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Von Verkäuferin ermahnt - was soll das?

Papillon87

Mitglied
Mich würde mal eure Meinung interessieren.

Ich ging heute zur Tanke habe der Verkäuferin "Hallo " gesagt, dann die Sachen auf den Tresen gestellt und dann noch "8 Brötchen " gesagt und das in einen freundlichen Ton , keineswegs überheblich oder so.

Dann hat sie mich ermahnt doch "bitte" sagen zu sollen (was ich im Normalfall auch tue, war aber müde und kurz angebunden und meiner Meinung nach angemessen freundlich genug), bin mir dann vorgekommen wie in der Schule und hab in meiner überrumpelung auch "bitte" gesagt.

Das ärgert mich, das ich wieder klein beigegeben hab, wäre ich besser drauf gewesen hätte ich mit ihr diskutiert. Wie ist das mit " der Kunde ist König "?

Wenn ich schon um meine Ware bitten muss, will ich die auch umsonst haben.

Ich hab auch mal im Einzelhandel gearbeitet, hätte mein Chef sowas mitbekommen, hätte ich gleich gehen können.

Man vermittelt den Kunden nicht so ein Gefühl so unzulänglich zu sein, ich war auch nicht unfreundlich, sie hätte mal an die richtigen Leute geraten müssen.
 
Schlimmstenfalls hattet Ihr beide gerade einen « schlechten Tag », beide müde und nicht bester Laune.
Dumm gelaufen…was solls ?
Spielstand 1 🤐, Ball in die Mitte, Neuer Anstoss.
Keep smiling ...

 
Viele Könige haben sich eingebildet, etwas Besonderes oder besonders wichtig zu sein. Sind sie aber nur, wenn man sie wichtig sein lässt und das kann inzwischen jeder halten, wie der auf dem Dach.

Vielleicht musste die Verkäuferin schon einige Respektlosigkeiten an diesem Tag "einstecken" und irgendwann ist bei jedem "das Maß voll". So viele Menschen gehen von der Illusion aus, dass unsere "Selbstverständlichkeiten" (Die Tanke hat bis 24:00 Uhr auf, der Laden um die Ecke bis 22:00 Uhr. Alle Verkäufer müssen sich freuen mich zu sehen, weil ich ihren Laden rette. Ich habe ein Recht darauf, dass man mir freundlich begegnet, etc.) wirklich selbstverständlich wären. Das sind sie deswegen nicht, weil wir alle Menschen mit Gefühlen und unterschiedlichen Leben sind.

Nicht ärgern. Nur wundern. Und so manches Lächeln und ein "Ich verstehe, was sie meinen" hilft Dir und der Verkäuferin. Recht zu haben macht oft nur einsam.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Bitte um Entschuldigung wäre besser gewesen!


Sehr viel menschlich reifer wäre es gewesen, wenn Du - mit dem Hinweis auf Deine Verschlafenheit - freundlichst um Entschuldigung gebeten hättest.

Statt dessen pflegst Du völlig zu unrecht Deinen gekränkten Stolz und überlegst Dir sogar, wie Du bei ähnlichen Gelegenheiten harscher und frecher reagieren könntest!?

Damit schadest Du allen beteiligten, ganz besonders aber Dir selbst, weil Du damit Deinen Charakter in eine negative Richtung entwickelst!
 
Es geht mir darum das ich nicht alles mit mir machen lasse und mich ärgert das ich wie ein kleines Mädchen dann bitte gesagt habe.

Ich habe mich keinen falls unfreundlich verhalten, habe gegrüßt und wenn man als Verkäuferin sieht das der Kunde verschlafen ist oder nicht gut drauf, kann man dann den Kunden nicht in ruhe lassen , muss man den auch noch nerven? Ich wollte nur meine Brötchen haben und Keinen benimmkurs.

Ich fand ihr Verhalten einfach unverschämt, ich erwarte sicher auch nicht das sie sich freut, noch nicht mal ein ' frohe Weihnachten " habe ich erwartet, ich erwarte aber das man mich nicht belehrt, als wäre ich in der 5. Klasse.
 
Unnötige Kränkung


Sicherlich hätte die Verkäuferin ihren Hinweis auch netter sagen können,
ohne Dich zu kränken, aber ich glaube, daß beide Teile hier nicht perfekt kommuniziert haben.

Besser Du hörst auf Dich zu ärgern, lieber P. und nimmst Dir vor,
nächstens trotz Verschlafenheit, das Zauberwort nicht zu vergessen!
 
... Das ärgert mich, das ich wieder klein beigegeben hab, ...

Ein einziges Wort hat mich angesprochen, nämlich das “wieder“. Vielleicht liegt darin sehr viel Antwort für dich selbst, welche du auch wahrscheinlich selbst beantworten wirst können.


Tröstlich in deiner Begegnung finde ich diesen Gedanken, diese Sichtweise ...
Jede Person, die je zu dir gekommen ist, kam, um von dir ein Geschenk zu erhalten. Und dabei gibt sie dir ein Geschenk - das Geschenk, dass du erfährst und erfüllst, wer-du-bist.
Wenn du diese einfach Wahrheit erkennst, wenn du sie verstehst, erkennst du auch die allergrößte Wahrheit: Ich habe euch nur Engel gesandt.

Aus “Gespräche mit Gott“ Band 2 Kapitel 13
 
Ich wollte nur meine Brötchen haben und keinen Benimmkurs.

Ja, das ist vollkommen verständlich und auch nachvollziehbar. Doch im Grunde klagst Du bei der Verkäuferin ein, was Du scheinbar (Ich kann mich natürlich irren, verzeih) selbst nicht wirklich bereit bist zu tun: über den eigenen Tellerrand zu schauen. Sie soll sich richtig verhalten, dann tust Du es auch?! Das ewige Problem mit dem Ei und der Henne. Wer war zuerst da?!

Der zweite Aspekt ist Deine Fähigkeit, für Dich ANGEMESSEN einzutreten und Deine Grenzen zu wahren. Stimmt, so "einfach" nachzugeben und "artig" zu reagieren, wenn einem im Grunde überhaupt nicht danach ist, das nagt etwas am Selbstbewusstsein und Deine Frage ist vollkommen legitim und für Dich vielleicht sogar wichtiger

Ein Text wie dieser: "Hallo, meine Name ist XXXX. Sie haben recht, ein BITTE bricht mir keinen Zacken aus der Krone. Verzeihen Sie, dass ich es an Höflichkeit habe mangeln lassen. Aber es steht Ihnen nicht zu, mich wie ein kleines Mädchen zu behandeln und unaufgefordert zu kritisieren. Können wir dieses Gespräch bitte auf meinen nächsten Besuch bei Ihnen verschieben, da ich gerade sehr wenig Zeit habe? Falls nicht, bitte ich Sie Ihren Vorgesetzten oder einen Kollegen zu rufen." fällt mir leider nur bei jeder 3. oder 4. Gelegenheit spontan ein.

Was Dich zu Recht zu ärgern scheint ist, dass Du Dich hast "überfahren" oder "überrumpeln" lassen. Kreide dies aber nicht ihr an. Du solltest es niemandem "ankreiden". Registriere, dass Deine "Aussengrenzen" nicht respektiert wurden, und Du sie nicht ANGEMESSEN verteidigen konntest.

Ein kleines Beispiel aus meinen letzten Wochen: In der Nähe meines Hauses gibt es eine schmale Straße, auf der nur ein Auto fahren kann, weil auf der einen Seite immer parkende Autos stehen und Garageneinfahrten die Möglichkeit geben, den entgegenkommenden Verkehr vorbei zu lassen. Aus der anderen Fahrtrichtung ist dies nicht möglich. In der Fahrschule lernt man, dass der Fahrer auf der Seite der Hindernisse die Ausweichmöglichkeiten nutzen sollte.
Ein großer Wagen stand also, als ich diese Straße auf der "anderen Fahrtrichtung" entlang fuhr, in entgegenkommender Richtung in einer Garageneinfahrt und fuhr los, als ich mich näherte. Ich musste bremsen, damit der Fahrer in die nächste Garageneinfahrt ausweichen konnte. Das aber tat er nicht, sondern blieb einfach mitten auf der Straße genau vor mir stehen. Ich konnte nicht ausweichen. So vergingen einige Sekunden. Dann deutete ich ihm an, er solle in die Garageneinfahrt ausweichen, damit wir beide weiterfahren konnten. Daraufhin fuhr er "fast" weiter, kurbelte das Fenster herunter und maulte mich an, warum ich nicht hätte warten können, damit er hätte vorbeifahren können. Er fuhr los, obwohl er hätte nur 2-3 Sekunden warten müssen, bis ich vorbei gewesen wäre, die Hindernisse waren auf seiner Seite und der mault mich an?!

Langer Rede kurzer Sinn: Für mich war es tatsächlich wichtiger, eben nicht "klein bei" gegeben zu haben, zumal ich laut Straßenverkehrsordnung (hoffentlich) im Recht war. Aber warum fühlte ich mich wie ein verblödeter Idiot? Warum fragte mich meine Tochter, was denn das gerade um alles in der Welt war?! Nun, es war für mich ein Moment, in dem ich mich nicht "überfahren" lassen wollte und standhaft blieb. Ja, kein Moment von weltgeschichtlicher Bedeutung, aber für mich schon. Ich wusste, ich kann es und kann nun gelassener reagieren und auch hin und wieder "zurückstecken", aber nur, wenn ich will 😀 Oder ich bin doch ein rechthabenwollender Döskopp? Ja, manchmal.

Vielleicht ist Deine Begegnung für Dich die Gelegenheit, Dir über Deine Grenzen und Deine Fähigkeiten, sie ANGEMESSEN zu verteidigen, Gedanken zu machen. Ein Streit wäre sicher nicht angemessen gewesen. Nimm Deinen jetzigen Zorn (Der ist deutlich in Deinen Zeilen zu erkennen) und seine Energie und mache etwas Gutes daraus: bessere Deine Grenzen aus, überprüfe Dein Auftreten (Mit manchen Leuten legt man sich nicht an, warum?) und frage Dich, wie Du souverän (=königlich) hättest reagieren können und WOLLEN! Güte und Verständnis stehen auch einer Königin gut zu Gesicht, denn das ist die edle Aufgabe einer Königin und eines Königs: zu segnen.

LG
GrayBear
 
Zuletzt bearbeitet:
Also , wer weis, was die Verkäuferin heute schon erlebt hat. Aber generell muss ich feststellen, das an Tankstellen eher ein rauer Ton herrscht , geschweige Guten Tag oder Auf Wiedersehen gesagt wird. Vorallem fällt es mir doch bei den recht jungen Verkäufer/ innen auf. An der Tanke herrscht nun mal oft Stress und so ist dann auch das Verhalten. Oft sind es dann ja auch keine Festangestellten , sondern nur Aushilfen. Ich denke mir mein Teil und gut ist.
Aber ich würde das nicht so hoch bewerten , sondern mal selbst reflektieren .
 
Also , wer weis, was die Verkäuferin heute schon erlebt hat. Aber generell muss ich feststellen, das an Tankstellen eher ein rauer Ton herrscht , geschweige Guten Tag oder Auf Wiedersehen gesagt wird. Vorallem fällt es mir doch bei den recht jungen Verkäufer/ innen auf. An der Tanke herrscht nun mal oft Stress und so ist dann auch das Verhalten. Oft sind es dann ja auch keine Festangestellten , sondern nur Aushilfen. Ich denke mir mein Teil und gut ist.
Aber ich würde das nicht so hoch bewerten , sondern mal selbst reflektieren .

... die für einen Hungerlohn ausgenutzt werden 🙁

Meine Tochter macht das neben ihrer Ausbildung, die ja schon Vollzeit geht. Früh- und Spätschichten sind ganz besonders übel, denn die Tanke muss eben auch aufgeräumt, gepflegt und geputzt werden. Ganz toll, wenn die Kollegen das leider nicht geschafft haben, weil ein dringender Termin wartete.

Und dabei bleibt sie immer noch erstaunlich ruhig und höflich. Trotz so manch pampigem Kunden.

Das ist die andere Seite.
 

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