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Vorgehensweise und Problemstellungen Bachelorarbeit

@EineLöwin vielen Dank, das hilft mir sehr weiter! Mich würde noch interessieren, welchen Studiengang du studierst hast und wie du weiter gekommen bist, wenn du Problemstellungen konfrontiert warst? Hast du da irgendwelche hilfreichen Bücher oder Internetquellen für mich oder hast du alles mit deinem Betreuer klären können? 🙂
 
Hallo Fabian,
ich habe Linguistik und Philosophie studiert und später Corporate Communications. Durch das Philosophiestudium wurde ich schon sehr früh an das wissenschaftliche, strukturierte Schreiben herangeführt, weshalb ich da eher weniger Probleme hatte.
Ich habe in der Masterarbeit mit großen Korpora gearbeitet, Bild- und Sprachdaten, die ich erheben, transkribieren, analysieren und vergleichen musste. Da kam irgendwann zB die Frage auf, wieviele Beispiele ich aus dem Anhang mit in den Fließtext aufnehmen sollte, wieviele Daten ich erheben sollte, ... Das konnte ich mit den Betreuen gut besprechen.
Ich denke aber, dass ich dir da keine gute Hilfe bin. Ich habe meine Betreuer während dieser Zeit ganze drei Mal gesprochen. Zu Beginn kurz zur Besprechung der Fragestellung, Gliederung/Aufbau, zwischen drin, um diese Frage zu klären und noch einmal kurz vor der Abgabe.

Womit ich große Probleme hatte war mein eigener Anspruch, da habe ich mich viel zu sehr unter Druck gesetzt.

Was mir da aber geholfen hat, war ein gutes Zeitmanagement. Wenn du weißt, wie Umfangreich deine Arbeit werden muss und du etwa als Beispiel 12 Wochen Zeit hast, dann weißt du, wieviele Seiten du in etwa pro Tag (abzüglich Wochenende und Pufferzeiten) schaffen musst.
So konnte ich mich dann recht entspannt Kapitel für Kapitel vorarbeiten. Ich denke das A und O ist eine gute Vorarbeit (Literatur, Gliederung*, Datenauswertung, etc. ). Das reine Schreiben geht dann fast von selbst.

Es ist sinnvoll, bei Unsicherheiten den Betreuer zu fragen. Ob du eine Antwort bekommst, wirst du dann sehen. Aber fragen kostet nichts und jeder Prof will es auch immer etwas anders.

Wichtig ist anzufangen, um in den Prozess zu kommen. D.h Foren aus und Bücher raus. An vielen Unis gibt es auch von Studierenden für Studierende extra Kurse und Hilfen. Nutze diese Möglichkeiten, wenn du unsicher bist oder schaue dir Arbeiten an, die schon geschrieben wurden.

* Vielleicht hilft es dir, wenn du deine Gliederung dann nach und nach mit Inhalt füllst. So habe ich das jedenfalls gemacht. Zuerst der grobe Aufbau bzw. die Gliederung, dann die ausgewählte Literatur bzw. wichtige Zitate, meine Gedanken und die ausgewählten Beispiele aus den Korpora zu jedem Gliederungspunkt notiert. Dabei kann es sein, dass sich dann in der feineren Struktur Gliederungspunkte nochmal verschoben haben. Die grobe Struktur sollte aber fest stehen.

Und dann heißt es nur noch entlang dieser Gliederung alles in einen Fließtext zu bringen.

Du musst das Rad nicht neu erfinden. Halte dir vor Augen, dass es darum geht zu zeigen, dass du im Stande bist, die gelernten wissenschaftlichen Methoden anzuwenden.

Man wächst mit seinen Aufgaben! Also ran an die Arbeit.

Wünsche dir viel Erfolg und sei nie zu scheu dir da Hilfe zu holen.
 

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