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Vorstellungsgespräch- brauche dringend Rat!!!

Hallo Ihr Lieben,

ich brauche bitte, bitte ganz dringend Euren Rat für mein Vorstellungsgespräch.
Mein Problem: Mein letztes Arbeitsverhältnis war (unverschuldet) eine absolute Katastrophe. Mein Chef war völlig unfähig, ich bekam keinerlei Einarbeitung und keine Aufgaben!!! Mein Chef hat versucht, mir das alles in die Schuhe zu schieben, obwohl jeder wußte, daß er es total vermasselt hat. Das war zum Schluß auch ein offenes Geheimnis, wie mir sogar meine ehemaligen Kollegen später noch erzählt haben. Zum Schluß war die Sache völlig zerrüttet, ich war total am Ende und habe dann gekündigt. Ich bin jetzt ein halbes Jahr arbeitslos und habe nun nächste Woche ein Vorstellungsgespräch. Mein Arbeitszeugnis (eine 2-3, mehr wollte mein Chef nicht machen, weil er dann sein Versagen hätte eingesthen müssen) liegt der Firma nicht vor und sie haben es auch nicht verlangt. Jetzt meine panische Angst: Was sage ich, wenn nach dem kurzen Arbeitsverhältnis (10 Monate) gefragt wird? Kann ich sagen, ich hätte aus privaten Gründen gekündigt und in der letzten Stelle war alles bestens? Ich würde ja gerne ehrlich sein. Also nicht den Chef anschwärzen, sondern sagen, ich war unterfordert und hatte keine Perspektiven (so war es ja auch). Was soll ich nur tun und sagen, ohne mich deswegen ins Abseits zu kicken? Ich bin wirklich eine gute Mitarbeiterin und habe mit dieser letzten Stelle einfach riesig Pech gehabt. Doch wird man mir das glauben? Was soll ich nur machen? Ich bin deswegen echt verzweifelt, weil mich meine Arbeitslosigkeit absolut fertig macht.
Was würdet Ihr sage? Ich wäre Euch für euren Rat wirklich sehr, sehr dankbar!!!

LG Mad scientist
 
Hey, ruhig Blut...😉...was du auf keinen Fall machen darfst, ist dich negativ über deinen alten Arbeitgeber äußern, das ist überall ein No-go!

Wenn die Frage nach dem kurzen Arbeitsverhältnis tatsächlich gestellt wird, würde ich ehr Argumente aufgreifen, wie du sie selbst geschrieben hast. Du könntest antworten, in der Branche dich nicht wohl gefühlt zu haben bzw. tatsächlich unterfordert gewesen zu sein. Würdest du private Gründe anführen, weiss ich nicht ob die da nachbohren würden...wobei private Gründe denen sowieso nix angehen, daher gehe ich mal davon aus dass du mit diesem Argument durchkommst.

Mhmmm, ist die neue Stelle weit weg? Man könnte auch einen Umzug angeben, aber ich weiss nicht ob das nachgeprüft werden würde...

Also ich würde private Gründe vorschieben, näheres dazu geht die eh nix an.

Viel Erfolg und...viel Ruhe wünsche ich dir! 😉

Loner
 
hallo 🙂
ich würd auf jeden fall auch wahrheitsgemäss sagen, dass du unterfordert warst etc...so wie du´s selbst oben beschrieben hast...dass du normalerweise engagiert bist wenn die bedingungen stimmen...natürlich alles ohne jmd. schlecht zu machen...
lügen würd ich auf keinen fall. da wird man nur unsicher bei, wenn man nicht die wahrheit sagt...
auch private gründe würde ich nicht anführen...
vielleicht kennt man ja sogar deinen ehem. chef bzw. deine alte firma da und weiß um die umstände...
 
Meine Vorredner haben schon das Wichtigste gesagt und Du selber hast es ganz prima für Dich formuliert.

Die privaten Gründe würde ich außen vor lassen: wer geht schon aus privaten Gründen in die Arbeitslosigkeit? Wenn jemand so etwas anführt, dann sollte er schon genauer ausführen, welcher Art die privaten Gründe waren (auch wenn es den Chef eigentlich nichts angeht). Tut man dies nicht, lässt man viel zu viel Raum für Spekulation. Dieser Raum wird dann mit dem schlimmstmöglichen gefüllt, das kennen wir alle von uns selber.

Willst Du ihm diesen Raum nicht geben, müsstest Du noch mehr lügen. Dabei fühlt man sich unwohl und nicht umsonst heißt es: wer viel lügt, muss sich viel merken.

Vertrau auf Dich und sag es so, wie Du schon selber geschrieben hast.
 
So würde ich das auch sehen, das wichtigste wurde bereits gesagt.
Sag ihm einfach die Wahrheit, das du unterforderst warst ect.
Wie weidebirke schon gesagt hat, wenn man private Gründe angibt dann müsste man da schon genauer sein damit keiner auf die Idee kommt zu spekulieren.
Letztendlich weiß man ja nicht ob und wenn, inwieweit deine alte Firma bekannt ist.Wünsch dir viel Glück bei deinem Vorstellungsgespräch 🙂
 
Hallo,

vielen, vielen Dank für Eure Antworten!! Ihr habt mir sehr geholfen und das werde ich Euch nie vergessen.
Also, ich fasse nochmal zusammen, was ich sage: Ich wollte mich einerseits privat verändern, aber der Hauptgrund für meine Kündigung war meine Unterforderung und das meine Arbeit in eine Richtung gegangen ist, die mit dem ursprünglich geplanten Arbeitsfeld nicht mehr viel zu tun hatte. Außerdem hatte ich keine Möglichkeiten, irgendwelche Fortbildungen in meinem Arbeitsgebiet zu machen. Letztendlich habe ich die Notbremse gezogen, weil ich keine Perspektive mehr gesehen habe.
So denke ich, werde ich keinem zu Nahe treten. Könnt Ihr mir bitte nochmal sagen, ob die Formulierung so ungefähr o.k. ist? Ich bin eben super unsicher.
Nochmals vielen, vielen Dank für Alles!!!!

Herzliche Grüße
Mad scientist
 
Noch eine kurze Ergänzungsfrage dazu, daß ich überhaupt auf private Kündigungsgründe gekommen bin. Ich hab eben total Angst, daß der neue Arbeitgeber es dubios finet, daß ich in der Wirtschaftskrise gekündigt habe, ohne einen neuen Job gehabt zu haben. Kann eine Kündigung dann trotz Krise plausibel sein, wenn man keine Perspektiven in der alten Firma gesehen hat? Oder werde ich dann praktisch für verrückt erklärt, zumal ich ja alleinerziehene Mama einer kleinen Maus bin. Aber die Stelle war für mich wirklich nicht mehr zu ertragen und ich bin danach auch erst einmal in tiefste Depressionen verfallen, weil mich mein Chef wie Dreck behandelt hat. In dieser Stelle wäre ich ganz sicher kaputt gegangen, aber das kann ich natürlich nicht sagen. Kann ich bei Nachfragen also einfach sagen, daß ich bei meiner Qualifikation überzeugt war, trotz Krise wieder einen neuen Job zu finden? Oder klingt das zu arrogant?
 
Also Wirtschaftskrise hin, Wirtschaftskrise her...diese ist doch kein Grund, sich nicht beruflich neu zu orientieren. Wirtschaftskrise heisst ja nicht zwangsläufig dass es keine Arbeitsplätze mehr gibt und man an seinem Stuhl festgenagelt ist. Also wenn das gefragt werden sollte...würde ich innerlich echt den Kopf schütteln.

Falls du das wirklich gefragt werden solltest, ruhig erwidern dass du keine Angst hast, dich neu zu behaupten (dich sogar auf eine neue Herausforderung freust!) und du von deinen Qualitäten und deiner Qualifikation überzeugt bist.

Nur Mut & viel Erfolg! 🙂

Loner
 
Also, ich fasse nochmal zusammen, was ich sage: Ich wollte mich einerseits privat verändern, aber der Hauptgrund für meine Kündigung war meine Unterforderung und das meine Arbeit in eine Richtung gegangen ist, die mit dem ursprünglich geplanten Arbeitsfeld nicht mehr viel zu tun hatte. Außerdem hatte ich keine Möglichkeiten, irgendwelche Fortbildungen in meinem Arbeitsgebiet zu machen. Letztendlich habe ich die Notbremse gezogen, weil ich keine Perspektive mehr gesehen habe.

Viel besser hätte ich es auch nicht formulieren können. Das ist unverbindlich und ehrlich. Sag das ruhig genauso.
Ich denke eher nicht das du gefragt wirst, wie die auf die Idee kamst, während der Wirtschaftskrise zu kündigen und ganz ehrlich, wenn es dir so schlecht in der alten Firma ging, wäre das ohnehin nicht mehr lang gut gegangen. Sollte dich wer fragen, es ist ja, wie Loner schon sagt, nicht verboten sich auch in solchen Zeiten neu zu orientieren.
 

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