Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Verzweifelt

Emma0606

Neues Mitglied


Hallo alle miteinander,

ich bin 19 Jahre alt und mache seit 2,5 Jahren eine Ausbildung zur pharmazeutischen technischen Assistentin (kurz PTA).
Dies ist eine schulische Ausbildung, also man ist rund um die Uhr eigentlich mit lernen beschäftigt.
Trotz dass der Beruf sehr anspruchsvoll ist, war es ein großer Traum von mir das zu meistern. Anfangs war ich auch recht motiviert.
Leider überlege ich schon lange abzubrechen, da ich unglücklich bin.

Ich habe extrem Schwierigkeiten zu lernen und mir den Stoff einzuprägen. Ich bin ein introvertierter, aber ehrgeiziger Mensch. Allerdings habe ich große Prüfungsangst, vor allem bei mündlichen. Ich leide an Migräne und durch den Stress hab ich diese auch bis zu 5-mal in der Woche. Gerade wenn die Kopfschmerzen sehr stark sind, geht Garnichts mehr. Außerdem leide ich schon lange an Depressionen, hatte aber das Gefühl damit leben zu können. Aber während der Ausbildung ging es mir immer schlechter. Es fiel mir schwer früh aufzustehen und in die Schule zu fahren. Der Stoff wurde auch immer und immer mehr, man musste parallel für etliche Fächer lernen. Ich kam dann nicht mehr hinterher, weil mein Kopf einfach voll war. Es drehte sich auch alles nur noch um die Schule. Ich habe an nichts anderes mehr gedacht, auch wenn ich mich einfach nur mal ausruhen wollte. Meine Gedanken waren immer in der Schule.
Täglich habe ich mich abends in den Schlaf geweint, weil ich einfach nicht mehr konnte. Letztendlich wollte ich auch einfach nur noch sterben. Ich konnte mit niemanden darüber reden. Jeder hat nur gesagt „Du schaffst das schon“ oder „Motiviere dich wieder“.
Ich wollte aber einfach nicht mehr, ich wollte nur noch abbrechen und was anderes machen.

Ich habe dann angefangen für Klausuren Spicker zu schreiben. Ich weiß, dass es falsch ist und es nichts bringt, weil man spätestens für die Prüfungen sowieso dann lernen muss. Aber ich war einfach überfordert und kam nicht mehr hinterher.

Letztes Jahr im Juni haben dann also 10 Prüfungen auf mich gewartet. 3 davon waren mündlich und die hab ich natürlich nicht bestanden. Somit musste ich für diese 3 Fächer ein halbes Jahr lang erneut die Schule besuchen.
Jetzt ist das halbe Jahr so gut wie um und Anfang Februar muss ich diese Prüfungen erneut machen. Ich habe versucht zu lernen, aber da geht einfach nichts mehr rein. Mein Kopf ist wieder voll und die Fächer interessieren mich auch nicht so. Aber es gehört leider nun mal dazu.
Ich bin mir sicher, dass ich diese Prüfungen wieder nicht bestehen werde. Wie gesagt, ich habe dolle Prüfungsangst. Wenn ich da sitze, habe ich einfach ein Blackout.
Und wenn ich dann wieder nicht bestehe, dann muss ich mir sowieso was anderes suchen. Es ist bei uns so, dass man die Prüfungen nur einmal wiederholen darf.

Am liebsten will ich zu meiner Lehrerin gehen und ihr sagen, dass ich diese Prüfungen nicht machen möchte. Aber so kurz vor „Ende“?
Selbst wenn ich die Prüfungen bestehen sollte, war es das noch nicht. Danach hab ich ein halbes Jahr Praxis und danach erfolgt schonwieder eine mündliche Prüfung. Ich will das einfach nicht mehr, ich kann nicht mehr. Ich habe einfach Angst meine Zeit zu verschwenden und wieder zu versagen.

Also wie gesagt. Der Beruf macht mich unglücklich. Ich will nicht mehr. Habe schon öfters gedacht, dass ich einen Burn Out hatte. Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Am liebsten möchte ich schlafen und nie wieder aufwachen. Vielleicht sollte ich erst meine Depression in Griff kriegen, aber ich bin mir sicher, dass es wieder gehen wird, sobald ich weniger Stress habe.
Dennoch brauche ich dann ein Plan B. Ich habe mit tiermedizinische Fachangestellte überlegt, weil ich Tiere über alles liebe und sie einfach meine Leidenschaft sind. Natürlich hat der Beruf auch seine Nachteile, aber das hat doch jeder. Die Ausbildung wird sicherlich auch stressig werden und das Problem ist halt auch, dass es wenige Tierarztpraxen gibt..Ach ich weiß es echt nicht. Habe auch mit zahnmedizinische Fachangestellte überlegt, aber das ist ja dann das selbe in hellgrün..

Oder ich sollte nichts Medizinisches machen, weil es zu anspruchsvoll für mich ist. Aber genau das wollte ich immer. Vielleicht sollte ich doch „nur“ sowas wie Einzelhandelskauffrau werden. Wäre auch nicht das Problem.

Tut mir Leid, dass dies hier länger geworden ist. Danke schon mal, dass Sie sich die Zeit genommen haben um das zu lesen. Dennoch hoffe ich, dass mich der ein oder andere etwas verstehen und mir helfen kann. Ich weiß echt nicht mehr weiter.


MfG Emma0606




 

Hallo Emma0606,

schau mal hier: Verzweifelt. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo,

ich würde zum Arzt gehen dich erstmal kurz krank schreiben lassen, dann kurzfristig rumtelefonieren und beraten lassen.
Beim Arbeitsamt gibt es eine Spezialabteilung (Reha) die können dir Tipps geben was jetzt am besten ist.

Es gibt z.b. die Möglichkeiten beim Arbeitsamt eine Massnahme mit beruflicher Orientierung inkl. Praktika zu beantragen, ich denk das könnte hilfreich sein.

Parallel würde ich Psychotherapie beantragen wg Depressionen (von Medis rate ich ab, Sport plus Therapie hilft besser) Man bekommt schnell Probetherapie , wenige Std.

Da es jedoch meist etwas dauert bis man einen festen wöchentlichen Therapieplatz bekommt würde ich zur Überbrückung in eine Selbsthilfegruppe zum Thema Depressionen gehen.

LG
 
Hallo Emma,

es ist schwierig dir etwas zu raten. Einerseits wäre es schade, wenn du nach 2,5 Jahren alles hinwirfst. Andererseits kann ich dich aber auch verstehen, die Ausbildung abzubrechen. Ich selbst stand mal vor demselben Problem. Habe in der Berufsschule auch irgendwann den Anschluss verpasst. Da kamen mehre Faktoren zusammen: Stoff, der mich nicht interessierte; zudem sehr viel anspruchsvoller Stoff, der in wenige Wochen im Jahr (ich hatte eine duale Ausbildung) gequetscht wurde; außerdem schlecht ausgebildete Lehrkräfte; eine Lehrkraft mobbte mich sogar und zudem hatte ich noch viele Krankheitstage. Irgendwann steht man vor einem Haufen Problemen und weiß nicht mehr, wie man diese lösen soll. Nach über zwei Jahren hätte ich auch am liebsten das Handtuch geschmissen. Meine Eltern machten mir aber zu viel Druck und ich dachte mir: Lieber ein schlechtes Zeugnis als gar kein Zeugnis. Ich muss sagen, dass ich mir den Stress auch hätte sparen können. Nicht nur, weil ich in dem gelernten Beruf eh nie mehr Fuß fassen konnte, sondern auch, weil ich in dem Beruf auch nicht mehr hätte arbeiten wollen. Es hat aber lange gebraucht mir einzugestehen, dass ich in dem Beruf eigentlich nicht arbeiten will. So musste ich mir schließlich eingestehen, die Ausbildung völlig umsonst gemacht zu haben.
Selbst meine Eltern haben mir später gesagt, dass es ein Fehler war, mich zu zwingen, die Ausbildung zu beenden. Sie haben mich und meine Sorgen zu wenig ernst genommen.

Ich könnte dir jetzt sagen, dass du nicht den Fehler machen solltest, den ich gemacht habe, aber so einfach ist es leider nicht... Ich würde dir sogar empfehlen die Ausbildung durchzuziehen, wenn dich der Beruf und die Thematik interessiert und wenn du dir vorstellen könntest darin zu arbeiten. Mir ist nämlich noch nicht so ganz klar, warum du abbrechen willst: Ist es tatsächlich nur der Stress und Lernaufwand? Oder kannst du dir auch nicht vorstellen, später in dem Beruf zu arbeiten?
Wenn es nur der Stress und Lernaufwand ist, kann ich dir Tipps geben, wie du dir den Druck etwas nehmen kannst und was mir zu meiner Zeit gut geholfen hat.

Deine andere Baustelle ist die Prüfungsangst. Ich würde dir empfehlen, diese mit therapeutischer Hilfe anzugehen. Selbst, wenn du eine andere Ausbildung absolvierst, wirst du deinen Prüfungsängsten ausgesetzt sein. Kümmere dich daher möglichst schnell um einen Therapieplatz!

Mal eine Frage: Kann es sein, dass du ein sehr ehrgeiziger Mensch bist und wert auf gute Noten legst?
 
Hallo.

Erstmal vielen Dank für alle Antworten. Hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht 🙂

@Blaumeise

Die Lehrkräfte bei uns sind auch sehr gewöhnungsbedürftig. Sie sind unfreundlich, reden mit dir als wärst du dumm und unfähig. Wenn ich was im Unterricht nicht verstanden habe und nochmal nachfragen wollte, haben die nur mit dem Kopf geschüttelt. Aber wenn die nicht erklären können..naja. Ich bin jedenfalls froh, wenn ich die Schule nicht mehr besuchen muss.
Ich kann verstehen, dass meine Eltern mir Druck machen. Sie wollen ja, dass ich einfach etwas in der Tasche habe. Aber ich kann mit ihnen deswegen nicht über meine Gefühle reden und wie es mir hier wirklich geht.

Darf ich fragen, was Sie gelernt haben?

Ich würde es ja gerne durchziehen, damit ich etwas in der Tasche habe. Jedoch kann ich mir wirklich nicht vorstellen dann in einer Apotheke zu arbeiten. Wenn wir mal in der Schule Labortage hatten, habe ich mich nie wirklich darüber gefreut. Man gewöhnt sich zwar daran 5-6 Stunden zu stehen, aber es war schon anstrengend. Vor allem weil die Lehrer nach den kleinsten Fehlern Ausschau gehalten haben und dich immer kritisiert haben. Die Lehrkräfte haben schon viel kaputt gemacht.
Nun habe Ich in 3 Wochen Prüfungen und dies ist dann auch meine letzte Chance zu bestehen. Aber ich gehe mal vom Schlimmsten aus, weil ich so gut wie nichts mehr in mein Kopf kriege. Also brauche ich ein Plan B.

Aber vielleicht könnten Sie mir trotzdem Tipps geben, wie ich den Druck etwas abbauen kann?

Und zu Ihrer letzten Frage. Ja, ich bin ein ehrgeiziger Mensch und möchte gute Noten schreiben. Ich wollte nie die Beste sein, aber dennoch ein gutes Zeugnis haben. Jetzt bin ich allerdings froh, wenn ich überhaupt eins bekommen würde.

Vielleicht sollte ich wirklich mal über ein Therapieplatz nachdenken. Ich bin nur so eine, die nie gerne zum Arzt geht. Ich denke immer, dass es Zeitverschwendung ist mit einem Psychodoktor über die Gefühle zu reden. So genau weiß ich jetzt nicht wie das abbläuft und wie lange sowas dauert.
Ich will eigentlich nur einen schönen Beruf, der mir Spaß macht und Geld verdienen 😱
 
Hallo.

Erstmal vielen Dank für alle Antworten. Hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht 🙂

@Blaumeise

Die Lehrkräfte bei uns sind auch sehr gewöhnungsbedürftig. Sie sind unfreundlich, reden mit dir als wärst du dumm und unfähig. Wenn ich was im Unterricht nicht verstanden habe und nochmal nachfragen wollte, haben die nur mit dem Kopf geschüttelt. Aber wenn die nicht erklären können..naja. Ich bin jedenfalls froh, wenn ich die Schule nicht mehr besuchen muss.
Ich kann verstehen, dass meine Eltern mir Druck machen. Sie wollen ja, dass ich einfach etwas in der Tasche habe. Aber ich kann mit ihnen deswegen nicht über meine Gefühle reden und wie es mir hier wirklich geht.

Darf ich fragen, was Sie gelernt haben?
Erst mal vorweg: Du musst hier im Forum niemanden Siezen 🙂

Zu deiner Frage: Ich habe Verwaltungsfachangestellte gelernt. Es ist jetzt aber auch schon über 15 Jahre her. Aber meiner Ansicht nach, hat sich bis heute an Berufsschulen nicht viel geändert. Die Qualität an Berufsschulen sinkt immer mehr, die Lehrpläne sind oft veraltet, die Lehrkräfte haben oft keine Ahnung vom Lehren und sind demotiviert. Ich hatte sogar einen Lehrer, der uns Azubis im Fach Rechnungswesen ein Jahr lang was über die Weimarer Republik gefaselt hat. Der Typ hat sich überhaupt nicht an den Lehrplan gehalten. Es hat ein Jahr gedauert, bis er von der Schule geflogen ist. Für uns Azubis hat das bedeutet, in den letzten beiden Lehrjahren das nachzuholen, was uns im ersten Lehrjahr nicht beigebracht wurde und das bei eh schon straffen Lehrplan. Na danke...
Ich weiß auch von einer Berufsschule in meiner Region die Mechatroniker und Elektriker ausbildet und da legen die Lehrkräfte den Azubis nur Lehrbücher vor und sagen, was sie aus dem Buch lernen müssen. Fragt ein Azubi was nach, gibts keine Erklärung. Der Betrieb, wo man Mann arbeitet, hat dann seine Azubis von der Schule genommen. Das Problem war nur, eine neue Schule zu finden, die die Azubis auch aufnimmt.

Aber bevor ich zu sehr ausschweife... Mich regt das Thema Berufsschule einfach zu sehr auf. Und das Schlimme ist, dass Berufsschulen kaum Beachtung in der Öffentlichkeit finden. Immer gehts nur um zu wenig Lehrer und mangelnder Qualität an allgemein-bildenden Schulen. Berufsschulen sind da nur eine Randnotiz obwohl dort die Probleme oftmals noch viel viel schlimmer sind.

Bei euch PTAs finde ich auch, dass viel zu viel Lehrstoff in die kurze Lehrzeit gestopft wird. Ich weiß das, weil ein ehemaliger Mitschüler von mir diese Ausbildung absolviert hat und daran auch verzweifelt ist. Er hat es aber durchgezogen. Die Abbruchquote muss aber zu seiner Zeit sehr hoch gewesen sein. Ist das immer noch so?

Ich würde es ja gerne durchziehen, damit ich etwas in der Tasche habe. Jedoch kann ich mir wirklich nicht vorstellen dann in einer Apotheke zu arbeiten.
Ich dachte, die meisten PTAs gehen nach der Ausbildung in die Industrie. Da will doch kaum jemand in die Apotheke. Vor allem, da man dort eh nicht so gut bezahlt wird.

Wenn wir mal in der Schule Labortage hatten, habe ich mich nie wirklich darüber gefreut. Man gewöhnt sich zwar daran 5-6 Stunden zu stehen, aber es war schon anstrengend. Vor allem weil die Lehrer nach den kleinsten Fehlern Ausschau gehalten haben und dich immer kritisiert haben. Die Lehrkräfte haben schon viel kaputt gemacht.
Nun habe Ich in 3 Wochen Prüfungen und dies ist dann auch meine letzte Chance zu bestehen. Aber ich gehe mal vom Schlimmsten aus, weil ich so gut wie nichts mehr in mein Kopf kriege. Also brauche ich ein Plan B.
3 Wochen sind wirklich eine sehr kurze Zeit. Aber es wäre dann tatsächlich unsinnig das Handtuch so kurz vor der Angst zu schmeißen. Versuche einfach die Prüfungen durchzuziehen. Wenn du trotzdem durchfällst, dann ist es halt so. Wenn du danach wirklich was komplett anderes machen willst, dann ist ein „nicht bestanden“ auch kein Beinbruch.

Aber vielleicht könnten Sie mir trotzdem Tipps geben, wie ich den Druck etwas abbauen kann?
Ich habe mir damals nur vorgenommen zu bestehen und habe demzufolge meine Ansprüchen an mich selbst enorm herunter geschraubt. Mir war alles nur noch egal - Hauptsache bestehen! Dafür habe ich auch nur noch das Nötigste gelernt. Außerdem habe ich schon Wochen vorher angefangen Baldrian zu schlucken, damit ich zumindest zur Prüfung halbwegs ruhig bin. Der Druck ist tatsächlich um einiges gesunken, eben, weil ich mir selbst den Druck genommen habe.

Zum Lernen würde ich dir noch empfehlen: Gehe alte Prüfungsfragen durch. Hast du solche oder weißt du, wie du an solche gelangst? An den Prüfungsfragen der letzen Jahre kann man oft ein Muster erkennen. Manches wiederholt sich in regelmäßigen Abständen, nur anders verpackt aber mit gleichem Inhalt. Man kann dann auch besser Lernschwerpunkte setzen. Es ist besser weniger und dafür intensiver zu lernen, statt zu viel und oberflächlich. Es gab auch komplette Themengebiete, mit denen ich mich überhaupt nicht mehr näher beschäftigt habe. Ich hatte dann in der Prüfung nur mit einem Thema zu tun, was ich gar nicht gelernt habe. Da habe ich mir eben irgendwas aus den Fingern gesaugt und den Rest eben nicht gewusst.

Vielleicht sollte ich wirklich mal über ein Therapieplatz nachdenken. Ich bin nur so eine, die nie gerne zum Arzt geht. Ich denke immer, dass es Zeitverschwendung ist mit einem Psychodoktor über die Gefühle zu reden.
Ich sage immer: Versuch macht klug! 🙂 Ob es Zeitverschwendung ist, kann man nicht wissen, wenn man es noch nie ausprobiert hat. Letztendlich ist es aber deine Entscheidung. Es ist auch wichtig, sich darauf einzulassen. Wenn man schon mit einer negativen Einstellung in die Therapie geht, wird es auch nichts bringen.
Den Rat gebe ich dir auch für deine Prüfungen auf den Weg: Gehe mit einer positiven Einstellung „Ich schaff das!“ in die Prüfung, statt mit „Das werde ich eh nicht schaffen.“ Negative Gedanken blockieren dich nur.

So genau weiß ich jetzt nicht wie das abbläuft und wie lange sowas dauert.
Ich will eigentlich nur einen schönen Beruf, der mir Spaß macht und Geld verdienen 😱
Bei Ängsten wäre eine Verhaltenstherapie ratsam. Daher ist es wichtig, sich einen Therapeuten zu suchen, der diese Therapieform - welche übrigens auch am gängigsten ist - anbietet. Dein Hausarzt und deine Krankenkasse können dir auch beider Therapeutensuche (die sich nicht als einfach gestalten wird) behilflich sein.
 
Okay, alles klar. Wollte nur auf Nummer sicher gehen 🙂


Tatsächlich haben etliche Schüler bei uns abgebrochen. Aber die Lehrer haben uns auch von Anfang an keine Motivation gegeben.."Ja, die Hälfte wird das sowieso nicht schaffen!"
Also ganz ehrlich, solche Lehrer dürften nicht unterrichten. Selbst diese Menschen, die etwas mehr auf den Rippen haben wurden kritisiert. Da hieß es "Wie kann es sein, dass eine fette (die eine hat das wirklich so gesagt) PTA mir etwas von der Ernährung erzählen will?"
Unmöglich einfach..

Letztendlich haben dann doch 10 von 30 Mann nach dem ersten Schuljahr abgebrochen.

Leider wird man bei den ganzen Aufwand tatsächlich nicht so gut bezahlt. Sollte ich es aber schaffen habe ich wirklich überlegt dann in die Industrie zu gehen. Würde ich auch machen!

Ich werde die Prüfungen durchziehen. Auch wenn es dann heißt viel und oberflächlich lernen und das alles irgendwie in mein Kurzzeitgedächtnis zu stopfen. Mehr als versuchen kann ich nicht. Wenn ich nicht bestehen sollte, dann mache ich erstmal etwas nicht medizinisches..und wenn das dann geschafft ist, kann ich ja immernoch überlegen😱
Ich bin zwar nicht für immer jung, aber ich denke, dass diejenigen, die ihr Studium nicht schaffen so viel schlimmer dran sind.

Mit Baldrian hab ich tatsächlich schon länger überlegt, aber nie wirklich ernst genommen. Aber warum nicht? Man kann es ja mal probieren. Danke für den Tipp 🙂
Alte Prüfungsfragen habe ich zum Glück auch noch. Wäre nur zu schön, wenn man wüsste was dran kommt, da das wirklich arg viele sind 🙄



@Catley

Nein hab ich nicht. Habe auch tatsächlich noch nie etwas von ADS gehört. Kenne nur ADHS, oder ist das das selbe nur ohne die Hyperaktivität?
 
Wenn du Baldrian probieren willst, dann fange jetzt schon damit an. Baldrian wirkt nicht von heute auf morgen. Das muss man über einen längeren Zeitraum einnehmen, damit sich ein beruhigender Effekt einstellt. Passionsblume wäre auch ein Versuch wert. Das ist ja alles frei verkäuflich. Und wenn es ganz schlimm ist, kann man sich auch was vom Arzt verschreiben lassen. Ich hatte auch mal vor einem Vorstellungsgespräch Lorazepam eingenommen, aber zu der Zeit war ich gerade psychisch nicht so stabil. Machte leider auch etwas müde, aber ich war beim Gespräch immerhin recht klar.

Ich werde die Prüfungen durchziehen. Auch wenn es dann heißt viel und oberflächlich lernen und das alles irgendwie in mein Kurzzeitgedächtnis zu stopfen. Mehr als versuchen kann ich nicht.
Mach nicht zu viel. Gönne deinem Kopf auch mal Pause. Das kann ruhig mal ein ganzer Tag sein, danach ist das Gehirn auch aufnahmefähiger.

Wenn ich nicht bestehen sollte, dann mache ich erstmal etwas nicht medizinisches..
Wenn dich Medizin grundsätzlich interessiert, dann bleibe dabei. Dein jetziges Vorwissen könnte dir auch in der nächsten Ausbildung behilflich sein.
Wenn du jedoch was völlig anderes machen willst, dann bitte nicht sowas wie Bürokauffrau. Danach hat man kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Aber warte erst mal ab, was bei den Prüfungen rauskommt. Wir müssen ja noch nicht über ungelegte Eier sprechen.

Ich wünsche dir viel Erfolg 🙂
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben