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Warum können unsere Gesellschaften und Länder nicht einfach FRIEDEN Leben

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Gast

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Hallo liebe User,

mich beschäftigt warum Menschen nicht in Frieden Leben können?

Geht uns wohl zu gut?

Z.B Alltäglich - Arbeitskollegen lästern - Eifersucht unter Frauen, etc.

Warum ist das so und jeder ist zufrieden mit sich und seinen geschenkten Leben und empfindet alles andere nicht einfach als Bereicherung.

Warum werden Frauen und Männern im TV vorgemacht Oberflächlich wie möglich sein- Warum werden nicht beispiele in Form von guten Taten genannt als Vorbilder für die Jugend?

Heute Morgen - Sophia Thomalla Grüße aus dem Urlaub SAT 1 Frühstücksfernsehen - Oberweite billig präsentiert.

HEH??? Ist das noch normal. Mann verdummt doch die nächsten Generationen völlig mit so stumper Berichte.

Ich möchte gelobt werden für meine taten und nicht für meine Brüste.

Viel habt Ihr ein paar Antworten für mich
 
Hallo,

unser kapitalistisches System ist einfach auf Egoismus ausgelegt. Immer schön nach unten treten, um weiter nach oben zu kommen. Für Sozialität ist in unserer Gesellschaft kein Platz bzw. ist auch so gar nicht in größerem Ausmaß gewollt.

Und die "Verdummung" ist auch kein Zufall, sondern so gewollt. Sonst könnten sich die Massen ja eventuell noch mit den wahren Problemen auseinandersetzen und mal über den Tellerrand schauen. Sich z.B. über Flüchtlinge aufregen ist natürlich viel leichter, anstatt sich mit den Ursachen zu beschäftigen. Denn so könnte man festellen, dass "wir" zum größten Teil die Verursacher sind. Oder die Menschen mit Psychopharmaka ruhigstellen, anstatt sinnvolle Substanzen zu erlauben, die innerhalb von kürzester Zeit Linderung verschaffen können. Aber das könnte ja deren Bewusstsein erweitern. Also lieber dumm und glücklich halten und ordentlich konsumieren lassen, denn so hinterfragt niemand was wirklich auf der Welt geschieht. Als Krönung wird dann noch der letzte Rest Verstand weggesoffen.

Nein, normal ist das nicht. Die Menschen verlieren immer mehr ihr Bewusstsein :-(
 
Auch in nicht kapitalistischen Systemen gibt es Vorteilsnahme ein Hauen und ein Stechen.

Jeder lebt nach seinem Horizont und der stimmt eben nicht immer mit dem der anderen überein und es kommt zum Streit.

Im Großen und im Kleinen.
 
Auch in nicht kapitalistischen Systemen gibt es Vorteilsnahme ein Hauen und ein Stechen.

Jeder lebt nach seinem Horizont und der stimmt eben nicht immer mit dem der anderen überein und es kommt zum Streit.

Im Großen und im Kleinen.


Klar Differenzen gibt es und gab es immer. Aber Ziel sollte es doch sein einen gemeinsamen Horizont zu schaffen. Die Menschen müssen verstehen, dass jeder ein Teil des ganzen ist. Dazu gehört Respekt vor dem Leben, vor der biologischen Vielfalt, den wir heute nicht mehr haben. Der Buddhismus verkörpert das schon ganz gut finde ich.

Stattdessen ist es einfach so, dass unsere Gesellschaft immer mehr gespalten wird. Nicht nur arm gegen reich, links gegen rechts. Nein, es wird immer mehr kategorisiert, immer mehr Raster geschaffen. Friedensdemos mit hundertausenden Menschen? Fehlanzeige. Nun kämpfen unzählige kleine Grüppchen gegeneinander und es ist unheimlich schwierig überhaupt noch einen gemeinsamen Nenner zu finden. Das gibt es sonst nirgendwo.
 
Das gibt es überall.

Schau doch nur nach Afrika, wo sich die Stämme gegenseitig massakrieren.
 
mich beschäftigt warum Menschen nicht in Frieden Leben können?
Das finde ich eine sehr gute und berechtigte Frage.

Vor zwei Millionen Jahren entstand in Afrika der Kongo-Fluß und trennte die damaligen Affenpopulationen. Auf der einen Seite waren die Vorfahren der Bonobos. Da sie die einzige Primatenart auf ihrer Seite waren und keinen Konkurrenzdruck mit anderen Arten hatten, lernten sie ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen. Auf der andere Seite des Flusses waren die übrigen Arten, die um den Lebensraum und die Nahrung miteinander konkurrierten. Deswegen neigen Schimpansen zu ziemlichen Gewaltausbrüchen (obwohl die mit den Bonobos sehr nah verwandt sind. Auch die Vorfahren der Menschen mussten konkurrieren und haben von daher ihre Neigung zur Gewalt geerbt. Von mehreren Menschenarten, Neandertaler, Homo Erectus usw. blieb am Ende nur der Homo Sapiens übrig. Die Natur im Wettbewerb zu stehen und Konflikten mit Gewalt zu begegnen, hat er aus seiner animalisch geprägten Urherkunft übernommen. So oder ähnlich hab ich das mal aufm TV gehört.

Leider reichen ca. 1,4kg Masse an Gehirn bei den meisten Menschen nicht für eine Reflexion aus, warum sie Gewalt ausüben. Frägt man z.B. einen Mobber, wieso er das macht, wird er keine hinreichende Antwort darauf geben können, weil er sich selber nicht versteht.

Ich denke aber, dass es nicht alleine auf eine gewalttätige Urvergangenheit der Menschheit zurückzuführen ist. Vielmehr spielen auch frühkindiche Erlebnisse eine Rolle. Wie die Beschaffenheit des Elternhauses war, die Erziehungsmethoden, wie das nahe soziale Umfeld. Inwiefern (früh)kindliche Bedürfnisse nach Annahme und Zuneigung beachtet oder unterdrückt wurde. Inwieweit man sich an Dogmen anpassen musste unter Missachtung des eigenen Selbst. Inwieweit man Gewalt erfahren musste, unfähig sich dagegen zu wehren, sich wegen dem Abhängigkeitsverhältis zu seinen Versorgern damit identifiziert hat. Aus einer Fehlprägung in der Kindheit, weil man es nicht anderes gesehen hat und nicht anders kennt, nun selber nicht anders leben kann. Deswegen zur Aggression neigt und sich zu Aggressoren hingezogen fühlt, weil man Lieblosigkeit als Fürsorge verkehrt hat.

Jeder der nun gutmütig und friedfertig ist, wird zum Feind. Da er so ist, wie man selbst in einem Umfeld voller idealisierter Lieblosigkeit und Gewalt nicht sein durfte. Das eigene Spiegelbild des frühen Selbst, das man nicht ertragen kann, weswegen man den Friedfertigen, Gutmütigen ablehnt, bekämpft und verletzt.

Außerdem glaube ich, dass Bürotätigkeiten Aggressionen erzeugen können. Nur sitzen, in den Bildschirm kucken und den ganzen Tag zu allen *cheißfreundlich sein müssen. Klar für mich, dass sich da Energien aufstauen, die wieder abgelassen werden müssen und sich bei manchen z.B. in Form von lästern, mobben, intrigieren, zicken mit zeigen können.

Männer, denke ich, leiden auch häufig unter Allmachtsphantasien. Vermutlich auch hervorgerufen durch irgendwelche frühkindlichen Trauma von einem gestrengen Vater und einer missachtenden Mutter oder sowas. Man möchte groß sein und stark und auf andere herabblicken soll dieses Empfindung unterstreichen. Macht ausüben, über andere verfügen zu können, diese erniedrigen zu können, ist etwas ganz wesentliches. Dadurch fühlen sie sich als wer.

Die Waffenvernarrtheit hat wohl auch irgendwie den Ursprung darin, weil darin etwas Mächtiges liegt. Die Kraft zur Auslöschung. Außerdem dienen sie als *chwanzverlängerungen. Langwaffen sind potent. Ein Panzer mit seiner Kanone ist potent. Eine Atomrakete, das erigierte Phallussymbl schlechthin. Ich vermute, es ist eine Mischung aus unreflektiertem Vernichtsungsdrang und starken Minderwertigkeitskomplexen.

Uniformen sind auch ein gutes Werkzeug. Sie verleihen Zugehörigkeit. Man geht in der Masse auf, welche einem Berechtigung (für was auch immer) und Stärke verleiht. Schon einfache Lederhosen auf dem Schützenfest können diesen Effekt erziehlen. Man gehört dann mit den anderen zusammen, fühlt sich stark, man verliert die Hemmungen, kann seinen Frust und seiner angestauten Aggression für die ganzen Zwänge, Verpflichtungen und gestelltem Getue, gegenüber andersartigen, auch rein zufällig daherkommenden, frei Luft machen. Pampt und pöbelt völlig ungezwungen.

Es fühlen sich viele Leute klein, unbedeutend, verloren, wenn ihnen in früher Kindheit kein gesundes Selbstwertgefühl mitgegeben worden ist. Sie suchen nach Zugehörigkeit und Anerkennung, etwas das ihnen Selbstwert geben kann. In ruhigen, friedlichen Zeiten langt dafür z.B. ein Fußballverein, mit dem man sich identifiziert. Man fühlt die eigene Größe und Stärke, wenn es heißt "wir haben gewonnen", (und Niedergeschlagenheit, wenn man verliert). In unruhigen Zeiten haben Agitatoren ihre Möglichkeit, dass sie die Gefühle von Angst und Bedrohung der Menschen für sich einsetzen können. Sie zeigen (vermeintliche) Stärke, an deren die Menschen teilhaben wollen. Die Komplexe der Menschen suchen sich so zu kompensieren. Gewalt wird verstärkt zum legitimen Mittel. Sie kucken auf, wie sie es bereits als Kind zum (allmächtigen) Vater (od. den Eltern) gemacht haben, und bekommen so erneut ihre Orientierung...

Soweit mal meine Gedanken (Meinung) dazu.

, mach anderes Fernsehen.
Den Tipp kann man sich aber auch einrahmen und übers Bett hängen.
 
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