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vollkommene Ratlosigkeit beim Anfang der Bachelorarbeit

G

Gast

Gast
Hallo,

ich weiß, ich weiß... vermutlich bin ich mittlerweile der Tausendste, der hier was von der Bachelorarbeit erzählt und wie schlecht es läuft. Trotzdem, ich brauche dringend einfach mal ein paar Denkanstöße, damit ich überhaupt erst mal richtig anfangen(!) kann! Ich bin leider auch einer der Studenten, der noch nie eine wissenschaftliche Arbeit schreiben musste.. weder im Studium eine Hausarbeit, noch in der Schule eine Seminararbeit.

Hier erst mal ein paar Infos:
- ich schreibe die BA an der Hochschule, einen Betreuer habe ich bereits
- das Thema ist grob umschlagen "Fahrerlose Transportsysteme in der Logistik"
- die BA ist seit ca. 2 Wochen angemeldet, allerdings haben wir für unsere BA sehr lange Zeit
- ich soll mir selbst mein genaues Thema durch Literaturrecherche erarbeiten und eine Problemstellung formulieren
- eine erste Literaturrecherche habe ich bereits abgeschlossen, allerdings denke ich das ist noch viel zu wenig
- hab auch schon ein ganzes Buch über "FTS" komplett durchgearbeitet und alles Wesentliche herausgeschrieben
- mit der Einleitung habe ich auch schon ganz minimal angefangen zu tippen, kann aber schlecht weitermachen

Ich hab aber leider überhaupt keine Ahnung, wie ich mir eine geeignete Problemstellung ausdenken soll, wenn ich nicht die komplette Literatur in- und auswendig kenne, da ich ja schließlich davor schon wissen muss, ob das Thema überhaupt möglich ist zu bearbeiten, ob das nicht schon jemand gemacht hat und ob es noch mehr Informationen gibt darüber. Und vor allem, ob es vom Umfang her einer BA gerecht wird.

Ich bin seit Tagen den ganzen Tag vor dem Laptop und klick mich durch irgendwelche Tabs, die ich geöffnet habe zum Recherchieren. Dabei vergehen einfach nur Stunden.. totale Zeitverschwendung! Und jetzt sitze ich hier und tippe diesen Text an euch, weil ich einfach nicht weiter weiß. Mir fällt es immer schwer überhaupt einen Ansatz zu finden.. es ist richtig frustrierend. Ich kann auch nicht einfach anfangen mit tippen, weil überall steht, dass man sich erst mal richtig mit der Problemstellung auseinandersetzen muss.

Ich habe auch schon sämtliche Guides und Anleitungen gelesen, wie man ein Thema formuliert, aber die helfen mir irgendwie nicht. Hab einfach eine Denkblockade oder sowas. Ich bin halt auch ein Mensch, der sich dann beim Formulieren des Themas schon eine mögliche Antwort ausmalt und am besten schon den Hauptteil grob vor Augen hat, damit es auch ja was wird. Ich habe auch schon gelesen, dass man auf jeden Fall über 30 Quellen haben müsste für eine BA und dass man pro Seite mind. eine Quelle haben sollte?! Wie soll ich mir das vorstellen? Wie soll man denn so viele Quellen überhaupt finden, die einen was nützen? Vor allem wenn es so ein aktuelles Thema ist, worüber es noch nicht so viel gibt. Ich glaube eins meiner Probleme ist auch, dass ich nicht weiß WIE umfangreich ich nach Literatur schauen sollte. Ob ich z.B auch andere BA's zur Hand nehmen sollte oder Bücher, die nicht direkt mit FTS, sondern vielleicht nur mit Logistik zu tun haben?

Bei mir wäre jetzt auf jeden Fall erst mal wichtig eine genaue Problemstellung formulieren und eine grobe Gliederung mit Meilensteinen erstellen zu können. Was ist dafür nötig?

Ich wünsch mir einfach nur, dass ich bald mal ins Schreiben reinkomme und ich mein Studium beenden kann. Mir schwirren jetzt schon Gedanken durch den Kopf, dass ich vielleicht das Studium wegen der Bachelorarbeit nicht schaffe, obwohl ich noch nicht mal angefangen habe! Wenn man bedenkt, wie viele andere schon ihre BA geschrieben haben, kommt man sich richtig blöd vor. Aber ich hab einfach Probleme damit, mich richtig zu organisieren, damit ich mich Schritt für Schritt voranarbeiten kann.

Ich bin für jede Hilfe und für alle aufbauenden Worte dankbar, Leute!

Markus
 
Ich würde jetzt alles mal beiseite legen und mich nicht weiter reinsteigern.

Dann kannst Du ja den Betreuer fragen, wie das ganze genau aussehen soll.

Dazu ist er ja da.
 
Hallo Gast,

mach dir erst einmal keinen Kopf und atme tief durch. Eine Bachelorarbeit ist eine relativ lauwarme Angelegenheit, quasi eine Hausarbeit x2.

Um eine geeignete Problemstellung zu finden musst du dir selber eine Frage stellen: "Was interessiert mich an dem Thema?" Alles ist keine akzeptable Antwort, da sich niemand für alles interessiert. Such dir genau eine Frage und die beantwortest du. Es gibt eigentlich keine Frage die man nicht wenigstens auf 40 Seiten strecken kann, wenn man sie nur genau genug beleuchtet.

Wenn du eine konkrete Frage hast, kannst du dir mal einen groben Überblick verschaffen. D.h. du gehst in die Bibliothek und guckst einmal auf gut Glück Bücher durch. Wenn im Inhaltsverzeichnis schon nichts steht: weg damit, nächstes Buch. Wikipedia ist auch ein guter Anfangspunkt, da die Quellenangaben am unteren Ende der Seite eine Stoßrichtung vorgeben in die du suchen kannst.

Beim Schreiben solltest du rückwärts arbeiten. Erst das Fazit grob formulieren, damit du weißt wonach du suchst, dann den Hauptteil und dann erst die EInleitung. Der Hauptteil kann normalerweise auch nicht einfach so runtergeschrieben werden. Hier mal ein Stück, da mal ein Stück, etwas Füllmasse zum überleiten und fertig. Das Fazit passt du dann nebenbei etwas an, wenn es notwendig ist.

Was die QUellenangaben angeht, kannst du auch schummeln. Wenn in einem Buch auf ein anderes Buch verwiesen wird, dann guck mal kurz rein und pack das bei dir als Quelle rein. Fertig. Bei einer Bachelorarbeit sollst du nur beweisen, dass du grundsätzlich dazu in der Lage wärst wissenschaftlich zu arbeiten. Wissenschaftlich heißt beleg- und reproduzierbar. Mehr nicht. Eine geistige Eigenleistung ist also nicht unbedingt vonnöten.

Mit der oben beschriebenen Methode habe ich meine BA in 5 Tagen (inklusive Recherche) geschrieben und mein Studium mit 2,2 beendet. Keine Meisterleistung, aber für den Arbeitsaufwand vertretbar denke ich. Ich halte es für wichtig erst einmal etwas anzufertigen was du abgeben könntest und wenn du dann noch Zeit hast, kannst du immer noch weiter dran rumbasteln bis es perfekt wird.

Mach dir also keinen Stress, du schaffst das schon.
 
Naja.. der Betreuer hat mir selbst gesagt, ich soll mir ein eigenes Thema überlegen bzw. mir selber eine Problemstellung herausarbeiten durch die Recherche.
Er selbst ist auch extrem im Stress und über die Weihnachtsferien kann ich ihn nicht kontaktieren, da er 2 Wochen Urlaub dringend braucht meinte er..

Markus
 
Hallo Gast,

mach dir erst einmal keinen Kopf und atme tief durch. Eine Bachelorarbeit ist eine relativ lauwarme Angelegenheit, quasi eine Hausarbeit x2.

Um eine geeignete Problemstellung zu finden musst du dir selber eine Frage stellen: "Was interessiert mich an dem Thema?" Alles ist keine akzeptable Antwort, da sich niemand für alles interessiert. Such dir genau eine Frage und die beantwortest du. Es gibt eigentlich keine Frage die man nicht wenigstens auf 40 Seiten strecken kann, wenn man sie nur genau genug beleuchtet.

Wenn du eine konkrete Frage hast, kannst du dir mal einen groben Überblick verschaffen. D.h. du gehst in die Bibliothek und guckst einmal auf gut Glück Bücher durch. Wenn im Inhaltsverzeichnis schon nichts steht: weg damit, nächstes Buch. Wikipedia ist auch ein guter Anfangspunkt, da die Quellenangaben am unteren Ende der Seite eine Stoßrichtung vorgeben in die du suchen kannst.

Beim Schreiben solltest du rückwärts arbeiten. Erst das Fazit grob formulieren, damit du weißt wonach du suchst, dann den Hauptteil und dann erst die EInleitung. Der Hauptteil kann normalerweise auch nicht einfach so runtergeschrieben werden. Hier mal ein Stück, da mal ein Stück, etwas Füllmasse zum überleiten und fertig. Das Fazit passt du dann nebenbei etwas an, wenn es notwendig ist.

Was die QUellenangaben angeht, kannst du auch schummeln. Wenn in einem Buch auf ein anderes Buch verwiesen wird, dann guck mal kurz rein und pack das bei dir als Quelle rein. Fertig. Bei einer Bachelorarbeit sollst du nur beweisen, dass du grundsätzlich dazu in der Lage wärst wissenschaftlich zu arbeiten. Wissenschaftlich heißt beleg- und reproduzierbar. Mehr nicht. Eine geistige Eigenleistung ist also nicht unbedingt vonnöten.

Mit der oben beschriebenen Methode habe ich meine BA in 5 Tagen (inklusive Recherche) geschrieben und mein Studium mit 2,2 beendet. Keine Meisterleistung, aber für den Arbeitsaufwand vertretbar denke ich. Ich halte es für wichtig erst einmal etwas anzufertigen was du abgeben könntest und wenn du dann noch Zeit hast, kannst du immer noch weiter dran rumbasteln bis es perfekt wird.

Mach dir also keinen Stress, du schaffst das schon.


Hey, erst mal ganz großen Dank für deine lockere Antwort.

Ich könnte mir schon irgendwie eine Frage aussuchen, die mich interessieren würde.. aber dann kommt mir wieder: Ist sie relevant? Wurde sie schon bearbeitet? Ist sie auf BA-Niveau? Und so weiter.. für mich ist es dann nicht einfach, drauf loszuarbeiten.

Die Antwort zu einer Frage auf 40 Seiten strecken haha.. wenn der Hauptteil zur Beantwortung nur 10 Seiten hätte ginge mir das ja ein, aber dem ist ja leider nicht so. Wüsste auf Anhieb nicht mal wo ich so viel Stoff herholen soll.. denn ich darf ja nicht einfach selbst was zusammenschustern, sondern muss jede Aussage mit Quellen belegen, was mir die Frage aufwirft was ich denn überhaupt selbst schreiben darf, wenn ich gerade mal nicht zitiere?

Klingt nach einer guten Vorgehensweise aber das mit dem Fazit versteh ich nicht.. das ergibt sich doch erst aus dem Hauptteil? Also mit der Beantwortung der Frage? Wie kann ich da überhaupt schon ein Fazit schreiben?

Und das mit dem schummeln kurz noch.. ich kann doch nicht einfach was als Quelle ins Literaturverzeichnis reinschreiben, wenn ich daraus nicht zitiert habe im Text?

Wow auf 5 Tage, das ist mal ne Meisterleistung.. ich hoffe so weit treib ichs nicht. Aber zumindest weiß ich dass es möglich ist!

Hast mir auf jeden Fall geholfen mit deinen Tipps und Worten, danke dafür!
 
Hallo Gast,

schön, dass dir meine Anwort ein wenig weiterhelfen konnte.

Jede Frage kann auf BA-Niveau beantwortet werden, wenn man das will. Grundsätzlich ist auch erst einmal jede Frage relevant. Mein ehemaliger Deutschlehrer hat seine Abschlussarbeit über den Satz "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" geschrieben. Kein Witz. Dabei hat er folgende Fragen beantwortet: 1. Ursprung des Wortes Oma (Wortherkunft, Bedeutungswandlung), 2. Bedeutung der Kombination "meine Oma" unter soziokulturellen Aspekten, 3. Hühnerstall (wie Frage 1 + Nebenbedeutungen), 3. Motorrad (soziokulturelle Bedeutung des Motorrads als Fortbewergungs- und Freizeutgerät in Kombination dem der gesellschaftlichen Betrachtungsweise alter Menschen und Rollenerwartungen an diese), 4. Gesamtbetrachtung des Satzes.

Damit hat der 50 Seiten voll gekriegt. Man muss eine Frage oder einen Satz nur in genügend Einzelteile zerlegen, dann passt das ohne Probleme. Die Einzelteile kann man wiederrum auch noch zerlegen und diese wiederrum etc.

Ob jemand deine Frage schon bearbeitet hat oder nicht ist auch völig egal. Du sollst ja nichts eigenstädiges anfertigen. Eigenständigkeit und neuer Wissenserwerb bzw. Wissensschaffung sind Aspekte einer Doktorarbeit. Bei der Bachelorarbeit geht es, wie gesagt, nur darum zu beweisen, dass du wissenschaftlich arbeiten könntest.

Zu der Frage mit dem Fazit: Stell dir vor du fährst Auto. Würdest du dir erst ein Ziel überlegen und dann gucken wie du da hin kommst oder würdest du einfach losfahren und hoffen, dass du irgendwo ankommst bevor dir das Benzin ausgeht? Du musst wissen wo du hin willst, sonst verfranzt du dich und liest dir Literatur zu Dingen an die du für deine Arbeit nicht brauchen kannst. Das Fazit muss nicht voll ausformuliert sein, aber wenigstens solltest du in einem Satz das Ergebnis nennen können. Basierend auf der Ursprungsfrage, sollte die Fazitantwort Ja oder Nein lauten. Beides sind völlig akzeptable Ergebnisse und helfe dir nach Quelle für das eine oder das andere zu suchen.

Zum Schummeln: Dafür gibt es einen leichten Trick. Generell sollte man nur dan wörtlich zitieren, wenn es nicht anders geht. Jeder Absatz muss aber trotzdem belegt werden. Eine einfache Methode ist es, dann einmal auf die Stelle zu verweise wo du es her hast ud andererseits noch eine Fußote mit "Vgl.: XXXX" hinzuzufügen. Damit hast du die Quelle offiziell benutzt und kannst sie in das Verzeichnis aufnehmen. Google Books kann ich dir da übrigens sehr empfehlen, da dort viele brauchbare Bücher zumindest so hinterlegt sind, dass du sie zitiere könntest. In einer Hausarbeit die ich schreiben musste habe ich nur 1/4 aller Quellen "echt" benutzt. Der Rest war so zusammengeschustert.

Was du selbst schreiben darfst ist immer ein zweischneidiges Schwert. Bei uns an der Uni galt als Richtwert: Wenn es Allgemeinwissen ist, muss man es nicht belegen. Also Dinge wie das Datum der Wiedervereinigung, welche Farbe der Himmel hat, dass eine Eiche ein Laubbaum ist, was Kraft in der Physik ist etc.

Ich hoffe das konte dir ein wenig helfen.
 
Hallo Gast,

schön, dass dir meine Anwort ein wenig weiterhelfen konnte.

Jede Frage kann auf BA-Niveau beantwortet werden, wenn man das will. Grundsätzlich ist auch erst einmal jede Frage relevant. Mein ehemaliger Deutschlehrer hat seine Abschlussarbeit über den Satz "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" geschrieben. Kein Witz. Dabei hat er folgende Fragen beantwortet: 1. Ursprung des Wortes Oma (Wortherkunft, Bedeutungswandlung), 2. Bedeutung der Kombination "meine Oma" unter soziokulturellen Aspekten, 3. Hühnerstall (wie Frage 1 + Nebenbedeutungen), 3. Motorrad (soziokulturelle Bedeutung des Motorrads als Fortbewergungs- und Freizeutgerät in Kombination dem der gesellschaftlichen Betrachtungsweise alter Menschen und Rollenerwartungen an diese), 4. Gesamtbetrachtung des Satzes.

Damit hat der 50 Seiten voll gekriegt. Man muss eine Frage oder einen Satz nur in genügend Einzelteile zerlegen, dann passt das ohne Probleme. Die Einzelteile kann man wiederrum auch noch zerlegen und diese wiederrum etc.

Ob jemand deine Frage schon bearbeitet hat oder nicht ist auch völig egal. Du sollst ja nichts eigenstädiges anfertigen. Eigenständigkeit und neuer Wissenserwerb bzw. Wissensschaffung sind Aspekte einer Doktorarbeit. Bei der Bachelorarbeit geht es, wie gesagt, nur darum zu beweisen, dass du wissenschaftlich arbeiten könntest.

Zu der Frage mit dem Fazit: Stell dir vor du fährst Auto. Würdest du dir erst ein Ziel überlegen und dann gucken wie du da hin kommst oder würdest du einfach losfahren und hoffen, dass du irgendwo ankommst bevor dir das Benzin ausgeht? Du musst wissen wo du hin willst, sonst verfranzt du dich und liest dir Literatur zu Dingen an die du für deine Arbeit nicht brauchen kannst. Das Fazit muss nicht voll ausformuliert sein, aber wenigstens solltest du in einem Satz das Ergebnis nennen können. Basierend auf der Ursprungsfrage, sollte die Fazitantwort Ja oder Nein lauten. Beides sind völlig akzeptable Ergebnisse und helfe dir nach Quelle für das eine oder das andere zu suchen.

Zum Schummeln: Dafür gibt es einen leichten Trick. Generell sollte man nur dan wörtlich zitieren, wenn es nicht anders geht. Jeder Absatz muss aber trotzdem belegt werden. Eine einfache Methode ist es, dann einmal auf die Stelle zu verweise wo du es her hast ud andererseits noch eine Fußote mit "Vgl.: XXXX" hinzuzufügen. Damit hast du die Quelle offiziell benutzt und kannst sie in das Verzeichnis aufnehmen. Google Books kann ich dir da übrigens sehr empfehlen, da dort viele brauchbare Bücher zumindest so hinterlegt sind, dass du sie zitiere könntest. In einer Hausarbeit die ich schreiben musste habe ich nur 1/4 aller Quellen "echt" benutzt. Der Rest war so zusammengeschustert.

Was du selbst schreiben darfst ist immer ein zweischneidiges Schwert. Bei uns an der Uni galt als Richtwert: Wenn es Allgemeinwissen ist, muss man es nicht belegen. Also Dinge wie das Datum der Wiedervereinigung, welche Farbe der Himmel hat, dass eine Eiche ein Laubbaum ist, was Kraft in der Physik ist etc.

Ich hoffe das konte dir ein wenig helfen.


Hey, super dass du noch mal auf meine Fragen geantwortet hast!

Zu dem Fazit: Das ist schon richtig, wie du sagst. Aber die Frage ist ja eine offene, das heißt sie wird nicht einfach mit Ja oder Nein beantwortet sein können. Meine würde jetzt z.B. mit "Welche..?" beginnen. Da gibt es kein Ja oder Nein.. Ich könnte höchstens mir schon mal ein paar Dinge einfallen lassen basierend auf meinem bisherigen Wissensstand. Oder wie meintest du das?

Meinst du die Fußnote mit einer anderen ähnlichen Quelle versehen, wie die, mit der ich es zuerst belegt habe im Text? Wo etwas ähnliches drinsteht? Versteh deinen Tipp noch nicht ganz.
Bei uns ist das mit dem Fußnoten nämlich so vorgegeben:

"Verweise auf eine andere Stelle in der Arbeit oder auf Ausführungen anderer Autoren
im wissenschaftlichen Schrifttum, deren Meinung im Text nicht wörtlich wiedergegeben
wird, sind mit "Vgl." in der Fußnote kenntlich zu machen."

Ja, das ist auch das mindeste.. also muss man wirklich die ganze BA durchweg alles mit Quellen belegen, von Einleitung bis Ende Hauptteil, u. U. auch Fazit?

Das konntest du, vielen Dank noch mal 🙂
 
Guten Morgen Gast,

eine offene Frage ist für eine BA immer eine schlechte Idee, da du damit das Feld viel zu weit offen lässt. Versuch das durch eine geeignete Arbeitshypothese einzugrenzen, wenn du die Frage nicht mehr ändern kannst. In meinem Fall war das beispielsweise als Thema "XXXX von XXXX im bundesweiten Vergleich". Weil das aber viel zu offen ist, ist die Arbeitshypothese: "Die Grundgesetzänderung vom XXXX hat bundesweit zu einer Ungleichbehandlung der XXXX geführt". Damit war das das Fazit entweder "Ja, die Gesetzesänderung hat zu einer Ungleichbehandlung geführt" oder "Nein, die Gesetzesänderung hat nicht zu einer Ungleichbehandlung geführt.

Wenn du die Frage zu offen lässt, könnte dir das spätestens beim Kolloquium um die Ohren fliegen, da dort normalerweise auch gefragt wird, warum du bestimmte Aspekte nicht besprochen hast. Je offener die Frage, desto mehr Dinge wirst du naturgemäß nicht berücksichtigen können.

Ja, so meine ich das. Wenn du in Absatz A eine Stelle mit Quelle Y belegst, kannst du in Absatz B Quelle X nehmen, die du vorher aber nur überflogen hast, weil X sich auf Y bezieht. Oder du belegst Absatz A direkt mit X und Y. Ich habe in einer meiner Hausarbeiten auch mal 15 Stellen für eine Behauptung angeführt, weil es in der Situation gerade sinnvoll und notwendig war. Du bist da also recht frei und kannst die Arbeit gut aufpumpen.

Nein, Einleitung und Fazit sind für gewöhlich nicht mit Quellen zu belegen. Das Fazit ist ja im Idealfall bereits durch deinen Hauptteil hinreichend belegt (sonst wäre das Fazit Mist) und die Einleitung ist eine persönliche Erklärung warum du das Thema genommen hast, was deine Arbeitshypothese ist und was du eigentlich willst und wo du stehst.

LG,
Gast
 
Guten Morgen Gast,

eine offene Frage ist für eine BA immer eine schlechte Idee, da du damit das Feld viel zu weit offen lässt. Versuch das durch eine geeignete Arbeitshypothese einzugrenzen, wenn du die Frage nicht mehr ändern kannst. In meinem Fall war das beispielsweise als Thema "XXXX von XXXX im bundesweiten Vergleich". Weil das aber viel zu offen ist, ist die Arbeitshypothese: "Die Grundgesetzänderung vom XXXX hat bundesweit zu einer Ungleichbehandlung der XXXX geführt". Damit war das das Fazit entweder "Ja, die Gesetzesänderung hat zu einer Ungleichbehandlung geführt" oder "Nein, die Gesetzesänderung hat nicht zu einer Ungleichbehandlung geführt.

Wenn du die Frage zu offen lässt, könnte dir das spätestens beim Kolloquium um die Ohren fliegen, da dort normalerweise auch gefragt wird, warum du bestimmte Aspekte nicht besprochen hast. Je offener die Frage, desto mehr Dinge wirst du naturgemäß nicht berücksichtigen können.

Ja, so meine ich das. Wenn du in Absatz A eine Stelle mit Quelle Y belegst, kannst du in Absatz B Quelle X nehmen, die du vorher aber nur überflogen hast, weil X sich auf Y bezieht. Oder du belegst Absatz A direkt mit X und Y. Ich habe in einer meiner Hausarbeiten auch mal 15 Stellen für eine Behauptung angeführt, weil es in der Situation gerade sinnvoll und notwendig war. Du bist da also recht frei und kannst die Arbeit gut aufpumpen.

Nein, Einleitung und Fazit sind für gewöhlich nicht mit Quellen zu belegen. Das Fazit ist ja im Idealfall bereits durch deinen Hauptteil hinreichend belegt (sonst wäre das Fazit Mist) und die Einleitung ist eine persönliche Erklärung warum du das Thema genommen hast, was deine Arbeitshypothese ist und was du eigentlich willst und wo du stehst.

LG,
Gast

Hallo Gast,

komisch, im Internet steht immer nur, dass es ja keine Frage sein sollte, die mit Ja oder Nein beantwortet werden kann. Ich denk, das kann man wohl machen wie man will. Bei mir im Ingenieurswesen wird es vielleicht auch mehr mit offenen Fragen gehandhabt.
Ein Kolloquium werde ich zudem auch nicht haben^^ Die Arbeit wird abgegeben, bewertet und fertig.

Wie meinst du das mit "X sich auf Y bezieht"? Wenn in Literatur X auf Literatur Y verwiesen wird und sich das somit darauf bezieht oder wenn es einfach ähnliche Aussagen sind und ich Quelle X "einfach mit dazupacke"? Im zweiten Fall müsste ich dann zumindest wissen, was ich genau daraus "Vgl." will und das kann ich ja per Google Books nicht herausfinden, da dort nicht das gesamte Buch zu lesen ist.
Ich glaube aber, ich weiß ungefähr, worauf du hinauswolltest.

Ja stimmt, das ist richtig. Zum Hauptteil gehört ja alles nach Einleitung, also auch die theoretischen Grundlagen beispielsweise, oder? Dafür müssen ja schon Quellen her.

Danke für deine Unterstützung. Hätte nicht gedacht, dass du mir so konsequent antwortest!
 

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