischen sehr gut kennt.
Bisher stand auf den Überweisungsscheinen immer Borderline drauf, nur auf den jetzigen stand f.f.E drauf und das verwirrt mich.
Denn Borderline fällt doch in den Bereich der Psychiatrie, oder?
Auf einer Webseite stand, das dies "Fachfremde Erkrankung bedeutet".
Die haben mich ja so "intensiv" kennen lernen können , dass sie sich über die drei Tage ein Urteil erlauben konnten... (Ironie).
Während der drei Tage fand kein einziges Gespräch usw. mit mir statt.
Wisst ihr ob die Bedeutung stimmt, die ich oben schrieb und warum Borderline nun anscheinend nicht mehr ins Psychiatrische Feld fällt?
Es verwirrt mich einfach, deswegen frag ich nach.

P.S. : Ich habe noch eine mögliche Bedeutung gefunden: Fürsorgliche FreiheitsEntziehung.
Will der mich jetzt zwangseinweisen?
Ich bin im Moment nicht akut suizidgefährdet, das kann mein Psychologe bestägen, also liegt kein Grund für eine Zwangseinweisung vor.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo 🙂,

ich habe jetzt auch versucht zu googeln, weil mich Deine Frage interessiert hat. Ich habe dann nach langer Suche das hier gefunden: Frage zum "Kürzel" auf dem Überweisungsschein Antwort 2 - Expertenrat vom Hausarzt - Gesundheit und Medizin auf QualiMedic (musst da ein wenig suchen!). Also nicht fürsorgerliche...sondern fachfremde Erkrankung. Puuuuh! 😉

Ich vermute, dass die Klinik entweder eine zusätzliche Diagnose gestellt hat (die werden auf Grund Deiner Unterlagen mehr wissen, als Du glaubst) oder eine andere "vorrangige" Diagnose in Betracht ziehen (bei mir gab es im Laufe des Lebens recht viele inkonkrete Diagnosen, die sich im Laufe der Zeit dann bestätigt haben oder verworfen wurden; Bsp.: Angstzustände und Depressionen wurden erst später als PTBS erkannt).

Es kann also sein, dass sie die Diagnose emotional-instabil Typ A (Borderline) bei Dir in Frage stellen. Auch Drogentests können die Diagnose entkräften, wenn Du zum Beispiel Suchtprobleme hast. Oder die ärztliche Untersuchung hat ergeben, dass DU eine Hormonstörung hast, oder, oder...
Ich denke, Du musst Dir nicht so einen Kopf machen, weil es ja letztlich nur darum geht, Dich richtig zu beurteilen.
Liebe Grüße
 
Danke für deine Antwort.
Aber das ist ja gerade die Verwirrung:
Wie kann die Klinik, die mich kaum kennen gelernt hat, mich beurteilen?
Borderline mit Magersucht als Komorbidität (nun leider Bulimie) wurde erstmals als Verdachtsdiagnose gestellt, welche sich nach mehrmonatigem Klinikaufenthalt und in der ambulanten Therapie dann als gesicherte Diagnose erwiesen hat.
Drogenmissbrauch, naja, nicht direkt Drogen, aber es kommt in selbstschädigender Absicht vor, das ich diverse Medikamente missbrauche, und das gehört bei mir wohl auch zum Borderline-Syndrom dazu, genauso wie SVV wie auch suizidale Gedanken und sich nicht mehr von den Gedanken distanzieren zu können.
Im Moment bin ich richtig sauer auf mich, dass ich nicht penetrant auf mein Recht beharrt habe beim Neurologen / Psychiater und andererseits auf meinem Psychiater, dass er es mir nicht gezeigt hat.
Immerhin geht es in dem Entlassungsbrief um MICH und da sollte ich doch wohl das Recht haben, einen Einblick zu haben in den Entlassungsbrief, oder?
Auf jeden Fall werde ich am Montag nochmal mit meinem Psychologen darüber sprechen.
Er wird es genauso seltsam finden wie ich, was die sich nach drei Tagen ohne Gespräche usw. erlaubt haben mir ans Bein zu "wickeln".
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

ja, ein bißchen seltsam ist das schon alles. 😕 Menschen werden auf Grund von Unterlagen begutachtet und eingestuft. Das war mir auch schon immer nicht geheuer.

Immerhin geht es in dem Entlassungsbrief um MICH und da sollte ich doch wohl das Recht haben, einen Einblick zu haben in den Entlassungsbrief, oder?

Ich denke da hast Du sehr recht. Mir fällt nur gerade ein, dass ich so einen Brief auch mal gelesen habe und danach ging es mir nicht gut, weil ich auch die Diagnosen sehr in Frage stellte. Es hat viele Recherchen gebraucht und viel Stress, um zu erkennen, dass sie (bei mir) so unrecht nicht hatten. Mein Arzt meinte danach, es wäre besser gewesen, ich hätte sie zusammen mit einem Psychiater gelesen, der mir die Hintergründe hätte erklären können.
Mein Hausarzt wollte mir den Brief auch erst nicht geben.

Es kann ja auch sein, dass Deine Klinik die Diagnose Bulimie als fachfremd und dringender eingestuft hat, weil sie nun mal nur auf Borderline spezialisiert sind. Aber egal wie, ich hoffe, Dein Gespräch mit dem Psychologen bringt Dich weiter.:daumen:
Liebe Grüße und schönes Wochenende!
 

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