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Warum erzeugt Abstand Nähe und mehr Liebe???

tabbylein

Mitglied
Hallo, ich habe da mal eine allgemeine Umfrage und bin auf eure Antworten total gespannt.
Der Volksmund sagt: "Abstand erzeugt Nähe". Ich widerlege für mich diesen Spruch. Begründung: Mein Freund ist für 3 Wochen allein in den Urlaub geflogen. Wir lieben uns unendlich, wir denken beide, dass wir diese Liebe noch nie erlebten, wir sind beide über 40 Jahre. Bis dahin gut und schön. Wir sind jetzt 11 Monate zusammen, sehen uns ca. 1 Mal in der Woche und von Freitag Nachmittag bis Montag früh.
Ich wollte absolut nicht, dass er allein in den Urlaub, da ich wusste, dass ich ihn so sehr liebe und ohne Ende vermissen werde. Er wollte zwar nicht von mir getrennt sein, doch dort sein Hobby, das Tauchen, nachgehen. Habe ihm letztendlich die Entscheidung selbst überlassen. Nun ist es so, dass es mir in den ersten ca. 12 Tagen total beschissen ohne ihn ging, habe ihn so sehr vermisst. Jetzt habe ich mich damit arangiert, mir geht es viel besser, die Zeit ist auch bald rum. Bei ihm scheint es sich umzukehren. Er schreibt mir immer öfter SMS, schreibt mir, dass er mich soooo unendlich vermisst, seinen Urlaub für ihn nicht mehr schön ist, die Zeit für ihn viel zu lang und er mich immer mehr liebt. Doch daraus resultiert meine Verwirrung: Warum liebt er mich immer mehr, wenn wir doch gar nicht zusammen sind???? Außer SMS ist doch nichts zwischen uns! Wird ihm erst jetzt bewusst, was er an mir hat, nachdem wir getrennt sind? Aber das weiß man doch alles vor her. Muss man dann eine Trennung herbei führen? Oder spielt da der fehlende Sex die Hauptrolle? Ich verstehe das irgend wie nicht. Bitte schreibt mir eure Meinung, bin super gespannt darauf............
 
meiner meinung ist das nur bei Leuten so, die nicht alleine sein koennen oder generell Menschen um sich zu wenig zu schaetzen wissen.

Ich schaetze meine Freunde auch ohne, dass sie weit weg sind. Im Gegenteil wenn sie gehen bricht es mir das Herz und nicht erst wenn sie schon lange fort sind.
 
Hallo tabbylein

viel erklären kann ich micht, denn für mich ist das irgendwie logisch. wenn man sich immer hat kommt keine sehnsucht auf,man kann niamnden ,den anderen vermissen . man hat sich halt immer.wenn nähe zuviel wird, weiss man alles vom anderen und wenn abstand da war ,hatte man den anderen nicht und möchte es aber.... ist doch wie wenn du immer jederzeit torte da hastr oder etwas anderes. schaut man einmal die woche fernsehen, machts doch irgendwie mehr freude als wenn du jeden tag glotzen kannst....
es ist dann etwas besonderes und man geniesst es , man wird sich galube ich auch mehr bewusst darüber was man zusammen hat..

sonnenlichtlein🙂
 
Hi tabbylein,

ich finde deine Frage sehr interessant. Ich kann es für mich nur so erklären, dass einem der Bezug zur anderen Person erst bewusst wird, wenn man weiter voneinander getrennt ist. Es ist nicht der übliche "Alltag", wenn der andere weg ist und man merkt, das irgendwas anders ist.
Bei mir ist es so, dass ich manchmal denke "es wäre mal gut, wenn mein Freund mal weg sei". Wenn er dann aber weg ist (Geschäftsreisen), dann wünschte ich mir, dass er bei mir ist, weil er mir fehlt.
Bei länger anhaltender Distanz ist es oftmals so, dass Frauen sich irgendwas ausmalen, was ihre Männer anstellen könnten (führt teilweise zur Eifersucht). Männer hingegen sind überwiegend mit sich beschäftigt und denken auch an ihre Frauen. Machen sich aber seltener Gedanken darüber, was ihre Frauen machen. So erlebe ich es zumindest in meinem Bekanntenkreis.

LG trinchen
 
Hi tabbylein,

ich finde deine Frage sehr interessant. Ich kann es für mich nur so erklären, dass einem der Bezug zur anderen Person erst bewusst wird, wenn man weiter voneinander getrennt ist. Es ist nicht der übliche "Alltag", wenn der andere weg ist und man merkt, das irgendwas anders ist.
Bei mir ist es so, dass ich manchmal denke "es wäre mal gut, wenn mein Freund mal weg sei". Wenn er dann aber weg ist (Geschäftsreisen), dann wünschte ich mir, dass er bei mir ist, weil er mir fehlt.
Bei länger anhaltender Distanz ist es oftmals so, dass Frauen sich irgendwas ausmalen, was ihre Männer anstellen könnten (führt teilweise zur Eifersucht). Männer hingegen sind überwiegend mit sich beschäftigt und denken auch an ihre Frauen. Machen sich aber seltener Gedanken darüber, was ihre Frauen machen. So erlebe ich es zumindest in meinem Bekanntenkreis.

LG trinchen


den unteren absatz würd ich nciht so auf männer un frauen verallgemeinern, in meiner beziehung wäre es zum beispiel eher andersrum...🙂
 
Was macht denn den menschen interessant: Andersartigkeit ud trotzdem ähnlich sein...wie erhällst du die Andersartigkeit: Durch einzenle Erlebnisse
 
Hi Sonnenlichtlein,

das sollte auch nicht auf alle bezogen sein sondern auf die Mehrheit. Natürlich ist jeder Mensch individuell und es wird nie zu 100% auf einen zutreffen.

LG trinchen
 
Über diese Frage habe ich oft nachgedacht, und da ich jetzt in einer bestimmten Situation bin, verstehe ich noch besser, was es bedeutet.
Mein Freund war in meiner Klasse, wir haben uns jeden Tag gesehen, jeden Tag telefoniert, 1 mal am Wochenende getroffen. Ich muss ehrlich sagen, das war mir zuviel, da ich für mich persönlich viel Freiraum brauche und mich, ehrlich gesagt, auch gerne nach jemandem für ein paar Tage verzehre.

Nun ist es so, mein Freund ist für 6 Wochen (!) im Ausland, wir können nicht telefonieren, keine SMS schreiben, weil es zu teuer ist, zum Email schreiben müsste er ständig in ein Internetcafe. Er ist nun weg an seinem Geburtstag, an unserem 4-Monatigem und 5-Monatigem. Schon als wir uns verabschiedet hatten, bin ich fast innerlich zerissen. Meine Sehnsucht wird immer größer, jeden Abend stelle ich ihn mir vor. Das habe ich vorher nicht gemacht, weil ich ihn ständig um mich hatte, und irgendwie mache ich es gerne, auch, wenn es mich traurig macht.

Um es etwas besser zu formulieren (nur meine eigenen Erfahrungen):
Wenn jemand ständig um mich herum ist, wünsche ich mir, dass er auf Abstand geht, weil ich mich sonst bedrängt fühle. Wenn jemand oft auf Abstand geht, gehe ich auf ihn zu, ich wünsche mir Nähe.

Daraus resultiert: Nähe erzeugt Distanz, Distanz erzeugt Nähe.
So würde ich es beschreiben.
Liebe Grüße an alle
 
hallo zurück.
ich kenne dein problem.
das hatte ich mit meinem freund fast genauso.
es ist doch so,
wenn man den anderen oft sieht und viel zeit mit ihm verbringt, vermisst man ihn nicht, logischerweise.
man spürt also ständig die schmetterlinge im bauch oder die liebe und wärme einer beziehung und man geht sich natürlich auch auf den keks. man nervt sich vielleicht oder streitet sich.
wenn man dann aber getrennt wird, merkt man aufeinmal wie sehr einem das alles fehlt.
diese zuneigung, nicht unbedingt der sex, sondern die tatsache das jemand der immer für dich da ist fehlt.sobald man in diesem zustand an die person denkt, sieht man nur das positive, wie toll die küsse sind oder es dir oder ihm fehlt in seinen armen zu liegen.
er ist jetz zusätzlich nicht in seiner vertrauten umgebung.
er vermisst auch sein zimmer und sein zuhause und er kann nicht anderes tun als sich an alles zu erinnern.
und dann erinnert er sich auch an dich, wie schön es mit dir war zum beispiel in seinem zimmer oder wieviel spaß ihr hattet, nicht unbedingt wie ihr euch gestritten habt.
du kennst deine umgebung jedoch, es fehlt nur ein kleiner teil und der mensch ist ein gewöhnungstier.
du musst dich nur an ihn erinnern sonst fehlt dir nichts, aber du vermisst ihn auch.

ich hab da meine erfahrung.
ich weiß wie schön es ist wenn er dann wieder da ist! es ist toll!
freu dich drauf
lg
 
Hallo Tabbylein, das, was du ansprichst, ist wirklich ein sehr interessantes Thema.
Ich glaube, der Grund für dieses von dir angesprochene "Phänomen" liegt darin, dass man Dinge, die man im Augenblick nicht besitzt, umso mehr zu schätzen lernt.
Vielleicht ist das bei deinem Freund auch so, weil ihm erst in dem Moment, in dem du nicht da bist, bewusst wird, was er so an dir liebt und was ihm fehlt, wenn du nicht bei ihm bist.

Wenn zwei Menschen ein Paar sind, finde ich es eigentlich schön, wenn die Liebe durch dieses "Phänomen" umso mehr wächst. So ist es ja anscheinend auch bei euch.

Aber wenn ich mal von eurer Situation weggehe, fällt mir auf, dass das bei unerreichbarer Liebe viel schlimmer ist mit der wachsenden Liebe bei zunehmender Distanz. Neulich habe ich etwas Interessantes gelesen:
Je unerreichbarer die Person ist, desto mehr projeziert man in sie hinein.

Dasselbe kenne ich auch von mir, weil ich selbst jahrelang unglücklich verliebt war.
Wenn ER in meiner Nähe war und mit mir geredet hat, war die Situation für mich okay. Natürlich habe ich mich in diesen Momenten gefreut, dass er da war, aber sonderlich viel Liebe habe ich dann nie gespürt. Sobald er hingegen fort war, kam die große Sehnsucht nach ihm wieder und ich wurde manchmal wahnsinnig vor Schmerz.

Einfach gesagt: Egal, ob in einer Beziehung oder nicht - die meisten Menschen wollen immer das, was sie im Moment (auch, wenn es nur kurzweilig ist!) nicht besitzen.

Lieber Gruß
 

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