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Vorwürfe nach Kündigung

Gast_90

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
ich habe vor kurzem ein über 2-jähriges Arbeitsverhältnis gekündigt aufgrund eines guten Angebots von einem anderen Unternehmen.
Meine Kündigung war für die GF sehr überraschend, auch aus dem Grund, da ich mich selten beschwere und meine Kündigungsabsicht nicht vorab mitgeteilt habe. Ich bin über 2 Jahre 600km wöchentlich gependelt und hatte um die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten gebeten, dem wurde nur widerwillig nachgegeben mit Arbeit von zu Hause in geringen Fällen. Weitere Gründe für meine Kündigung waren, dass mein soziales Umfeld sich nur noch aus meinen Kollegen zusammensetzte und Aktivitäten sich auf das Wochenenden beschränkten. In den 2 Jahren habe ich oft unbezahlte Überstunden geleistet, die auch nie in Freizeit ausgeglichen wurden, Kollegen ausgeholfen und mich stets fair verhalten. Es herrscht sehr große Fluktuation in der Branche und ich habe in dieser Zeit bereits Aufgaben von 2 Ex-Kollegen übernommen, die ebenfalls gekündigt haben.
Mein direkter Vorgesetzter befindet sich nun auf einem 8-wöchigen Urlaub und hatte sich während seiner Abwesenheit auf das Team verlassen. Meine Stelle kann nun nicht direkt nachbesetzt werden aufgrund der Abwesenheit der GF. Die Entscheidung nun meine Situation zu verändern habe ich unabhängig davon getroffen, die Branche ist sehr klein und Jobmöglichkeiten gibt es nur wenige. Vor der Annahme der neuen Stelle habe ich gezögert, der neue AG wollte mich jedoch unbedingt einstellen und zeigte sehr großes Interesse an mir. Ich werde dort in den nächsten Jahren wesentlich mehr Möglichkeiten haben mich fachlich und finanziell weiterzuentwickeln.
Was nun folgte von meinem bald Ex-Arbeitgeber war eine Reihe von Anschuldigungen, ich würde absichtlich versuchen der Firma zu schaden mit meinem ungeplanten Weggang, hätte nicht Bescheid gegeben und würde mich verantwortungslos verhalten, man hätte sich auf ganzer Linie in mir getäuscht.
Neben der Befürchtung nun ein schlechtes Arbeitszeugnis zu erhalten, tut es mir auch leid, die Firma nun so zu verlassen. Wie sind eure Meinungen dazu und wie sollte ich mich in den verbleibenden 4 Wochen verhalten?
 
Hey du,

Es kann dir doch eigentlich scheiss egal sein was dein bisheriger AG von dir denkt? Du hast eine neue Stelle und konzentriere dich darauf. Nur dein alter AG muss sich nun auf einen neuen mitarbeiter konzentrieren und nicht du. Ich würde das alles ignorieren.


Viel Erfolg in deiner neuen Stelle
 
Das ist ganz schlechter Stil!
Es ist dein gutes Recht, einen besser bezahlten Job anzunehmen, der auch die Work-Life-Balance berücksichtigt.

Dein EX-AG weiß ja wohl selbst ziemlich genau was Sache ist und warum die Fluktuation so hoch ist.
Das einzige was er zu jammern hat ist, das nun jemand anders weiter bis zum Burnout schuften muss, bis
von woanders ein gutes Jobangebot herkommt.

Du hast zwei Jahre lang alles gegeben, du musst dir gar nichts vorwerfen.
Das Kapitel ist für dich beendet.

LG Yado
 
Ich kann deine Lage total verstehen! Du hast viel Einsatz für die Firma gezeigt und nun behandeln die dich so. Das ist keine Anerkennung. Aber du musst dir vor Augen halten, dass die das Recht hast zu kündigen, das ist im Arbeitsvertrag so geregelt - wenn der Arbeitgeber „so blöd“ ist und gute Mitarbeiter verliert weil sie so unflexibel sind dann ist das nicht deine Schuld! Du machst genau das richtige für dich und wenn du dich weiterentwickelten willst und das bei deinem jetzigen Arbeitgeber nicht geht, dann musst du dir einen anderen suchen.
Mach dir keine Sorgen wegen deinem Arbeitszeugnis. Du hast ein Recht auf ein berufsförderndes Zeugnis und du kannst natürlich auch nachbessern lassen. Nimm deine Rechte in Anspruch. Alles gute!
 
Dein Chef verhält sich ziemlich unprofessionell.

Zudem kommt es mir so vor, als würde er mit seinen Anschuldigungen von den eigentlichen Problemen ablenken wollen. Sammle dir nochmal die Punkte, die du uns jetzt genannt hast und mach dir einen kleinen Spickzettel.

Ich würde versuchen, freundlich und professionell zu bleiben in der restlichen Zeit. Mach eine gute Übergabe und gut ist.

Alles Gute für den neuen Job!

LG, Anne
 
Wenn dein AG dir ein schlechtes Zeugnis reindrücken will, gehst du zum Arbeitsgericht und klagst ein gutes ein.
Dafür sicherst du dir, so lange du noch da bist Belege für deine tolle Arbeit. Tolle Mails vom Chaf/Kollegen/Kunden. Dann soll er dir mal versuchen nachzuweisen, dass deine Leistungen schlecht waren. Gerichte sind in der Regel Arbeitnehmerfreundlich und potenzielle Arbeitgeber interessieren sich nicht mehr wirklich für die Zeugnisse.
Grüße
Accio
 
Die Situation hat sich nun etwas beruhigt, die ersten Übergaben sind durch. Werde meinem Vorgesetzten noch einen Abschied schreiben und mich nett für die Zeit bedanken, gelernt habe ich sehr viel. Der Abschied mit den Kollegen ist auch schon geplant.
Wegen des Zeugnisses bin ich immer noch verunsichert, man vermittelte mir nun schon, dass ich nicht in guter Erinnerung bleiben werde und mein Weggang einen bitteren Nachgeschmack hätte. Als wolle man schon eine Rache im Nachgang ankündigen. Ich gebe mir größte Mühe mit der Übergabe und versuche so viel wie möglich fertigzustellen.
Was kann man noch tun, um hier noch irgendwie die Kurve zu kriegen trotz unglücklichen Zeitpunkt und Vorwürfen?
 
Warum um Himmels Willen gibt es Menschen, die sich um eine abgehakte Stelle Gedanken machen??? Wenn ich einen neuen Job habe und alles in trockenen Tücher ist, kann mir der Exchef egal sein! Ehrlichgesagt würde ich mich schon aufgrund der Vorwürfe krankschreiben lassen . Eine versteckte Drohung würde ich mit : "Ok, dann sehen uns eben beim Anwalt "beantworten. Also um es mal direkt zu sagen : Eier zeigen und weg aus dem Betrieb- und zwar mit geradem Rücken! Alles andere ist peinlich.
 

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