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Gast
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Wenn ich hier so die viele Trauer lese, die Angehörige haben, möchte ich an dieser Stelle einen Tipp geben, der vielleicht erleichternd wirkt. Ich selber arbeite in einem Pflegeheim und sehe jeden Tag zu, wenn Menschen gehen, die ich vorher lieb gewonnen habe. Um das überhaupt auszuhalten, habe ich meine Einstellung geändert, was mir persönlich hilft. Denn wie ist es denn? Wir kommen alleine um zu leben und gehen auch wieder alleine, wenn der Körper nicht mehr mitmacht (bei alten Menschen). Es gehört einfach zum Leben dazu. Dadurch, dass ich auch viel Schmerz bei den Menschen erlebe, wenn sie ihren Körper verlassen (müssen), ist es für diese Menschen eine enorme Erleichterung und Erlösung im wahrsten Sinne. Was ich bisher festgestellt habe ist, dass die Sterbenden schon einige Zeit zuvor irgendwie gar nicht mehr in ihrem Körper sind, zumindest kommt es mir so vor. Die Trennung der Seele vom Körper ist - glaube ich - ein schmerzhafter Prozess, bzw. sieht es wie ein Kampf aus, doch noch irgendwie am Leben zu bleiben; vielleicht sogar, weil sie die Lieben nicht einfach so zurück lassen wollen. Letzte Woche erst habe ich am Bett eines Sterbenden gestanden und mit ihm geredet. Ich habe zu ihm gesagt, dass er es bald überstanden hat und er dann bei Gott ist. Und ich meine Augenzucken gesehen zu haben, als ob er es doch verstanden hat. Das ist die Einstellung, die ich mir gegeben habe, denn sie sind ja dann auch wirklich bei Gott. Mir hilft das enorm!