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Warum werde ich immer nur für Hilfsarbeiten missbraucht trotz Qualifikationen?

Husch

Mitglied
Hallo,

ich wollte mal fragen, ob hier noch jemand dieses langsam doch sehr nervtötende Problem hat. Und zwar bin ich Bürokauffrau mit Weiterbildung Fremdsprachenkorrespondentin Englisch und Französisch. Da mir letzteres nicht wirklich viel bringt, weil Allerweltssprachen, habe ich mich immer auf folgende Stellen beworben: Sachbearbeiter, Empfangskraft, Bürokauffrau, Büroassistentin, Bürokraft, Kaufmännische Fachkraft, Office Manager, Front Desk Manager.

Ich war bereits in 4 verschiedenen Firmen beschäftigt und in ausnahmslos JEDER wurde ich nur ausgenutzt. Zunächst ist mir klar, dass man nicht immer nur tolle und interessante Aufgaben bekommt. Aber, und das ist es, was mich so wütend macht, mein Aufgabengebiet bestand grundsätzlich nur aus Hilfstätigkeiten.

zehnmal täglich die Spülmaschine aus- und einräumen, Toilettenpapier nachfüllen, den Chefs Kaffee bringen (dabei durfte ich dann noch deren gekauten Kaugummi von der Untertasse pulen..), leere Flaschen sortieren, die Mülleimer der Kollegen einsammeln und leeren, etc.pp.

Aktuell habe ich auch mal wieder so einen Griff ins Klo gemacht. Ich habe bei einer Kanzlei angefangen als Bürokauffrau und habe den lieben langen Tag nichts anderes zu tun, als die schweren Kartons mit -zig proppevollen Buchhaltungsordnern durch die Gegend zu schleppen und in die Büros über 4 Stockwerke hinweg zu verteilen, weil die Kollegen sich zu fein sind, diese selbst abzuholen.

Nachdem die Buchhalter das Ganze dann bearbeitet haben, darf ich alles wieder verpacken und mit meinem eigenen Auto zur Post bringen. Das sind pro Tag locker 50-60 schwere Kartons. Nebenbei soll ich noch Kaffee für die Mandanten machen und die Spülmaschine alle 45 min aus- und wieder einräumen. Das wars, und den ganzen Spaß dann 8 Stunden lang.

Es macht mich jeden Tag aufs Neue so wütend und frustriert, weil ich immer so tolle Versprechungen bekomme im Bewerbungsgespräch. Da ist von einem superanspruchsvollen Job die Rede,von einem "vielseitigen Aufgabengebiet", und im Endeffekt sind es doch wieder nur anspruchslose Helfertätigkeiten.

Kann ich dagegen irgendwie vorgehen? Meine Chefs haben da natürlich immer die Ausrede, diese Aufgaben fallen im Arbeitsvertrag unter "zumutbare Tätigkeiten" und somit sind sie gegen ein Vorgehen meinersets natürlich abgesichert..

Ich habe auch schon mit Freunden über dieses Thema gesprochen, die auch kaum fassen können, dass ich immer und immer wieder dieses Pech habe, an so miese Arbeitgeber zu geraten und die Stelle im Endeffekt nie das ist, was sie in der Ausschreibung und im Vorstellungsgespräch vorgibt zu sein. Sie können sich allerdings auch nicht erklären, woran es liegt. Es ist ja nicht so, dass man von vornerein sieht "Hey, der Job ist ja unter meinem Niveau, da bewerbe ich mich erst gar nicht!"

Es wird vielmehr immer damit gelockt, dass man super hohe Qualifikationen bräuchte etc. und nachher finde ich mich dann doch in der Küche wieder, wie ich zum x-ten mal die Spülmaschine ausräume..


 
So wie ich das lese, bist Du nur in kleinen Firmen gewesen. Dort wird man immer als Hilfskraft ausgenutzt und gerade auch, wenn man neu ist. Sagst Du " Nein" kannst Du vermutlich gehen. Deshalb würde ich nie wieder in einer kleinen Klitsche arbeiten wollen. In großen Firmen gibt's Putzfrauen und Postabteilungen bzw Hausmeister, die Akten etc schleppen.

Entweder Du nimmst das so hin oder Du suchst weiter nach einer besseren Stelle....

Maya
 
Das ist von Firma zu Firma stark schwankend. Wenn Du nur solche Hilfsarbeiten machst, solltest Du wechseln. Das kann aber auch dauern, die "richtige" Firma zu finden.

Ansonsten ist die Frage wie alt Du bist oder wie selbstbewusst Du auftrittst. Ich kenne das aus einer ehemaligen Firma, dass diejenige am Empfang den ganzen Mist machen musste die sich am Wenigsten gewehrt hat.

Zudem solltest Du Deine Fremdsprachenkenntnisse nicht so abwerten, ich finde das durchaus ordentlich und spricht auch für eine qualifizierte Stelle.
 
Naja, "klein" ist ja immer relativ. Natürlich handelt es sich nicht um große Konzerne, aber so 50-60 Mitarbeiter sind das schon jedesmal. Aber die Dumme, die dann immer solche Arbeiten ausführen muss, bin halt jedesmal ich. 🙄

Bezahlt werde ich meistens mit ca. 12-13 Euro brutto die Stunde. Das ist natürlich mehr als ein Hilfsarbeiter verdient, aber es geht mir ja nicht ausschließlich ums Geld. Ich mache ja keine Ausbildung plus Weiterbildung, damit ich nachher bei Küchenarbeit verblöden kann.

Davon abgesehen habe ich schonmal 1,5 Jahre in der Produktion mit schwerer körperlicher Arbeit geschuftet und war mir danach sicher, dass ich sowas nie wieder machen möchte.. tja und nun darf ich jeden Tag stundenlang bis zu 30kg schwere Pakete in der Gegend rumtragen.

Edit: Ich bin Mitte 30.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn DU es IMMER bist, liegt es wohl an Dir. Schwer zu sagen.

Was unternimmst Du denn, wenn Du solche Aufgaben bekommst....
 
Wenn DU es IMMER bist, liegt es wohl an Dir. Schwer zu sagen.

Was unternimmst Du denn, wenn Du solche Aufgaben bekommst....

Also ich habe es sicher nicht stillschweigend hingenommen, sonst dürfte ich mich ja auch nicht beschweren. Bisher habe ich es jedesmal so gemacht, dass ich zu meinem direkten Vorgesetzten gegangen bin und mich über die Diskrepanz "Stellenbeschreibung vs tatsächliche Aufgaben" beschwert habe, aber da hatte natürlich keiner Verständnis für.

Man brauchte eben einen, der es macht und versuchte es dann so hinzudrehen, dass alle vorherigen Besetzungen dieser Stelle das auch gemacht hätten (klar, darum gab es bei dieser Stelle auch mindestens einmal jährlich ne neue Besetzung, da sich das keiner auf Dauer antun will 🙄). Ja im Grunde war es jedesmal das Prinzip "Friss oder stirb", also entweder du machst das, oder du kannst gehen!

Ich habe mich dann jedesmal dafür entschieden, es zu machen, bis ich eine neue Stelle in Aussicht hatte, damit ich kündigen konnte und dann ging der Spaß von vorne los.
 
Wegen Kartons schleppen würde ich auch im Vorstellungsgespräch sagen dass du eine Frau im Gebärfähigen Alter bist und keine schweren Kartons schleppen wirst und auch nicht oft(!).

Uh, damit wäre der Erfolg des Bewerbungsgespräches aber nicht gegeben. Ich würde es eher in die Richtung "körperliche Belastung" lenken, aber "gebärfähiges Alter" würde ich so nicht aussprechen.
 
Also meinen eigenen PKW würde ich für sowas schon mal gar nicht hergeben und genau das würde ich mal ansprechen. Desweiteren ist es nix für die Gesundheit, wenn man den ganzen Tag Kisten rumschleppt. Mit Mitte 30 kommt man dann langsam ins Alter, in dem man sich damit den Rücken zerschießen kann. Hast du gar keine Schreibtischarbeiten, um die du dich kümmern musst?
 
@TE

Ich kann nur vermuten, dass Du zu gutmütig bist und Dir zu viel aufhalsen lässt.

Mir hat mal ein Chef erklärt, dass ich ab einem bestimmten Zeitpunkt mein Büro immer an einem bestimmten Tag putzen müsste. Daraufhin habe ich ihn gefragt, ob er mir mal die Stelle in meinem Arbeitsvertrag zeigen kann, in der steht, dass ich als Putzfrau eingestellt worden wäre.

Dann war er eine Weile beleidigt und hat nie wieder so was von sich gegeben.

Wenn ich etwas nicht tun will, dann tue ich es einfach nicht und das sage ich auch vorher laut und deutlich.
 
Wenn man von Anfang an gewissen Dinge tut ohne sich zu beschweren, wird es irgendwann zur Gewohnheit.

Vielleicht hättest du direkt am Anfang sagen sollen :"Schwere Kartons schleppen? Sorry, geht nicht wegen Rücken...etc."
Und mit dem eigenen PKW wegbringen geht schon gar nicht, kriegst du Spritgeld?
Zahlt der AG die Versicherung, Abnutzung, Inspektion?
Die Reparatur wenn du einen Unfall/Schaden hast?

Es gibt Sachen, die kann man vielleicht einmal ausnahmsweise machen, aber das ist schon richtig dreist ausgenutzt.

Wie hier schon geschrieben wurde, verlernst du alles was dir mühsam erarbeitet hast.
Verkauf dich nicht unter Wert!
Du solltest dir einen Job suchen, der deinen Anforderungen gerecht wird.
Bei uns werden immer Leute mit Fremdsprachenkenntnissen gesucht.
Auch mit englisch, so billig es auch erscheinen mag.

LG Yado
 

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