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Warum fallen mir leichte Sachen schwer und schwere leicht?

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Gast

Gast
Hi,

ich glaube mit mir stimmt irgendwas nicht - nein, ich weiß es!

Nur was genau es ist kann ich nicht sagen. Ich fang einfach mal zu erzählen, vielleicht hat ja jemand von euch ne Idee.

Ich bin jetzt 23, stehe kurz vorm Ende meines Studiums (13. Semester - habe früh angefangen). Allgemein werden in absehbarer Zeit viele gravierende Änderungen in meinem Leben eintreten (Neuer Job, schnellstmöglich zuhause ausziehen und noch ein paar andere Sachen).

Und genau das macht mich gerade so fertig. In 3 Wochen gebe ich meine DA ab. Es wird eine 1. Wie immer - seit 2 Jahren habe ich nur noch 1en. Angefangen haben die guten Noten zusammen mit dem (seltenen bis gelegentlichen) Kiffen. Ich studiere Physik. Ich hasse Physik. Keine Ahnung warum ich mich damals für dieses Scheiß-Fach entschieden habe. Am Anfang war ich noch ein relativ normaler Student. Hatte einige Freunde an der Uni. Irgendwann - hat nix mit den Drogen zu tun, war schon vorher - habe ich alle Kontakte zu meinen Komilitonen abgebrochen und mich auf die wenigen Freundschaften aus meinem früheren Leben besinnt. Mir ist bewusst geworden, das meine Mitstudenten alle Freaks sind. Ich hasse jeden von ihnen. Wie die sich benehmen, wie arrogant sie teilweise mit anderen sprechen, und wie eingebildet sie sind und wie sie sich geben hat mich angekotzt.

Ganz besonders kotzt mich mein gewähltes Fach an. Es macht überhaupt keinen Spaß, ist langweilig und trocken. Die Professoren sind Spaßten, die Vorlesungen langweilig. Ich bin Autodidakt - habe in den letzten 2 Jahren keine Vorlesungen mehr besucht, nur noch alleine aus Büchern gelernt. Ich bin ultra introvertiert. Habe schon Angst (vor was genau weiß ich nicht so recht - ausgelacht werden, Abweisung, ...), wenn ich jemanden fremdes wegen irgendwas anrufen muss. Ich habe keine Ahnung, warum ich das Studium durchgezogen habe und warum ich jetzt so gut bin obwohl ich es hasse. Vielleicht habe ich es nur gemacht, weil es das einzige ist, was ich kann? Ich habe mich jahrelang hinter der scheiß Lernerrei versteckt und durch diesen Mist schon so viel schönes in meinem Leben verpasst.

Früher hatte ich starkes Übergewicht, heute bin ich am unteren Ende des Normalgewichts. Ich war ein fettes Schwein und habe mich dafür gehasst. Ich habe angefangen Sport zu machen. Habe 40 Kilo abgenommen und mich sportlichen Herausforderungen gestellt, die ich für undenkbar hielt (Bin einen Sommer lang 5000 km ganz alleine mit dem Rad quer durch Europa gefahren, habe die Alpen und die Pyrenäen überquert...) Dann bin ich zurückgekommen und alles ging weiter wie vorher.

Meine Abschlusarbeit habe ich bei einem Unternehmen geschrieben. Die finden mich super toll und haben mir nach 4 Wochen bereits einen total überbezahlten Vertrag für eine Festanstellung nach dem Studium gegeben. Jetzt wo ich mir das alles nochmal durchlese hört sich das doch (zumindest teilweise) super an, oder?

Mein Problem ist aber, dass ich hasse, was der ganze Scheiß aus mir gemacht hat. Ich bin mittlerweile unfähig, auf andere Menschen zuzugehen. Kann keine neuen Freundschaften schließen, es scheint mir, als spreche ich nichtmehr die selbe Sprache wie andere Menschen, alte Freundschaften kann ich aber ganz normal weiterführen. Ich hatte noch nie eine Beziehung, obwohl ich mir nichts anderes mehr wünsche. Ich habe mich noch nie getraut eine Frau anzusprechen. Ich bin durch dieses Scheiß Studium selber ein verdammter Freak geworden. Beobachte wie ich mich mittlerweile teilweise verhalte wie meine verhassten Komilitonen. Ich will das nicht, aber es passiert einfach. Wie konnte sowas nur passieren? Was soll ich nur machen?
 
Meinst du nicht, dass du eher durch das Kiffen zum "Freak" geworden bist?

Und auch nicht dadurch, nicht durch das Studium und nicht nur durch das Kiffen... es war einfach ein guter "Versteckraum"... das geht vielen Studenten so.

Geh doch mal zur Psychosozialen Beratungsstelle an der Uni, wenn es dir ernst ist damit, dass dir dein Leben nicht gefällt - lerne es und dich zum Positiven hin zu verändern.
 
Allgemein werden in absehbarer Zeit viele gravierende Änderungen in meinem Leben eintreten (Neuer Job, schnellstmöglich zuhause ausziehen und noch ein paar andere Sachen).

Viel Glück dabei.

Und genau das macht mich gerade so fertig. In 3 Wochen gebe ich meine DA ab. Es wird eine 1. Wie immer - seit 2 Jahren habe ich nur noch 1en. Angefangen haben die guten Noten zusammen mit dem (seltenen bis gelegentlichen) Kiffen. Ich studiere Physik. Ich hasse Physik. Keine Ahnung warum ich mich damals für dieses Scheiß-Fach entschieden habe.

Wenn das Fach ach so S**** ist, wieso kannst du das dann?

Am Anfang war ich noch ein relativ normaler Student. Hatte einige Freunde an der Uni. Irgendwann - hat nix mit den Drogen zu tun, war schon vorher - habe ich alle Kontakte zu meinen Komilitonen abgebrochen und mich auf die wenigen Freundschaften aus meinem früheren Leben besinnt. Mir ist bewusst geworden, das meine Mitstudenten alle Freaks sind. Ich hasse jeden von ihnen. Wie die sich benehmen, wie arrogant sie teilweise mit anderen sprechen, und wie eingebildet sie sind und wie sie sich geben hat mich angekotzt.

Was sind schon richtige Freunde?! 🙁😱

Früher hatte ich starkes Übergewicht, heute bin ich am unteren Ende des Normalgewichts. Ich war ein fettes Schwein und habe mich dafür gehasst. Ich habe angefangen Sport zu machen. Habe 40 Kilo abgenommen und mich sportlichen Herausforderungen gestellt, die ich für undenkbar hielt (Bin einen Sommer lang 5000 km ganz alleine mit dem Rad quer durch Europa gefahren, habe die Alpen und die Pyrenäen überquert...) Dann bin ich zurückgekommen und alles ging weiter wie vorher.

Respekt. Hast du denn keine Hautlappen, oder sonst irgend etwas davon getragen? Ist ja auch nicht gerade wenig, 40KG ab zu nehmen.

Jetzt wo ich mir das alles nochmal durchlese hört sich das doch (zumindest teilweise) super an, oder?

Jaein.

Mein Problem ist aber, dass ich hasse, was der ganze Scheiß aus mir gemacht hat. Ich bin mittlerweile unfähig, auf andere Menschen zuzugehen. Kann keine neuen Freundschaften schließen, es scheint mir, als spreche ich nichtmehr die selbe Sprache wie andere Menschen, alte Freundschaften kann ich aber ganz normal weiterführen. Ich hatte noch nie eine Beziehung, obwohl ich mir nichts anderes mehr wünsche. Ich habe mich noch nie getraut eine Frau anzusprechen. Ich bin durch dieses Scheiß Studium selber ein verdammter Freak geworden. Beobachte wie ich mich mittlerweile teilweise verhalte wie meine verhassten Komilitonen. Ich will das nicht, aber es passiert einfach. Wie konnte sowas nur passieren? Was soll ich nur machen?

Ich schätze mal das ein einfacher Ausbildungsplatz das bessere für dich währe. Einfach eine Ausbildung machen und kein Studium. Zwar verdienst du dann nicht so viel, wie jemand der studiert und dann ein Beruf bekommen hatte, aber dafür bekommst du ein einfaches und schönes Leben. Du kannst es bekommen. Du hast auch noch die Chance. Wer zum Studium sich anmelden kann und genommen wird, hat ja in der Regel gute Noten. Also müsste es auch kein Problem sein für dich einen Ausbildungsplatz zu finden.

Viel Glück bei allem!

Grüße...
 
.....
Ich schätze mal das ein einfacher Ausbildungsplatz das bessere für dich währe. Einfach eine Ausbildung machen und kein Studium. Zwar verdienst du dann nicht so viel, wie jemand der studiert und dann ein Beruf bekommen hatte, aber dafür bekommst du ein einfaches und schönes Leben. Du kannst es bekommen. Du hast auch noch die Chance. Wer zum Studium sich anmelden kann und genommen wird, hat ja in der Regel gute Noten. Also müsste es auch kein Problem sein für dich einen Ausbildungsplatz zu finden.

Viel Glück bei allem!

Grüße...

Hallo TE!
Ich rechne gerade: 13 Semester, das sind 6 1/2 Jahre. Alter 23.
Das wäre Abi mit .... ?
Du hättest dann einige Klassen übersprungen. *denk*
Junge, lass das Kiffen sein. Hole Dir auch da evtl. fachliche Unterstützung.
Zum Antritt einer Ausbildungsstelle möchte ich Dir jetzt nicht raten. Vermutlich würdest Du enorme Anpassungsprobleme haben, am Arbeitsplatz soziale Schwierigkeiten bekommen.
Kümmere Dich doch erst einmal um Deine Psyche.
Dein überbezahlter Super-Arbeitsvertrag. *räusper*

Ich kenne ja nun schon so einige sogenannte "Überflieger"... .
Und ich weiss, es gibt Menschen, denen z.B. das ganze theoretische Lernen leicht fällt, während sie nach z.B. einem Kinobesuch Abends nicht allein nach Haus finden oder es sie schon überfordert, wenn sie einen Kuchen aus nur 5 Zutaten backen müssen, weil sie das danebenliegende Rezept vergessen. Der Mixer ist interessanter und die Fragestellung, wie weit Mehl diffundiert. *denk*
Solche Menschen können die UNI ggf. mit Note 1 abschliessen, evtl. sogar noch ihren Doktor d´ranhängen und später brauchen die im Berufsleben echte Nieschen. Mit Glück und Einsatz sind die evtl. auch zu finden.
Bloss, die Leute nehmen keine Drogen.

Und Du kannst mir auch nicht erzählen, dass Kiffen Leistung steigert.
Wie wäre es mit ´nem Kontakt zur Drogenberatungsstelle? 😉

Als "Überflieger" hebst Du nämlich ganz schön ab. *denk*

Alles Gute!
Landkaffee
 
Ich hab ja nie gesagt dass die Noten durchs kiffen besser wurden - es hat nur zur gleichen Zeit angefangen. Ich kiffe auch nicht viel, vielleicht alle 2-3 wochen mal bei Gelegenheit. Hab mir auch noch nie selber was gekauft, nur wenn sichs anbietet.

und ja, ich hab das abi 1 jahr früher gemacht und im letzten jahr auf der schule schon parallel die ersten 2 semester durchgezogen. Aber was nützt mir das jetzt wenn mich alles ankotzt?

"Wenn das Fach ach so S**** ist, wieso kannst du das dann?"

>Keine Ahnung! Ich hab in der Schule gemerkt dass ich das kann und dass mir das am einfachsten fällt. Und dann beschlossen das weiterzuführen, ohne drüber nachzudenken, ob ich es überhaupt WILL. Es war einfach eine Möglichkeit gut in dem zu sein, was ich mache.

"Respekt. Hast du denn keine Hautlappen, oder sonst irgend etwas davon getragen? Ist ja auch nicht gerade wenig, 40KG ab zu nehmen."

>Doch... wurden vor einiger Zeit "weggemacht 😀"

@ Landkaffee... was du beschreibst trifft wohl teilweise auf mich zu. Ich hab noch nichtmal versucht einen Kuchen zu backen in meinem Leben, ich wüsste gar nicht wie das geht und was ich machen soll. Aber es gibt schlimmeres, kuchen kann man sich ja zum glück einfach kaufen wenn man welchen will. Bei anderen Sachen geht das leider nicht.

Eine Ausbildung fang ich jetzt auch nichtmehr an... das wär ein bisschen spät. ich glaube ich muss irgendwie nen job finden, wo man mich als physiker einstellt, der aber nichts mit physik zu tun hat... das geld muss mir einfach scheißegal sein - und das ist es mir auch.

Ich weiß ja was ich in meinem Leben anders haben will. Nur schaff ich das nicht. Es geht einfach nicht. Das Abnehmen damals war leicht - die Lösung ist einfach das übermäßige essen zu unterlassen. Aber wie schafft man es, sich so zu verändern, dass man Spaß hat und kontaktfreudiger wird? Wenn das doch nur auch so einfach wäre.
 
Sag mal, liest du eigentlich auch, was man dir schreibt???

Hab ich nicht geschrieben "Mach einen Termin bei der psychosozialen Beratungsstelle an der Uni"???

Was glaubst du denn, wie sich dein Leben zum Besseren hin verändert? Durch die Blütenpollen in der Luft???

Echt, wenn ich eins nicht leiden kann, sind es Leute, die ständig rummeckern an ihrem Leben, aber den A**** nicht mal für die kleinste Anstrengung hochkriegen, um eine Besserung zu bewirken!
 
hey Gast!

also.. is vlt doof, gleich mit der frage anzufangen, aber wenn du keinen kontakt zu anderen menschen haben kannst, woher nimmst du dann das zeug zum kiffen, wenn du es nicht selbst besorgst? o.o

kay.. und nun zur.. (vlt) hilfe bzw tipps..

du hast geschrieben, du weißt, was du anders haben wilst.. gut, hast du schon mal WIRKLICH VERUSCHT, das zu erreichen.. du schreibst, deine ganzen mitstudenten sind freaks und deswegen schottest du dich von denen soweits geht ab.. ist okay, und was is mit anderen menschen??

ach ja.. zu deiner frage, warum dir leichte sahcen schwer und schwere sachen leicht fallen.. diese begriffe sind alle nur relativ.. denn für dich ist eindeutig physik leicht, dafür hast du soziale schwächen. weißt du physik selbst ist weder schwer noch leicht, physik ist einfach nur physik.

mh.. ich weiß zwar kaum etwas über dich noch kenn ich dich.. aber gerade deswegen, weil du dir in physik so leicht tust.. eine klasse übersprungen hast.. kanns sein, das du ein hochbagabter bist? (ich mein das jetzt weder abwertend noch bewundernt.. denn wir alle haben unsere probleme, sonst wärst du wohl kaum hier gelandet) natürlich, physik als leicht zu empfinden ist außergewöhlich, weil es eben wenige gibt, die das wirklich verstehen und da "durchblicken" dafür gibt es aber wieder seiten, die schwächer ausgeprägt sind..

so.. und noch ein (hoffentlich) kurzes gsatzl zum abschluss..
wenn i des jz richtig seh.. dann solltest dir selbst mal für dich überlegen, wo du anfangen willst.. setz dich mal selbst mit dem thema auseinander, in wie weit, hast du bevor du hier gepostet hast, dich schon damit beschäftigt? schon irgendwas asuprobiert? oder wilslt du jetzt mal ein paar allgemeinere tipps, was du überhaupt ausprobieren könntest?

hu, so, sorry, wenn i jz ned auf alles eingegangen bin, oder so, aber i bin scho müde.. is a scho halb 1 in da früh durch xD

lg und ich hofe, es ist was hilfreiches dabei ;-)
 

ich glaube mit mir stimmt irgendwas nicht - nein, ich weiß es!

Nur was genau es ist kann ich nicht sagen. Ich fang einfach mal zu erzählen, vielleicht hat ja jemand von euch ne Idee.

Ich bin jetzt 23, stehe kurz vorm Ende meines Studiums (13. Semester - habe früh angefangen). Allgemein werden in absehbarer Zeit viele gravierende Änderungen in meinem Leben eintreten (Neuer Job, schnellstmöglich zuhause ausziehen und noch ein paar andere Sachen).

Und genau das macht mich gerade so fertig. In 3 Wochen gebe ich meine DA ab. Es wird eine 1. Wie immer - seit 2 Jahren habe ich nur noch 1en. Angefangen haben die guten Noten zusammen mit dem (seltenen bis gelegentlichen) Kiffen. Ich studiere Physik. Ich hasse Physik. Keine Ahnung warum ich mich damals für dieses Scheiß-Fach entschieden habe. Am Anfang war ich noch ein relativ normaler Student. Hatte einige Freunde an der Uni. Irgendwann - hat nix mit den Drogen zu tun, war schon vorher - habe ich alle Kontakte zu meinen Komilitonen abgebrochen und mich auf die wenigen Freundschaften aus meinem früheren Leben besinnt. Mir ist bewusst geworden, das meine Mitstudenten alle Freaks sind. Ich hasse jeden von ihnen. Wie die sich benehmen, wie arrogant sie teilweise mit anderen sprechen, und wie eingebildet sie sind und wie sie sich geben hat mich angekotzt.

Ganz besonders kotzt mich mein gewähltes Fach an. Es macht überhaupt keinen Spaß, ist langweilig und trocken. Die Professoren sind Spaßten, die Vorlesungen langweilig. Ich bin Autodidakt - habe in den letzten 2 Jahren keine Vorlesungen mehr besucht, nur noch alleine aus Büchern gelernt. Ich bin ultra introvertiert. Habe schon Angst (vor was genau weiß ich nicht so recht - ausgelacht werden, Abweisung, ...), wenn ich jemanden fremdes wegen irgendwas anrufen muss. Ich habe keine Ahnung, warum ich das Studium durchgezogen habe und warum ich jetzt so gut bin obwohl ich es hasse. Vielleicht habe ich es nur gemacht, weil es das einzige ist, was ich kann? Ich habe mich jahrelang hinter der scheiß Lernerrei versteckt und durch diesen Mist schon so viel schönes in meinem Leben verpasst.

Früher hatte ich starkes Übergewicht, heute bin ich am unteren Ende des Normalgewichts. Ich war ein fettes Schwein und habe mich dafür gehasst. Ich habe angefangen Sport zu machen. Habe 40 Kilo abgenommen und mich sportlichen Herausforderungen gestellt, die ich für undenkbar hielt (Bin einen Sommer lang 5000 km ganz alleine mit dem Rad quer durch Europa gefahren, habe die Alpen und die Pyrenäen überquert...) Dann bin ich zurückgekommen und alles ging weiter wie vorher.

Meine Abschlusarbeit habe ich bei einem Unternehmen geschrieben. Die finden mich super toll und haben mir nach 4 Wochen bereits einen total überbezahlten Vertrag für eine Festanstellung nach dem Studium gegeben. Jetzt wo ich mir das alles nochmal durchlese hört sich das doch (zumindest teilweise) super an, oder?

Mein Problem ist aber, dass ich hasse, was der ganze Scheiß aus mir gemacht hat. Ich bin mittlerweile unfähig, auf andere Menschen zuzugehen. Kann keine neuen Freundschaften schließen, es scheint mir, als spreche ich nichtmehr die selbe Sprache wie andere Menschen, alte Freundschaften kann ich aber ganz normal weiterführen. Ich hatte noch nie eine Beziehung, obwohl ich mir nichts anderes mehr wünsche. Ich habe mich noch nie getraut eine Frau anzusprechen. Ich bin durch dieses Scheiß Studium selber ein verdammter Freak geworden. Beobachte wie ich mich mittlerweile teilweise verhalte wie meine verhassten Komilitonen. Ich will das nicht, aber es passiert einfach. Wie konnte sowas nur passieren? Was soll ich nur machen?[/QUOTE

Schreibst bist unfähig auf andere Menschen zuzugehen. Man kann es nicht verlernen, nur vergessen und sich auch wieder selbst daran erinnern wie es fkt.

Da hilft nur die Locations aufzusuchen wo man andere Kontakte knüpfen kann, damit dich wieder an die Sprache erinnerst.
Kannst dich mit einer ehrenamtlichen Aufgabe üben soziale Kontakte zu knüpfen, wo mit Menschen in Verbindung kommst. Tanzschule, Vereine etc.

Gegen das Kiffen würde ich etwas unternehmen, damit nicht irgendwann Demenz-Erscheinungen auftreten und bleiben!

lg.
 
Hi,

ich glaube mit mir stimmt irgendwas nicht - nein, ich weiß es!

Nur was genau es ist kann ich nicht sagen. Ich fang einfach mal zu erzählen, vielleicht hat ja jemand von euch ne Idee.

Ich bin jetzt 23, stehe kurz vorm Ende meines Studiums (13. Semester - habe früh angefangen). Allgemein werden in absehbarer Zeit viele gravierende Änderungen in meinem Leben eintreten (Neuer Job, schnellstmöglich zuhause ausziehen und noch ein paar andere Sachen).

Und genau das macht mich gerade so fertig. In 3 Wochen gebe ich meine DA ab. Es wird eine 1. Wie immer - seit 2 Jahren habe ich nur noch 1en. Angefangen haben die guten Noten zusammen mit dem (seltenen bis gelegentlichen) Kiffen. Ich studiere Physik. Ich hasse Physik. Keine Ahnung warum ich mich damals für dieses Scheiß-Fach entschieden habe. Am Anfang war ich noch ein relativ normaler Student. Hatte einige Freunde an der Uni. Irgendwann - hat nix mit den Drogen zu tun, war schon vorher - habe ich alle Kontakte zu meinen Komilitonen abgebrochen und mich auf die wenigen Freundschaften aus meinem früheren Leben besinnt. Mir ist bewusst geworden, das meine Mitstudenten alle Freaks sind. Ich hasse jeden von ihnen. Wie die sich benehmen, wie arrogant sie teilweise mit anderen sprechen, und wie eingebildet sie sind und wie sie sich geben hat mich angekotzt.

Ganz besonders kotzt mich mein gewähltes Fach an. Es macht überhaupt keinen Spaß, ist langweilig und trocken. Die Professoren sind Spaßten, die Vorlesungen langweilig. Ich bin Autodidakt - habe in den letzten 2 Jahren keine Vorlesungen mehr besucht, nur noch alleine aus Büchern gelernt. Ich bin ultra introvertiert. Habe schon Angst (vor was genau weiß ich nicht so recht - ausgelacht werden, Abweisung, ...), wenn ich jemanden fremdes wegen irgendwas anrufen muss. Ich habe keine Ahnung, warum ich das Studium durchgezogen habe und warum ich jetzt so gut bin obwohl ich es hasse. Vielleicht habe ich es nur gemacht, weil es das einzige ist, was ich kann? Ich habe mich jahrelang hinter der scheiß Lernerrei versteckt und durch diesen Mist schon so viel schönes in meinem Leben verpasst.

Früher hatte ich starkes Übergewicht, heute bin ich am unteren Ende des Normalgewichts. Ich war ein fettes Schwein und habe mich dafür gehasst. Ich habe angefangen Sport zu machen. Habe 40 Kilo abgenommen und mich sportlichen Herausforderungen gestellt, die ich für undenkbar hielt (Bin einen Sommer lang 5000 km ganz alleine mit dem Rad quer durch Europa gefahren, habe die Alpen und die Pyrenäen überquert...) Dann bin ich zurückgekommen und alles ging weiter wie vorher.

Meine Abschlusarbeit habe ich bei einem Unternehmen geschrieben. Die finden mich super toll und haben mir nach 4 Wochen bereits einen total überbezahlten Vertrag für eine Festanstellung nach dem Studium gegeben. Jetzt wo ich mir das alles nochmal durchlese hört sich das doch (zumindest teilweise) super an, oder?

Mein Problem ist aber, dass ich hasse, was der ganze Scheiß aus mir gemacht hat. Ich bin mittlerweile unfähig, auf andere Menschen zuzugehen. Kann keine neuen Freundschaften schließen, es scheint mir, als spreche ich nichtmehr die selbe Sprache wie andere Menschen, alte Freundschaften kann ich aber ganz normal weiterführen. Ich hatte noch nie eine Beziehung, obwohl ich mir nichts anderes mehr wünsche. Ich habe mich noch nie getraut eine Frau anzusprechen. Ich bin durch dieses Scheiß Studium selber ein verdammter Freak geworden. Beobachte wie ich mich mittlerweile teilweise verhalte wie meine verhassten Komilitonen. Ich will das nicht, aber es passiert einfach. Wie konnte sowas nur passieren? Was soll ich nur machen?

Hm, wie fange ich an. Als erstes meine Frage, bist Du noch an wirklichen Lösungen interessiert?
Es ist schließlich schon ein Jahr her, das hier was geschrieben wurde.

Gerne würde ich Dir helfen (kostenlos versteht sich!!!) aber bloß um hier rein zuschreiben ist mir dass ein bisschen wenig. Ich fange schon mal an Dir ein paar "Überschriften" zu nennen:

Zuerst einmal ist es grundsätzlich wichtig das Du Dich so annimmst wie Du bist! Ich habe mal ein ganz tolles Buch gelesen was mir und meiner Frau sehr geholfen hat. Es heißt: Einfach Typisch! Die vier Temperamente unter der Lupe. von Florance Litauer.

Gerne kann ich Dir noch mehr schreiben, aber vielleicht nicht so viel zum Anfang. Mal schauen ob Du schaffst zu Antworten.

Gruß MiPr
 

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