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Vom Vater verbal verletzt und runter gemacht

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harz272

Gast
Hallo,
ich brauche dringend irgend welche Ratschläge. Ich (32jähriger Sohn) hatte zu Weihnachten einen heftigen Streit mit meinem Vater. Es kam völlig unerwartet. Eigentlich ist unsere Beziehung seit Jahren auf der Besserungsschiene gelaufen. Ich dachte sogar, dass er seine alten Verhaltensweisen (mich, mein Leben meine Träume und Vorstellungen verbal runter zu machen) länst aufgegeben hat und mich mitlerweile akzeptiert so wie ich bin. Ich bin ein ganz normaler Durchschnittstyp, verheiratet und einer Tochter. Mein Vater ist ein eher pessimistischer Mensch und er hat oft Probleme am Leben etwas positives abzugewinnen.
Er hat jedenfalls mein Leben von vorne bis hinten schlecht geredet. Ich habe mich heftig zur Wehr gesetzt und ihm gesagt, dass ich es nicht mehr zulasse, dass er mir verbal von oben herab auf den Kopf spuckt. Ich sah sehr viel Zorn in seinen Augen.
Ich dachte erst mir macht der Streit nicht viel aus, aber Mitlerweile also 2 Tage nach dem Streit möchte ich meinen Vater am liebsten nicht wieder sehen. Ich habe zwei Nächte kaum geschlafen und mich immer wieder emotional hineingesteigert. Ich dachte schon ich werde verrückt und hatte davor schon regelrechte Angstattaken bekommen. Nun habe ich Angst das er anruft und sich entschuldigen will und das alles ein nie endenes Martürium wird. Ich will den Kontakt jetzt abrechen, aber er und vor allem meine mutter tut mir leid. Ich habe schon an psychologische hilfe gedacht, aber ich bekomme diese nicht so schnell vor einem erneuten Gespräch.
Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, oder kennt sich in sowas aus um mir mal einen Tip zu geben?
Ich bin dankbar für jede Antwort.
Danke und Grüße Harz272
 
Hi du, ich habe das selbe Problem mit meinen jüngeren Bruder Weihnachten und auch sonst.
Er macht mich vor meinen Vater verbal runter und hat mir versucht eine zu ,,ballern"
Sobald ich in seiner Nähe bin geht der Terror los, obwohl ich ihm gar nichts getan habe.
Da mein Vater sich nicht wehren kann und auch noch auf seiner Seiter ist,
habe ich mir vorgenommen auf den Kontakt ganz zu verzichten.
Nun tut mir mein Vater leid...
Aber es nützt nichts ich kann aus eigener Erfahrung sagen das er sich nicht ändern wird
 
Warum lässt du das an dich so sehr heran? Schau er macht dich runter, weil er wahrscheinlich selbst von sich so sehr enttäuscht ist. Er verachtet nicht wirklich dich, sondern nur sich selber, aber das darfst du nicht übernehmen.
Ich weiß nicht ob du ihm verzeihen sollst, vielleicht vergeben, vergessen kann man eh nicht, aber ich denke wenn Du den Kontakt aufrecht erhalten willst, dann mach ihm klar das du "gross"bist und das meine ich nicht im Sinne von Grösse und Alter, sondern im Sinne von, Du bist wer und du kannst etwas, lass dich nicht klein machen und zeig es ihm.
Wenn du den Kontakt abbrechen willst, dann denke daran das dieses Thema niemals wirklich beendet wird, das heisst du kannst es niemals wirklich "abhaken", darüber solltest du dir vielleicht im klaren sein.
 
Hallo Hartz,
Ich kenne dieses Gefühl. Ich habe jahrelang darunter gelitten das meine Mutter so war. Ich habe durch eine Psychotherapie die jahrelange Lieblosigkeit meiner Mutter verarbeitet und meine damalige Therapeutin hat mir diesen Satz mit auf den Weg gegeben, der noch heute in meinem Kopf ist.

Habe nur Kontakt mit Menschen die dir gut sind.
Meide Menschen die dir böses wollen.

Ich denke du bist ein Mensch der sehr sensibel ist. Und du hast nur einen Wunsch. Das der Mensch der dich gezeugt hat stolz auf dich ist und das du respektierst wirst. Und das du geliebt werden willst.

Vielleicht macht dich dein Vater runter, weil er durch deine Stärken seine Schwächen sieht.
Er sieht dich und schaut in einen Spiegel, aber er ist nicht stolz auf das was er sieht, sondern er sieht seine eigenen Feheler.

Schreib ihm einen Brief sag ihm was er mit dir tut und wie weh er dir damit tut. Begreift er es, gut dann kann man noch was tuen. Begreift er es nicht dann brech die Brücken ab und leb ein Leben ohne deinen Vater. Denn was ist ein Vater der dir nur weh tut und der dich nicht liebt. Denn ein Vater der einen liebt tut so etwas nicht.

Karma
 
Lass Dich nicht ins Boxhorn jagen.
Lebe Dein leben.
Warum musst Du Dich rechtfertigen?
Siehe Deine Stärken und Deine Fähigkeiten an Dir selbst.

Amen
 
Hallo,

ich selber kenne das auch zu gut. Ich habe es 10 Jahre mitgemacht, und habe vor 7 Monaten den Kontakt auch ganz abgebrochen, aber zu meiner Ganzen Familie da meine Geschwister und Großeltern zu meinen Eltern gehalten haben. Es ist mir nicht schwer gefallen denn es ging mir auf einen schlag besser auch von meiner Psyche her. und ich führe nun ein leben ohne Demütigungen und beleidigungen.
DU schaffst das auch, du wirst dich nach einer weile erleichtert fühlen.
 
Hallo,

ich stimme den Vorbeiträgen zu.
So wie du deinen Vater beschreibst erkenne ich meinen eigenen Vater darin..ebenfalls ein Pessimist und Misanthrop wie der im Buche steht. Ich würde dir ebenfalls raten mehr auf Abstand zu gehen, den Kontakt zunächst einmal abzubrechen.
Ich habe auch so gut wie keinen Kontakt mehr zu meinem Vater und das tut mir sehr gut...habe Menschen um mich, die besser zu mir sind und mir mehr geben als nehmen..v.a. die gute Laune 😀😀

Deine psychische Reaktion mit Angstzuständen etc. war nicht ganz normal..du solltest auf jeden Fall so schnell wie möglich zu einem Facharzt..zu häufige Angstzustände könnten in eine ernsthafte psychische Erkrankung führen, eine Psychose z.B....daher solltest du präventiv mal gucken was du tun kannst um solche Situationen zu vermeiden.

Tyra
 
Hallo ihrs,

danke für die vielen Beiträge. Das hilft mir sehr!
Gestern hat meine Mutter angerufen und gefragt, ob wir heute zum Essen kommen und gefragt, ob sonst alles bei uns ok ist. Sie sagte dies ganz pauschal, meinte aber sicher die Sache mit meinem Vater.
Da habe ich ihr erzählt, dass ich erst einmal Abstand von meinem Vater möchte, habe ihr aber gleichzeitig gesagt, dass ich mich über ihre Besuche freuen würde. Sie war bezüglich der Abstandnahme zu meinem Vater sehr unglücklich und versuchte mir natürlich und gleichzeitig meinem Vater ins Gewissen zu reden und sagt mir und ihm, dass wäre doch jeweils vom anderen nicht so gemeint gewesen. Aber ich meine das sich nichts geändert hat und er immernoch diese Gedanken hat und das er nur versucht den Mund zu halten - bis zum nächsten Mal, wenn er meint das er platzen müsse, um mir seine vermeintliche "Wahrheit über mein Leben" und das ich dies entlich begreifen müsse, vermittelt.
Es wird jedenfalls nicht einfach werden, da meine Mutter zwischen den Stühlen steht und mir das sehr sehr leid tut, da sie eine Herzensliebe Frau ist. Und der zweite Punkt, der nicht unwesentlich ist, ist das mein Vater wahrscheinlich so eine Art Besuchsrecht zu unserer Tochter (4Jahre) für sich beanspruchen wird, ich aber keineswegs weiß, wie das in der Praxis gehen soll.

Ich habe erst einmal den Streitverlauf und alle Äußerungen genau aufgeschrieben, denn man vergießt schnell, obwohl die Dinge immernoch ungelöst im Raum stehen bleiben - bis zum nächsten Austausch der Meinungen. Außerdem besteht die Gefahr, dass ich mir von meiner Mutter eine Mitschuld an dem Streit einreden lasse und nachher womöglich noch Schuldgefühle bekomme, damit ich wieder einen Schritt auf meinen Vater zu mache.

Glücklicherweise sehe ich jetzt, auch dank euch, die Sache etwas nüchterner.
Wenn noch jemand Gedanken dazu hat, würde mich das sehr freuen, diese zu lesen.

Beste Grüße!
Harz272
 
Hallo,

grenz dich ggü der Harmoniesucht deiner Mutter ab ..sie zeigt wenig Achtung und Respekt vor dir, wenn sie deinen Wunsch nach ein wenig Abstand nicht respektiert. Also auch hier genügend Dominanz zeigen und dich nicht dazu korrumpieren lassen nur ihr zuliebe auf Harmonie zu machen od.ä. Du bist erwachsen und dein Wort und deine Wünsche sollten gleiches Gewicht wie das der Eltern haben.

Mit ihrem Unglücklichsein muss sie allein klar kommen. Es läuft im Leben halt nicht immer so wie sie es gerne hätte! Also lass dir hier keinen emotionalen Druck von ihrer SEite her machen und sage ihr, dass du nicht möchtest dass sie die Rolle der Vermittlerin spielt, sondern du deine Dinge und auch die Sache, den Streit mit deinem Vater selber regelst.
Hier ist halt (wie überall im Leben) Selbstbewusstsein und Abgrenzungsvermögen gefragt...wenn du dir Schuldgefühle einreden lässt: selber Schuld!
Sieh es als ne Art Pokerspiel..du ziehst die rote Karte und die Mutti kontert mit Tränchenkarte, darauf solltest du mit Regenschirm kontern anstatt dich einnässen oder einwickeln zu lassen...

Meiner Ansicht nach solltest du das mit dem Abstand nun durchziehen..du hast die Sache ja nun angeleiert und verlierst total an Respekt und Glaubwürdigkeit wenn du nun klein beigibst.

Was das Besuchsrecht deines Vaters angeht: kapiere ich nicht ganz? Hat er denn Sorgerecht oder so? Was hat er mit eurer Tochter zu schaffen? Wenn er sie gerne besuchen möchte und den Kontakt halten möchte wäre das doch ne gute Verhandlungsbasis ihm Regeln in Bezug auf sein Verhalten dir ggü aufzustellen und wenn er dagegen verstößt hat er den Kontakt zu dir und deinem Kind halt eigenverschuldet verwirkt...Hier also mal ein wenig taktieren und Macht ausüben..nicht immer so devot und passiv...die Gelegenheiten nutzen!! Er will was von dir, also kannst du zurückfordern...
Mit den Besuchen das kann man ja leicht organisieren...einmal die Woche oder alle 14 Tage für ein Stündchen und nur mit dem Kind und deiner Frau, du musst ja nicht dabeisein.

Tyra
 
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