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Vorurteile gegen Einzelkinder

Ich selbst bin Einzelkind und erlebe oft Vorurteile.
Woran liegt es? Was sind die Argumente dafür?
Zu den häufigsten Klischees kann ich meine Meinung geben:
- Einzelkinder können nicht teilen-
Das stimmt nicht. Ich konnte nie weniger teilen als Andere und entwickelte dafür keinen "Futterneid". Natürlich, sie lernen es nicht mit Geschwistern, aber mit Freunden und sonstigen Bekannten
-Eltern von Einzelkindern schenken ihren Kindern alles und sind Helikoptereltern-
Auch das habe ich nicht erlebt. Meine Eltern beschützten mich nie mehr als andere Eltern und ich habe auch nicht alles bekommen, was in normalen Familien beide oder alle drei/vier/... Kinder zusammen bekommen.
-"Kinder brauchen Geschwister"-
Ich gebe zu, manchmal vermisse ich welche. Aber nicht immer.

Hat sonst jemand Erfahrungen damit?
Jedenfalls hilft es einem Einzelkinder nicht, wenn man ihm mit Vorurteilen begegnet. Ganz davon ab, dass das auch tragische Gründe haben kann. Meine Mutter beispielsweise wurde sogar ein zweites Mal schwanger. Wenn das Kind geboren worden wäre, hätte ich heute eine 2 Jahre jüngere Schwester. Nach der Fehlgeburt wurde sie unfruchtbar, wodurch die Vorurteile für uns noch schwerer erträglich wurden.
 

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G

Gelöscht 78607

Gast
Ich bin Einzelkind, mein Kind ebenfalls - habe persönlich noch keine schlechten Erfahrungen damit gemacht.
Mein Kind hat ebenso Kinderkontakt wie andere Kinder auch; im Verein, in der Nachbarschaft, in der Musikschule,...

Und es ist glücklich.
Lass dich von Vorurteilen nicht lenken.
Alles Gute!
Gretta
 

Alopecia

Aktives Mitglied
ich habe noch nie vorurteile erlebt, egal ob in der jugend, der schulzeit oder jetzt als erwachsener. ich bin heilfroh, dass ich einzelkind bin, so gibt es keinen ärger beim erben, und ob man nette oder doofe geschwister hat ist pure lotterie.

wäre ich mit vorurteilen konfrontiert worden, hätte ich darüber nur gelacht. einfach nur neid auf leute, denen es besser geht. denn ein einzelkind wird natürlich deutlich mehr im fokus der eltern stehen als wer mit zig geschwistern und von all dem stress in vielen familien, der später auftaucht, mag ich gar nicht reden.
 

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
Ich bin auch Einzelkind.
Früher wurde ich auch manchmal mit Vorurteilen (die nicht zutrafen) konfrontiert.
Ich finde, entgegen der Vorurteile müssen Einzelkinder viel mehr auf andere eingehen, weil sie eben nicht den Vorteil haben, auf Geschwister zurückgreifen zu können.
Ich habe es mein ganzes Leben lang vermisst, Geschwister zu haben.
Es ist meine grösste Bürde.
Ich hätte NIEMALS ein Einzelkind haben wollen. Nicht wegen der Vorurteile sondern wegen der Nachteile fürs Kind.
 
K

kelly78r79w3

Gast
Ich denke es kommt nicht auf das Einzelkind, sondern auf die Erziehung des Einzelkindes an.
Ausserden kennt man doch gar nicht die Gründe, warum ein Kind Einzelkind ist
Das wollte ich auch gerade schreiben. Ich kannte da eine, die war total eingebildet, wollte alles für sich haben und dachte sie wäre der tollste Mensch auf Erden. Ihre Eltern hatten nur sie, nachdem sie lange versucht haben ein Kind zu bekommen, und haben sie ordentlich verwöhnt.

Aber dafür könnte ich mindestens drei Einzelkinder nennen, die nette Menschen sind. Es kommt wirklich auf die Erziehung an, es ist nur leichter von seinen Eltern "kaputt gemacht" zu werden, wenn man der einzige ist, der die Erziehung abbekommt...
 

dr.superman

Aktives Mitglied
Ich habe gegen Einzelkinder keine Vorurteile, kenne das auch nicht, dass jemand mal welche geäußert hätte. Mir tun Einzelkinder nur immer etwas leid, vor allem, weil sie später für die Eltern die alleinige Verantwortung haben und wenn die Eltern sterben, sie quasi gezwungen sind, eine eigene Famiie zu gründen, da sonst alleine.
Mir fällt es auch immer etwa schwer, eine Mama-Papa-Kind -Konstellation als Familie zu betrachten, was natürlich Quatsch ist. Mir erscheint das halt immer so angefangen und abgebrochen.
 
G

Gelöscht 5176

Gast
Meine Tochter ist auch Einzelkind. In der Kindheit vermisste sie ab und an ein Geschwisterchen. Aber im Gegenzug hatte sie viele Freunde, die bei uns ständig ein und ausgingen und übernachteten.
Wobei sie immer wusste welche Vorteile sie als Einzelkind genoss. Trotzdem ist sie ein sehr sozialer Mensch geworden und immer großzügig denen gegenüber, die weniger haben.

Was aus unseren Kindern wird, haben doch wir Eltern in der Hand.
Ich würde auch nie erwarten, dass meine Tochter mich pflegt.
Wenn es mal so weit ist, hole ich mir einen jungen flotten Pfleger ins Haus, damit ich wenigstens noch ein optisches Highlight habe.
 

Geißblatt67

Aktives Mitglied
Das habe ich auch schon ab und zu gehört, allerdings wurde es nie mir gegenüber geäußert.

Ich bin Einzelkind, allerdings erfülle ich wohl nicht die Vorgaben dieser Vorurteile.

Ich habe es immer gehasst, Einzelkind zu sein und hasse es jetzt, da meine Eltern alt sind (83) und ich alleine für alles verantwortlich bin, noch mehr.

Mein Ziel war immer, zwei Kinder zu bekommen, weil ich es nicht erstrebenswert fand, Einzelkind zu sein. Meine Kinder sind drei Jahre auseinander und waren von Anfang an ein Herz und eine Seele, sind sie auch jetzt noch (20 und 17). Sie leben das, was ich mir immer gewünscht habe.

Ich kann nicht verstehen, warum so viele Einzelkinder selbst wieder Einzelkinder bekommen. Gibt es in meinem Umfeld sehr oft.

@gigi2: Ich hatte auch viele Freunde als Kind und auch oft Übernachtungsbesuch. Trotzdem habe ich mir immer Geschwister gewünscht. Das können auch noch so viele Freunde nicht ersetzen.
 

Katzenfräulein

Aktives Mitglied
Ich bin auch ein Einzelkind.
Wenn die Frage aufkommt, warum ich denn keine Geschwister habe, verweise ich freundlich auf meine Eltern. Ich habe mir ja nicht ausgesucht ein Einzelkind zu sein.
Ich fand es auch nie schlimm ein Einzelkind zu sein. Vielleicht, weil ich schon als Kind gerne für mich allein war.
 

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