Hallo,
um Gottes Willen, nein. Wenn das Skyrim wäre, würde ich mir aber wirklich ernsthafte Sorgen machen..
Ich glaub ja auch, dass die Dozenten mit anderem beschäftigt sind..letztendlich kann es mir ja auch egal sein, was sie denken. Irgendwie finde ich es krass, dass ich eigentlich schon mein Leben lang immer wieder an anderen Menschen scheitere...also eigentlich ja an mir selbst, das ist klar, aber es liegt immer am zwischenmenschlichen Umgang, den ich nicht geregelt kriege, dass ich die Flucht ergreife und keine Lust mehr habe, etwas fortzuführen. Am liebsten mache ich Sachen, in die einfach gar keine anderen Leute involviert sind. Jegliche menschliche Aufmerksamkeit scheint einfach alles sofort abzuwerten.
Lustig auch, dass ich weiß, fachlich alles mit links schaffen zu können, intelligent genug bin ich locker, aber meist dann nicht hingehe und alles verpasse, weil ich einfach keine Lust auf die Leute hab. Das fängt schon damit an, so albern eigentlich, dass ich an einer Straße wohne, durch die die Bahn zur Uni fährt und die ist kurz vor der Vorlesungszeit immer voll mit Studenten. Mir graute von Anfang an davor, mit dieser Bahn zu fahren und jetzt, wo ich eh nicht mehr zur Vorlesung gehe, kann ich auch nicht Bahn fahren zur Hauptvorlesungsbeginn- und -endzeit, weil ich dann riskiere, eventuell jemanden aus dem Studiengang zu treffen oder generell mich Grüppchen von Studenten aussetzen müsste, die mich verunsichern und nervös machen (wie so ziemlich alle Gleichaltrigen).
Geh dann zu Fuß einkaufen oder zu ganz anderen Zeiten, weil es der Ultrahorror schlechthin wäre, in der Bahn zu stehen, in der Nähe eine kleine Gruppe bekannter Gesichter, und die reden und kichern zu hören und zu denken, dass die einen bestimmt wiedererkennen und denken, was man doch für eine Pfeife ist, und auch wenn ich mir tausendmal sage, dass sie das entweder nicht denken und wenn doch, es mich ja nicht zu interessieren braucht, vermeide ich es trotzdem immer, wenn ich kann.
Ich frage mich jetzt schon, wie ich das dann im neuen Semester machen soll, wenn ich wieder hingehen muss.
Und nein, ich habe und möchte niemanden, der mich antreibt. Druck von außen macht nichts besser. Momentan mache ich ja alles mögliche, ich frage mich, ob ich dieses Pensum aufrechterhalten kann, wenn das Studium wieder losgeht. Hab momentan auch wieder Alpträume von meinen Dozenten und Mitstudenten 😉 Das war eine Zeit lang weg, jetzt gehts wieder los.
Ich weiß einfach nicht, als was ich jemals arbeiten werde und die Branche, die ich anstrebe, ist so seltsam, dass ich bezweifle, da einen Nebenjob zu finden.
Irgendwie grenzt es teilweise schon an Verfolgungswahn, manchmal denke ich, jeder würde mich kennen, wiedererkennen oder hätte eine Meinung zu mir (natürlich keine gute). Sogar wenn ich regelmäßig eine gewisse Strecke entlanggehe bilde ich mir ein, dass mich irgendwer, der da wohnt, arbeitet oder auch regelmäßig entlanggeht, mich wiedererkennen könnte...wenn es wirklich mal vorkommt, dass ich Leuten an der Kasse begegne, von denen ich sicher weiß, dass wir uns öfters beim Einkaufen über den Weg laufen, finde ich das lustig...schlimm ist dieses ganze eingebildete Denken meinerseits. Hab z.B. auch Hemmungen, regelmäßig zu einer bestimmten Zeit in einen bestimmten Laden zu gehen, weil mich dann die Kassierer wiedererkennen (ist ja auch wirklich so) und...keine Ahnung. Das kotzt mich einfach an, weil ich mir dann vorstelle, dass die denken wenn sie mich sehen: Uääärghs, dieee schon wieder.
Oder Rückschlüsse durch die Zeiten/meine Klamotten/usw auf mein Leben ziehen und Urteile darüber bilden könnten. Wie gesagt, wenn ich bewusst darüber nachdenke, ist es mir schnuppe, was irgendwelche Leute denken, falls sie überhaupt was denken, aber in dem Moment, in dem ich dann den Laden betrete und die ganze Feindseligkeit und Abfälligkeit in andere interpretiere, zieht es mich total runter und das ist mir in dem Moment auch oft nicht bewusst, es fühlt sich nur einfach dann sch*** an und ich fange an, solche Situationen zu vermeiden. Ich kann auch nicht glauben, dass sich jemand freuen würde, mich zu sehen, auch Freunde nicht. Eigentlich denke ich immer, alle rollen innerlich mit den Augen und kotzen, wenn sie mich sehen. Teilweise ist das glaub ich wirklich so, ich hab schon öfters den Eindruck gehabt, dass ich eher bereit bin, auf andere zuzugehen bzw. mich freue, dass sie da sind, und diese anderen mit mir eigentlich gar nichts zu tun haben wollen. Im Grunde zieht sich das ziemlich durch mein Leben und betrifft auch meine Familie, vielleicht sogar am meisten. Ich freu mich immer, wenn ich nach Hause fahre und möchte mit meinen Familienmitgliedern was unternehmen und wenn ich dann da bin, haben sie es nicht mal nötig, vom Sessel aufzustehen und an die Tür zu kommen, und auch sonst wird man behandelt, als wäre man nicht da oder die Anwesenheit normal, irgendwie keine Herzlichkeit und auch keine Bereitschaft, sich mal zu irgendwas aufzuraffen. Ich habe das schon öfters angesprochen und gesagt, dass mich das stört und wieso das so ist, aber geändert hat sich nichts und um ehrlich zu sein habe ich mittlerweile auch keine Lust mehr, nach Hause zu fahren, weil es mir wie ein lästiger Pflichtbesuch vorkommt, den man nur macht, weil es sonst unhöflich wäre. Aus meiner Familie interessiert sich keiner für mich. Auch das war eigentlich schon immer so. Man ist halt so nebenhergelaufen. Es fragt auch nie jemand, wie's mir geht oder was ich mache, im Grunde muss ich immer Gespräche anfangen und am Laufen halten und frage mich dann ständig, ob ich so egoistisch bin, weil ich mich insgeheim ärgere, dass ich dauernd auf andere zugehen muss und keiner jemals auf mich zukommt.
Bei dem Spiel ist das auch so. Wenn ich nicht von mir aus Freunde geaddet hatte und sie ab und zu anschreiben würde, hätte ich keine da. Ich rede mit den Leuten, bin regelmäßig mit ihnen auf Servern, man kennt sich vom Sehen, aber keiner würde jemals auf die Idee kommen, mich zu adden. Aber untereinander sind die schon befreundet. Bin ich jetzt irgendwie zu doof oder zu abartig oder aufdringlich, dass ich immer übergangen werde? Vielleicht denke ich ja auch insgeheim, es nicht verdient zu haben, keine Ahnung. Ich hab es auf jeden Fall gründlich satt, anderen ihren A* nachzutragen, um ebenfalls mal einen Hauch Aufmerksamkeit zu erhalten.
Aber wie gesagt - war ja schon immer so. Schon in der Grundschule waren andere Kinder auf magische Art und Weise plötzlich befreundet, obwohl sie nichts besonderes dafür getan zu haben schienen, und ich blieb außen vor. Irgendwas an mir stimmt nicht und ich hab keine Ahnung, was genau. Wie ein schwarzer Fleck auf der Aura oder so, auch wenn ich überhaupt nichts mit Esoterik anfangen kann. Im Großen und Ganzen werde ich ignoriert oder angefeindet.