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Vorschulkind zum einschlafen Tür abschließen

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fragender Gast

Gast
Hallo helfende Community,
vielleicht sind hier ein paar Eltern, die zu diesem Thema eine Meinung oder noch besser eigene Erfahrungen haben.

Ein an und für sich liebes, schlaues, witziges und vorwitziges Vorschulkind (5 Jahre und ein kleiner Wildfang) will nachts nicht einschlafen. Trotz Ritualen (auch kein wildes Toben nach dem Abendessen) und liebevoll-strengem Ins-Bett-Bringen steht er immer wieder auf und schleicht sich die Treppe runter oder macht Licht an und spielt, schaut sich Bücher an etc. Er findet das witzig und testet gerne unsere Reaktion. Oder aber er hat einfach keine Lust zu schlafen. Einschlafzeit somit ca. 2 Stunden, also 22 Uhr. Aufstehen muss er morgens 7 Uhr. Das sind etwa 9 Stunden Schlaf und mindestens 1 Stunde zu wenig, zumal er früh müde ist, nicht aufstehen will und auch tagsüber immer wieder sagt, dass er müde ist.

Wir haben verschiedenes immer ein paar Tage lang ausprobiert. Zum Beispiel: Er darf selbst aufstehen, wenn er Durst hat oder aufs Klo muss, wenn er danach wieder ins Bett geht und kein Licht anmacht (Nachtlicht ist immer an). Klappt nur bedingt. Er durfte auch schon alle seine Bücher anschauen, wenn er danach das Licht ausmacht und schläft. Klappte gar nicht. Inzwischen darf er eine oder zwei Kassetten hören und soll eigentlich rufen, wenn die Kassette umgedreht werden muss oder er aufs Klo muss. Klappt nur bedingt - meistens schleicht er sich die Treppe runter.

Momentan haben wir die Regel, dass nach 2 "Regelverstößen" (Licht an, runterschleichen, etc.) seine Zimmertür zugeschlossen wird. Er ruft zuverlässig, wenn was ist (und wir sind zuverlässig innerhalb kürzester Zeit bei ihm) und schläft schneller ein. Das klappt also super und er braucht nur noch eine Stunde, bis er schläft. (Finde ich auch noch lang, aber er hat schon immer seine Zeit gebraucht) Ich gehe lieber 5 Mal die Treppe hoch, wenn er ruft, als dass er im Haus rumschleicht und womöglich noch im Dunkeln die Treppe runterfällt. Die Fenster in seinem Zimmer sind gesichert, er könnte also nicht rausklettern. Er hat mit dem Zuschließen der Zimmertür überhaupt kein Problem. Er ist schlau und brauchte schon immer feste Regeln und Abläufe, die ihm Sicherheit geben und er so weiß, was kommt.

Das einzige Problem: ich habe ein schlechtes Gewissen!

Ist das Abschließen ok, solange das Kind darunter nicht leidet? Hat jemand eine andere, bessere Idee?
Und ja: Er hat tagsüber genug Zeit und Raum, um sich zu entfalten - wildes Toben, spielen, rennen, radfahren, basteln, vorlesen, kuscheln, alleine sein oder mit anderen Kindern zusammen sein,...
 
wenn mit dem abschließen funktioniert ist doch alles gut.

er hat sich daran gewöhnt. dann schließt doch wieder auf und guckt mal ob er es überhaupt bemerkt.
 
Hmm...ich habe zwar selbst keine Kinder, aber ich finde das "Türabschließen" geht gar nicht! Euer Kind ist doch kein Tier, das man einsperren muss! Was, wenn ihm irgendwann mal nachts schlecht wird oder sonstwas mit ihm ist, und ihr ihn wegen des TVs nicht hört oder tief und fest schlaft - er kann nicht raus und euch informieren...Ne, das ist für mich ein absolutes No-Go.

Kinder sind nunmal auch keine Maschinen, die auf Knopfdruck funktionieren. Warum braucht er ein Nachtlicht? Es sollte absolut dunkel sein, damit die Melatoninproduktion schneller angekurbelt wird (das Schlaf-Hormon). Ich würde im Gegenzug dann eher die Tür einen klitzekleinen Spalt offen lassen, falls er angst im Dunkeln hat, damit er weiß, es ist jemand da. Das hat mir als Piefke immer sehr geholfen. Wenn ich geschlafen habe, wurde die Tür dann einfach ganz zu gemacht. Wenn es im Zimmer auch nur irgend eine Lichtquelle gibt, und sei es nur eine Kerze, kann ich einfach nicht einschlafen. Vielleicht geht es dem Kleinen genauso?

Wenn das auch nicht hilft, soll er halt einfach mal ein paar Tage so lange auf bleiben, wie er lustig ist. Wenn er dann vor Müdigkeit in der Vorschule einschläft, nicht mit den anderen richtig spielen kann und merkt, wie doof es ist, unausgeschlafen zu sein, dann gibt sich das vermutlich ganz von alleine. Manchmal muss man die lieben Kleinen auch einfach austricksen. Es gibt, glaube ich, auch schöne Bücher über das Einschlafen, oder Träumen, die ihm vielleicht mehr Lust auf das wohlige Schlummern machen. Forscht doch einfach mal nach.

LG Rosie
 
Ich würde ein Kind niemals einschließen. Stell dir mal vor, es gäbe in der Nacht einen Kabelbrand oder so. Außerdem ist es schlecht für die Psyche. Kinder lernen manchmal am besten durch Erfahrung - lass ihn auf, solange er will und schick ihn hundemüde in den KiGa. dann geht er bald selbständig zu einer vernünftigen Zeit ins Bett.
Einschließen ist ganz, ganz schlecht.
 
Meine Eltern waren liebevolle Eltern guten Willens...und haben es genauso gemacht. Mit der Folge, dass ich eine echt üble Klaustrophobie entwickelt habe.
Ich kann geschlossene Türen nicht ertragen. In meiner Wohnung müssen alle Türen offen sein. Fahrstuhl etc. geht gar nicht.
Und das alles, obwohl nie etwas vorgefallen ist (Brand etc.) und auch meine Eltern immer sofort zuverlässig bei mir waren.
Fazit: Kind einsperren geht gar nicht!
 
Die Tür wird aufgeschlossen, sobald er eingeschlafen ist und bleibt natürlich nicht die ganze Nacht zugeschlossen!!! Wir hören ihn IMMER und es besteht niemals die Möglichkeit, dass wir nichts hören. Wir schlafen nicht auf der Couch ein und schauen kein TV. Außerdem haben wir einen Rauchmelder.

Das Nachtlicht ist nur zum Einschlafen und wird Nachts (zwecks Schlafhormon) aus gemacht. Er hat keine Angst im Dunkeln, sondern er will seine Bettdecke sehen, damit er sich wieder zudecken kann. Zumal ist das Nachtlicht zum Einschlafen wie die offene Türe - Beruhigung und Gewohnheit. Ist in meinen Augen auch völlig ok.

Übermüdet haben wir ihn schon in den Kindergarten geschickt ("lesen" solange er will und selbst entscheiden, wann er schlafen geht) - es hat nichts gebracht. Und das hält man auf Dauer auch nicht aus mit einem total übermüdeten Kind. Bereits jetzt die ein/zwei fehlenden Stunden merkt man an manchen Tages sehr deutlich. Das ist für ihn nicht gesund, für die Stimmung im Kindergarten nicht gut und zu hause ebenfalls nicht. Ich glaube nicht, dass ein 5jähriger schon den Zusammenhang zwischen müde = schlechte Laune = Ärger mit den Kumpels im Kindergarten verstehen kann.
 
Meine Eltern waren liebevolle Eltern guten Willens...und haben es genauso gemacht. Mit der Folge, dass ich eine echt üble Klaustrophobie entwickelt habe.
Ich kann geschlossene Türen nicht ertragen. In meiner Wohnung müssen alle Türen offen sein. Fahrstuhl etc. geht gar nicht.
Und das alles, obwohl nie etwas vorgefallen ist (Brand etc.) und auch meine Eltern immer sofort zuverlässig bei mir waren.
Fazit: Kind einsperren geht gar nicht!

Und was wäre deine Alternative??
 
bei uns daheim blieb, als wir kleiner waren, die türe immer einen spalt offen und im gang brannte ein weiches, warmes licht
 
Ich bringe regelmäßig kleine Kinder ins Bett ( 2 Jahre und fast 4) und kann das in keinster Weise nachvollziehen.
Finde das durchaus dramatisch. Für die Eltern sicherlich nicht, für die Kinder schon.
Wie gesagt, meine Tür war auch "nur" nachts zu und meine Eltern war bei jedem Schreien da - dennoch schränken die Folgen mein Leben ein.
Und das IST dramatisch!
 
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