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Warum?

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K

Kleine-Fee

Gast
Hallo erstmal.

Ich bin 17 Jahre alt und ziemlich am ende.
Vor ca. einer Woche habe ich haben Ärzte festgestellt, dass meine Mutter
Lungenkrebs hat. Ich dachte alles wird gut aber so ist es nicht. Meine Mutter liegt im Sterben.
Ich wohne bei meinem Freund, über 3 stunden Zugfahrt von meiner Mutter entfernt.
Heute fahre ich mit meinem Freund zu meiner Schwester wo wir eine Woche bleiben können damit ich meine Mutter noch einmal sehen kann, denn die Ärzte geben ihr nur noch ein paar Tage.
Ich habe seitdem sie im Krankenhaus war jeden Tag mit ihr telefoniert aber seit 3 Tagen kann sie kaum noch reden und weiß wenn wie sie mal was sagt nicht was sie erzählt. Sie hat Halluzinationen und starke Schmerzen.
Als ich gestern erfahren habe dass sie nur noch ein paar tage leben wird ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Meine Schwester rief mich an und sagte mir :"Du Lena(meine schwägerin) hat mit den Ärzten gesprochen und sie sagen dass sie es nicht schaffen wird und nur noch ein paar tage hat." Ich bin in Tränen ausgebrochen. Und das schlimme ist auch noch das mein Steifvater noch nichts davon weiß.
Meine Schwester hat ihm das noch nicht gesagt. Sie hat angst dass er meine Mum dann nicht mehr besuchen fährt.
Wie gesagt heute fahr ich zu meiner schwester und morgen werde ich dann ins krankenhaus fahren um meine mutter zu sehn. Ich habe grße Angst davor. ich weiß nicht wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll zumal sie realität und illusion nicht mehr unterscheiden kann. Ich wei dass ich auf keinen fall weinen darf , ich muss ihr zeigen dass ich stark bin aber das bin ich nicht.

Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Ich bin so am ende. ich bin doch erst 17 Jahre.... warum? Ich brauche meine Mutter. Ich habe sie doch so wahnsiinig lieb.

Bitte gebt mir nen Rat.
 

Hallo Kleine-Fee,

schau mal hier: Warum?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo KleineFee,

es tut mir unwahrscheinlich leid. Lass dich von mir umarmen. Es ist schlimm, wenn man in so jungen Jahren eine so traurige Nachricht erhält.

Du fragst, wie du dich verhalten sollst, wenn du bei ihr bist. Das ist sicher nicht so einfach, aber zeige ihr, wie sehr du sie liebst. Umarme sie und lass auch deinen Tränen freien Lauf. Zu einem Abschied, wenn es denn so sein soll, gehören auch Tränen und Trauer. Auch wenn deine Mutter Realität und Illusion nicht mehr so richtig unterscheiden kann, was sicherlich an den starken Medikamenten liegen wird (evtl. Morphium etc.), wird sie deine Liebe spüren. Wenn du klar zu deinen Gefühlen stehst, wird sie erkennen, dass du stark sein wirst für das Leben danach.

Ich drücke dich nochmals und wünsche dir ganz viel Kraft. Wenn du Trost suchst, weißt du, wo du uns finden kannst. Alles, alles Liebe für dich und deine Familie.
 
Hi Micky,

erstmal danke, du bist echt wahnsinnig lieb.

Ja meine Mutter bekommt Morphiumpflaster gegen die starken Schmerzen
aber ihre Halluzinationen kommen nicht allein davon.
Der Krebs hat die Leber angegriffen und diese hat nun Funktionen verloren
die meine Mutter zur Wahrnehmung brauch.

Naja weißt du, wenn ich vor ihr stehe und anfange zu weinen dann wird sie doch nur angst davor haben zu sterben.
Ich bin mir sicher dass auch wenn sie kaum noch etwas wahrnimmt und realisiert, dass sie weiß, dass sie nicht mehr lange leben wird.
Dieser Gedanke dass sie es weiß und sich damit rumquält ist schrecklich für mich.

Ich habe auch angst dass meine Geschwister nicht damit klar kommen werden. Mein Bruder (18) ist ein Mensch der alles in sich hineinfrisst, nicht mit sich reden lässt und sich einfach total verschließt.

Ach man ich weiß echt nicht mehr weiter, ich kann nicht mehr.
Sie ist meine Mutter und ich will sie nicht verlieren.
 
Hallo kleine Fee,
vor Dir liegt nun eine sehr schwere Zeit und ich wünsche Dir ganz viel Kraft und
Mut dies durchzustehen. Zeig Deiner Mom wie sehr Du sie liebst und das Du weißt, daß ihr Euch nie ganz verlieren könnt, denn Du bist ein Teil von Ihr, so wie sie ein Teil von Dir ist, untrennbar verbunden. Versuch (wenn möglich) wenn
Du bei Ihr bist schöne gemeinsame Erinnerungen zu wecken, denn sie versteht
dich trotz ihrer Haluzinationen. Es ist furchtbar schwer einen geliebten Menschen zu verlieren, doch sie wird auch wenn Du sie nicht mehr sehen kannst immer bei Dir sein und in Gedanken kannst Du mit Ihr reden. Es gibt fast überall in Deutschland Anlaufstellen zur Sterbebegleitung, deren Mitarbeiter können Dir vielleicht auch durch Ihre körperliche Anwesentheit Kraft und Hilfe für den gemeinsamen Gang des letzten Wegstückes mit Deiner Mom geben.
 
Hallo kleine Fee,
wenn man so viele Schmerzen hat wie deine Mum,dann ist das Sterben eine Erlösung und man will nicht mehr leben. Was schwerfällt, ist die Kinder zurück zu lassen. Zeig ihr, wie lieb du sie hast und halt ihre Hand solange es geht. Aber wie Caro schon schrieb, wird sie immer für dich dasein, auch wenn sie körperlich nicht mehr bei dir ist.
Wenn ich ganz schwere Entscheidungen treffen muss, frage ich oft meine Eltern, die schon lange nicht mehr leben und irgendwann weiss ich, was ich genau tun muss. Das war immer richtig.
Dem Stiefvater solltet ihr unbedingt alles sagen, denn viele Menschen verkraften es nur schwer, wenn sie von dem geliebten Menschen nicht richtig Abschied nehmen können.
Ganz liebe und mitfühlende Grüße von knotti
 
Hallo kleine Fee,

fühl dich bitte auch von mir umarmt und verstanden.

Egal was du machst, wenn du bei deiner Mum bist, du kannst nichts falsch machen. denn intuitiv machst du genau das Richtige, selbst wenn du weinst.

Mein Rat noch an dich: Bitte informiere noch den Stiefvater, damit er auch die Gelegenheit hat, Abschied zu nehmen.

Ganz viel Kraft wünscht dir Sabine
 
Hallo Kleine-Fee,

habe dir eine PN geschickt. Ich hoffe, du schaust hier nochmal vorbei und liest sie.

Ich drück dich.
 
Hi kleine-Fee,
ich denke, was deine mutter jetzt am meisten braucht, ist die liebe von den menschen, die sie liebt. dir, deinen geschwistern, deinen stiefvater u.a. du kannst ihr jetzt helfen, indem du ihr diese liebe zeigst. ich denke auch, dass du und deine geschwister, dass ihr jetzt in dieser schweren zeit füreinander da sein solltet. zeige ihnen, dass du sie liebst und du immer für sie da sein wirst. dass ihr jetzt füreinander da sein müsst, ist, glaube ich, sehr wichtig für euch alle.
ich wünsche dir und deiner familie sehr viel kraft für die zeit, bis zu dem tod deiner mutter und für die zeit danach.
 
Ich danke euch allen für die Beiträge.

Meine Mum ist am Donnerstag den 08.12. verstorben.
Und am Dienstag war die Trauerfeier. Es ist die schlimmste Zeit meines Lebens.
Sie ist einfach nicht mehr da.

Am 06.12. sind mein Freund und ich bei meiner schwester angekommen und am 7 ten bin ich sie dann besuchen gefahrn. Sie sah richtig schlimm aus. In den ganzne Stunden wo wir da warn sagte sie nur 2 wörter. Wir zeigten ihr ein bild von ihrer enkelin und darauf sage sie "Oh schön".
Mehr sagte sie nicht. Ich hielt die ganze Zeit ihre Hand und streichelte sie.
Dann kam die Ärztin rein und wollte mit uns sprechen.
Sie erzählte dann das keine chemotherapie angeschlagen hätte und sie einfach zu viel gift im Körper hat da sich die Metastasen zu schnell verbreiten. Sie habe so etwas noch nie erlebt, dass sowas innerhalb 2 wochen passieren kann.
Dann sagte sie nochmal, dass es morgen oder übermorgen zu ende sei.
Ich bin in Tränen ausgebrochen und musste erstmal an die frische Luft.
Die anderen kamen hinterher außer mein stiefvater. Nach kurzer Zeit bin ich dann wieder ins krankenzimmer wo auch mein stiefvater war. Ich setze mich zu meiner Mutter und hielt erneut ihre hand. Dann brach mein Steifvater fast zusammen. Ich habe ihn dann in den arm genommen.

Dann am späten abend sind wir dann gefahren nur mein leiblicher vater blieb da und übernachtete im Krankenhaus da mein steifvater das nicht konnte und wir aber nicht wollten das meine mum die nacht über alleine ist.

Um 9 uhr am nächste Tag kam mein Bruder aus Berlin an. Er wollte sie auch nochmal sehen.

10 uhr die schreckliche nachricht. Das handy meiner schwester klingelte. Es war mein vater. Er war am weinen und sagte das es vorbei ist. So schnell es ging fuhren alle ins Krankenhaus. Ich sah sie mit einem tuch um den kopf und ganz gelb.
Ich kniete mich hin und fing an zu weinen. Ich konnte sie nicht ansehn.
Keiner konnte es recht glauben.

Ab samstag lag sie in einer kappele aufgebart wo man dann noch abschied nehmen konnte. Ich war immer da. Dienstag dann war die trauerfeier und es war so schrecklich.

Ich bin total am ende und weiß echt nicht mehr weiter. Ich bin so fohr dass ich wenigstens meinen freund habe denn er hilft mir sehr und ist einfach für mich da.

Ich hoffe meiner mum geht es da wo sie jetzt ist besser. Aber vermisse sie so sehr alles ist so leer ohne sie.

Ihr lachen fehlt mir .. ihr auftreten .. ihre freude am leben .. einfach alles.


In ca. 3 wochen ist die beisetzung. Sie wird verbrannt. Das war immer der wunsch meiner mutter gewesen.

Ich bin echt am ende
 
Kleine Fee, kein Wort kann dich jetzt trösten, aber fühl dich trotzdem mal in den Arm genommen und ganz lieb gedrückt.
Ich selber war schon 42 als meine Mama von uns gegangen ist und damals hatte das Wort "Unfassbar" zum ersten mal in meinem Leben eine Bedeutung. Noch heute, 5 Jahre danach, vermisse ich sie ganz dolle. Ich bin der festen Überzeugung, dass sie mit meinem Papa - der ist 6 Monate nach ihrem Abschied zu ihr gegangen - irgendwo zusammen ist und alle beide keine Schmerzen mehr haben und es ihnen gut geht.
Dieser Gedanke tröstet mich ein wenig. Vielleicht hilft dir ja auch der Gedanke, dass deine Mama jetzt keine Schmerzen mehr hat. Sie ist in deinem Herzen und das ist gut, halt sie da fest und denke in Liebe an sie.
 
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